Mein Freunde der Nacht
Schon oft habe ich von meinen Freunden der Nacht erzählt. Bisher immer in anderen Themenbereichen. Jetzt werde ich hier Mal meine Freunde vorstellen. Es sind 8 Katzen und 3 Hunde, die ich regelmäßig treffe. Gemeint sind hier nur Katzen und Hunde die ich streicheln kann, wobei ein Hund mich immer durch die geschlossene Haustür begrüßt, aber auch er bekommt durch den Briefschlitz sein Leckerli. Natürlich weiß ich was das für ein Hund ist, denn vor ein paar Jahren, bei starkem Glatteis und fast kein durchkommen, ist er mir über den Weg gelaufen. Von einigen kenne ich die richtigen Namen und von einigen nicht. In der Reihenfolge wie ich sie treffe werde ich versuchen diese etwas zu beschreiben, was ab und an gar nicht so einfach ist, da ich die Tiere nun einmal nur im Dunkeln sehe. Besonders schwer ist es bei schwarzen Katzen. Aber davon nachher mehr. Sehr oft habe ich auch schon geschrieben, dass ich Leckerli verteile während meines Spazierganges mit den Zeitungen. Ich habe immer 30 Leckerlis für Katzen und 15 Leckerli für Hunde dabei, die gerne genommen werden.
Fangen wir also an:
Dort wo ich mein Auto als erstes parke, von dort verteile ich 10 Zeitungen, treffe ich sehr oft eine Katze die ich den Namen Klausi gegeben habe. Lange Zeit saß sie dort auf einer Bank. Natürlich habe ich die Katze, ein Kater, angesprochen. Streicheln durfte ich ihn zunächst nicht. Darum habe ich immer ein Leckerli als Bestechung auf den Boden gelegt und bin langsam weiter. Dann ging Klausi zu dem Leckerli und hat es gefressen. Vor ein paar Monaten brachte mir Klausi dann ein Leckerli. Eine Tote Maus legte er vor meine Füße und ging wieder. Davon habe ich ein Foto, wie ihr seht. Ein paar Tage später konnte ich dann Klausi streicheln.
Und sein Geschenk an mich!
Die nächste Katze auf meiner Runde im ersten Bezirk ist Glori. Mit „I“, wie mir ihre Dosine sagte. Daher kenne ich auch ihren richtigen Namen. Glori kenne ich schon seitdem ich den Zustellbezirk übernommen habe. Sie kam damals und ließ sich vom ersten Tag an streicheln. Auch begleitet sie mich oft, wenn ich weiter gehe. Aber nie über den Rand ihres Bezirkes hinaus. Solange sie ihr Haus sehen kann, geht sie mit, kommt das Haus außer Sicht, geht sie wieder zurück. Gerne nimmt sie meine Leckerli und auch die Dosine hat nichts dagegen wie diese mir sagte. Auch von Glori habe ich ein Foto.
Die nächste Katze ist eine Pechschwarze. Ob Kater oder Katze weiß ich nicht. Darum nenne ich diese Katze Mausi. Sie liegt sehr oft auf der Fußmatte vor der Haustür. Dort ist es sehr dunkel. Zu Anfang habe ich immer eine Lampe benutzt wenn ich dort hin bin. Aber schon lange benutze ich diese nicht mehr, da der Gang zum Haus mit hellen Waschbetonplatten belegt ist und auch die drei Treppenstufen vor dem Haus sind hell. Somit finde ich die Zeitungsrolle auch im dunklen, zumal die Rolle ebenfalls weiß ist. Mausi ist immer wenn ich mit der Lampe kam weggelaufen. Erst seitdem ich diese nicht mehr benutze blieb sie liegen. Zunächst habe ich immer nur einen schwarzen Klumpen vor der Haustür gesehen und dachte an Schuhe. Doch einmal als ich die Zeitung gesteckt hatte und wieder gehen wollte, ertönte ein „Miau“. Der schwarze Klumpen war Mausi. Ganz langsam habe ich mich wieder genähert und konnte sie streicheln. Auch diese Katze bekommt von mir ihr Leckerli.
Die nächsten Katzen im ersten Bezirk sind Karlo und die Schwester Leila. Beide kenne ich erst seit ein paar Wochen. Karlo habe ich vermutlich davor beward von einem Auto erfasst zu werden. Seitdem kommt er jeden Morgen um mich zu begrüßen. Auch seine Schwester Leila kommt seit einiger Zeit und lässt sich von mir streicheln. Leckerli bekommen beide nicht, da der Dosi das nicht möchte, was ich natürlich beachte.
Ganz zum Schluss kommt im ersten Bezirk der Hund, der durch den Briefschlitz sein Leckerli bekommt. Dieser Hund hat den Namen Ludwig. Kennen tue ich ihn auch schon seit ich in dem Bezirk angefangen bin die Zeitungen zu verteilen. Gesehen habe ich ihn aber erst im Winter 2011/2012. Damals war es sehr glatt auf der Straße wo der Hund lebt. Es wurde nicht gestreut, da diese Straße eine Sackgasse ist. Nur ein schmaler Streifen vor den Häusern in der Straße war gestreut. Als ich auf das Haus zuging, kam das Frauchen mit dem Hund, ein Mischling etwa so groß wie ein Schäferhund, aus dem Haus. Kurz kam ich mit der frau ins Gespräch und dabei streichelte ich Ludwig. Auch fragte ich sie ob ich ein Leckerli für Ludwig vor die Haustür legen darf. Sie sagte mir dann, dass ich das durch den Briefschlitz stecken soll. Vor der Tür würde es nur geklaut! Was ich seitdem mache.
Im zweiten Bezirk liegt oft eine Katze vor der Haustür auf der Fußmatte. Jedes mal wenn ich komme und sie vor der Haustür liegt, ist diese Katze am fauchen und am knurren. Das macht sie auch während ich sie streichele. Dabei streicht sie auch immer um meine Beine. Das Leckerli nimmt sie gerne und nur während sie futtert faucht und knurrt sie nicht. Diese Katze nenne ich einfach nur „Kätzchen“.
Die nächste Katze die ich sehr oft treffe nenne ich „Schnurri“. Jedes mal wenn ich komme fängt sie an zu schnurren. Gerne nimmt sie das Leckerli und lässt sich auch gerne streicheln. Dabei kratzt sie dann öfters an der Haustür, weil sie wohl hofft, dass ich diese aufmache. Was ich natürlich nicht kann.
Als letzte Katze treffe ich „Piepsi“! Diesen Namen bekam sie von mir, weil sie während ich sie streichele immer am piepsen ist. Sie ist auch die einzige Katze die gerne in mein Auto einsteigen würde. Aber das lasse ich nicht zu. Auch hat sie mich schon ein paar Mal gekratzt während ich sie streichele. Das passiert, weil sie sich immer auf den Rücken legt und mir ihren Bauch hinhält. Nachdem ich sie dann kurze Zeit am Bauch gestreichelt habe, kommt sie immer mit ihren Krallen und hält meine Hand fest. Dabei entstehen nun mal eben die Kratzer. Ich bin der Katze deswegen aber nicht böse und streichele sie weiter am Bauch wenn sie das will. Auch von dieser Katze gibt es ein Foto.
Noch eines aus der Nähe
Und ein Foto von der Bauchstreichel Attacke (unten am Handgelenk, das andere habe ich mir woanders geholt)
Nur wenige Meter weiter leben die beiden letzten freunde der Nacht. Ein Schäferhund und ein Dackel. Beide sind des Nachts in einem Zwinger. Zumindest solange es keinen Frost gibt. Dann sind sie im Haus. Als ich die beiden kennenlernte, waren beide am bellen wenn ich die Zeitung brachte. Irgendwann war ihr Herrchen mit ihnen draußen und als ich die Zeitung brachte, kamen beide bellend auf mich zu. Da ich aber keine Angst vor Hunden habe, bin ich einfach stehen geblieben und habe die beiden an mir schnuppern lassen. Dann bin ich in die Hocke und habe beide gestreichelt. Auch das Herrchen kam dazu und wir haben uns unterhalten. Dabei war ich die ganze Zeit über die beiden Hunde am streicheln. Der Schäferhund heißt Max und der Dackel Moritz. Beide bekamen von mir auch ein Leckerli, wogegen das Herrchen nichts hatte. Nun freuen sich beide Hunde jeden Morgen wenn ich komme und die Zeitung bringe.
Dazu kommen noch etliche Katzen, die ich zwar jeden Morgen sehe, aber die meistens weg laufen sobald ich erscheine. Von daher kann ich zu denen nicht viel sagen. Aber auch für die lege ich ein Leckerli dort hin, wo sie gelegen haben. Wenn ich dann wieder gehe und noch in Sichtweite zurück schaue, kann ich meistens sehen, dass das Leckerli gefuttert wird. Auch von einer dieser Katzen habe ich ein Foto:
Gruß Helmut