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Heinzi - Verdacht auf Epilepsie

Diskutiere Heinzi - Verdacht auf Epilepsie im Erkrankungen im Kopfbereich Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Drei mal konnte ich bisher bei Heinzi ein merkwürdig/ beängstigendes Verhalten feststellen. Bisher viel es mir im Abstand von einigen Wochen auf...
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #1
Andrea64

Andrea64

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Drei mal konnte ich bisher bei Heinzi ein merkwürdig/ beängstigendes Verhalten feststellen. Bisher viel es mir im Abstand von einigen Wochen auf, die zwei letzten Anfälle kann ich jedoch genau datieren auf den 19.7.14 und den 12.8.2014 .
Ob dazwischen von mir unbemerkte Anfälle liegen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Beschreibung während eines Anfalls:
Heinzi sitzt aufrecht, die Augen sind zugekniffen, er atmet so heftig, als ob seine Lungen von einem Blasebalg betrieben würden, das Mäulchen ist halb geöffnet, er ist nicht wirklich ansprechbar.
Diese Anfälle haben eine bisher beobachtete Dauer von 20-40 Minuten.


Mit diesen Informationen und einem (grottenschlechten) Video, welches ich während des letzten Anfalls (gestern gegen 7.00 Uhr) drehen konnte, bin ich mit dem für mich heute normal vorkommenden Heinzi in die Praxis.
Ich hatte keine Ahnung, welche Diagnose uns erwarten würde, bzw. ob es überhaupt eine geben würde, da der Anfall ja schon einen Tag zurücklag, ich vorher aber nur schwer in die Praxis hätte kommen können. Schien mir auch nicht mehr so brandeilig, da der Anfall ja vorüber war und Heinzi sich wieder ganz normal verhielt.

Meine Tierarzt hörte sich alles an und tippte gleich auf einen epileptischen Anfall. Sie war sich aber noch nicht ganz sicher.

Sie zeigte mir, wie ich Heinzi beim nächsten Anfall hochheben sollte, um zu prüfen, ob er während solch eines Anfalls überhaupt reagiert (unter den Armen greifen, wie eine Puppe vor mir hochheben, die Beine nach unten baumeln lassen).
Dann zeigte sie mir, wie ich die Pupillenreflexe testen solle.
Lampe auf das Katzengesicht richten, die Augen mit der Hand verdecken (normale Pupillen weiten sich im dunkeln), dann die Hand wegziehen und die Pupillen beobachten, die sich bei einer gesunden Katze schnell bei dem auftreffenden Licht zusammen ziehen sollten.

Und da hatten wir es auch schon!
Heinzis Pupillen zogen sich nicht zusammen.

Jetzt bekommt er Zylkene, vorerst jeden Tag eine Kapsel. Das soll die Hirnaktivität etwas ruhiger und gleichmäßiger machen. Anfang September ist Kontrollgespräch.

Heinzi ist mein leidenschaftlicher Freigänger. Es würde mit ihm nicht klappen, wenn er nicht wenigstens ab und zu nach draußen dürfte.
Veinte mag den Garten zwar auch, aber er sitzt genau so gerne einfach nur am geöffneten Fenster und schaut hinaus.


Wie gehen andere mit solchen Problemen um?
Kann Epilepsie geheilt werden, oder bekommt man sie bestenfalls einfach nur in den Griff?
Ich stehe noch ganz am Anfang dieser Problematik und kann es noch kaum glauben, wenn ich meinen Heinzi Wirbelwind durch die Gegend hüpfen sehe.

Ich bin gerade so durcheinander.
:|:|:|
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #2
Also, ich weiß das Gwendoline nen Epilepsie Kater hat....
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #3
Hallo,
bei meinem Charly würde zwar Epilepsie diagnostiziert, aber behandelt würde es nicht. Es war nicht regelmäßig genug, hatten aber ein Medikament, welches wir Notfalls rektal einführen konnten.
Seit unserem Umzug nach München ist aber kein erneuter Anfall hinzugekommen.
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #4
Ich wollte gerade den "Pio- Fred" verlinken, aber da warst du ja schon.

Insofern kann ich also aktuell nur "gute Besserung" wünschen.

Soweit mir bekannt ist kann man es nicht heilen, aber in den Griff bekommen.

Thema Freigang (wenn man sich da jetzt schon den Kopf zerbrechen sollte) wäre ein gesicherter Garten möglich? Vielleicht wäre das zukünftig eine Alternative.

Aber erstmal müsste ja die Diagnose richtig stehen.

Sollte Zylkene nicht anschlagen, was bei manchen Tieren passieren kann, würde ich vielleicht eine erfahrene THP hinzuziehen. Natürlich in Absprache mit dem Tierarzt.

Alles Gute!
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #5
Hallo,
bei meinem Charly würde zwar Epilepsie diagnostiziert, aber behandelt würde es nicht. Es war nicht regelmäßig genug, hatten aber ein Medikament, welches wir Notfalls rektal einführen konnten.
Seit unserem Umzug nach München ist aber kein erneuter Anfall hinzugekommen.


Wie groß waren denn die zeitlichen Abstände zwischen den Anfällen?
Das versuche ich auch gerade zu dokumentieren .
Und - sind die Anfälle bei Charty ähnlich?

@nea Den Garten zu sichern ist hier sehr, sehr schwer.
Heinzis Revier erstreckt sich auch weit, sehr weit darüber hinaus. Ohne Not will ich ihm das auch nicht nehmen. Ich brauche einfach noch mehr Informationen zu Heinzis spezieller Anfallshäufigkeit.
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #6
@nea Den Garten zu sichern ist hier sehr, sehr schwer.
Heinzis Revier erstreckt sich auch weit, sehr weit darüber hinaus. Ohne Not will ich ihm das auch nicht nehmen. Ich brauche einfach noch mehr Informationen zu Heinzis spezieller Anfallshäufigkeit.

Ich denke es ist auch vernünftig jetzt erstmal Step by Step vorzugehen.
Alles andere zerbricht nur Köpfe und macht Panik wo evtl. gar keine sein muss.

Das machst du schon richtig so!
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #7
Als Pio als Pflegi zu mir kam, habe ich alles mögliche über Epilepsie gelesen und von dem was du schreibst, klingt das sehr untypisch. Ich würde gerne das Video sehen, vielleicht kannst du es mir per PN (Link) schicken...
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #8
Stelle mich gerade zu dusselig mit dem Video an.
Versuche es später noch einmal.
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #9
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #10
Hallo liebe Andrea, epilepsie ist wirklich ein schweres Thema. Bei nancy wird es ja auch gemutmaßt. Wichtig ist, dass alles körperliche ausgeschlossen wird bevor man sagt "unheilbar". Es gibt Epilepsie auch als Folge von Organerkrankungen. Herz Lunge Leber Niere. Alles checken lassen.

Wenn es wirklich keine Ursache gibt für solche Anfälle spricht man von idiopathischer epilepsie. Die kann man wirklich nicht heilen aber es gibt chancen, dass man mit Medis zumindest die Anfallshäufihkeit refuzire kann. Manchmal sogar Afallsfrei.

Aber schritt für Schritt und dann erst Sorgen machen. Wenn du reden magst können wir auch gern nen Kaffee trinken gehen =)
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #11
Also Charly hatte richtige Anfälle. Er hat gezuckt und das ganze Programm. Dies ist einmal im Monat aufgetreten. Bei Charly ist es eine ideopathische Epilepsie, der Tierarzt meinte aber, dass sich das gerade bei jungen Katzen noch "verwachsen" kann. Der letzte Anfall war vor ca. einem Jahr, ich hoffe das Beste.
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #12
Danke für eure Posts!

@Muppel Du bist lieb!
Vielleicht komme ich darauf zurück .
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #13
Liebe Andrea,

oje, das tut mir sehr leid! Darf ich dich mal fest drücken?

Othello hatte ja auch Epilepsie, bei ihm waren es Grand Mal-Anfälle. Allerdings dauerten die Anfälle bei ihm höchstens eine Minute, darum schocken mich jetzt deine 20-40 min ein bisschen.

Allerdings möchte ich dir auch Mut machen! Das ist mit Tabletten alles durchaus machbar! Bei Othello war es am Schluss glaub ein Anfall pro Jahr oder so. Also alles nicht ganz so tragisch. Allerdings war Othello auch kein Freigänger...

Oh man, ich fühle mit dir! Ich weiß nicht was ich sagen soll... :-(
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #14
Danke dir!
Jetzt ist erst einmal genaues Beobachten angesagt.
Ich fühle mich zwar verunsichert, aber nicht völlig verzweifelt. Dazu verhält sich Heinzi in der meisten Zeit viel zu normal.
Inzwischen bin ich mir auch nicht mehr so sicher, ob/dass es wirklich eine Epilepsie ist.
Ich muss nun erst einmal Ereignisse sammeln und notieren.
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #15
Liebe Andrea, das tut mir sehr leid für den kleinen Heinzi.

Aber vielleicht kann ich dich ein wenig beruhigen, meine Schwager hat zwei BKH Damen und bei der einer der beiden wird auch seit einiger Zeit Epilepsie "vermutet". Aber bis auf zwei "leichte Anfälle" vor ca. 1 Jahr hatte sie nie wieder Beschwerden. Mein Schwager war auch mit ihr in einer speziellen Tierklinik und man erklärte ihm, dass es wohl eine gaaaaanz leichte Formen der Epilepsie gibt (die anscheinend nur alle "Schaltjahre" mal in Erscheinung tritt) und dann richtige schlimme Verläufe. Allerdings würden diese dann in der Regel schon beim Jungtier diagnostiziert werden.
Was soll ich sagen? Seine Samira ist bisher in einem guten gesundheitlichen Zustand und wenn man es nicht weiss, merkt man keinen Unterschied zu ihrer Schwester.

Euch beiden alles Liebe und Gute und gute Besserung für Heinzi - Daumen und Pfötchen sind gedrückt.
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #16
Bei Nancy sollen es ja eher "auren" sein. Das sind wesensveränderungen ohne sichtbare Krämpfe (bei nancy eben Agression). Es gibt auch Anfälle, die nur einzelne Körperregionen befallen und dann eben die grand male (den ganzen körper betreffende Anfälle). Wenn die Anfälle lange andauern oder sehr oft direkt hintereinander kommen ist es ein Status epileptikus. So viele Begriffe ;p das Krankheitsbild ist seeeehr vielfältig.

Drück den Heinzi mal von mir =)
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #17
Hallo Andrea64,

ich versuche mal, dir Pios Anfälle zu beschreiben, denn die 40 Minuten irritieren mich auch.

Anfang Dezember 2013. Pio lag an meinen Füßen im Bett. Ein Geräusch weckte mich, Issi-Hundi und die Katzen Kaija und Rhino rannten fort. Pio zuckte einige Male. Dann schoss er von meinen Füßen auf eine Truhe am Fußende des Bettes, von dort auf den Boden und noch ein paar mal hin und her, bis ich ihn mit einem Kissen festhalten konnte. Als ich ihn steichelte und mit ihm sprach, wurde er ruhiger. Die ganze Aktion dauerte einige Minuten, nicht mehr als fünf. Danach war Pio etwas benommen und sehr, sehr hungrig. Er futterte und schlief. Am folgenden Tag war er weiterhin müde, schlief viel und futterte gut.

Anfang April 2014. Pio war in "seinem" Zimmer. Plötzlich rannten die Katzen und die Hündin dort hin. Ich hinterher. Pio lag krampfend auf dem Boden. Pio wurde durch die Zuckungen völlig unkontrolliert durch den Raum "geschossen". Mit einem Kissen hielt ich ihn fest, sprach auf ihn ein, was ihn beruhigte.
Auch dieses dauerte nicht länger als einige Minuten.

Die Krämpfe: der ganze Körper zuckte, quasi alle Muskeln; Pio wurde durch diese Zuckungen durch den Raum "katapultiert".

Auch bei Pio sollen es Auren sein. Die eine oder andere konnte ich (vielleicht) erkennen. Er reagiert dann auf Geräusche oder Bewegungen sensibler. Als er Angst vor dem Staubsauger hatte (,der ihm sonst völlig egal ist) oder als er vor der Spielangel zurückschreckte, gab ich ihm das Notfallmedikament. Sicherheitshalber. Kein Anfall folgte.

Alles Gute für Heinzi.
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #18
@Thesy , ShinaOthello , Muppel danke euch .
Knuddler weitergereicht!

@walk-with-cats Danke für die ausführliche Beschreibung. Bei Heinzi ist es ganz anders, als du es beschreibst. Ich bekomme das blöde Video leider nicht hochgeladen, vielleicht liegt es am Formst (iPhone).
Vielleicht schaffe ich es nachher.

Heinzi krampft nicht und sprintet auch nicht herum, er ist im Gegenteil ganz ruhig und in dich gekehrt. In seiner eigenen Welt, scheint auf sein eigenes Innerste konzentriert zu sein und das mit heftiger Atmung.
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #19
Guten Morgen,

hat er denn nach diesem Anfall Heißhunger? Das war bei Othello immer so. Also nicht normales Fressverhalten, sondern richtig reinschlingmäßig.
?
(so ein richtiger Epi-Anfall ist wohl mords anstrengend)
?
 
  • Heinzi - Verdacht auf Epilepsie Beitrag #20
Hunger hat er zwar meistens, aber diesen beschriebenen Heißhunger konnte ich nicht feststellen.
 
Thema:

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