Es ist definitiv so, dass Inzucht einen Einfluss auf das Immunsystem hat. Je nach Rasse sind die durchschnittlichen Inzuchtwerte schon relativ hoch (Perser 19%, Maine Coon 13%, Turkish
Van 18%, Quelle
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2267438/). Hohe Inzuchtwerte bedeuten, dass eine hohe Zahl der Gene
homozygot (identisch) vorliegt. Bei 25% Inzucht zeigt ein Tier so wenig heterozygote Gene, wie ein Tier aus einer Geschwisterverpaarung, 12,5% wie aus einer Halbgeschwisterverpaarung). Dadurch zeigen sich zum einen
rezessiv-vererbte Krankheiten, aber es wird auch das Antikörperpotenzial verringert. Je geringer die Antikörpervielfalt ist, desto anfälliger wird das Tier.
In der Forschung gibt es Labormäuse, die so ingezüchtet sind, dass sie genetisch alle gleich sind. Solche Tiere 'braucht' man, um den Effekt einer einzigen
Mutation in einem Gen zu untersuchen. Diese Tiere haben quasi gar kein Immunsystem mehr, weil sie für jedes Gen
homozygot sind.
Bei Lastramis weiß man die Inzuchtwerte nicht. Ein Lastrami von einem Bauernhof kann auch aus einer Geschwisterverpaarung oder Mutter-Sohn-Verpaarung stammen. Deshalb würde ich nicht generell sagen, dass Rassekatzen anfälliger sind als Lastramis. Aber stark ingezüchtete Rassen haben sicher Defizite, was das Immunsystem angeht.
Hier gibt es noch mehr Infos dazu:
http://pawpeds.com/MCO/mchs/articles/lorimer_de.html