Genau das war ja auch meine Intention als ich nach seriösen Quellen gefragt hatte...
Kann ich verstehen. Wenn du magst, kann ich dir die Links zu den einzelnen Empfehlungen zuschicken, dann kannst du selbst nochmal schauen.
Das blöde ist nur dass es auch da so einige Widersprüchlichkeiten gibt soweit ich diese Quellen bisher selbst anschauen konnte.
Widersprüchlichkeiten gibts in so fern, dass sich die einen Angaben auf 1kg Fleisch in der Trockenmasse und die anderen pro Kilogramm Körpergewicht oder gleich für eine 4-Kilo-Katze angegeben werden. Ersteres ist natürlich nur unter Umwegen mit den beiden letzteren zu vergleichen. Man kanns aber umrechnen, wenn man tägliche Fütterungsmenge und Feuchtigkeitsgehalt des Futters hat. Dann unterscheiden sich die Angaben nicht mehr soo gravierend. Allerdings hab ich bei der Errechnung bei Trockenfutter eine Abweichung festgestellt. Alles Andere ist soweit schlüssig.
Und zu welchem Schluss bist Du jetzt gekommen was den tatsächlichen Tagesbedarf an Taurin einer Katze angeht?
Den Tagesbedarf würde ich auf 25-50mg pro Kilogramm Körpergewicht "ausrechnen" bzw. übernehmen. Denn - wie oben schon gesagt - wenn man Trockenmasse-Feuchtmasse-Tagesbedarf usw. herum/runterrechnet, ist dieser Wert bei allen Empfehlungen so in dieser "Range". Wenn du magst, können wir gern zusammen ein wenig rechnen, vielleicht wirds dir dann klarer.
Wenn ich also 1kg Nassfutter habe mit 80% Feuchtigkeit, dann wären die restlichen 20% 200gr?
Das passt dann aber auch wieder nicht zu den anderen Zahlen!
Ich werd bei dem Thema echt noch kirre.
Ja, das stimmt soweit: 1000g Futter mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 20% hat eine Trockenmasse von 200g.
Schau selbst, das ist immer am besten.
Sicherlich kommt dazu auch noch die Antwort "Jaaaa - so ein Tierarzt ist ja auch kein Ernährungsexperte..." - wobei mir da auch immer nicht so ganz klar ist wen man denn fragen soll wenn nicht einen Tiermediziner.

Ich glaube, da bist du nicht die Einzige, die sich sowas denkt. Ich sag mal so: Tierärzte müssen nicht unbedingt Ahnung haben. Aber wenn ich so ein Buch von einer "Koryphäe"
, die schon x-Jahre Erfahrung auf dem Buckel hat, international anerkannter Professor, dann glaub ich das schon eher als einem kleinen Landtierarzt. Wir wissen ja alle, dass das Schildchen mit dem "V" nicht auch automatisch die Kompetenz in die Praxis bringt
Siehe Wikipedia - da steht das drin (inklusive Quellenangaben).
Ich schaus mir mal an und versuche noch andere Quellen zu finden.
Siehste. Eben drum sollte man nicht einfach so derartige Empfehlungen in den Raum werfen. Siehe mein Beispiel "Von Tollkirsche kriegt man wunderschöne große Augen."
Nunja, "hineingeworfen" habe ich sie ja nicht. Die Empfehlungen stammen nicht von mir oder einer privaten Homepage. Sie sind für jeden einsehbar und werden auch so in er Tierfutterindustrie übernommen.
Meinen Infos nach hängt das mit der Maillard-Reaktion zusammen die eben erst bei 140°C eintritt - und so heiss erhitzen die Hersteller nach eigenen Angaben die Dosen garnicht (wie in einem anderen Forum recherchiert wurde).
Du, ob jetzt diese Reaktion was mit Entwertung oder nicht von Taurin hat, kann ich dir nicht sagen. Ob es zutrifft, auch nicht. Ich hab nur gelesen, dass die Taurin-Wertigkeit mit der Qualität der Proteine zusammenhängt. Wie und ob die durchs Kochen verändert wird, da gibt es unterschiedliche Aussagen. Das ist wohl etwas, was ich mir demnächst mal vornehme
Mir geht's halt darum, dass ich - wenn ich schon Taurin zugebe - das auch optimal dosieren möchte.
Das bedeutet im Klartext dass ich wie folgt vorgehen möchte:
- Ich nehme den Tagesbedarf an Taurin der Katze,
- ziehe davon ab was dem Futter schon zugefügt wurde (optimal wär's natürlich wenn man in etwa wüsste was im Futter "von Natur aus" schon drin ist und das eben auch abziehen könnte, aber das lässt sich ja leider nicht feststellen) und
- gebe soviel Taurin zu wie's braucht um den Tagesbedarf zu decken.
Wenn man davon ausgeht, dass ein Zuviel an Taurin tatsächlich schadet, ist deine Vorgehensweise absolut angebracht. In wie fern man das allerdings auch praktisch umsetzen kann - so sagst du ja selbst - ist eine ganz andere Frage. Man müsste da den genauen Tauringehalt des Futter wissen. Wenn er nicht draufsteht, könnte man sich nen groben Wert vom Tauringehalt des verwendeten Fleisches ableiten. Aber eben nur grob. Und da wäre dann auch wieder die Frage, in wie fern sich Taurin nicht oder doch durch Erhitzung der Proteine entwertet. Es ist auf jeden Fall kompliziert.
Hier und an anderer stelle wird aber gerne mal empfohlen doch bitte 200-500mg zuzugeben. Das ist ein DEUTLICH höherer Wert als das was von den Experten empfohlen wird. Zusätzlich wohlgemerkt. OHNE Berücksichtigung dessen was ohnehin im Fleisch drin ist!
So pauschal kann und sollte man das nicht sagen. Da ist eben wieder der Fall "wurde mir empfohlen" - Warum, wieso, unter welchen Umständen? Recherchieren und sich schlau machen sollte man sich unbedingt selber. Man kann ja sonst auch die Hintergründe nicht verstehen. Ich kann aber absolut nachvollziehen, welches Problem du mit solchen Ratschlägen hast:
Kaum jemand, der sich auf sowas verlässt, hat wirklich Ahnung davon, interessiert sich dafür oder schaut selbst mal nach. Es wird zuviel übernommen, einfach geglaubt und dann als Fakt kategoriesiert. Das kann für die Gesundheit der Katze ein entscheidender Nachteil sein.
In dem Taurin-Fall vielleicht nicht unbedingt (oder doch?), aber eben bei vielen anderen Fällen: Einzelhaltung, Impfintervalle, Kastration usw.. Die Liste ist lang.
Ich seh schon, du bist genau so ein Wissensbohrer wie ich

Schön, dass mal von ner anderen Seite zu sehen
