Sorry, aber das ist schlicht falsch. :roll:
Ganslosser bezieht sich ausschließlich auf Hunde und hat mit Katzen nichts am Hut. [...] Du kannst aber doch nicht einfach die Meinung von einem Hunde"experten" jetzt als Ratgeber für Katzenbesitzer zum Thema Frühkastration empfehlen.
Dass sich Herrn Gansloßer nur auf Hunde spezialisiert hat, stimmt nicht. Ich habe ihn 2010 auf einem Seminar zur "Verhaltensbiologie DER KATZE" :mrgreen: kennenlernen dürfen und habe mir da sein Buch "Verhaltensbiologie der Hauskatze" gekauft, in dem er sich sehr wohl kritisch gegenüber der Frühkastra äußert, sich dabei auf gegenteilige Studien bezieht, die er als unrichtig oder auf zu wenige Auspekte bezogen empfindet und da seine Meinung klar zum Ausdruck bring. Jedoch nennt er selber keine Studie, die das, was er schreibt, belegt (wenn ich mich recht erinnere, ich müsste das Buch rauskramen, meine aber, ich hätte das schon mal extra nachgelesen). Ich meine, er habe geschrieben, dass es bei Hunden Studien gäbe und man "annehmen könne", dass es sich bei Katzen ähnlich verhalte, aber das ist für mich diesbezüglich kein Beleg. Jedoch lehnt er das Ganze auch ab, weil er meint, dass viele nur ein umgängliches Haustier haben wollen und er der Meinung sei, dass man das Tier so annehmen müsse, wie es nun mal ist. Darüber kann man ja nun streiten, denn das ist ein ethischer Aspekt, der nichts mit Gesundheit zu tun hat.
Jedoch räumt er ein, dass die Streuner aus vermehrungstechnischer Sicht kastriert werden müssen, auch wenn er das verhaltensbiologisch ablehnt. Seine Empfehlung liegt in der Sterilisation der Kater. Er argumentiert (für mich durchaus nachvollziehbar) wie folgt: Ein Kater, der sein Revier im Griff hat und kastriert wird, sinkt in der Hierarchie und wird von jüngeren, potenteren Kater, die zuwandern, verdrängt. Dadurch hat man das Problem also nur verlagert und zieht sogar noch neue, zeugungsfähige Kater an. Sind die Kater nun sterilisiert, bleiben sie "Chef" und verjagen die nachkommenden bzw. "halten sie klein", verhindern also, dass sie decken und können selber aber keinen "Schaden" mehr anrichten.
Klingt zumindest logisch, das gelte aber eben für Steunerkollonien und sei - das musste er in einem persönlichen Gespräch selber zugeben - in der Praxis schwer umsetzbar, denn eine Sterilisation ist ein weit größerer, teurerer und für das Tier langwierigerer Eingriff.
Zum Thema Frühkastra auch hier noch mal ein paar Links:
http://www.shawnees.de/info/fruehkastration.htm
http://www.meintierarzt.ch/Katzen/Kastration.aspx