So ein Schmarrn.
Den einzigen Vorteil den man mit einem Kitten in manchen Fällen hat, ist dass die erwachsenen Katzen das Kitten noch nicht für voll nehmen und nicht als ernsthafte Konkurrenz ansehen und dann in vielen Fällen weniger aggressiv reagieren. Es gibt keinen Welpenschutz bei Katzen!
- Das Thema Rangordnung ist dann aber nur vertagt, nicht erledigt dadurch.
- Ein Kitten hat einer erwachsenen Katze körperlich herzlich wenig entgegenzusetzen, falls die doch mal aggressiver reagiert und wird dann von dominanten Tieren sehr schnell und leicht total untergebuttert oder sogar verletzt.
- 4jährige Katzen können mit dem Spieltrieb eines Kitten nicht mehr mithalten, die sind meist recht bald eher genervt als erfreut über den Zugang.
- Stell dir deine Kindheit ohne andere Kinder vor. Kitten spielen und gehen ganz anders miteinander um, dass wollte ich keinem Kitten vorenthalten, sie sollten in den ersten Monaten bis zu einem Jahr einen annähernd gleichalten Artgenossen an ihrer Seite haben.
- Ich sehe es eher als Nachteil, dass der Charakter noch nicht so entwickelt ist, weil man dann nicht so gut absehen kann, ob das Kitten zu den vorhandenen Katzen überhaupt passt.
Natürlich kann es auch gut klappen, aber das Kitten zahlt den Preis dafür, weil es auf einen adäquaten Spielkameraden verzichten muss, daher die Empfehlung zwei Kitten zu nehmen.
Ich verstehe deine Bedenken und ehrlich gesagt, kann es mit erwachsenen Katzen natürlich schwieriger sein und auch länger dauern, aber du hast gut sozialsierte Katzen und eine Katze vom Züchter hat davor im Rudel gelebt, ist also bestens sozialisiert und auch verträglich. BKH sind ohnehin recht gut sozialverträglich und umgänglich, als einziges was du bei einem ehemaligen Zuchttier besonders beachten solltest ist der Kastrationszeitpunkt. Die Katze/Kater sollte noch beim Züchter kastriert werden und frühestens 4-6 Wochen nach der Kastration zu dir kommen, damit die Hormone schon weitgehend abgebaut sind, sonst wird die Vergesellschaftung meist komplizierter.
Viele haben hier im Forum schon erfolgreich erwachsene Katzen innerhalb kurzer Zeit vergesellschaftet. Wichtig ist, dass die Katzen vom Alter, Wesen, Charakter und Temperament zueinander passen und gut sozialisiert sind. Je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sollte es die andere sein.
Aber vielleicht könntest du dich ja doch für zwei Kitten entscheiden, wenn es keine erwachsene Katze sein soll. ;-)