Ein bisschen Pflanzliches tun wir Barfer ja auch ins Katzenfutter, als Ballaststoff zur Verdauungsförderung. Etwa 5% der Fleischmenge, also 50 g Gemüse auf 1 kg Fleisch. (Es gibt allerdings auch Miezen, die ohne auskommen.)
Und mit KLEINEN Mengen Kohlenhydraten - so etwa 2-3% vom Gesamtfutter - kann katz noch einigermaßen umgehen.
Aber viele von diesen Rezepten sind ja richtig vollgebombt mit Kohlenhydraten - z.B. alles mit Nudeln drin -, und das ist absolut nicht gesund.
Und selbst wenn du z.B. in den von dir verlinkten Rezepten die Nudeln weglässt, sind sie immer noch sehr unausgewogen und eignen sich allerhöchstens mal als Leckerli, nicht als tägliche Mahlzeit. Zum Beispiel fehlt da überall Calcium, Eisen, Vitamin A, Vitamin D3 und und und. Wenn du deinen Miezen das jeden Tag fütterst, riskierst du schwere Mangelerscheinungen.
Katzen sind von Natur aus daran angepasst, ganze Beutetiere samt Knochen, Blut, Innereien usw. zu fressen. Dabei liefern z.B. Knochen Calcium, Blut bringt Eisen, Leber bringt die ganzen fettlöslichen Vitamine. All diese Nährstoffe braucht katz unbedingt.
Der Grundgedanke beim Barfen ist daher, ein Beutetier nachzubauen und so alle lebenswichtigen Nährstoffe in den richtigen Mengen und Verhältnissen im Futter zu haben. Indem man möglichst viele natürliche Beutetier-Bestandteile im richtigen Mengenverhältnis füttert und die noch fehlenden Nährstoffe durch Pülverchen ersetzt.
Und daran siehst du auch, dass Barfen viel vernünftiger ist - weil es die Katzen eben bei ihren natürlichen Nahrungsbedürfnissen abholt, anstatt sie zu vermenschlichen.
Die Rezepte auf deiner Seite fangen dagegen bei Menschenessen an und fügen ein paar Bestandteile hinzu, die es Katzen schmackhaft machen soll. An artgerechte Ernährung und Deckung des Nährstoffbedarfs wurde da überhaupt kein Gedanke verschwendet.