Ich seh das mit dem Kitten-Nassfutter bei ad libitum Fütterung gar nicht so unkritisch.
Ein Kitten das statt den 200g die einer erwachsenen Katze reichen 400g frisst nimmt automatisch auch die doppelte Menge Calcium auf. Gibt man jetzt Kitten-Nassfutter kommt nochmal mehr Ca ins Kätzchen und das kann zu übermineralisierung führen.
Das kann es nicht, denn es nimmt ja in gleichem Maße auch Phosphor auf.
Es ging um das Ca

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Verhältnis!
Da du Kittenfutter ja nur hin und wieder gibst passiert sicher nix, aber übertreiben sollte man es nicht. Ein Kitten braucht etwa doppelt so viel Ca (und natürlich Phosphor im ausgewogenen Verhältnis) wie eine ausgewachsene Katze. Und das kommt bei der doppelten Futtermenge automatisch rein
Diese Aussage stimmt so nicht.
Nochmal, es geht um das Ca

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Verhältnis.
Bei erhöhter Futteraufnahme deckt das Kitten seinen durch das Wachstum bedingten erhöhten Energiebedarf sowie im Verhältnis dazu den Vitamin- und Mineralstoffhaushalt in ausgeglichener Menge - sofern diese Stoffe entsprechender/angepaßter Menge - nochmal die Verhältnismäßigkeit erwähnend! - vorhanden sind.
Die Denkweise, daß durch mehr Futter auch mehr Ca in den Körper kommt, ist dahingehend falsch, da alle enthaltenen Stoffe in ausgewogenem Verhältnis stehen müssen. Denn es kommt ja nicht nur etwas mehr Ca, sondern eben auch mehr P ins Kätzchen rein. Dadurch ist aber nichts gewonnen, der Ca-Gehalt muß höher sein als der P-Gehalt, egal wie groß die aufgenommene Futtermenge ist.
Wer von Euch es schafft, zugunsten der notwendigen Erhöhung des Calciumgehaltes das Phosphor aus dem Futter zu entfernen, möge mir bitte Bescheid geben.
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Crazy.Minka hat dir ja gerade erklärt, warum es Quatsch ist Kittenfutter mit erhöhten Ca/P-Anteil zu füttern.
Diese Ansicht habe ich ja bereits widerlegt. Wenn auch Du mit ihr konform gehst, dann ist Deine Ansicht ebenso falsch wie die Annahme von Crazy Minka.
Nochmal: bei wachsenden und tragenden Katzen ist der notwendige Ca-Gehalt im Verhältnis zu seinem Gegenspieler Phospor deutlich höher als bei gesunden, adulten Katzen, die nicht mehr wachsen und nicht schwanger sind.
Das Ca

-Verhältnis sollte bei 1,5 zu 1 liegen.
Übliches
Nassfutter auch aus den höheren Preiskategorieen leistet dieses nicht. Meist liegt der Ca

-Gehalt bei 0,9 bis 1,1 zu 1.
Das ist bei Weitem nicht ausreichend für die o. g.
Daher würde ich immer eher einem Barfer glauben, als jemandem der auch noch Trockenfutter empfiehlt!
Diese Aussage mag Deiner Meinung entsprechen, ist aber dogmatisch und daher nicht hilfreich!
Du unterstellst mir damit, ich würde
Trockenfutter empfehlen. Das tu ich nicht. Ich weise immer wieder darauf hin, daß Wohnungskatzen kein
Trockenfutter benötigen.
Jedoch betrachte ich das Ganze wesentlich pragmatischer als Du: sind die Futterpausen zwischen den
Nassfutter-Gaben zu lang, dann lieber ein hochwertiges
Trockenfutter als gar nix!
Mit anderen Worten: ich verbreite keine Dogmen, sondern
differenziere je nach Einzelfall.
Daß sich auch Barfer und selbsterklärte Barf-Fachleute ganz fürchterlich irren können, zeigen die Postings in diesem Thread:
https://www.katzen-forum.de/allgemeine-ernaehrung/46780-hilfe-calzium-phopshor-verhaeltnis.html
Da hat sich Stulle mächtig vertan, und zwar mehrfach, bis sie ihren Fehler einsah. Nur durch die immer wieder gegensätzlichen Postings anderer User wurde das "Mißverständnis", wenn man es denn mal so nennen möchte, aufgeklärt.
Grundsätzlich brauchen die meisten Säugetiere für ein gesundes Leben mehr Ca als P in ihrer Nahrung.
Für Katzen gilt das genauso.
Ich habe es anfangs auch so gemacht, dass ich eine Schale Trockenfutter hingestellt habe, aber ich habe festgestellt, dass dies dann gar nicht nötig ist, weil daraus kaum bis nicht gefressen wurde.
Auch deinem TroFuJunkie muss nicht den ganzen Tag Futter zur Verfügung stehen.
Der Kater ist ja nun schon einige Jahre alt und die TE hat schon mehrfach so Einiges versucht. Von daher halte ich diese Ratschläge für überflüssig. Zumal, wenn der Kater es gewöhnt ist, sich das Futter nach Bedarf einzuteilen: so werden immer nur ein paar Bröckchen gefressen und beim nächsten Hunger wieder ein kleines Portiönchen. Das ist - von der Menge her und der Vielzahl der kleinen Mahlzeiten her gesehen - deutlich artgerechter, als einer Katze nur wenige große Mahlzeiten hinzustellen.
Nach wie vor sind Katzen Häppchenfresser und holen sich lieber nach der ersten Sättigung alle zwei Stündchen einen kleinen Nachschlag, als sich ungesunderweise den Magen vollzuhauen.
Welcher bekanntlich auf solche Mengen nicht ausgelegt ist.
Ich sehe das mit dem Kittenfutter genauso. Das ist totaler Quatsch! Kitten brauchen kein Kittenfutter. Schliesse mich dem vorherigen Meinungen an und widerspreche den Kittenfutterempfehlungen.
Und ich widerspreche Deinen Pauschalaussagen sehr deutlich.
Es geht um die ausreichende Versorgung durch essentielle Mineralstoffe, die bei wachsenden, tragenden und häufig auch laktierenden Katzen nicht sichergestellt sind.
Von daher ist ein hochkalorisches (und somit den Magen-Darm-Trakt weniger belastendes) hochwertiges (Kitten)futter durchaus angemessen!
Vergleicht einfach mal das Ca

-Verhältnis der von mir genannten Marke RealNature: Adult und Kitten. Das sind immense Unterschiede!
Und das ist nur EIN Beispiel.
PS: wie gerne hätte auch ich bei der ein oder anderen Aussage das Wort "totaler Quatsch" genutzt. ;-) Hab ich aber vorsichtshalber mal lieber nicht. :mrgreen: