Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind?

Diskutiere Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Darf ich auch mal ganz allgemein vom Sterben der Katzen sprechen? Waran habt ihr bemerkt, daß die Zeit bald abgelaufen ist? Gibt es typische...
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #1
Muggel89

Muggel89

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Darf ich auch mal ganz allgemein vom Sterben der Katzen sprechen? Waran habt ihr bemerkt, daß die Zeit bald abgelaufen ist? Gibt es typische Anzeichen?

Meine erste Katze war immer kerngesund, ist eines nachts eingeschlafen, da war sie 12J.
Um meinen fast 15-jährigen Kater mache ich mir seit dem Herbst Sorgen, er hatte eine Forl-OP, ist soo ruhig geworden und frisst einfach sehr wenig.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #2
Hallo Moni,

ich habe das bei meiner Lara relativ gut mitbekommen, da sie aufgrund ihrer Diagnose Krebs rapide abbaute und sich zum Ende hin eigentlich nur noch quälte. Ob es das Hochspringen aufs Sofa war oder runter, diese Kraftlosigkeit teilweise und Leere in den Augen, wenn sonst leichte alltägliche Hürden zum Mount Everest wurden.

Die Diagnose FORL ist mein persönlicher Horror, ein Glück wurde es erkannt und auch darauf reagiert, sadass dem armen Kerl geholfen werden konnte. Dass sein Appetit nicht mehr so ist wie früher, ist im Alter wohl normal, ebenso dass er ruhiger geworden ist. Solange der Unterschied von ruhiger zu Müde dem Leben gegenüber nicht deutlich sichtbar ist... aber das bekommt man mit, wenn man so lange sein Leben mit einem Tier geteilt hat und man nicht vollkommen blind und desinteressiert seinem Tier gegenüber ist.

Kein schönes Thema, bekomme ich immer Pipi in die Augen :neutral:
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #3
Unser erster Kater Whisky bekam ein Plattenepithelkarzinom im Mäulchen. Als die Diagnose stand, habe ich mich über Anzeichen des nahenden Todes informiert. Ich las, daß die Katzen sich dann zurückziehen und nicht mehr das machen, was sie sonst gerne machen (fressen, kuscheln, spielen). Solange die guten Zeiten überwiegen abwarten.

Ich habe dem Krebs beim Wachsen zugesehen. Wir haben die Situation immer auf die sich ändernden Bedürfnisse von Whisky angepasst. 8 Wochen nach Diagnosestellung, sonntags hat er nur noch ganz wenig gefressen. Er sah zu der Zeit schon fürchterlich aus, weil der Krebs sich Richtung Nase und Auge gefressen hatte. Aber er HAT gefressen, kam zum Kuscheln und hat sein Leben unter Schmerzmitteln genossen. Er hatte auch über die Wochen Gewicht verloren.

Montag hat er dann gar nicht mehr gefressen. Wir sahen uns an und ich fragte ihn: Ist es gut, willst Du gehen? Er sah mir fest in die Augen und zwinkerte deutlich. Er schlief in unseren Armen ein.

Bei Joy, auch Krebspatientin, bahnte sich der Tod auch über längere Zeit an, nach der Tumor-OP. Den Abend zuvor dachte ich bereits, daß sie die Nacht nicht überlebt. Am nächsten Morgen weckte sie mich in fürchterlichem Zustand, sodaß die Entscheidung völlig klar war.

Whisky hat bis zum Schluß unsere Nähe gesucht und das Schmusen genossen. Bei ihm haben wir den stetigen Gewichtsverlust beobachtet und es letztlich entschieden, als er aufgehört hat zu Fressen. Bei Joy mussten wir nicht lange überlegen. Auch sie hat die Nähe zu mir immer genossen.

Ich kann Dir nur raten: Beobachte Dein Schätzchen. Du kennst ihn am Besten und merkst, wenn etwas nicht stimmt. Höre auf Dein Gefühl. Ich denke, man spürt ganz deutlich, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #4
Bei Gismo habe ich es gemerkt, als sie nichts mehr gefressen hat.

Bei Sonic wollte ich es nicht wahr haben, dass ihr immer häufiger werdendes apathisches Verhalten, und ihre ständigen Anfälle (welche ähnlich wie bei Epilepsie waren) Anzeichen zum Abschied nehmen waren.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #5
Jetzt bin ich doch froh, daß ich dieses sensible Thema hier angeschnitten habe,obwohl mir eure Berichte und Tipps sehr zu Herzen gehen und traurig machen.
Es wird meinen Blick "schärfen", leider gehört das Sterben zum Leben:?

Plattenepitelkarzinom(Whisky) : ich bin gerade echt zusammengezuckt, weil unser bester Freund gerade dagegen kämpft.
Muggel hat ein total versabbertes Kinn/Latz, das Kinn ist so komisch schwarz (Kinnakne, Dreck, oder???) , ich zeige das doch mal dem Tierarzt.

Eine Krebserkrankung, wie bei Whisky, Lara, Joy im Vorfeld, da kann man sich innerlich vielleicht vorbereiten. Aber daß Katzen einfach aufhören zu fressen, so wie bei Gismo auch, daß es das gibt!
Davor habe ich Angst, gestern und heute was es wieder soooo wenig, was mein Muggel gefressen hat.

Es macht traurig, wenn man sieht, wie sich ein Energiebündel plötzlich in sich zusammenfällt. Keine Mäuschen mehr jagen, nicht mehr spielen, nicht mehr die Krallen schärfen-kratzen.
Ich will auf der einen Seiten jeden Tag für ihn schön machen, er darf sich auf der Terrasse auf seinem Stuhl sonnen, ich mache die reinsten Futter-Buffet-Kabriolen, um ihm was anzubieten, beobachte ihn, ob was wehtut. Schwer zu sagen, ob die Kraft zu Ende ist, oder nur eine große Müdigkeit da ist.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #6
Zum Glück habe ich noch keine Katze gehen lassen müssen und ich hoffe es dauert auch noch recht lange. Von meiner Hündin Bella jedoch kann ich sagen, es ist ähnlich wie bei Katzen, sie war ein Dobermannmischling und 14 Jahre alt als der Tag kam an dem wir die Entscheidung treffen mussten, sie gehen zu lassen. Aber es war eindeutig, sie konnte nicht mehr aufstehen und musste zum pinkeln getragen werden, zum Glück war mein Mann Zuhause - Bella wog immerhin über 30 kg! Sie hat mir an diesem Morgen die Schnauze in den Schoß gelegt und mich mit traurigen Augen angesehen - so nach dem Motte - jetzt ist es gut - ich will meine Ruhe haben.... - ich habe jetzt wieder Tränen in den Augen - dabei ist es schon 9 Jahre her....

Auch wenn wir unsere Lieben gehen lassen müssen - sie bleiben unvergessen und jedes einzelne Tier hat seinen eigenen Platz in unserem Herzen!

Muggel89: Ich wünsche Dir viel Kraft!
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #7
Jetzt bin ich doch froh, daß ich dieses sensible Thema hier angeschnitten habe,obwohl mir eure Berichte und Tipps sehr zu Herzen gehen und traurig machen.
Es wird meinen Blick "schärfen", leider gehört das Sterben zum Leben:?

Plattenepitelkarzinom(Whisky) : ich bin gerade echt zusammengezuckt, weil unser bester Freund gerade dagegen kämpft.
Muggel hat ein total versabbertes Kinn/Latz, das Kinn ist so komisch schwarz (Kinnakne, Dreck, oder???) , ich zeige das doch mal dem Tierarzt.

Eine Krebserkrankung, wie bei Whisky, Lara, Joy im Vorfeld, da kann man sich innerlich vielleicht vorbereiten. Aber daß Katzen einfach aufhören zu fressen, so wie bei Gismo auch, daß es das gibt!
Davor habe ich Angst, gestern und heute was es wieder soooo wenig, was mein Muggel gefressen hat.

Es macht traurig, wenn man sieht, wie sich ein Energiebündel plötzlich in sich zusammenfällt. Keine Mäuschen mehr jagen, nicht mehr spielen, nicht mehr die Krallen schärfen-kratzen.
Ich will auf der einen Seiten jeden Tag für ihn schön machen, er darf sich auf der Terrasse auf seinem Stuhl sonnen, ich mache die reinsten Futter-Buffet-Kabriolen, um ihm was anzubieten, beobachte ihn, ob was wehtut. Schwer zu sagen, ob die Kraft zu Ende ist, oder nur eine große Müdigkeit da ist.

Du, auch wenn man weiß, was auf einen zukommt, bei Krebsdiagnose bspw., man ist irgendwie nie richtig vorbereitet. Ich muß sagen, daß ich sowohl nach Whiskys als auch nach Joys Tod erleichtert war. Ich habe Beide über alles geliebt. Aber sie leiden zu sehen ist fürchterlich. Man macht und tut und versucht. Es ist eine Zeitlang besser. Dann wieder eine Verschlechterung, TK-Besuch, wieder besser. Man sieht, das Tier will leben und kämpft. Und irgendwann geht dem Schätzchen die Puste aus. Ich bin froh, daß ich bei Beiden nicht zweifeln mußte, ob es die richtige Entscheidung war. Sie hatten ein gutes Leben bei uns, wir haben sie nach Strich und Faden verwöhnt. Das ist der Vorteil an der Absehbarkeit. Man hat es deutlich vor Augen und kann die Zeit intensiv nutzen. Das haben wir gemacht.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #8
Du, auch wenn man weiß, was auf einen zukommt, bei Krebsdiagnose bspw., man ist irgendwie nie richtig vorbereitet. Ich muß sagen, daß ich sowohl nach Whiskys als auch nach Joys Tod erleichtert war. Ich habe Beide über alles geliebt. Aber sie leiden zu sehen ist fürchterlich. Man macht und tut und versucht. Es ist eine Zeitlang besser. Dann wieder eine Verschlechterung, TK-Besuch, wieder besser. Man sieht, das Tier will leben und kämpft. Und irgendwann geht dem Schätzchen die Puste aus. Ich bin froh, daß ich bei Beiden nicht zweifeln mußte, ob es die richtige Entscheidung war. Sie hatten ein gutes Leben bei uns, wir haben sie nach Strich und Faden verwöhnt. Das ist der Vorteil an der Absehbarkeit. Man hat es deutlich vor Augen und kann die Zeit intensiv nutzen. Das haben wir gemacht.

Oh, je schon zweimal hast Du das mitgemacht, wie schwer mag das sein. Ich kann mir schon vorstellen, dass Du auch eine gewissen Erleichterung hattest, trotz aller Trauer. Trotzdem ist die letzte Entscheidung furchtbar hart, nur das Wissen, dem geliebten Tier, noch mehr Elend und Schmerz zu ersparen ist etwas tröstlich.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #9
Du, auch wenn man weiß, was auf einen zukommt, bei Krebsdiagnose bspw., man ist irgendwie nie richtig vorbereitet. Ich muß sagen, daß ich sowohl nach Whiskys als auch nach Joys Tod erleichtert war. Ich habe Beide über alles geliebt. Aber sie leiden zu sehen ist fürchterlich. Man macht und tut und versucht. Es ist eine Zeitlang besser. Dann wieder eine Verschlechterung, TK-Besuch, wieder besser. Man sieht, das Tier will leben und kämpft. Und irgendwann geht dem Schätzchen die Puste aus. Ich bin froh, daß ich bei Beiden nicht zweifeln mußte, ob es die richtige Entscheidung war. Sie hatten ein gutes Leben bei uns, wir haben sie nach Strich und Faden verwöhnt. Das ist der Vorteil an der Absehbarkeit. Man hat es deutlich vor Augen und kann die Zeit intensiv nutzen. Das haben wir gemacht.
Du hast das wundervoll beschrieben. Danke für diese Sätze :a066:
Vor allem das hat mich unglaublich berührt und für mich selbst wieder in meinen Entscheidungen bestärkt:
Man sieht, das Tier will leben und kämpft. Und irgendwann geht dem Schätzchen die Puste aus.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #10
Oh, je schon zweimal hast Du das mitgemacht, wie schwer mag das sein. Ich kann mir schon vorstellen, dass Du auch eine gewissen Erleichterung hattest, trotz aller Trauer. Trotzdem ist die letzte Entscheidung furchtbar hart, nur das Wissen, dem geliebten Tier, noch mehr Elend und Schmerz zu ersparen ist etwas tröstlich.

Als wir 5 Monate nach Whiskys Tod die Krebsdiagnose von Joy bekamen, hat sich ein Loch unter mir aufgetan. Wir haben alles getan, was ging und Joy nicht zu sehr belastet hat. Aber trotz alledem und wie schwer es auch war: Mein Mann und ich haben nie auch nur daran gedacht, kein Tier mehr aufzunehmen. Jetzt haben wir unsere drei Miezgetiere. Wir stehen alles miteinander durch. Es ist immer schlimm, wenn eine geliebte Seele gehen muß. aber besser, man kann die Liebe teilen und die Zuneigung austauschen, als dies nie gehabt zu haben, auch wenn man beim Abschied leidet. Von daher immer wieder. Vom Anfang bis zum Schluß!

Du hast das wundervoll beschrieben. Danke für diese Sätze :a066:
Vor allem das hat mich unglaublich berührt und für mich selbst wieder in meinen Entscheidungen bestärkt:

Danke Dir. Wir können immer nur von Situation zu Situation entscheiden. Eine Patentlösung gibt es nicht. Was wir tun oder lassen, müssen wir aus Liebe und Fürsorge heraus entscheiden. Auch wenn es bedeutet, sich Adieu sagen zu müssen. Aber der Tod ist nicht das Ende. Irgendwann sehen wir uns alle wieder im ewigen Kreis.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #11
Als wir 5 Monate nach Whiskys Tod die Krebsdiagnose von Joy bekamen, hat sich ein Loch unter mir aufgetan. Wir haben alles getan, was ging und Joy nicht zu sehr belastet hat. Aber trotz alledem und wie schwer es auch war: Mein Mann und ich haben nie auch nur daran gedacht, kein Tier mehr aufzunehmen. Jetzt haben wir unsere drei Miezgetiere. Wir stehen alles miteinander durch. Es ist immer schlimm, wenn eine geliebte Seele gehen muß. aber besser, man kann die Liebe teilen und die Zuneigung austauschen, als dies nie gehabt zu haben, auch wenn man beim Abschied leidet. Von daher immer wieder. Vom Anfang bis zum Schluß!

Das ist wirklich eine großartige Einstellung! Du kannst Dich wirklich glücklich schätzen, dass Du einen Mann hast der das mitträgt und die Tiere genauso liebt! Überhaupt habe ich im Forum schon festgestellt, dass hier sehr sehr tierliebe Menschen unterwegs sind die keine Kosten und Mühen scheuen wenn es um die geliebten Fellchen geht. Echt klasse!!
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #12
Das ist wirklich eine großartige Einstellung! Du kannst Dich wirklich glücklich schätzen, dass Du einen Mann hast der das mitträgt und die Tiere genauso liebt! Überhaupt habe ich im Forum schon festgestellt, dass hier sehr sehr tierliebe Menschen unterwegs sind die keine Kosten und Mühen scheuen wenn es um die geliebten Fellchen geht. Echt klasse!!

Ich bin gesegnet mit meiner kleinen Familie. :) Und ich freue mich auch immer wieder zu lesen, daß es Menschen gibt, denen ihre Tiere über alles gehen, die vernünftig denken und im Sinne ihrer Schützlinge handeln. Und es ist schön, sich mit so vielen Menschen darüber austauschen zu können. Manche Dinge kann ein Außenstehender einfach nicht nachvollziehen.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #13
Ich finde auch, daß du sehr einfühlsam und sensibel berichtet hast.

Unsere 1. Katze verstarb ganz plötzlich, und auch gerade zu einem Moment, als die Ehe kaputt gegangen war, die Fellnase auch zum Kuscheln und Ausweinen wichtig für die Kinder war, alles in Aufruhr war.
Ich frage mich bis heute, was sie hatte. Sie verstarb 1 Tag nach einem Familiengeburtstag, da war viel los, und normal, daß sie sich da etwas verzogen hatte.

Ich mache mir einfach Sorgen, daß ich die Anzeichen wieder nicht richtig deute.
Muggel frisst seit 2 tagen nur noch 1x am Tag sehr wenig. Gerade liegt er auf der Ofenbank, das ist ihm sonst noch nie eingefallen, weil die ja ganz schön heiß ist.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #14
Naja, bei meinem Jerry war es ja innerhalb eines Jahres abzusehen. An mir hat es nun gelegen aufzupassen wann es soweit ist. Ich sagte mir halt wenn er nicht mehr zum Fressen aufsteht ist es denn soweit. Ein Paar Tage davor hat er sich ausschließlich auf mein Bett unter seine Wolldecke zurückgezogen. Gab sich aber sehr kämpferisch und zog seine üblichen Rituale durch, aber immer mit Ankündigung das ich das ja auch mitbekomme. Mann geht mir das noch nahe. :???:

Gruß


Ralle
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #15
Ralle, war dein Jerry schon sehr alt oder an irgendwas erkrankt?
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #16
Beides trifft zu. Er wurde fast 17 J. alt und hatte von Geburt an eine chronische Immunschwäche der eigenen Haut. Zwischendurch hatte diese Krankheit das eine oder andere mal für Fellausfall, besonders am Bauch gesorgt. Hat sich aber immer wieder gut eingekriegt. Und Schwerwiegendes gab es auch nie, aus Sicht der diverser TÄs ein wahres Wunder, die Ihm deswegen auch nur eine Lebenspanne von 7-9 J. voraus gesagt hatten. In seinen letzten 3 - 4 Jahren gab es dann merkwürdige Schuppenbildung die sich auch stapelnd nach außen und später auch nach innen gebildet hatten. Da hat sein letzte Jahr angefangen, als diese nach innen wuchsen. Innerhalb dieser 3-4 Jahre hat es auch nur noch
frisches Geflügelfleisch gegeben. Wirklich gelitten hatte er nur innerhalb einem Tag den ich brauchte die Realität hinzunehmen und Ihn gehen zu lassen. Sicherlich, er ist durch seine Stärke und mein ewig besorgtes Zutuen noch sehr weit gekommen. Dummerweise hab ich mittlerweile den Verdacht das so ein Situation auch doppelt und dreifach bindet. Sein Ableben ist für mich noch immer ein sehr herber Schlag. :-(

Gruß

Ralle
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #17
Das verstehe ich ,Ralle.
gerade das bewußte Erleben und Überwinden von Schwierigkeiten, bei euch diese Hautkrankheit, bindet enorm. Da läuft die Katze eben nicht so einfach mal nebenher. Aber 17 Jahre, das ist wohl eine magische Grenze, die auch "gesündere" Katzen oft nicht überwinden, oder?
Hast du noch andere Katzen?
Eine Freundin hat ihren geliebten Kater vor 2 Jahren verloren. Sie will keinen "Ersatz", wie sie sagt, vermisst eben diesen Kater.

Mir geht es auch so, daß ich jetzt einen Hype um Muggels Ernährung mache, ihn vertüttle, alles mache, daß er zunimmt. Er soll es einfach gut haben, egal wie lange er noch Zeit hat.
Eigentlich sind alle Blut u.v.m.-Werte top, außer dem Forl hat er nichts, aber das ist eben chronisch, und da habe ich Angst, daß es wieder losgeht.
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #18
Wow :-(

Wenn ich mir das durchlese, habe ich gleich einen Kloß im Hals.

Bei uns läuft bis jetzt alles gut, wenn ich aber daran denke, dass meine Mädels sich irgendwann verabschieden... :?

Ich habe zwei Mietzen und seit längerem stelle ich mir die Frage, wie es ist, wenn eine von beiden geht. Sie lieben sich - denke ich - nicht heiß und innig, trotzdem gehe ich davon aus, dass es für Katzen wie auch für Menschen komisch ist, wenn jmd fehlt. Wie war das bei euch?

Über Hunde habe ich letzens im Fernsehen gesehen, dass man, wenn die Tiere beim Tierarzt eingeschläfert werden sollten, man diese wieder mit zu sich ins Haus/ Wohnung nehmen soll, damit sie sich alle anderen richtig verbschieden können.

Liebste Grüße
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #19
Ralle, das tut mir sehr leid. Ich denke auch, daß man eine besondere Bindung zu einem Tier aufbaut, wenn man gemeinsam kämpft und immer wieder vor Augen hat, was passieren kann. Wie wertvoll ein Leben ist, hat man da immer deutlich vor Augen.

Moni, hast Du schonmal an hochkalorische Ernährung für Muppel gedacht? Gibt im Ernährungsbereich dazu einige Threads. Ich habe von Reconvales gelesen. Ich selbst habe damals NutriCal-Paste probiert.

@ Vic: Über dieses Thema denke ich auch häufiger nach. Whisky und Joy waren Einzelkatzen. Jetzt haben wir Drei. Zwei Mädels von jetzt ca. 3 Jahren und unseren Leo-Opi mit ca. 17 Jahren. Leo ist der Dreh- und Angelpunkt der kleinen Katzenfamilie. Mit diesem Job ist er bei uns eingezogen. Gerade unsere zarte Seele Erna liebt ihn über alles. Sie ist ständig in seiner Nähe und kuschelt so furchtbar gerne mit ihm. Ich mag gar nicht daran denken wie es irgendwann ohne ihn ist.

Ich meine, er hat ne Wirbelsäulenfehlstellung (Unfall?), dadurch bedingt Arthrose. Er hat ne Zyste zwischen den Augen, die man schlecht operieren kann, sei´s drum. Und er hat zwei Tumore an der Unterlippe, die da seit Monaten sind und sich nicht signifikant verändern. Wir behandeln ihn zur Zeit homöopathisch, was ihm die Lebensqualität deutlich verbessert hat. Ihm geht es super, aber bei dem Ganzen macht man sich eben seine Gedanken. Und: Man kommt zu keinem Schluß. Die Zeit wird es zeigen und wir sind da und bereit und aufmerksam.

In derartigen Situationen können wir nur bestens beobachten und IN der Situation entscheiden, was passend ist. Klar, kann man sich im Vorfeld seine Optionen durchdenken. Die Entscheidungen trifft man dann, wenn sie anstehen.

Liebe Grüße,
Sisja
 
  • Woran habt ihr gemerkt, daß die letzten Tage gekommen sind? Beitrag #20
@ Sisja,
danke für den Ernährungstipp! Ich habe Calopet Paste und Aufbaufutter Hills a/d, er frisst aber am liebsten Rohes.
jetzt rennt ich aber erst mal wegen des sabber-Göschchen zur TÄ, hoffentlich nichts Schlimmes.
 
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