Hallo
Bin neu hier und konnte mit der Suchfunktion zwar viele ähnliche Threads finden, aber immer war es dann doch irgendwie anders...
Folgende Situation ist mein Problem:
Unsere Katze (Neechee) ist knapp 9 Jahre alt und sehr anhänglich. Wir leben seit 1,5 Jahren auf dem Land und sie genießt das sehr, ist allerdings extrem devot, geht anderen Katzen aus dem Weg und sitzt am liebsten stundenlang vor Mäuselöchern und wartet auf Beute ;-)
Nun haben wir am 10. Oktober einen ca. 4-6 Wochen alten Kater auf der Straße gefunden, den wir bereits 2 Nächte zuvor herzzerreißend jammern gehört hatten, ohne ihn entdecken zu können. Diesen kleinen Kerl haben wir also aufgenommen und erstmal in einem separaten Zimmer untergebracht, so dass Neechee ihm nur begegnete, wenn wir ihn mal mit nach draußen nahmen. Sie hat dann immer großen Abstand gehalten und ihn skeptisch beobachtet.
Seit 3 Tagen ist nun aber die Tür des Zimmers geöffnet, wenn wir zu Hause sind, so dass der Kleine (er heißt Miller) sich frei im Haus bewegen kann. Neechee beginnt sofort zu "knurren?!" wenn sie ihm begegnet und auch ein Fauchen kommt ab und zu. Wir versuchen dann immer, sie zu beruhigen. Sie lässt sich dann auch kraulen, lässt Miller aber nicht aus den Augen und ist völlig angespannt. Kurz darauf verlässt sie jedesmal mit unterwürfiger Körperhaltung das Haus oder versteckt sich irgendwo auf Möbeln, die für Miller noch zu hoch sind, um sie zu erreichen. Miller hingegen zeigt kein Stück Respekt. Im Gegenteil: Er "tänzelt" verspielt auf sie zu oder läuft hinter ihr her. Gestern Abend hatte ich Neechee endlich mal soweit, dass sie, obwohl er 2 m von ihr entfernt saß, an ihren Futternapf ging, aber sobald Miller checkte, dass sie da etwas zu fressen hatte, sprang er ebenfalls zum Napf. Neechee fauchte laut und verließ dann eilig die Küche.
Was sollen wir machen? Die Beiden können sich natürlich aus dem Weg gehen. Neechee kann das Haus verlassen, wann immer sie möchte (Katzenklappe), aber es ist schwer auszuhalten, wie sehr sie Millers Anwesenheit stresst. Sie frisst nicht in Ruhe, schaut sich ständig um und ist viel mehr draußen als vorher.
Habt Ihr einen Rat, mit welcher Strategie wir eine Entspannung der Situation herbeiführen können? Oder ist das Alles einfach ganz normal und wird sich von selbst regeln?
Ich bedanke mich schon jetzt für Eure Antworten
