FRAU MENKE (4) ist Prima, mittelgradige Ataxie, Tierheim Bremen
Name: Prinzessin Finchen Finnöggelchen Menke
Alter/Geburtsdatum: unbekannt, ca. 4 Jahre, vermutlich aus 2010
Geschlecht: weiblich
Kastriert: ja
Optik: Hauskatze,
schildpatt, zierlich
Kennzeichnung: Chip (ja), Tattoo (nein):
Impfstatus: geimpft (ja), welche Impfungen: gegen Katzenseuche und Schnupfen geimpft
getestet auf FIV / FeLV („Leukose"): unbekannt aus Kostengründen, Tierheim;
allerdings sind andere aus ihrer Gruppe getestet und keiner hatte
FIV oder
Leukose
Krankengeschichte: Keine Krankheit, aber Behinderung.
Frau Menke hat eine mittelgradige
Ataxie und kann auf einem Auge nicht richtig sehen.
Vorerkrankungen / chronische Krankheiten bekannt? keine bekannten Erkrankungen
besonderer Pflegebedarf / müssen Medikamente gegeben werden o.ä.? nein
bisherige Haltung (Wohnung/Freigang): nur Wohnungshaltung -Animal Hording, dann Tierheim
Sozialverträglichkeit (mit Katzen/Hunden/Kindern): Vergesellschaftung
nur mit selbstbewussten Katzen, am besten ohne Behinderung. Kinder sind
denkbar.
Charakter (z.B. verschmust / schüchtern etc.): offen, extrovertiert, verspielt,
neugierig
Beschreibungstext: siehe unten
Vorgeschichte: aus Animal-Hording-Fall
Abgabebedingungen: Die Vermittlung erfolgt nach Vorkontrolle, mit Schutzvertrag und
gegen eine Schutzgebühr in reine Wohnungshaltung!
Ein bereits vorhandener Balkon muss gesichert sein!
Abgabe im Umkreis von 200 KM von Bremen.
Weiteres siehe unten.
Aufenthaltsort: Bremer Tierschutzverein e.v, Hemmstr.491, Bremen
Ansprechpartner/Kontaktperson: Tierpflegerin Sarah Stendal,
[email protected]
Tel. 0162-9375885
Wie sollten ihre zukünftigen Menschen sein?
Es sollten Menschen in einer gefestigten Lebenssituation sein, die eine gesunde Gelassenheit
im Umgang mit Behinderungen haben. Das bedeutet, nicht dramatisieren oder überbehüten, jedoch genug Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein, Umsicht, Weitsicht und Empathie.
Dann sollten sie Erfahrung in der Zusammenführung mit anderen Katzen haben, sofern andere Tiere da sind. Und sie müssen Frau Menke treu sein, selbst wenn sie in der Anfangszeit etwas ruppig zu anderen Tieren ist. Und sie müssen eine Schmusekatze haben wollen. Das ist sie nämlich!
Sind Kinder möglich?
Kinder im neuen Zuhause sind denkbar, jedoch nicht so kleine Menschen. Frau Menke ist nun mal behindert, auch wenn sie sich selbst nichts daraus macht. Und Menschen sollten in ihrer Umgebung motorisch schon sehr sicher sein und die Bedürfnisse einer behinderten Katze verstehen können.
Wie macht sich die Ataxie von Frau Menke bemerkbar?
Sie wackelt hinten sehr deutlich und plumpst auch mit dem Popo oft um. Vorne ist die
Ataxie nur unwesentlich bis so gut wie gar nicht. Aber der Hinterkörper ist schon deutlich betroffen. Sie kann nicht springen! Nicht mal ein winziges bisschen. Hier und da eine Aufstiegshilfe oder andere kleine Hilfen, damit sie auch aufs Sofa kann, würden ihr helfen.
Frau Menke kann sich aber ganz allein pflegen, essen und zur Toilette. Sie ist absolut stubenrein!
Und vorne wirkt sie fast normal. Im Kopf ist sie das sowieso. Sie ist blitzgescheit und reagiert sehr positiv auf Spiel und geistige Anregungen!
Die Räumlichkeiten?
Ein Balkon ist nicht nötig, wäre aber schön. Dieser muss (!) aber zuvor gesichert werden. Ebenso ein eventuell vorhandener Garten. Ataxisten können, egal wie stark ihre Behinderung ist, in der Regel sehr gut klettern. Und da sie wackeln, stürzen sie auch sehr schnell ab. Daher sind gute Balkon- und Gartensicherungen unerlässlich zum langfristigen Schutz der Tiere und eine Bedingung.
Verhalten in einer Katzengruppe:
Sie versteht sich doch mit anderen Katzen, aber sie ist ihnen körperlich voll unterlegen.
Es kann sein, dass sie deshalb manchmal etwas maßregelnd rüberkam,
weil sie sich einfach abgrenzen wollte, da sie mehrfach umgeschubst wurde
und einfach nicht gut zu Fuß ist. Sie macht von sich aus nichts! Geht gar nicht
nach vorne! Ist auch friedlich, wenn sie geschubst wird!
Aber es ist ihr unangenehm, was auch verständlich ist. Stellen Sie sich
mal vor, wenn sie deutlich gehbehindert wären und am 24.12. morgens
durch die Innenstadt laufen müssen – da lächeln sie auch nicht alle strömenden
Passanten freundlich an. Das ist purer Stress und sie werden zusehen müssen,
dass sie auf den Beinen bleiben.
PFFM (Prinzessin Finchen Finnöggelchen Menke) hat täglich eine vergleichbare
Situation zu bewältigen. Sie lebt mit vielen Katzen in einem kleinen Raum.
Jeden Tag, 24 Stunden, seit langer Zeit.
Die anderen Katzen sind alle sehr aktiv. Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten.
Das Tierheim ist voll und Platz begrenzt.
Einige Beweisfotos, dass Finchen mit anderen Katzen gut klar kommt,
wenn man sich nicht kräftig schubst oder sie anders motorisch in Bedrängnis bringt.
Hier sieht man, sie macht nichts, lässt sich sogar beschnuppern und bleibt freundlich.
https://www.youtube.com/watch?v=7UBeoyRreZ4&feature=youtube_gdata_player
Und auf diesem Video ist sie auch ganz lieb und bescheiden.Wird dann vom Stuhle
geworfen und macht auch nichts.
Möchte mal die Bändchen angeln.
https://www.youtube.com/watch?v=DqNqBOAJ-kc&feature=youtube_gdata_player
Jetzt sind wir mal einmal indiskret und zeigen PFFM auf dem stillen Örtchen,
das sie ganz zuverlässig nutzt.Da man sie auch laufen sehen kann und sie
gerade sehr standfest wirkt, wollen wir das Video ins Update einbauen.
https://www.youtube.com/watch?v=mwF3NhVg2BA&feature=youtube_gdata_player
PFFM spielt trotz ihres Handicaps sehr gerne. Hoffentlich kann sie das bald
in einem neuen Zuhause.Sie sucht seit fast 4 Jahren ein vernünftiges Zuhause!
https://www.youtube.com/watch?v=cy2T4YrGfLM&feature=youtube_gdata_player
Eine Besucherin im TH beschrieb PFFM neulich so, nachdem sie
die arme Maus auch live beobachten konnte: "Immer wenn eine Prinzessin hinfällt,
rappelt sie sich wieder auf, rückt das Krönchen zurecht und läuft weiter".
Ja, sie ist tapfer. Andere Katzen brechen innerlich (wie früher Lars) und diese Katze
macht weiter. Sie hat keine andere Wahl als sich den Umständen anzupassen!
Das ist ihre Bewältigungsstrategie, seit Jahren. Glücklich, zufrieden und zur
Ruhe gekommen sieht aber anders aus! Wenn man genau hinschaut, dann ist
sie eine ganz arme Katze, die das nicht so zeigt.
Bitte helfen Sie uns bei der Suche nach Finchens Menschen und ihrem Zuhause!
Finchen schaut auch schon aus dem Fenster und hofft,
dass sich bald ihre Menschen melden.