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Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen?

Diskutiere Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? im Sonstige Erkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Wollte mal wissen, ob da etwas dran ist? Hab das schon von zwei Tierärzten gehört und auch oft gelesen: Rassekatzen seien anfälliger für...
  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? Beitrag #1
Moni1980

Moni1980

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Wollte mal wissen, ob da etwas dran ist?
Hab das schon von zwei Tierärzten gehört und auch oft gelesen: Rassekatzen seien anfälliger für Krankheiten.
Also was meine Coonies angeht:
Nr. 1 war sehr anfällig für Ohrentzündungen, fraß auffallend wenig und war ungeheuer mager - Ursache unbekannt.
Nr. 2. Verstarb im Alter von 8 Monaten weil er sich bei der Kastration einen Infekt einzog.
Nr. 3 (die Wurfschwester von Nr.2) ist uns am Freitag kurz mal ausgebüxt weil ein Fenster offen stand und handelte sich kurzerhand einen Infekt ein. Tags drauf hatte sie Fieber und keinen Appetit.

Also schön langsam glaub ich wirklich, da ist etwas dran. Oder seid ihr mit euren Nicht-Rasse-Katzen auch so oft beim Tierarzt?
 
  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen?

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  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? Beitrag #2
Nein, ich denke nicht das da was dran ist.
Es ist eher so das Kitten einfach noch kein richtiges und starkes Immunsystem haben und dann zu allem "ja" sagen was man bekommen kann. Ähnlich wie kleine Kinder im Kindergarten.
Man sollte einfach das Immunsystem gut stärken. Mit Badira (BKH) war ich zb öfter beim Tierarzt als mit sharif (Bengale). Der Unterschied: Badira war mein erster Kater und ich hatte wenig bis gar keine Ahnung gehabt, bei sharif wurde direkt nach dem Einzug das Immunsystem gestärkt. Er hatte einmal DF & Erbrechen kurz nach dem Einzug gehabt.

Das Gerücht, dass Rassetiere anfälliger sind als Lastramis ist meines Wissens deswegen entstanden da man mit den Zuchttieren alles untersucht hat wenn sie zb gestorben sind um rauszufinden woran sie gestorben ist bzw ob es vererblich ist.
Wenn eine Bauernhof Katze tot umfällt wird der Bauer, sie wohl eher weniger untersuchen lassen woran es lag.
 
  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? Beitrag #3
Falls es dich tröstet: ich war mit meinen Lastramis letztes Jahr so oft beim Tierarzt, wie in den 4 Jahren davor nicht zusammen.
Meine Schwester hingegen hat 2 BKH Jungs und eine HLH Mix Dame. Mit der Lady geht es öfter zum Tierarzt. Die Jungs waren nur zur Kastra und Impfe n
 
  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? Beitrag #4
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das eher mit dieser ganzen Vermehrerei zusammen hängt. Kitten ohne Papiere bekommen trotzdem beim Tierarzt eine Rasse verpasst obwohl sie nicht aus einer seriösen Zucht stammen und keinen Stammbaum besitzen. Dass hier nicht auf Erbkrankheiten der Vorfahren bzw. auf den allgemeinen Gesundheitszustand geachtet wurde, als man Katz und Kater aufeinander gesetzt hat, ist ja leider mehr als üblich.
 
  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? Beitrag #5
Ich denke auch, dass hat mit der Gesundheit und dem Immunsystem der Tiere zu tun, kann natürlich zum Teil auch Veranlagung sein, wenn sie aus keiner guten Zucht kommen.

Aber man kennt es ja auch von den Bauernhofkatzen, dass da die Herbstkitten meist kränklich sind und es auch ihr lebenlang bleiben, dass hat mit der Immunabwehr zu tun, wenn die Katzenmutter schon den 3.Wurf in einem Jahr hat, nicht entsprechend hochwertig ernährt wird, der Unterschlupf für die Kitten nicht warm und trocken genug ist, nicht geimpft wird usw. solche Katzen bleiben meist ein Leben lang anfällig für Infekte.

Es gibt sowohl kerngesunde Hauskatzen wie auch Rassekatzen und ebenso anfällige Tiere egal welche Rasse oder welcher Mix es sein mag.
 
  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? Beitrag #6
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das eher mit dieser ganzen Vermehrerei zusammen hängt. Kitten ohne Papiere bekommen trotzdem beim Tierarzt eine Rasse verpasst obwohl sie nicht aus einer seriösen Zucht stammen und keinen Stammbaum besitzen. Dass hier nicht auf Erbkrankheiten der Vorfahren bzw. auf den allgemeinen Gesundheitszustand geachtet wurde, als man Katz und Kater aufeinander gesetzt hat, ist ja leider mehr als üblich.

Glaube ich auch. Und wieder schaden Vermehrer und Leute, die Rassebezeichnungen nach dem Rateprinzip vergeben, dem Ruf von (seriösen) Züchtern und deren Katzen. Aber auch beim Tierarzt ist Kunde gleich Kunde. :-(
 
  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? Beitrag #7
Nein, ich denke nicht das da was dran ist.
Es ist eher so das Kitten einfach noch kein richtiges und starkes Immunsystem haben und dann zu allem "ja" sagen was man bekommen kann. Ähnlich wie kleine Kinder im Kindergarten.
Man sollte einfach das Immunsystem gut stärken. Mit Badira (BKH) war ich zb öfter beim Tierarzt als mit sharif (Bengale). Der Unterschied: Badira war mein erster Kater und ich hatte wenig bis gar keine Ahnung gehabt, bei sharif wurde direkt nach dem Einzug das Immunsystem gestärkt. Er hatte einmal DF & Erbrechen kurz nach dem Einzug gehabt.

Hmm, habt ihr Tipps, wie ich das Immunsystem zusätzlich stärken kann? Sie ist ja nun mit einem Jahr kein Kitten mehr und bekommt gutes Futter. Was kann ich sonst noch tun?
 
  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? Beitrag #8
Meine bekommen 2-3 mal im Jahr L-Lysin oder Engystol.
Meistens einmal im Herbst zum Winter hin und einmal dann so im Februar.. Letztes Jahr gab es noch für die zwei grossen eine Kur kurz bevor der kleine eingezogen ist, Sharif hat dann nachdem Umzug eine bekommen (er alleine)

Ansonsten muss du sehen, dass reine Hauskatzen sowas wie ein geschlossenes Biotop für sich haben. Mit ihren Keimen, Viren und Bakterien. Da kann es schon passieren wenn zB ein neues Tier reinkommt oder man zum Tierarzt geht, dass man was mitbringt, da jede Umgebung anders aufgebaut ist.
 
  • Rassekatzen empfindlicher als Hauskatzen? Beitrag #9
Es ist definitiv so, dass Inzucht einen Einfluss auf das Immunsystem hat. Je nach Rasse sind die durchschnittlichen Inzuchtwerte schon relativ hoch (Perser 19%, Maine Coon 13%, Turkish Van 18%, Quelle ). Hohe Inzuchtwerte bedeuten, dass eine hohe Zahl der Gene homozygot (identisch) vorliegt. Bei 25% Inzucht zeigt ein Tier so wenig heterozygote Gene, wie ein Tier aus einer Geschwisterverpaarung, 12,5% wie aus einer Halbgeschwisterverpaarung). Dadurch zeigen sich zum einen rezessiv-vererbte Krankheiten, aber es wird auch das Antikörperpotenzial verringert. Je geringer die Antikörpervielfalt ist, desto anfälliger wird das Tier.

In der Forschung gibt es Labormäuse, die so ingezüchtet sind, dass sie genetisch alle gleich sind. Solche Tiere 'braucht' man, um den Effekt einer einzigen Mutation in einem Gen zu untersuchen. Diese Tiere haben quasi gar kein Immunsystem mehr, weil sie für jedes Gen homozygot sind.

Bei Lastramis weiß man die Inzuchtwerte nicht. Ein Lastrami von einem Bauernhof kann auch aus einer Geschwisterverpaarung oder Mutter-Sohn-Verpaarung stammen. Deshalb würde ich nicht generell sagen, dass Rassekatzen anfälliger sind als Lastramis. Aber stark ingezüchtete Rassen haben sicher Defizite, was das Immunsystem angeht.

Hier gibt es noch mehr Infos dazu:
 
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