Genau mein Thema!
Hallöchen!
Bin ganz frisch hier, weil ich nach einer wirklich katastrophalen Woche einfach Kontakt zu anderen Betroffenen brauche. Wollte erst einen eigenen Post aufmachen, habe dann aber diesen hier gelesen und fand, dass ich mich einfach hier mal beteiligen sollte.
Erst einmal: Ich heule ja die letzten Tage wirklich ständig, aber beim Lesen von diesem Post wurde es gleich noch schlimmer. Es ist ganz furchtbar zu sehen, wie es andren Leuten genauso schlecht geht wie mir derzeit.

Aber irgendwo ist es auch Trost wenn man sieht wie toll hier reagiert wird.
butzi, mein ganz großes Beileid zum Verlust von Peaches!!!
Und ich finde es sehr toll, dass ihr einer neuen Katze den schönen Platz anbietet, den Peaches bei euch hatte.
So, dann versuche ich so kurz es geht alles zusammen zu fassen:
Im Prinzip war ich 3-fache Katzenmama.
Vor gut 12 Jahren, als ich noch bei meinen Eltern lebte, hab ich mit 18 einfach mal entschlossen, dass eine Katze im Haus fehlt und einen Kater gekauft. Benni. Der war leider nach wenigen Monaten von einem Freigang nicht zurück gekehrt.
Da ich aber meine Mama mit der Katzenliebe angesteckt habe, wollte sie unbedingt wieder einen Kater. Also sind wir los und haben gesucht. Dabei hat sie den kleinen Felix in einem Wurf von 5 Kitten entdeckt. Mir lief aber beim Besuch dort die ganze Zeit ein kleines Kätzchen nach... Mama wollte Felix, ich das Kätzchen...am Ende kamen wir mit zwei Kitten nach Hause. Ich habe sie Milly getauft.
Die beiden waren sehr innig miteinander, umso größer war das Drama als Felix mit gerade mal zwei Jahren und kurz vor Weihnachten von Jagdhunden getötet wurde, die der Besitzer frei laufen gelassen hat... Die Familie stand unter Schock, Milly war auch sehr traurig. Danach hat meine Mama immer wieder einen neuen Kater geholt. Keinen hatten wir länger als 1-2 Jahre, immer sind die Kater beim Freigang verschwunden... Milly kam auch mit keinem mehr so gut klar wie mit ihrem Bruder Felix.
Mein Gewissen hat mich wahnsinnig gemacht, als ich dann auch noch wegen der Ausbildung wegziehen und Milly bei meinen Eltern lassen musste. Sie war ja Freigängerin und ich bin in die Stadt und da wäre das unmöglich gegangen. Aber immer wenn ich zu Besuch kam schlief sie in meinem alten Bett bei mir und war immer super lieb. Sie hat es mir verziehen dass ich weggezogen bin und meine Eltern haben sich gut um sie gekümmert.
Kurz vor Weihnachten 2013 hatte Milly dann einen Thrombus. Die Hinterläufe waren gelähmt. Das Röntgenbild zeigte, dass sie wohl schon immer ein zu großes Herz hatte, was sich erst jetzt gesundheitlich bemerkbar gemacht hat. Sie bekam Infusionen und Herztabletten. Und Woche für Woche wurde sie wieder fitter. Am Ende konnte sie wieder laufen und rennen wie immer.
Doch letzte Woche am Donnerstag kam dann aus heiterem Himmel der zweite Thrombus. Und dieses Mal war es so schlimm, dass sie sich quasi gar nicht mehr bewegen konnte. Der Arzt hat wieder Infusionen gegeben, aber die schlugen nicht an. Dann musste meine Milly eingeschläfert werden. Das war am letzten Donnerstag. Ich war fix und fertig. Im Mai wäre sie 12 Jahre alt geworden.
Als ich wegen der Ausbildung ausziehen musste habe ich mir mit meinem Freund auch nochmal 2 Wohnungskatzen zugelegt. Mary und Phoebe, wieder Geschwister. Das war 2007. Die beiden waren super. Mary etwas eigensinnig und total auf meinen Freund fixiert. Phoebe ein mega Kuscheltier, den ganzen Tag nur schmusen war das Größte. Und sie war eben total auf mich fixiert.
Vor etwa 4 oder 5 Wochen hatte Phoebe dann plötzlich einen auffällig dicken Bauch. Sind zum Arzt, der kam mit der Schock-Vermutung Tumor an. Wir waren total am Ende und hatten furchtbare Angst vor dem Laborergebnis (er hat Flüssigkeit aus dem Bauch entnommen und die eingeschickt). Dann die Entwarnung: Keine Tumorzellen in der Flüssigkeit nachweisbar. Nach ein paar Tagen mit Antibiotika und Entzündungshemmer wurde der Bauch auch wieder normal.
Wir hatten uns gerade beruhigt als der Bauch dann aber doch wieder dicker wurde und Phoebe (sie war ein Fress-Monster!) nicht mehr ordentlich essen wollte. Also wieder zum Arzt, das war am letzten Samstag. Nun hatte Phoebe auch noch Fieber und der Doktor sagte er müsse dringend operieren um die Ursache für das alles zu ermitteln, da er von außen keine weiteren Ideen hatte was meiner Maus fehlt.
Am Montag haben wir sie dann schweren Herzens zur OP gebracht. Das war um 9 Uhr. Um 9.40 Uhr standen wir gerade im Supermarkt als der Tierarzt anrief. Mein armer Sonnenschein hatte an so ziemlich allen Organen kleine Tumore und das Gewebe war auch schon so geschwächt, dass es heftig blutete sobald der Arzt schneiden wollte. Er sagte uns er kann unmöglich noch operieren und wenn er die Katze aus der Narkose holt würde sie schlimme Schmerzen haben und wohl auch nicht mehr lange leben so wie das Gewebe aussah. Also haben wir uns entschieden sie nicht mehr zu wecken um ihr das zu ersparen...
Das war der Supergau!!!
Erst am Donnerstag ist meine Milly von uns gegangen und dann bringt man Montags seine andere Katze zum Arzt und bekommt sie einfach nicht wieder...weg...einfach so...von jetzt auf gleich...
Ich bin nun völlig traumatisiert. Beide meine Mädchen in nicht mal einer Woche verloren...
Mein Freund kann es auch kaum fassen, wir heulen auch ständig los und kommen überhaupt nicht zurecht.
Nun haben wir aber ja noch Mary zuhause, die Schwester von Phoebe. Die merkt nun langsam dass da jemand fehlt, auch wenn sie in den letzten Wochen nicht nett zu ihrer Schwester war. Wir denken, dass sie gerochen hat, dass etwas mit Phoebe nicht stimmt und deswegen immer fauchend weg lief wenn sie zu nahe kam.
Jetzt sind wir völlig ratlos was wir tun sollen. Mary war ja noch nie alleine. Wenn wir im Büro waren hatte sie ja immer noch Phoebe bei sich zuhause. Nun sitzt sie 9 Stunden am Tag alleine in der Wohnung. Wir machen uns Sorgen, ob ihr das nicht auf Dauer zu langweilig wird und sie vereinsamt und depressiv wird.
Gestern fing sie dann auch an mit unruhig werden und in der Wohnung hin und her laufen und mauzen. Wenn wir sie streicheln oder mit ihr Laserpointer spielen geht es. Sobald man sie aber mal für sich lässt mauzt sie los. Da werden unsere ohnehin gebrochenen Herzen noch viel schwerer.
Wir haben auch schon überlegt, ob wir wieder einen zweiten Fellball holen, damit Mary nicht alleine sein muss. Aber wir sind so unschlüssig. Hinterher verträgt sie sich nicht mit der neuen Katze und dann macht man ihren Kummer eher noch größer anstatt ihn kleiner zu machen!? :-(
Dann liest man überall was anderes. Die einen sagen, zwei vom gleichen Geschlecht vertragen sich besser. Die andern sagen, Katze und Kater würde besser funktionieren. Was denn nun? :S
Auch ich bin eigentlich vom Kopf und vom Herzen noch lange nicht soweit eine neue Katze zu holen. Aber ich ertrage auch den Gedanken nicht, dass es Mary nicht gut geht alleine. Und ich weiß nicht wie lange ich brauche um diesen Doppelschlag zu überwinden...
Wir sind sehr ratlos. Neue Katze ja oder nein? Katze oder Kater? Möglichst schnell damit Mary nicht die soziale Bindung zu ihren Artgenossen verliert oder doch warten bis wir alle etwas besser verarbeiten konnten, dass Phoebe so plötzlich von uns weg gerissen wurde?
Hilfe!!!
