Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch

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Hi,

wir haben hier ja mit Tigger und Hobbes zwei aufgeweckte Jungkater von denen uns besonders Tigger nachts immer etwas auf die Nerven ging und uns wach gehalten hat.
Die meisten Tipps im Internet sind bei dem Problem ja schlicht "ignorieren" - das hat leider nicht funktioniert bzw. wurde wirklich schwer wenn man ne Katzenzunge im Ohr hat :shock: (1 Zimmer Wohnung, keine Tür zum Bett)
Tagsüber wurde auch immer recht viel bespaßt, daran, dachten wir, kann es eigentlich auch nicht liegen. Zudem will man den Kleinen ja auch Freiraum lassen und wenn der Mittagsschlaf halt mal länger dauert, dann dauert er halt länger... bis gestern :twisted:.

Wie du mir so ich dir:
Erst mal haben wir alle Bettdecken und Kissen vom Bett entfernt damit das kein so toller Spielplatz mehr ist. Nur die Tagesdecke liegt noch als Schutz drauf und Hobbes hat sich auch direkt mal beschwert, aber hat er halt Pech ^^. Das Spielen wurde auch allgemein weiter vom Bett weg verlagert und die Tierchen wurden ignoriert sobald sie auf dem Bett waren.
Zudem haben wir gestern angefangen den Tagesrhythmus der beiden mal etwas um zu sortieren. Morgens war noch alles wie immer. Ab und an haben sie sich mal hingelegt und gedöst, und Mittags dann noch mal ~2,5h geschlafen - aber dann war Partytime.
Wir haben gespielt und gemacht und getan von 3 Uhr nachmittags bis ~10 Uhr abends. Hinlegen durften sie sich, putzen natürlich auch und kuscheln war auch ok, aber schlafen war nicht drin. Wir haben immer wieder die Angel und andere Spielsachen als Anreize ausgepackt und es wurde dann weiter gespielt.
Um 10 gabs dann noch mal ordentlich Futter, die beiden haben sich auch noch mal gegenseitig ein wenig gejagt, dann ging das Licht aus und es war Ruhe.

Nachts kam Tigger ein mal an und hat sich kurz (10 Sekunden oder so) schnurrend neben mich gelegt, ich habs ignoriert, ist dann unter meine Bettdecke gekrochen und hat sich in meine Kniekehlen gekuschelt. Das hab ich auch ignoriert und nach nicht mal einer halben Minute war er wieder weg. Er schlief dann auf dem Sessel weiter (der steht in Sichtweite zum Bett).

Heute morgen kamen beide mal an nachdem wir wach waren und wurden dann auch mal geknuddelt ;)
Nach dem Aufstehen haben wir dann erst mal 30-45min irgendwas gemacht und nicht gleich Futter gegeben, damit sie das Aufstehen direkt mit Futter in Verbindung bringen ^^.

Ich bin auf die nächste Nacht gespannt - wir gehen jetzt erst mal wieder spielen.
 
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  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #2
Bin mal gespannt, ob hier hilfreiche Tipps kommen :)
Habe nämlich ein ähnliches Problem, und leider noch keine Lösung gefunden.
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #3
Wie alt sind die beiden Kater? Vermutlich mitten im Flegelalter. Sind sie schon kastriert?

Ein-Zimmer-Wohnungen sind natürlich für Katzen nicht so wirklich der Hit, die wollen lieber durch ihr Revier streifen und es nicht in einem Blick überschauen, da fehlt die Abwechslung. Hier sind die Dosinen gefordert, dass dann trotzdem sehr abwechslungsreich einzurichten. Habt ihr Cat-Walks? Was steht den Katzen als Kletter- und Spielmöglichkeiten alles zur Verfügung? Wieviel qm hat die Wohnung insgesamt und dürfen die Katzen überall hin?
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #4
Bin mal gespannt, ob hier hilfreiche Tipps kommen :)
Habe nämlich ein ähnliches Problem, und leider noch keine Lösung gefunden.

Naja, was für Tipps sollen da kommen. Es ist ja prinzipiell immer das gleiche. Tagsüber Katzen auspowern, nachts ignorieren, Futter nicht nach dem Aufstehen geben, Aufenthalt auf dem Bett unattraktiv machen.
Die Umsetzung ist dann halt vom Tier abhängig.

Oder es ist ne Katze, die einfach nur Nähe sucht, die stört das Ignorieren dann halt nicht ^^.
Aber auch da kann man die Sache einfach etwas unbequemer machen.

Zur Not gibt es wohl auch Druckuftpusten, die per Sensor auslösen. Hat den Vorteil, dass die Katze das Anpusten nicht mit dir, sondern mit dem Ort in Verbindung bringt.

Wie alt sind die beiden Kater? Vermutlich mitten im Flegelalter. Sind sie schon kastriert?

Ein-Zimmer-Wohnungen sind natürlich für Katzen nicht so wirklich der Hit, die wollen lieber durch ihr Revier streifen und es nicht in einem Blick überschauen, da fehlt die Abwechslung. Hier sind die Dosinen gefordert, dass dann trotzdem sehr abwechslungsreich einzurichten. Habt ihr Cat-Walks? Was steht den Katzen als Kletter- und Spielmöglichkeiten alles zur Verfügung? Wieviel qm hat die Wohnung insgesamt und dürfen die Katzen überall hin?

8 und 10 Monate, ja kastriert, ja Catwalks vorhanden, haben etliche Möglichkeiten zum Klettern und über Regale springen, Rückzugsmöglichkeiten sind auch vorhanden.

Meiner Meinung lag es bisher einfach daran, dass sich der Schlafrhythmus nach dem Neuzugang so verschoben hat, dass für die Nachts einfach Aktivzeit war. Da hilft halt ignorieren erst mal nichts, wenn die Tiere wach sind, haben die Ausdauer.
Daher greifen wir an verschiedenen Punkten an.
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #5
Nanu? Bist du nicht Kunterbunt? Hast du dich noch einmal neu angemeldet?
Sorry, aber das verwirrt mich gerade etwas, oder sind die Katernamen nur zufällig identisch?

Ach ja, guten Morgen! :-D
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #6
:mrgreen::mrgreen:

Nein nicht neu angemeldet - nur 2 Personen, Mann und Frau ;-)
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #7
Hatte ich mir schon gedacht, die beiden Kater sind mitten im Flegelalter, da ist jetzt Ausdauer gefragt.

Also weiter mit dem Beschäftigungsprogramm tagsüber und nachts ignorieren, dass kann schon ein paar Wochen und Monate dauern, bis sich die Katzen dann mehr eurem Tagesrythmus anpassen.
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #8
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #9
Also wenn sie nachts außerhalb des Bettes Radau machen, weil sie miteinander spielen ( sich gegenseitig jagen, mit der Spielmaus etc) hilft wohl wirklich nur richtig auspowern, damit sie müde sind. Dazu dann ein geregelter Tagesablauf und vor allem versuchen jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett zugehen und dann die Katzen auch nicht mehr zu beachtet. Auch wenn es schwer ist durchzuhalten. Außerdem hilft es, dass Zimmer nachts wirklich richtig abzudunkeln. Es muss stockdunkel sein. Katzen haben bessere Augen und können auch in schlechten Lichtverhältnissen gut sehen. Sie sind ja für Abenddämmerung und Morgengrauen, also auf Dämmerlicht, besonders ausgelegt. Aber auch Katzenaugen brauche halt etwas Licht. Im Stockdunkel haben auch sie Probleme und schlafen dann lieber. Und direkt vor dem ins Bett gehen füttern. Dann muss erst einmal verdaut werden und man wird auch morgens nicht so schnell geweckt, weil der Hunger soooooooo groß ist. Aber dass habt ihr ja schon alles gemacht und hilft ja anscheinend auch.

Wenn sie aufs Bett springen und dich nerven, käme es bei mir darauf an wie genau. Wenn sich einer meiner Jungs an mich rankuschelt, anfängt zu schnurren und dann auch ganz ruhig liegen bleibt und irgendwann aufhört zu schnurren und schläft, dann wollen sie einfach nur Kontaktliegen und beim schlafen dass Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit genießen. Da würde ich sie nur nett vom Bett runter setzen, wenn du deshalb gar nicht einschlafen kannst. Oder wenn sie halt aus Prinzip nicht ins Bett sollen. Ich hab damit gar kein Problem. Wenn sie sich aber erst schnurrend ans Bettende legen, dann hochrutschen und dann angestupst und gepfötelt etc wird, dann wollen meine beiden mich sanft wecken und zum Aufstehen auffordern. Spielen, Futter bekommen... was auch immer.
Und dass lasse ich mir im Normalfall nicht gefallen. Würde eine Katze ja auch nicht. Zumindest nicht meine Jungs. Wenn einer der Jungs den anderen beim schlafen ärgert, wird er angemeckert oder anfaucht und wenn der andere ihn dann noch nicht in Ruhe lässt, was sehr sehr selten vorkommt, dann gibt auch eine gewischt. Und das kann man versuchen zu imitieren. Ich habe mich dann immer weggedreht und diese Grummelgeräusch nachgemacht bzw. versuche zu fauchen. Klar klingt lächerlich, aber nach ein paar Mal hatten meine beiden raus, dass wegdrehen bedeutet: "Nerv mich nicht mehr." Und jetzt muss ich diese Töne nicht mehr machen. Haben sie dann nicht aufgehört, dann habe ich sie auch mit der Hand weggescheucht. Nicht geschlagen, aber schon deutlich gemacht, dass sie sich verziehen sollen. Also bei mir hat es geholfen. Meine Beiden haben so gelernt mich schlafen zu lassen.
 
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  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #10
Ich hab hier genau das gleiche Problem in grün. 2 Katerjungs, beide kastriert, 9 und 10 Monate alt. Der jüngere raubt mir echt den letzten Nerv. Wenn ich ihn auch nur 2 Sekunden nicht beachte dann wird hier gemauzt was das Zeug hält. Morgens liegt mein großer einfach nur unter der Decke und will kuscheln, der Tiger aber versucht mich mit allem was er hat zu wecken. Wenn ich nid reagiere dann fängt er an nach den Füßen zu schnappen und das tut weh.

Wann genau füttert ihr Abends, dass sie morgens länger durchhalten? Ich hab nämlich aktuell echt Raupen hier. Die schaffen locker 800g Nassfutter am Tag.
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #11
Also wenn sie nachts außerhalb des Bettes Radau machen, weil sie miteinander spielen ( sich gegenseitig jagen, mit der Spielmaus etc) hilft wohl wirklich nur richtig auspowern, damit sie müde sind. Dazu dann ein geregelter Tagesablauf und vor allem versuchen jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett zugehen und dann die Katzen auch nicht mehr zu beachtet. Auch wenn es schwer ist durchzuhalten. Außerdem hilft es, dass Zimmer nachts wirklich richtig abzudunkeln. Es muss stockdunkel sein. Katzen haben bessere Augen und können auch in schlechten Lichtverhältnissen gut sehen. Sie sind ja für Abenddämmerung und Morgengrauen, also auf Dämmerlicht, besonders ausgelegt. Aber auch Katzenaugen brauche halt etwas Licht. Im Stockdunkel haben auch sie Probleme und schlafen dann lieber. Und direkt vor dem ins Bett gehen füttern. Dann muss erst einmal verdaut werden und man wird auch morgens nicht so schnell geweckt, weil der Hunger soooooooo groß ist. Aber dass habt ihr ja schon alles gemacht und hilft ja anscheinend auch.

Wenn sie aufs Bett springen und dich nerven, käme es bei mir darauf an wie genau. Wenn sich einer meiner Jungs an mich rankuschelt, anfängt zu schnurren und dann auch ganz ruhig liegen bleibt und irgendwann aufhört zu schnurren und schläft, dann wollen sie einfach nur Kontaktliegen und beim schlafen dass Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit genießen. Da würde ich sie nur nett vom Bett runter setzen, wenn du deshalb gar nicht einschlafen kannst. Oder wenn sie halt aus Prinzip nicht ins Bett sollen. Ich hab damit gar kein Problem. Wenn sie sich aber erst schnurrend ans Bettende legen, dann hochrutschen und dann angestupst und gepfötelt etc wird, dann wollen meine beiden mich sanft wecken und zum Aufstehen auffordern. Spielen, Futter bekommen... was auch immer.
Und dass lasse ich mir im Normalfall nicht gefallen. Würde eine Katze ja auch nicht. Zumindest nicht meine Jungs. Wenn einer der Jungs den anderen beim schlafen ärgert, wird er angemeckert oder anfaucht und wenn der andere ihn dann noch nicht in Ruhe lässt, was sehr sehr selten vorkommt, dann gibt auch eine gewischt. Und das kann man versuchen zu imitieren. Ich habe mich dann immer weggedreht und diese Grummelgeräusch nachgemacht bzw. versuche zu fauchen. Klar klingt lächerlich, aber nach ein paar Mal hatten meine beiden raus, dass wegdrehen bedeutet: "Nerv mich nicht mehr." Und jetzt muss ich diese Töne nicht mehr machen. Haben sie dann nicht aufgehört, dann habe ich sie auch mit der Hand weggescheucht. Nicht geschlagen, aber schon deutlich gemacht, dass sie sich verziehen sollen. Also bei mir hat es geholfen. Meine Beiden haben so gelernt mich schlafen zu lassen.

Rumtoben ist mir egal. Im Bett schlafen ist auch noch ok. Es geht mir eigentlich nur ums wecken. Fauchen imitieren, raus setzen und auch raus werfen ^^, alles schon probiert. Ignorieren scheint aber der richtige Weg bei uns zu sein - wenn sie nicht nur nachtaktiv wären. ;)

Stockdunkel wirds bei mir nie sein. Aber wie gesagt hab ja auch nichts dagegen, dass sie aktiv sind, so lange sie das nicht im Bett tun ^^.

Ich hab hier genau das gleiche Problem in grün. 2 Katerjungs, beide kastriert, 9 und 10 Monate alt. Der jüngere raubt mir echt den letzten Nerv. Wenn ich ihn auch nur 2 Sekunden nicht beachte dann wird hier gemauzt was das Zeug hält. Morgens liegt mein großer einfach nur unter der Decke und will kuscheln, der Tiger aber versucht mich mit allem was er hat zu wecken. Wenn ich nid reagiere dann fängt er an nach den Füßen zu schnappen und das tut weh.

Wann genau füttert ihr Abends, dass sie morgens länger durchhalten? Ich hab nämlich aktuell echt Raupen hier. Die schaffen locker 800g Nassfutter am Tag.

Tjor, das ist dann schon ein grundsätzlicheres Problem bei dir glaub ich ^^.
Da würde ich mal tagsüber mit ignorieren anfangen, auch wenn er maunzt. Wenn der dann aufhört bissl warten und beachten :>
Wir füttern jetzt um 10 Uhr. Die beiden fressen auch nicht so viel, da reicht abends eine größere Portion.
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #12
Das ignorieren klappt nur bedingt. Weil er mir eigentlich alles immer "mitteilt". Ich hab noch nie eine Katze gesehen, die so viel mit einem redet. Er sagt mir ja auch wenn sein Klöchen geputzt werden soll oder sein Wasserglas, ja er trinkt nur aus nem Glas, nicht mehr frisch genug ist. Beim Futter wird auch lautstark gemauzelt. Das kann man immer so schwer unterscheiden.

Das mit deinen beiden klingt abenteuerlich.
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #13
Tag 2 und Nacht 2 sind vorbei.

Arme Kätzchen waren gestern Abend ja wieder sooooo müde, aber irgendwie muss dann doch der Angel nachgejagt werden ^^. Das Futter gabs diesmal etwas früher, um ~9:45. Allerdings hatten die beiden über den Tag relativ viel gemampft - muss an der vielen Bewegung liegen ;), so dass eh nicht alles gefressen wurde über Nacht.

Die Nacht verlief besser als sonst, aber schlechter als die davor.
Irgendwann kam das Tiggerle wieder an und hat sich schnurrend irgendwo neben uns gelegt. Wir haben ihn tapfer ignoriert, und waren auch nur kurz wach davon. Er hat sich dann auch wieder Richtung Fußende bewegt und ist irgendwann wohl wieder abgehauen, genauer kann ichs nicht sagen ich hab tatsächlich geschlafen ;).

Ich hab langsam das Gefühl, dass das Ignorieren eher die Besitzer trainieren soll als die Katze :D
Irgendwann ignoriert man im Schlaf und hat Ruhe obwohl sich das Verhalten des Tieres nicht ändert. :mrgreen:
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #14
Die Katzen Tags über aus zu powern ist gut und richtig. Absolut falsch dagegen ist der Schlafentzug, las das sofort!
Ansonsten ist nachts ignorieren wirklich das einzige was hilft. Ignorieren heißt nicht ansprechen (auch nicht schimpfen), nicht streicheln, nicht spielen, keine Leckerlies, kein Futter!
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #15
Was verstehst du jetzt unter Schlafentzug?

Bevor der zweite Kater da war, war Hobbes nachmittags munter und nachts dann am pennen. Bei der Zusammenführung waren beide so angespannt, dass die ewig wach waren und am Ende den ganzen Tag verpennt hatten - seit dem wird tagsüber geschlafen und Abends/Nachts sind sie aktiv.

Wir packen halt Nachmittags und Abends so ab 3 oder 4 die Angeln noch mal aus und spielen kräftig. Wir gehen aber nicht zu den Schlafplätzen hin und triezen die oder so was.
Als Hobbes dann gestern Abend keinen Bock mehr hatte, hat er sich auch zurück gezogen das war ja ok.
Tigger kommt allerdings dann immer und spielt noch ne Runde.

Und wie schon gesagt richten wir uns morgens/mittags eher nach denen und da schlafen die dann auch.

Zudem ist auspowern halt schwer wenn man direkt alles wegpackt wenn die Motivation vom Tier etwas nachlässt.

Wie würdest du denn auspowern wenn den ganzen Tag geschlafen wird?
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #16
Hallöchen,

also irgendwie weiß ich nicht genau, wo bei deinen beiden das Problem sein soll, die sind mitten im Lernprozess: seid konsequent und gebt jetzt nicht auf, der Erfolg lässt nicht mehr lang auf sich warten.
Unser kleiner Kater kommt auch mit uns ins Bett und schläft auch Nachmittags dort auf meiner umgeschlagenen Decke. Das ist einfach sein Plätzchen und er fühlt sich in unserem dreier-Nest am wohlsten. Aber ja, es braucht Regeln und Dosi und Dosine müssen schlafen können. Ich erzähle mal, was bei uns bisher super funktioniert:

Wir haben mehrere Abend- und Morgenrituale eingeführt und Signale etabliert, die das Aufstehen koordinieren. Feste äußere Umstände liefern wenig Diskussionspotenzial :cool:

0. Abend: Wir lassen schon vor dem endgültigen Schlafengehen (ca. 1 Stunde) die Rolläden runter und schaffen eine ruhige Abendstimmung (auch für uns). Es gibt dann auch kein frisches Nassfutter mehr (nur was noch rumsteht) - nur ein wenig Trockenfutter, keine Balkongänge oder Action in irgendeiner Form. Aber vieeeel Schmusi und Krauli im Bettchen :d078: Katerchen holt uns dann manchmal sogar aus den anderen Räumen ab und geht dann schonmal freudig vor.

1. Wecker:
Mittlerweile hat er gut verstanden, dass wir nicht aufstehen werden, solange der Wecker noch nicht geläutet hat. Das waren einige Wochen harte Arbeit nachts und morgens. Aber so ein Signal hilft ungemein. Selbst wenn ihr wach seid: nicht aufstehen, bevor der Wecker läutet!! (Haben wir vom guten alten Pawlow denn nichts gelernt?) Auch mal die Blase zusammenkneifen: nicht sprechen, nicht streicheln, umdrehen geht (das macht man nachts eh). Sobald der Wecker geklingelt hat und man ihn ausgeschaltet hat, kanns losgehen.

2. Frühstück:
Kein Futter geben, solange die Vorhänge zu/die Rolläden unten sind (oder das Licht überall an ist im Winter). Klingt total blöd aber ist für die Katze richtig logisch. Nachts wird gepennt, frisches Futter gibts nur, wenn die Dosis wach sind.
Rolladen unten/Vorhang zu = Nachtruhe. In Verbindung mit dem Wecker morgens supergut. Außerdem muss dann erst einmal aus dem Fenster geschaut werden im SZ - Kontrolle muss ja sein :roll:

3. Nachtsnack/Morgengrauenbeute:
Für uns (und wahrscheinlich für alle kleinen Katzen mit großem Hunger) funktioniert es am besten, wenn nachts ein bisschen was zum Knuspern rumsteht. Ein EL Trockenfutter in der Schale (oder irgendwo versteckt) und die Morgenruhe kann bis 10 oder 11 Uhr ausgedehnt werden. Im Morgengrauen höre ich immer ein leises Knuspern aus der Küche, Katerchen kommt schmusen und pennt noch ne Runde mit uns. Von den 20 Gramm Trockenfutter wird die Katze weder fett noch krank (hängt ja auch vom Trockenfutter ab). Und es liefert einen entscheidenden Vorteil: das Frühstück ist nicht mit dem großen Morgenhunger und erst recht nicht mit *Dosi ist endlich wach* verknüpft (kann man ja fürs Trockenfutter allgemein etablieren). Katerchen fordert morgens eher Spiel als Nassfutter, darauf wartet er locker 30-45 Minuten, wenn früh morgens ein bisschen was Leckeres zum Knuspern im Schälchen war. Ich muss dazu sagen: er ist Etappenfresser gewesen und frisst erst jetzt auch mal größere Portionen auf einmal, daher geht das.

4. Dinge, die Nachts tabu sind!
Nachts Dinge in der Wohnung tun ist natürlich erlaubt, wir schlafen schließlich nicht durch :-D. Bei uns gibts es manchmal jedoch rumpelnde und klappernde Alubällchen-Spielstunden natürlich unter dem Bett und hinter dem Schrank. (Wo versteckt er die immer, um sie dann nachts rauszukramen?? :?:) Das geht natürlich wegen unseres wohlverdienten Schlafs und auch Nachbars Schlaf gar nicht. Dann wird kommentarlos und ohne Augenkontakt mit Miez das Licht eingeschaltet, Bällchen eingesammelt und verstaut, Licht ausgemacht, umgedreht und geschlafen. Am Anfang gab es noch herzzerreißenden Protest, heute ist die Sache klar. Gleiches Vorgehen - gleicher Effekt.

Wurde Kater wirklich sehr aufdringlich und auch brutal, gab es lehrreiche Schlüsselerlebnisse. Ein einziges Mal fauchend/kreischend (wie auch immer) energisch und mit Nachdruck vom Bett gefegt (auf den Teppich) und auf uns springen oder gar rumpfoteln im Gesicht war kein Thema mehr. Einmal rabiat mit Geschrei vom Tisch gefegt und der traut sich das nicht nochmal. Mag jeder beurteilen wie er will, aber Katzen sind nicht zimperlich miteinander (insbesondere Kater). Man muss ja nicht brutal sein oder so, aber halt körperlich - so wie sie, dominant und like a boss :cool:. Solche Dinge aber wirklich wohlüberlegt und wohldosiert einsetzen - ignorieren und totstellen (bloß nicht die Augen öffnen, die sehen das) hilft nachts eigentlich sehr gut. Man will nur was beweisen und nicht traumatisieren. Es hängt immer von der Bindung und der Katze ab.

Im Moment haben wir so nachts nie Probleme, außer wir stehen mitten in der Nacht auf oder viel später als gewöhnlich. Den Kater haben wir seit 4 Monaten und er durfte den ersten Monat nicht ins Schlafzimmer. Das hilft in puncto Dominanz und Reviermarkierung (ist uns aber total schwer gefallen). Zum Trainieren haben wir ca. 2 Monate gebraucht und müssen auch ab und zu noch unsere Dominanz beweisen. Mit Rückschlägen und Veränderungen und Neukonzeptionen muss man einfach rechnen, jede Katze ist anders und was für euch funktioniert und was für uns kann ganz unterschiedlich sein. Ca. 4 Wochen um die Kastration herum war es besonders schwierig, damit muss man auch rechnen.

Generell hilft es aber, wenn die Katzen lernen (insb. Wohnungskatzen), dass Dosis Anwesenheit nicht zwangsweise Dauerprogramm mit sich bringt. Ein wenig wohldosiertes knallhartes Ignorieren untertags schafft Konsequenz und vermeidet überraschte Verbitterung und beleidigtes Rumgemaunze nachts. Ich bin sehr viel zu Hause aber bin keine Vollzeitbespaßung der Katzen - muss ja auch mal zwischendurch arbeiten, ne?

Grundätzlich kann man nicht nur das Verhalten in der Nacht beeinflussen, man muss den kompletten Umgang mit den Katzen in allen Facetten regeln und dann darf man sich nicht weichkochen lassen oder Unterschiede machen. Katzen unterscheiden nicht zwischen Tag-Regeln und Nacht-Regeln. Eine Tagesstruktur (sofern möglich) mit Phasen kommt ihnen viel mehr entgegen. Morgenrituale - Mittagsschläfchen - Nachmittagsspielstunde - Abendrituale und immer wieder die gleichen Dinge in gleicher Folge. Katzen etablieren sich einen solchen Ablauf selbst mit der Zeit, man kann sich soweit möglich einfach danach richten. Damit kommt auch Wohnungskatze super klar, wenn zwischendurch Anreize und Spannung geschaffen werden. Und es gibt keine großen Diskussionen.

Ich würde sagen: hört sich alles doch schon ganz gut an, denn die Katzen reagieren wohl auf euer Handeln. Seid bitte nicht zu ungeduldig und haltet gemeinsam durch. Sprecht euch ab, jeder muss alles gleich machen. Vor allem, wenn ein Dosi mal nicht da ist. Das ist wie Kinder zu erziehen - bildet eine geschlossene Front!! :lol: Und nehmt die Dinge nicht zu ernst.


LG und vielleicht hat es ja was geholfen,
Diascia
 
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  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #17
Wir haben gespielt und gemacht und getan von 3 Uhr nachmittags bis ~10 Uhr abends. Hinlegen durften sie sich, putzen natürlich auch und kuscheln war auch ok, aber schlafen war nicht drin. Wir haben immer wieder die Angel und andere Spielsachen als Anreize ausgepackt und es wurde dann weiter gespielt.
(hervorhebung von mir)
Das ist Schlafentzug!
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #18
Wow, sehr sehr langer Beitrag, aber mit vielen hilfreichen Informationen. Danke!

Die meisten dieser Dinge machen wir ja auch schon. (Spielsachen nachts weg, nicht reden, nicht aufstehen,... ) Dennoch gibt es manche Unterschiede:

1. Bei uns gibt es kein Trockenfutter, wenn überhaupt dann als Trainingsleckerli. Deshalb wird abends nochmal Nassfutter gefüttert.

2. Leider haben wir nur Vorhänge und keine Rollos. Was aber zumindest bei Hobbes auch kein Problem ist, wenn er wach ist und wir noch schlafen, verzieht er sich hinter den Vorhang in seine "Höhle" und schaut Fenster.

3. Eine Tür zum Schlafzimmer haben wir leider auch nicht, daher müssen wir diese Erziehungsversuche machen, denn so wenig Schlaf wie die letzte Woche ist definitiv auf Dauer nicht gesund. Und das ist auch das eigentliche Problem an der Geschichte (weil du meinstest, du verstehst unser Problem nicht ganz). Wenn ab 2 Uhr nachts das gehopse auf dem Bett los geht ist an Schlaf einfach nicht mehr zu denken und bloßes "ignorieren" reicht da nicht aus.

Wurde Kater wirklich sehr aufdringlich und auch brutal, gab es lehrreiche Schlüsselerlebnisse. Ein einziges Mal fauchend/kreischend (wie auch immer) energisch und mit Nachdruck vom Bett gefegt (auf den Teppich) und auf uns springen oder gar rumpfoteln im Gesicht war kein Thema mehr. Einmal rabiat mit Geschrei vom Tisch gefegt und der traut sich das nicht nochmal. Mag jeder beurteilen wie er will, aber Katzen sind nicht zimperlich miteinander (insbesondere Kater). Man muss ja nicht brutal sein oder so, aber halt körperlich - so wie sie, dominant und like a boss :cool:.

4. Ähnliches haben wir mit Hobbes gemacht, da hat 1x ausgereicht und er hatte kapiert, was er darf und was nicht. Nach ca. 2 Wochen musste man es wiederholen und die Sache ist bis heute gegessen. Tigger ist da leider ein ganz anderes Kaliber. Er versteht diese Dinge partout nicht. Es lässt ihn völlig kalt ob man faucht, sich umdreht und ihn ignoriert (also die kalte Schulter zeigt) oder anpustet... er macht weiter wie er will.

Daher auch der Titel "Ein Erziehungsversuch" - Wenn alles nichts hilft ziehen wir um, aber so schnell geben wir nicht auf :mrgreen:
Die letzten beiden Nächte haben ja gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Das Bett wird immer uninteressanter und hoffentlich ändert sich der Tag-Nacht-Rythmus auch bald...
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #19
(hervorhebung von mir)
Das ist Schlafentzug!

Das klingt so nach Gewalt und beantwortet auch meine Frage nicht, wie man denn auspowern soll wenn man nicht mit Aktivitäten lockt.
Wenn die Katze nicht mehr so ganz bei der Sache ist beim Spielen abends - einfach aufhören? Wohl kaum.
Zum auspowern gehört meiner Meinung nach schon, dass man Anreize liefert, die die Katze dann auch motiviert weiter zu machen. Wie soll das sonst gehen?

Ich hab ja auch geschrieben, dass wir nicht zu den Tieren hingehen und sie triezen. Wir nutzen das Spielzeug oder andere interessante Sachen. Tigger kommt dann auch und macht mit, Hobbes wie gesagt lässt es wenn er pennen will.
 
  • Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch Beitrag #20
Anreize schaffen ist ja in Ordnung, aber einfach nicht zulassen das sie sich hinlegen und schlafen (und genau das heißt deine Aussage im Eröffnungsbeitrag) ist ein NOGO.
Es ist egal ob man die Katzen einschlafen lässt und sie dann triezt oder ob man erst gar nicht gestattet das sie sich überhaupt schlafen legen, das Ergebnis ist das selbe = Schlafentzug.
 
Thema:

Katzen nerven nachts - ein Erziehungsversuch

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