Hallo zusammen

Es freut mich sehr, dass hier so viel diskutiert wird. Zeugt es doch vom Zusammenhalt und Eurer Anteilsnahme. Danke!
Es gibt hier tatsächlich keinen
Tierarzt in näherer Umgebung, der entsprechendes Equipment hat, um eine Ultraschalluntersuchung durchführen zu können. Und nur um den Verdacht zu bestätigen werde ich Tigi keine 2 Stunden Autofahrt zumuten. Sie fängt bei den 10 Minuten Fahrt zum nächsten
Tierarzt schon aufs Heftigste zu hecheln an!
Auf jede Art von Ungeziefer wurde sie natürlich ohne jeden Befund bereits untersucht. Trpotzdem wurde sie zur Sicherheit auch darauf behandelt.
Auf das Cortison hat sie nun sehr gut angesprochen und auch zu kratzen aufgehört. Sie ist aufgeweckt und langsam kann sie scheinbar wirklich wieder etwas hören :-D. Auch die Wunden beginnen langsam zu heilen, wobei sie aber doch so einige "kahle" Stellen hat, die auf den ersten Blick nicht auffallen bzw. aufgefallen sind.
Alles in Allem geht es ihr im Moment deutlich besser und ich werde dafür sorgen, dass es so bleibt und sie keine Schmerzen bekommt. Dazu gehört für mich aber auch, dass ich ihr unnötige Autofahrten und Untersuchungen bei Tierärzten, in die ich wegen der Erfahrungen der letzten Zeit eh viel Vertrauen verloren habe, erspare. Wie lang soll die Kette der Untersuchungen denn noch weitergehen? Jeder der 4 TÄs hat eine andere Diagnose gestellt. Was, wenn ich jetzt beim 5.
Tierarzt höre, dass er auf dem Ultraschallbild keinen Tumor erkennen kann und wieder eine neue, wahrscheinlich erneut nur vermutete- Diagnose stellt? Oder er erkennt tatsächlich einen Tumor, den man nicht operieren kann? Und selbst wenn eine OP in Frage käme, muss ich mir gründlich überlegen, ob ich ihr das mit über 17 Jahren und einem scheinbar schwachen Herz, zumuten würde. Die Wahrscheinlichkeit, dass es ihr nach der OP, sofern sie diese übersteht, deutlich besser geht und sie noch viele Lebensjahre haben wird, ist sehr gering.
Ja ich weiß, das ist jetzt wirklich nur meine Meinung, aber eine realistische Einschätzung der Situation.
Ich kenne Tigi in ihrem Verhalten und ihrer Belastbarkeit sehr genau. Ich denke nicht, dass es gut für sie wäre. Der schonendere und damit aus meine Sicht bessere Weg, ist der, dafür zu sorgen, dass sie schmerzfrei bleibt, ihre Hautprobleme verschwinden und das Gehör wiederkommt. Allein das ist bereits Herausforderung genug, aber realistisch zu schaffen.
Mir fällt das auch nicht leicht, aber es geht nicht um mich, sondern um Tigi. Ich muss Entscheidungen für sie treffen, da sie mir nicht sagen kann, was sie möchte. Ich muss dies durch ihr Verhalten, ihr Wohlbefinden und ihre Reaktionen, erraten. Und diese Punkte zeigen mir im Moment sehr eindeutig diesen Weg!
Ich hoffe, ihr könnte mich verstehen.
VG