Es tut immer noch weh!

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Tigerchen1996

Tigerchen1996

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Sie sind nur zu Gast!!!
Bin ganz neu hier im Forum, bitte um Nachsicht.

Bitte an die Admins: Ich weiß nicht, ob ich in diesem Thread richtig bin, sonst verschiebt mich bitte an die richtige Stelle.
Ich weiß gar nicht was ich hier genau will, vielleicht einfach nur meine persönlichen Erlebnisse erzählen, um mir meine Erfahrungen, Unsicherheiten und Zweifel mal von der Seele zu schreiben.
Meine „Katzenkarriere“ begann ca. 1996. Mein Mann und ich sind zu der Zeit in eine Wohnung auf einem ehemaligen Bauernhof gezogen (nächstes Anwesen ca. 1200 m entfernt, Ruhe pur). Mit Katzen hatten wir bisher „nichts am Hut“. Es war zu derzeit so, daß sich die Katzen in unserem ländlichen Umfeld „unkontrolliert“ vermehrt haben. Wir haben dann auch festgestellt, dass es einige „Würfe“ der Bauernhofkatzen gab, die dann durch sämtliche Gärten liefen. Uns wurde dann von den alteingesessenen „Landwirten“ gesagt: “Kümmert euch nicht drum, das regelt die Natur- es gibt sowieso zu viele davon“. Das mag sein, aber so richtig nachvollziehen konnte ich das nicht.
Wir haben dann beobachten können, daß im Frühjahr eine Kätzin mehrmals immer im Schutz der Dämmerung ihre „Babys“ von einem Platz zum anderen schleppte, wahrscheinlich auf der Suche nach einem sicheren Platz. Nach unseren Beobachtungen hat es sich wohl um 5 Geschwisterchen gehandelt. Wir haben dann immer mal wieder diese Kätzchen herumstreunen sehen.
Es wurde Sommer und wir haben einen großen Teil unserer Freizeit im Garten verbracht.Nach einiger Zeit tauchte immer ein kleines schwarz-weißes Kätzchen bei uns auf der Terrasse auf. Es kam nicht direkt zu uns, sondern beobachtete uns immer aus sicherer Entfernung. Wir haben sie dann „Tigerchen“ genannt.
Was soll ich sagen, es wurde Herbst und es wurde Winter. Unser „Tigerchen“ kam immer wieder und wir haben dann im Dezember, obwohl man das ja nicht soll, dem Kätzchen in unserem Windfang einen geschützten Schlafplatz (großer Karton mit Wolldecke, wo sie auch direkt drin geschlafen hat) und Futter vor der Haustür bereitgestellt. Haben dann festgestellt, daß ihre Geschwister (die wir schon wochenlang nicht mehr gesehen hatten) sich auch am Futter bedient haben.
Da unser Tigerchen, wie wir festgestellt haben kaum was von dem Futter abgekriegt hat, haben wir dann gesagt: OK Das Tigerchen darf im Haus fressen. Sie kam dann morgens und abends zum Fressen ins Haus, hat aber wie sie es gewohnt war, nur draussen gelebt.
Obwohl wir eigentlich, weil beide ganztägig berufstätig, keine Haustiere haben wollten und schon gar keine Katzen (fragt mich jetzt bitte nicht warum) haben wir erkannt: Dieses Kätzchen hat sich uns nun mal ausgesucht. Also haben wir sie dann im Haus aufgenommen.
Tigerchen hat dann die Vorzüge des INDOOR-Lebens zu schätzen gelernt und hat es immer mehr genossen die Nächte bei uns im warmen Haus zu verbringen.

Wir hatten leider nur eine kurze aber sehr intensive Zeit miteinander.

Ich hatte jetzt die Verantwortung für ein Lebewesen übernommen und wollte dieser auch unbedingt gerecht werden. Mir war klar, es reicht nicht, das Tier aufzunehmen und es zu füttern und mich zu freuen, daß es mich lieb und dankbar anschaut. Ich muss mich auch um den Gesundheitszustand des Tieres kümmern. - Das „Tigerchen“ muss unbedingt mal zum Tierarzt. Wir wollten dann auch nur das „Beste“ für sie und hatten uns nach vertrauenswürdigen Tierärzten in unserem Umfeld erkundigt. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen. Es war der 11. Februar 1997. Wir sind am Tag vorher zum Tiermarkt gefahren und haben eine Katzentransportbox gekauft. Wir haben diese Box aufgestellt und uns noch diebisch gefreut, daß unser Tigerchen, ganz problemlos da reingeklettert ist, obwohl sie immer noch furchtbar scheu war. Wir sind dann zu der Tierärztin gefahren, und Tigerchen hat sich auch im Wartezimmer ganz ruhig verhalten, obwohl da einiges an Unruhe herrschte. Im Behandlungszimmer war sie auch ganz ruhig und friedlich, natürlich war sie unsicher und hatte Angst.
Die Tierärztin hat ihr erstmal eine Wurmkur verabreicht, die sie auch geschluckt hat. Danach erfolgten weitere Untersuchungen. Tigerchen war zwar nicht begeistert, hat aber alles friedlich über sich ergehen lassen.
Die Tierärztin teilte uns dann mit, daß die Katze Ohrmilben hätte (bei wildlebenden Katzen nicht ungewöhnlich). Da die Katze aber Angst hat (bei der Vorgeschichte von Tigerchen ja auch nicht ungewöhnlich) müsse sie kurz sediert werden, um die Behandlung durchzuführen. Da wir absolute Katzenhalter-Anfänger waren, und natürlich wollten, dass unser Tigerchen gesund ist, haben wir zugestimmt. Die Tierärztin verabreichte ihr eine Spritze (Tigerchen hat ganz brav in ihrer Transportbox gesessen) und sagte uns, die Wirkung wird etwas dauern, wir sollten im Wartezimmer warten bis sie schläft. Wir haben vertrauensvoll im Wartezimmer gewartet.
Nur nebenbei: in dieser Tierarztpraxis ist es so, dass Du im Wartezimmer jedes etwas lautere Geräusch aus dem Behandlungszimmer hörst.
Nach uns war eine Dame mit ihren 2 neugeborenen Katerchen im Behandlungsraum und alle im Wartezimmer haben geschmunzelt, weil deutlich zu hören war, daß die wohl über „Tische und Bänke“ gegangen sind, bis sie wieder eingefangen bzw. behandelt wurden. Nach Verabschiedung der beiden „Racker“ wurden wir wieder in das Behandlungszimmer gerufen.
Unser Tigerchen war tot!
Sie lag ganz friedlich in ihrer Katzenbox.
Aussage der Tierärztin: „Die muss sich wohl an der Wurmkur verschluckt haben! „Tut mir leid, aber sowas kommt vor".
Die Wurmkur hatte sie schon mindestens 15 Minuten bevor wir den Raum verlassen haben bekommen. Da sah sie zwar etwas unglücklich aus, aber nicht so als ob sie keine Luft mehr kriegt.
Nächster Satz der Tierärztin: „Wollen Sie die noch mitnehmen oder sollen wir die entsorgen?“
Ich habe wortlos die Katzenbox (natürlich mit meiner Katze darin) genommen und habe diese Tierarztpraxis verlassen.
Zum Glück war mein Mann mit mir da und ist einfach ohne Fragen mit mir davongefahren. Ich wäre selbst nicht in der Lage gewesen in dem Moment einen klaren Gedanken zu fassen. Ich habe nur geheult, weil ich mir wahnsinnige Vorwürfe gemacht habe. Das Kätzchen hat mir vertraut, und ich hatte nichts Besseres zu tun, als es in eine Kiste zu sperren und ihr Spritzen verabreichen zu lassen, die sie umgebracht haben.
Wir haben das Tigerchen im Garten an der Stelle begraben, wo sie immer gelauert hat, als sie noch nicht bei uns im Haus gelebt hat, und hoffen sie fühlt sich da wohl. Ich wollte nur das Beste für sie, aber ich mache mir ewig Vorwürfe: Hätte ich sie nicht im Haus aufgenommen, hätte ich sie nicht zum Tierarzt gebracht, hätte sie vielleicht länger gelebt?

Da hatte ich Zweifel: Eigne ich mich nicht dafür einer Katze ein Zuhause zu geben?
Bin ich als Katzenhalter ungeeignet?
Dies war meine erste Katzengeschichte. Mittlerweile habe ich viel gelernt. Alle Katzen sind nur zu Gast bei uns und es ist eine Ehre, dass Du an einiger Zeit ihres Lebens teilhaben darfst. Es gab seit Tigerchen noch mehr Sternenkatzen in meinem Leben, alle mit ihrer individuellen Geschichte. Wenn Ihr wollt, werde ich die vielleicht mal erzählen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #2
Ich kann gut verstehen, dass du wegen Tigerchen immer noch traurig bist, auch wenn es schon so lange her ist. Man sagt zwar, die Zeit heilt alle Wunden, aber so richtig weg gehen sie nicht. Ich denke auch immer noch voller Wehmut an meine allererste Katze, die mit 12 Jahren überfahren wurde :-( Ich hatte sie bekommen, als ich 14 war. Obwohl sie schon 20 Jahre nicht mehr da ist, hab ich sie nicht vergessen.

Schreib ruhig deine Katzengeschichten ins Forum. Ich werde sie gerne lesen.
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #3
So etwas ist wirklich tragisch und das kann man nicht vergessen. Das verstehe ich sehr gut. Gerne lese ich mehr von Dir - obwohl ich mich mit den ganzen "Size - Fond" etc. etwas schwer getan habe.
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #4
Es tut mir sehr leid um dein Tigerchen! Auf diese Art und weise ein Tier zu verlieren ist hart. Leider kann ich dir nicht sagen woran dein Tigerchen denn nun wirklich gestorben ist, aber mit Sicherheit nicht an der Wurmkur!

Nun zu deinem Text:
Anscheinend schreibst Du deinen Test mit Word. Mache ich auch so! Wenn Du oder ich dann den Test ins Antwortfeld stellen sieht er noch ganz normal aus. Ich drücke dann immer auf Vorschau und kann anschließend den Test so lesen wie er ins Forum kommt. Also mit Size=3)(FONT=Calibri usw. Unter dem Text, der so im Forum erscheint, ist auch noch einmal das Feld in dem deine Antwort steht. Genau so wie weiter oben! Dort streiche lösche ich immer diese blöden Teile, die Word dazu stellt. Nachdem alles gelöscht ist (NUR (SIZE=3)(FONT usw.) drücke ich noch einmal den Vorschauknopf und siehe da, jetzt erscheint der Text ohne diesen Anhang. Erst dann drücke ich auf Antworten und der Text erscheint "sauber" im Forum. Das Löschen ist zwar eine Heidenarbeit aber dadurch kann man den Text besser lesen.
Hier noch einmal die Kurz Form:
Text mit z.B. Word schreiben
Text ins Antwortfeld Kopieren
Auf Vorschau klicken
Im Antwortfeld alles Überflüssige löschen
Nochmal Vorschau klicken und Text lesen
Wenn alles OK dann Antwort klicken
Fertig

Auch dieses habe ich in Word geschrieben und genauso beantwortet

Gruß Helmut
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #5
Danke Helmut für die guten Ratschläge.
Habe den Text nochmal nachbearbeitet.
Ist eigentlich ganz einfach, wenn man weiß wie es geht.
Ich werde das zukünftig auch so machen.
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #6
Ich habe das Pipi in den Augen stehen!

Und Du weißt es bestimmt, aber Deine Schuld war es nicht. Du wolltest dem Tierchen helfen, und es durfte vorher eine wunderbare, wenn auch kurze Zeit bei Euch erleben! Wer weiß, was ohne Euer Zutun mit der Kleinen passiert wäre...

Es ist leicht zu sagen, mach Dir keine Vorwürfe, trotzdem möchte ich das tun. Aber ich kenne dieses "Was wäre gewesen, wenn ich dies und jenes hätte sein lassen"-Denken. Du weißt aber nun wirklich auch nicht, was ohne diese Geschichte mit der Lütten passiert wäre. Vielleicht etwas viel, viel schlimmeres!

Ich lese auch gerne weiter Katzengeschichten von Dir... und Du kannst Dir vielleicht das eine oder andere vom Herzen schreiben.
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #7
Ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen - ich würde auch gerne mehr lesen von deinen Erlebnissen.

Du hast Recht - sie sind nur Gast bei uns - aber wir sind hier auch nur Gast - für gewöhnlich ist diese Zeitspanne eben länger als ein Katzenleben. Vielleicht ist das ein Segen - vielleicht ist es aber auch eine Strafe, dass wir länger leben "dürfen" wie die meisten unserer Tiere. Ich bin immer unsagbar traurig und muss mitweinen, wenn ich wieder lese, dass eine Katze (oder auch ein anderes Tier) das von seinem Menschen geliebt wurde gestorben ist, oft sind auch lange Leidensgeschichten dahinter. Leider sind Tierärzte oft ziemlich "hartgesotten und unmenschlich" wer an so einen gerät wird viel Leid mit seinem Tierchen ertragen zu haben, aber es gibt auch noch einige wenige, die mit Herz und Verstand und vor allen Dingen richtiger Einschätzung arbeiten. Das wir mit unseren Tieren an solche geraten, das kann ich nur jedem von Herzen wünschen.

Die Hoffnung auf das Regenbogenland, dass es den Tieren dort wieder gut geht, die habe ich in meinem Herzen, denn sie haben es wirklich verdient.

Jedes geliebte Tierchen bleibt in unserem Herzen immer bei uns!!
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #8
Du bist hier richtig! Willkommen! :d038:
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #9
Vielen Dank für die lieben Worte und euren Zuspruch.
Ich fühle mich hier im Forum richtig gut aufgehoben und ihr ermuntert mich dazu, mir alles mal von der Seele zu schreiben.
Jetzt kommt also meine nächste Geschichte, es ist aber eine lange Geschichte, würde mich aber über Feedback sehr freuen.

Nach der traurigen Geschichte mit unserem Tigerchen war es bei uns zu Hause nicht mehr so wie vorher. Obwohl wir uns ja nie Gedanken darüber gemacht haben, ein Haustier zu haben war auf einmal alles anders!!!???

Mein Mann merkte auch irgendwie, dass ich zeitweise nachdenklich und traurig war. Eines Tages (ich kann mich nicht mehr genau an den Tag erinnern, es muss so Juni oder Juli gewesen sein) sagte er zu mir er hätte in der Zeitung gelesen, dass auf einem Bauernhof ca. 30 km entfernt kleine Kätzchen abzugeben seien. Ich habe nicht lange überlegt, also fuhren wir da hin. Als wir dort ankamen, verwies uns die Bäuerin an ihren Sohn, der uns die Kitten, die im Stall wohnten, zeigen sollte, und wenn wir eins mitnehmen sollte das 20 Mark (damals gab es noch DM) kosten. Nebenbei bemerkt: Über Geld hatte ich mir da eigentlich keine Gedanken gemacht. (Asche auf mein Haupt als absoluter Katzen-Anfänger).

Also gingen wir in den Stall. Dort stand so eine Holzkiste ca. 2x2m Durchmesser, in der lt. Angabe der Bäuerin 7 Kitten mit ihrer Mutter wohnten. Es gab auch einen „Ausstieg“ aus dieser Kiste, also die Mutter und die Kitten konnte zeitweise spazieren gehen, für einige Kitten war der Ausstieg wohl noch zu hoch. Die Mutterkatze war bei unserem Besuch auch nicht (in dieser Kiste) anwesend. Es lagen bei unserem Besuch ca. 5 Kätzchen in der Kiste.

Der Sohn der Bäuerin, ca. 11 Jahre alt, präsentierte uns jetzt die Kätzchen indem er in die Kiste kletterte und ein Kätzchen nach dem anderen im Nacken packte und uns vor die Nase hielt.
Anmerkung: Wir haben es damals nicht besser gewusst, aber heute würde ich so einen Fall dem Tierschutz melden.

Es gab ein kleines Kätzchen, welches sich immer in der hintersten Ecke versteckt hat, was soll ich sagen, dieses Kätzchen haben wir dann mit nach Hause genommen.

So kam dann unsere Shiva zu uns.

Natürlich wollten wir jetzt von Anfang an alles richtig machen und haben sie direkt zum Durchchecken zum Tierarzt gebracht (natürlich nicht die Tierärztin, bei der wir mit Tigerchen waren).
Wir haben eine Tierärztin gefunden (ist hier in unserer Provinz sehr schwierig), zu der wir seit unserem ersten Besuch 1997 vollstes Vertrauen haben, und die uns schon durch schwere Stunden mit unseren Katzen
begleitet hat.

Wir haben natürlich erstmal das absolut notwendige gemacht: Wurmkur, Impfen usw. Aber dann nach der eingehenden Untersuchung:
Unsere Shiva litt leider an chronischem Katzenschnupfen.

Das hat sie aber in ihrem Leben und ihrem Tatendrang nicht eingeschränkt. Auch das fast tägliche „Augensaubermachen“ und gelegentliche Tierarztbesuche (natürlich unter Protest). War alles OK.

Shiva war von Anfang an Freigänger. Sie ging morgens und abends jeweils ihren 2-Stunden-Rundgang.
Morgens um 4, wenn ich aufstand und in die Küche gekommen bin stand sie meistens schon laut schimpfend am Küchenfenster (ihr selbst ausgesuchter Ein- und Ausgang), damit sie ihr Revier ablaufen kann. Zwischen 5.30 und 6.00 Uhr kam sie immer wieder nach Hause und hat dann ihr Lieblingsfutter im Napf erwartet.
Tagsüber hat sie sich dann im Haus aufgehalten.

Wenn ich dann nach Feierabend nach Hause kam, wieder die gleiche Geschichte: 2 Stunden spazieren gehen, oder vielleicht im Garten in der Sonne liegen, oder sonstigen Unfug anstellen, aber dann Futter einfordern, Streicheleinheiten natürlich auch und den Menschen beibringen, wie richtig aufgeräumt wird.

Am 17. Januar 2001 kam Shiva von ihrem Morgenausflug nicht wieder.

Ich kann mich noch erinnern, dass sie wieder lautstark schimpfend vorm Küchenfenster stand, damit sie nach draussen kann. Hab ihr dann natürlich wie jeden Tag das Fenster aufgemacht.
Als sie nicht nach Hause kam, bin ich draussen rumgerannt, habe sie noch gerufen und gesucht, aber ohne Erfolg!
Ich musste dann zur Arbeit fahren, habe im Haus das Küchenfenster aufgelassen, damit sie rein kann, wenn sie will, aber ich hatte schon ein ganz schlechtes Gefühl.

Wir wohnten damals an einer Landstrasse, die nicht viel befahren ist, nachts schon gar nicht. Aber: Wenn da einer fährt, dann in einem Tempo!!!. Wir hatten auch in 20 m Entfernung auf dieser Strasse einen Bahnübergang, und manchmal hattest Du den Eindruck, wenn die Autofahrer den gesehen haben, haben sie noch mal extra Gas gegeben, als ob sie Angst hätten, es könnte ja vielleicht Rot werden, bevor sie drüber sind.
Ich kann mir da jetzt Gedanken drüber machen, wie ich will, es wird mir nicht helfen. Shiva ist nicht wieder nach Hause gekommen.
Wir sind noch Tage und Wochen danach durch die Gegend gestreift, haben bei jedem umliegenden Bauern in allen Schuppen, Kellern oder sonstwo, auf allen umliegenden Feldern, Gräben und Schächten gesucht, aber wir haben Shiva nicht gefunden.

Ich weiß, dass ich da nichts tun kann, aber ich wünsche meiner kleinen „Kämpferin“ Shiva, dass sie nicht leiden musste und jetzt ein schönes Leben im Regenbogenland hat.
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #10
...ja, leider ist, das Risiko einer Freigängerkatze groß.. ich habe selber 2 Freigänger und bin jedes Mal froh, wenn sie wieder nach Hause kommen. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie lieber das Risiko, nicht so lange zu leben, tragen und lieber nach Draußen gehen. Das habe ich bei meinen Beiden ganz deutlich gesehen, schließlich habe ich sie nicht "rausgeworfen" sondern sie wollten nach Draußen, sie sind allerdings auch Beide in der Natur geboren worden, ich denke, das macht auch einen Unterschied. Eine Katze, die die Freiheit nicht kennt, wird sie auch nicht so sehr vermissen. Deshalb ist meine Devise, wenn es die Umgebung zulässt, (viel Grün, wenig Verkehr) dann kann man auch das Risiko eingehen, in der Stadt oder an stark befahrenen Straßen würde ich es auch nicht zulassen.

Das "nicht Wissen was passiert ist" ist einfach schlimm - es tut mir sehr leid für dich...!
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #11
Hallo Tigerchen1996

Ich bin auch neu hier im Forum. Auch ich musste vor 2 Tagen mein geliebtes Katerchen Jay Jay gehen lassen. Ich mache mir so große Vorwürfe, dass ich in SEINER Stunde nicht bei ihm sein konnte.

Ich kann den tiefen Schmerz sehr gut verstehen und diese ohnmächtige Sehnsucht nach diesem Tier. Sie schenken uns so viele magische wunderschöne Momente.

Vielleicht gibt es bald eine Zeit, in der wir mit einem Lächeln an unsere Fellnasen zurückdenken können. Zur Zeit ist alles noch sehr schmerzhaft.

Ich wünsche Dir viel Kraft und bleib gesund

Nefertari
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #12
Hallo zusammen!

Sowas ähnliches habe ich hier auch erlebt.
Wir wohnen ca. 8 Meter von einer sehr stark befahren Strasse entfernt. Freigang war mal möglich, doch dann kam in der Seitenstrasse die Buslinie dazu, die 2x in der Stunde hier rumkurvt.
Eine Nachbarin von mir ( sie wohnt inzwischen nicht mehr bei uns ) hatte sich einen kleinen Kater angeschafft. Komplett schwarz mit einem kleinen weißen Fleck auf der Brust.
Eines Tages stand der bei uns auf der Terasse, er war ca. 11 Monate alt und ein so neugieriger Charakter. Ich hatte mich sofort in ihn verliebt, wusste jedoch nicht, wem er gehörte. Die Kinder sagten mir es dann.
Ich brachte "Tiger" zu ihr zurück. Bei dem Gespräch erfuhr ich zudem auch noch, das sie Alkoholikerin ist und auf langsamen Enzug war.
Ca. 6 Wochen sah ich den kleinen Racker immer mal wieder. Dann plötzlich - weg.
Ich ahnte es... und es stimmte. Die Strasse war ihm zum Verhängnis geworden.
Obwohl niemand was dafür kann, fühle ich Schuld. Er war doch auf meiner Terasse, ich hatte ihn in die Wohnung genommen, warum hab ich ihn nicht behalten? Ich hätte ihn nicht mehr rausgelassen und er würde noch leben! Er war doch noch so jung!
Antwort: weil er jemand anderem gehörte. Jemand, der die Strasse nicht als Gefahr sah.

Meine Sammy sieht so aus wie Tiger. Sie hat den gleichen Fleck an der Brust. Sie ist drei Jahre alt und bei bester Gesundheit. Aber ich kann Tiger nicht vergessen. Niemals.
 
  • Es tut immer noch weh! Beitrag #13
Hallo Katzenmama Antje,

bitte mach Dir Keine Vorwürfe. Du schreibst, Du hättest ihn in die Wohnung genommen und nicht mehr rausgelassen.

Das hätte ihn ganz bestimmt nicht glücklich gemacht. Er war gewohnt, draußen rumzulaufen, das war sein Leben.

LG
 
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