Drei mal konnte ich bisher bei Heinzi ein merkwürdig/ beängstigendes Verhalten feststellen. Bisher viel es mir im Abstand von einigen Wochen auf, die zwei letzten Anfälle kann ich jedoch genau datieren auf den 19.7.14 und den 12.8.2014 .
Ob dazwischen von mir unbemerkte Anfälle liegen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Beschreibung während eines Anfalls:
Heinzi sitzt aufrecht, die Augen sind zugekniffen, er atmet so heftig, als ob seine Lungen von einem Blasebalg betrieben würden, das Mäulchen ist halb geöffnet, er ist nicht wirklich ansprechbar.
Diese Anfälle haben eine bisher beobachtete Dauer von 20-40 Minuten.
Mit diesen Informationen und einem (grottenschlechten) Video, welches ich während des letzten Anfalls (gestern gegen 7.00 Uhr) drehen konnte, bin ich mit dem für mich heute normal vorkommenden Heinzi in die Praxis.
Ich hatte keine Ahnung, welche Diagnose uns erwarten würde, bzw. ob es überhaupt eine geben würde, da der Anfall ja schon einen Tag zurücklag, ich vorher aber nur schwer in die Praxis hätte kommen können. Schien mir auch nicht mehr so brandeilig, da der Anfall ja vorüber war und Heinzi sich wieder ganz normal verhielt.
Meine Tierarzt hörte sich alles an und tippte gleich auf einen epileptischen Anfall. Sie war sich aber noch nicht ganz sicher.
Sie zeigte mir, wie ich Heinzi beim nächsten Anfall hochheben sollte, um zu prüfen, ob er während solch eines Anfalls überhaupt reagiert (unter den Armen greifen, wie eine Puppe vor mir hochheben, die Beine nach unten baumeln lassen).
Dann zeigte sie mir, wie ich die Pupillenreflexe testen solle.
Lampe auf das Katzengesicht richten, die Augen mit der Hand verdecken (normale Pupillen weiten sich im dunkeln), dann die Hand wegziehen und die Pupillen beobachten, die sich bei einer gesunden Katze schnell bei dem auftreffenden Licht zusammen ziehen sollten.
Und da hatten wir es auch schon!
Heinzis Pupillen zogen sich nicht zusammen.
Jetzt bekommt er Zylkene, vorerst jeden Tag eine Kapsel. Das soll die Hirnaktivität etwas ruhiger und gleichmäßiger machen. Anfang September ist Kontrollgespräch.
Heinzi ist mein leidenschaftlicher Freigänger. Es würde mit ihm nicht klappen, wenn er nicht wenigstens ab und zu nach draußen dürfte.
Veinte mag den Garten zwar auch, aber er sitzt genau so gerne einfach nur am geöffneten Fenster und schaut hinaus.
Wie gehen andere mit solchen Problemen um?
Kann Epilepsie geheilt werden, oder bekommt man sie bestenfalls einfach nur in den Griff?
Ich stehe noch ganz am Anfang dieser Problematik und kann es noch kaum glauben, wenn ich meinen Heinzi Wirbelwind durch die Gegend hüpfen sehe.
Ich bin gerade so durcheinander.
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