Meine Freunde der Nacht

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Tschikitta

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Mein Freunde der Nacht
Schon oft habe ich von meinen Freunden der Nacht erzählt. Bisher immer in anderen Themenbereichen. Jetzt werde ich hier Mal meine Freunde vorstellen. Es sind 8 Katzen und 3 Hunde, die ich regelmäßig treffe. Gemeint sind hier nur Katzen und Hunde die ich streicheln kann, wobei ein Hund mich immer durch die geschlossene Haustür begrüßt, aber auch er bekommt durch den Briefschlitz sein Leckerli. Natürlich weiß ich was das für ein Hund ist, denn vor ein paar Jahren, bei starkem Glatteis und fast kein durchkommen, ist er mir über den Weg gelaufen. Von einigen kenne ich die richtigen Namen und von einigen nicht. In der Reihenfolge wie ich sie treffe werde ich versuchen diese etwas zu beschreiben, was ab und an gar nicht so einfach ist, da ich die Tiere nun einmal nur im Dunkeln sehe. Besonders schwer ist es bei schwarzen Katzen. Aber davon nachher mehr. Sehr oft habe ich auch schon geschrieben, dass ich Leckerli verteile während meines Spazierganges mit den Zeitungen. Ich habe immer 30 Leckerlis für Katzen und 15 Leckerli für Hunde dabei, die gerne genommen werden.

Fangen wir also an:

Dort wo ich mein Auto als erstes parke, von dort verteile ich 10 Zeitungen, treffe ich sehr oft eine Katze die ich den Namen Klausi gegeben habe. Lange Zeit saß sie dort auf einer Bank. Natürlich habe ich die Katze, ein Kater, angesprochen. Streicheln durfte ich ihn zunächst nicht. Darum habe ich immer ein Leckerli als Bestechung auf den Boden gelegt und bin langsam weiter. Dann ging Klausi zu dem Leckerli und hat es gefressen. Vor ein paar Monaten brachte mir Klausi dann ein Leckerli. Eine Tote Maus legte er vor meine Füße und ging wieder. Davon habe ich ein Foto, wie ihr seht. Ein paar Tage später konnte ich dann Klausi streicheln.


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Und sein Geschenk an mich!


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Die nächste Katze auf meiner Runde im ersten Bezirk ist Glori. Mit „I“, wie mir ihre Dosine sagte. Daher kenne ich auch ihren richtigen Namen. Glori kenne ich schon seitdem ich den Zustellbezirk übernommen habe. Sie kam damals und ließ sich vom ersten Tag an streicheln. Auch begleitet sie mich oft, wenn ich weiter gehe. Aber nie über den Rand ihres Bezirkes hinaus. Solange sie ihr Haus sehen kann, geht sie mit, kommt das Haus außer Sicht, geht sie wieder zurück. Gerne nimmt sie meine Leckerli und auch die Dosine hat nichts dagegen wie diese mir sagte. Auch von Glori habe ich ein Foto.


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Die nächste Katze ist eine Pechschwarze. Ob Kater oder Katze weiß ich nicht. Darum nenne ich diese Katze Mausi. Sie liegt sehr oft auf der Fußmatte vor der Haustür. Dort ist es sehr dunkel. Zu Anfang habe ich immer eine Lampe benutzt wenn ich dort hin bin. Aber schon lange benutze ich diese nicht mehr, da der Gang zum Haus mit hellen Waschbetonplatten belegt ist und auch die drei Treppenstufen vor dem Haus sind hell. Somit finde ich die Zeitungsrolle auch im dunklen, zumal die Rolle ebenfalls weiß ist. Mausi ist immer wenn ich mit der Lampe kam weggelaufen. Erst seitdem ich diese nicht mehr benutze blieb sie liegen. Zunächst habe ich immer nur einen schwarzen Klumpen vor der Haustür gesehen und dachte an Schuhe. Doch einmal als ich die Zeitung gesteckt hatte und wieder gehen wollte, ertönte ein „Miau“. Der schwarze Klumpen war Mausi. Ganz langsam habe ich mich wieder genähert und konnte sie streicheln. Auch diese Katze bekommt von mir ihr Leckerli.

Die nächsten Katzen im ersten Bezirk sind Karlo und die Schwester Leila. Beide kenne ich erst seit ein paar Wochen. Karlo habe ich vermutlich davor beward von einem Auto erfasst zu werden. Seitdem kommt er jeden Morgen um mich zu begrüßen. Auch seine Schwester Leila kommt seit einiger Zeit und lässt sich von mir streicheln. Leckerli bekommen beide nicht, da der Dosi das nicht möchte, was ich natürlich beachte.

Ganz zum Schluss kommt im ersten Bezirk der Hund, der durch den Briefschlitz sein Leckerli bekommt. Dieser Hund hat den Namen Ludwig. Kennen tue ich ihn auch schon seit ich in dem Bezirk angefangen bin die Zeitungen zu verteilen. Gesehen habe ich ihn aber erst im Winter 2011/2012. Damals war es sehr glatt auf der Straße wo der Hund lebt. Es wurde nicht gestreut, da diese Straße eine Sackgasse ist. Nur ein schmaler Streifen vor den Häusern in der Straße war gestreut. Als ich auf das Haus zuging, kam das Frauchen mit dem Hund, ein Mischling etwa so groß wie ein Schäferhund, aus dem Haus. Kurz kam ich mit der frau ins Gespräch und dabei streichelte ich Ludwig. Auch fragte ich sie ob ich ein Leckerli für Ludwig vor die Haustür legen darf. Sie sagte mir dann, dass ich das durch den Briefschlitz stecken soll. Vor der Tür würde es nur geklaut! Was ich seitdem mache.

Im zweiten Bezirk liegt oft eine Katze vor der Haustür auf der Fußmatte. Jedes mal wenn ich komme und sie vor der Haustür liegt, ist diese Katze am fauchen und am knurren. Das macht sie auch während ich sie streichele. Dabei streicht sie auch immer um meine Beine. Das Leckerli nimmt sie gerne und nur während sie futtert faucht und knurrt sie nicht. Diese Katze nenne ich einfach nur „Kätzchen“.

Die nächste Katze die ich sehr oft treffe nenne ich „Schnurri“. Jedes mal wenn ich komme fängt sie an zu schnurren. Gerne nimmt sie das Leckerli und lässt sich auch gerne streicheln. Dabei kratzt sie dann öfters an der Haustür, weil sie wohl hofft, dass ich diese aufmache. Was ich natürlich nicht kann.

Als letzte Katze treffe ich „Piepsi“! Diesen Namen bekam sie von mir, weil sie während ich sie streichele immer am piepsen ist. Sie ist auch die einzige Katze die gerne in mein Auto einsteigen würde. Aber das lasse ich nicht zu. Auch hat sie mich schon ein paar Mal gekratzt während ich sie streichele. Das passiert, weil sie sich immer auf den Rücken legt und mir ihren Bauch hinhält. Nachdem ich sie dann kurze Zeit am Bauch gestreichelt habe, kommt sie immer mit ihren Krallen und hält meine Hand fest. Dabei entstehen nun mal eben die Kratzer. Ich bin der Katze deswegen aber nicht böse und streichele sie weiter am Bauch wenn sie das will. Auch von dieser Katze gibt es ein Foto.


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Noch eines aus der Nähe


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Und ein Foto von der Bauchstreichel Attacke (unten am Handgelenk, das andere habe ich mir woanders geholt)


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Nur wenige Meter weiter leben die beiden letzten freunde der Nacht. Ein Schäferhund und ein Dackel. Beide sind des Nachts in einem Zwinger. Zumindest solange es keinen Frost gibt. Dann sind sie im Haus. Als ich die beiden kennenlernte, waren beide am bellen wenn ich die Zeitung brachte. Irgendwann war ihr Herrchen mit ihnen draußen und als ich die Zeitung brachte, kamen beide bellend auf mich zu. Da ich aber keine Angst vor Hunden habe, bin ich einfach stehen geblieben und habe die beiden an mir schnuppern lassen. Dann bin ich in die Hocke und habe beide gestreichelt. Auch das Herrchen kam dazu und wir haben uns unterhalten. Dabei war ich die ganze Zeit über die beiden Hunde am streicheln. Der Schäferhund heißt Max und der Dackel Moritz. Beide bekamen von mir auch ein Leckerli, wogegen das Herrchen nichts hatte. Nun freuen sich beide Hunde jeden Morgen wenn ich komme und die Zeitung bringe.

Dazu kommen noch etliche Katzen, die ich zwar jeden Morgen sehe, aber die meistens weg laufen sobald ich erscheine. Von daher kann ich zu denen nicht viel sagen. Aber auch für die lege ich ein Leckerli dort hin, wo sie gelegen haben. Wenn ich dann wieder gehe und noch in Sichtweite zurück schaue, kann ich meistens sehen, dass das Leckerli gefuttert wird. Auch von einer dieser Katzen habe ich ein Foto:


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Gruß Helmut
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #2
Toll - deine Freunde der Nacht!
Ich wünsche dir noch viele weitere so schöne Begegnungen!
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #3
Wie schön, dass wir zu den tollen Geschichten jetzt auch Bilder sehen dürfen.
Ich hoffe auf weitere Geschichten mit den Samtpfoten und natürlich auch auf neue Bilder.
Vielen Dank dafür! Ich lese es so gerne.

Aus welchere Gegend kommst du? Die letzte Katze kommt mir so bekannt vor. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #4
Ich hätte auch was zu erzählen.

Wie Helmut trage ich nachts auch Zeitung aus. In meinem 2. Bezirk (Urlaubsvertretung) muss ich eine Strasse die ziemlich steil ist hochfahren.

Mittlerweile weiss das da eine grau-weiße Kätzin links am Wegesrand sitzt kurz bevor ich hochfahre und ich halte dort generell an weil die junge Dame offentsichtlich meint morgens ihr Fitnessprogramm machen zu müssen springt sie vors Auto also.

Es ist zu goldig anzusehen. Dann hatte ich auch schon mal ne katzenkonferenz 3 Katzen oder Kater hocken im Kreis.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #5
Vielen Dank für die mitreißenden Begegnungsgeschichten! Lese diese mit Freude.

Und ich gebe zu: bin ein wenig neidisch.

Sämtliche Katzen, die ich hier zufällig draußen treffe, nehmen schnellstens Reißaus vor mir.:-?
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #6
Eine wirklich schöne Geschichte, gib uns mehr davon Helmut ! :razz:
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #7
Hallo Nekschen,
ich komme aus dem Münsterland. Genau genommen 12 Kilometer östlich von Münster. Meine Bezirke sind noch ein paar Kilometer weiter entfernt. Allerdings Richtung Norden und der zweite Richtung Nord Ost. Kamera habe ich ab jetzt immer dabei. Klappt vielleicht mit mehr Fotos.

Hallo Herz, gerne würde ich mehr Geschichten von meinen Freunden erzählen, wenn denn welche passieren. Das kommt sehr selten vor. Von Karlo habe ich erst vor ein paar Wochen geschrieben (siehe: Begegnung beim Zeitung verteilen, Von "Katze" habe ich auch erst am Samstag geschrieben. siehe unter Regenbogen: Leb wohl, kleine Freundin der Nacht). Aber ab und zu klappt das ja auch.
Falls dich Geschichten von Katzen interessieren, dann lese auch mal unter "Post aus Bayern"! Dort sind bisher 89 Geschichten von mir erzählt worden, die eine sehr, sehr gute Freundin von mir Erlebt hat. Und es werden noch mehr! Auch an anderer Stelle findest Du Geschichten die ich während des Zeitungverteilens erlebt habe. Klicke einfach meinen Nickname an und gehe dann auf Statistik. Dort im Untermenü auf alle Themen von Tschikitta. Dort kannst Du alle Geschichten nach lesen.

Hallo Petra, nicht neidisch sein. Gehe doch einfach auch mal des Nachts aus deinem Haus (so zwischen 2.00 Uhr und 6.00 Uhr :mrgreen:). Dann klappt es auch mit der Katz die nicht wegläuft!

@all: Danke für eure Antworten!

Gruß Helmut
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #8
Du hast aber auch Glück Helmut, Du bist genau zu einer Zeit unterwegs in der die Menschen
und der (meiste) Verkehr schlafen.
Ich lebe in einem Bezirk von Wien ,der an ein großes Waldgebiet grenzt den Wiener Wald.
Und manchmal wenn ich nicht schlafen kann, gehe ich nachts spazieren.
Und da treffe ich dann mehr Katzen, als Menschen.
Tagsüber sehe ich hier nie welche auf den Strassen, aber in der Nacht sind sie da.
Hat schon was diese Begegnungen in der Nacht.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #9
Hallo Mark,
glaub mir, wenn Du dann in einem sehr ruhigen Ton mit den Katzen sprichst, keine schnellen Bewegungen machst, deinen Arm so lang machst wie möglich damit die Katzen an deiner Hand schnuppern können, dann hast auch Du bald ein paar Freunde der Nacht. Es muss nicht unbedingt immer ein Leckerli abspringen für die Katzen, aber es hilft doch ein wenig. Versuch es mal!

Gruß Helmut

P.S. Vor Jahren habe ich mal eine kurze Pause an einem Waldstück in Wien gemacht. Damals war ich auf dem weg über Sopron zum Balaton. Katzen habe ich damals aber nicht gesehen. Liegt vielleicht auch daran, das es an einem Nachmittag war.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #10
Ich habe schon welche Helmut, manche grüssen mich von weitem, manche kommen und wir quatschen ein bisserl und manche ergreifen gleich die Flucht wenn ich komme.
Nein, ich fand es nur irgendwie faszinierend wie unterschiedlich ein Stadt sein kann.
Tagsüber: Alles unterwegs, viel Verkehr und keine Katzen.
In der Nacht: Fast niemand unterwegs, kaum Verkehr und die Katzen sind da.
Ich mag das.
Aber sorry ich will Deinen Thread nicht querreden, freue mich wenn Du noch mehr von den Freunden in der Nacht erzählst.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #11
Keine Sorge Mark! Du redest meinen Threat nicht quer! Es ist doch schön, so finde ich es, das es auch andere Foris gibt, die völlig "unbekannte" Freunde der Nacht haben. Vielleicht gibt es ja noch viel mehr davon und vielleicht melden die sich auch noch?
Es ist wirklich faszinierend wie sich Katzen verhalten. Ab einer gewissen Uhrzeit läuft fast keine mehr herum. Dann liegen sie vor den Haustüren oder sind noch auf dem Weg dorthin. Natürlich gibt es auch Ausnahmen davon. Das ist aber meistens im ländlichen Bereich wo sowieso nicht der große Verkehr ist. Lass aber nur eine stark befahrene Straße in der Nähe sein! Dort ist um 6.00 Uhr Schluss mit Katzen! Da sieht man dann keine mehr. Erst gegen 20.00 Uhr kommen die Katzen wieder hervor. So habe ich es jedenfalls beobachtet.
Hier wo ich wohne, außer in unserer Siedlung, da habe ich nur Katzen bzw. Haustiere, laufen viele Freigänger Katzen herum. Wird es 20.00 Uhr kann man einige sehen etwa 2-3. Je später es wird, um so mehr sieht man.
Gezählt habe ich mal, damals hatte ich auch noch Hunde mit denen ich Gassi ging, heute nur noch Katzen, 10 verschiedene Katzen. Einige von denen sehe ich auch wenn ich in der Frühe los fahre. Anhalten tue ich deshalb aber nicht. Außer mir läuft gerade eine vor dem Auto her. Meine Freunde der Nacht sind in meinen beiden Bezirken wo ich die Zeitungen verteile.

Gruß Helmut
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #12
Wir haben ja auf dem Firmengelände so eine vom Tierschutz eingerichtete Futterstelle und Schlafhäuschen für einen ansässigen Streuner.

Dieses Kerlchen sehe ich morgens schonmal über den Parkplatz huschen. Aber wirklich nur huschen und von hinten. Immer wenn er mich sieht, ist er blitzschnell verschwunden.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #13
Hier gibt es viele Katzen die unterwegs sind, die meisten hört man aber nur wenn sie sich prügeln. Leider werden es immer mehr statt weniger.
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #14
Hier gibt es viele Katzen die unterwegs sind, die meisten hört man aber nur wenn sie sich prügeln. Leider werden es immer mehr statt weniger.

Ich wohne ja ziemlich ländlich. Hier höre ich nachts oft rollige Katzen schreien.:-(

Gesehen habe ich aber noch keine einzige davon, da ich selten nachts um 3 draußen unterwegs bin.

Die einzigen nicht kastrierten Katzen, die ich jeden Tag sehe, sind die von meinem Nachbarn:evil:
Alles Reden nützt nix...*seufz*

Aber auch ich möchte Deinen Thread nicht zerschreddern Helmut, sondern lieber noch ein paar mehr nächtliche Erlebnisse lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #15
Ich erzähl mal von so einem Nachtspaziergang.
Ich lebe im 18.Bezirk von Wien (Währing), der liegt im Westen von Wien, wo Wien schon fast ländlich wird.
In einer Gegend mit wenig Verkehr und wo auch tagsüber immer ein paar Freigänger unterwegs sind,
aber in der Nacht werden es dann einige mehr.
Oder vielleicht nicht mehr, aber sie haben dann weniger Scheu und ich sehe einfach mehr.
Manchmal gehe ich nachts raus, meisten so zwischen 2 und 3 Uhr.
Von der Haustür nach links kommt nach 300 Metern die Semmelweissklinik, eines der ältesten Spitäler Wiens mit einem großen Park, der von einer Steinmauer begrenzt ist.
Auf dieser Mauer posiert oft Popeye, ich nenn ihn so, weil er immer mich mit seiner angeberischen Art an ihn erinnert und Muskeln hat er auch, wenn er mich kommen sieht, steht er langsam auf und streckt sich, dann legt er sich wieder hin und beginnt sich lässig zu lecken, als wolle er mir sagen.
"Ich bin hier der Boss, fallst Du Streit suchst kannst Du den haben".
Bis jetzt haben wir Streit vermieden.
Dann geht es ein paar hundert Meter weiter, durch die Scheibenbergstraße zur Pötzleinsdorfer.
Beide um die Zeit, völlig ausgestorben vielleicht mal alle 30 Minuten ein Auto.
Ich komme zum Pötzleinsdorfer Schlosspark und kurz davor warten oft Homer und Marge,
keine Ahnung ob sie verheiratet sind, aber sie benehmen sich so.
(Ein dicker Tiger und ein schlanker Schwarz-Weisser)
Sie sind immer zusammen (ich habe immer beide gesehen), aber sie wahren auch Distanz.
Beide warten , bis ich mich nähere und lassen sich von mir streicheln und gehen mir oft eine Zeit lang nach.
Der Park ist nachts geschlossen, aber ich weiss wie ich rein komme.
Da verabschieden sich dann meist Homer und Marge.
Wenn jetzt kein Mond scheint, ist es fast völlig dunkel,und ich glaub ich steh im Wald.
Aber nach ein paar Metern bin ich an Dunkelheit gewöhnt und die Geräusche werden intensiv.
Es gibt Rehe im Park und ein paar Wildschweine, aber die meiden den Weg anscheinend auch Nachts,
Ich höre sie nur, aber sehe sie selten.
Es geht bergauf (über einen Zaun auf der anderen Seite),an einigen Villen vorbei, über eine Wiese von der man einen schönen Blick auf das beleuchtete Wien hat.
Dort sitz ich im Sommer dann machmal länger und da tauchen dann oft einige auf.
Da gibt es Klitschko, der oft da ist und bei den anderen offenbar großen Respekt geniesst.
Da gehen welche nur durch ,und einige agieren miteinander.
Dann geht es bergab zu mir und es werden wieder mehr Häuser, daheim treffe ich dann noch oft Paula,
die verwöhnte Katze meiner Nachbarn und Freunde.

So ein bis zwei mal im Monat mache ich die Tour und es ist immer wieder schön und anders.
Es hat mir gezeigt, dass in Wien (zumindest in meiner Gegend und zumindest in der Nacht),
die Katzen die Strassen übernehmen.

Ach ja Helmut, vielleicht solltest Du den Thread von den Mods in die Plauderecke verschieben lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #16
Hallo Petra und alle anderen!
Mit den Erlebnissen ist es so eine Sache! Schließlich passiert nicht jede Nacht etwas. Trotzdem werde ich versuchen so einiges zu erzählen.
Heute Morgen z.B.: Es ist zwischen 2.15 und 2.25 Uhr als ich eine Zeitung in eine Rolle geschoben habe. Auf meinem MP3-Player fängt gerade Lady Gaga das Lied "Bad Romance" an zu singen! Ich drehe mich um und sehe beim Nachbarhaus, welches ich schon mit der Zeitung beliefert hatte, Glori im Vorgarten. Natürlich habe ich sie sofort gerufen. Nur ihr Kopf ruckte hoch, darum habe ich noch einmal gerufen und habe mich dabei von dem Haus entfernt wo ich gerade war. Ich wollte auf Glori zugehen, da zwischen uns ein etwa 1 Meter hoher Jägerzaun ist. Beim zweiten Rufen von mir, hat Glori mich dann gesehen, stürmte los und ist mit einem Satz über den Zaun gesprungen. Davon wollte ich ein Foto machen, doch leider war nur noch der Zaun auf dem Bild zu sehen. Jedenfalls kam Glori angerannt und dann ging das Kampfschmusen los. Das Lied war schon zu Ende und ein neues hatte begonnen (Diamonds) da gab Glori etwas Ruhe und ich konnte ihr zwei Leckerli zukommen lassen. Anschließend ist sie mit mir mit gelaufen, wobei immer wieder zwischendurch geschmust werden musste. So habe ich für die nächsten 9 Zeitungen fast vier Lieder (15 Minuten) gebraucht um diese zu verteilen. Normalerweise ist ein Lied noch nicht einmal zu Ende und ich habe diese 9 Zeitungen verteilt.

Hallo Mark, es muss sehr schön sein in Wien in der Nacht. Vielleicht besuche ich die Stadt mal?????
Zum verschieben: Eigentlich keine schlechte Idee! Ich vermute mal, das hier die Mods auch mitlesen und wenn sie meinen, können sie den Thread gerne verschieben. Ich habe nichts dagegen. Ansonsten machen wir eben hier weiter!

Gruß Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #17
Helmut, du schreibst wunderschön und mit viel Liebe zu den Nachtwanderern. Der Thread ist abonniert...
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #18
Eigentlich ist heute Morgen nichts passiert, weil ich nur eine Katze gesehen habe. Natürlich auch noch Karlo und Schwester Leila!

Eigentlich!

Ich hatte gerade eine Zeitung bei einem Leser in den Briefkasten gesteckt und war auf dem Weg zum nächsten Leser. Dabei überquerte ich eine Straße um zu dem Haus zu kommen. Etwa 20m entfernt sah ich eine Katze die irgendetwas im Rinnstein machte. Was es war, konnte ich wegen der nicht gerade optimalen Sichtverhältnisse, schließlich war es gerade 3.00 Uhr am frühen Morgen, nicht erkennen. Ich vermutete aber das die Katze dort eine Maus gefangen hatte. Ich bin also weiter zu dem Haus um meine Zeitung ab zu liefern. Dazu muss ich etwa 20 Meter in das Grundstück laufen. Zum Nachbarn ist eine große Hecke, so das ich die Katze nicht mehr sehen konnte. Erst als ich wieder am Ende der Hecke war, konnte ich die Katze wieder sehen.
Irgendwie kam mir die Katze bekannt vor, mir fiel es aber im Moment nicht ein, woher ich die Katze kennen könnte. Denn sonst ist in dem Bereich keine Weiß/schwarze Katze. Ich war wieder an der Ecke und sprach nun die Katze an, da ich direkt neben ihr ein paar Stufen hoch gehen muss um die nächste Zeitung ab zu liefern. Der Kopf der Katze ruckte hoch, als ich sie ansprach, sie schaute mich an und rannte davon. Ich habe hinter ihr hinterher gerufen, natürlich nicht sehr laut aber Katzen haben ja ein sehr feines Gehör. Sie rannte jedoch bis zum nächsten Grundstück auf der anderen Seite und verschwand auch dort in einer Hecke. Genau wo sie verschwunden war, steht auch eine Laterne, so das ich sehen konnte, das die Katze sich in der Hecke hin setzte und mich beobachtete.
Ich bin zu der Stelle am Rinnstein wo die Katze vorher war und richtig, da lag eine tote Maus. Noch einmal schaute ich nach der Katze und sah sie nun vor der Hecke stehen. Ihr Schwanz peitschte von einer Seite auf die andere. Da fiel mir wieder ein, woher ich die Katze kannte. Im letzten Winter hatte ich eine Katze gesehen, die gelbe Müllsäcke kaputt machte um an die darin befindlichen Dosen zu kommen. Damals habe ich ihr, ich glaube es waren 8-10 Leckerli, da gelassen. Auch damals stand sie in einiger Entfernung und ihr Schwanz peitschte von einer Seite zur anderen. Eine Zeitlang hatte ich im letzten Winter sogar ein paar Schalen Nassfutter mitgenommen um das der Katze zu geben. Jedoch habe ich sie danach nicht mehr gesehen.
Nun war sie etwa 20 Meter von mir entfernt und schaute genau was ich machte. Ich holte einen ganzen Streifen Katzenleckerli aus meiner Tasche und riss diesen auf. Dann legte ich das erste Leckerli neben die Maus. Auch das zweite platzierte ich daneben. Dabei konnte ich sehen das die Katze langsam näher kam. Insgesamt habe ich 10 Leckerli neben die Maus gelegt. Als das letzte dort lag, war die Katze noch etwa einen Meter von mir entfernt.
Ganz langsam erhob ich mich wieder und trat einen Schritt zurück. Die Katze ging zu den Leckerli und schnupperte daran. Dann ertönte ein leises "Miau" und sie fing an zu futtern. Ich wollte schon weg gehen, da ertönte wiederum ein "Miau" und die Katze kam auf mich zu. Direkt vor meinen Beinen blieb sie stehen und schaute zu mir hoch, darum bin ich wieder in die Hocke gegangen. Etwa zwei bis drei Minuten hat sie mich gemustert, wobei immer wieder ein leises Miauen zu hören war. Ich holte noch einen Streifen mit Leckerli hervor und auch diese zehn Leckerli bekam sie von mir. Während sie am futtern war, habe ich die Leckerli dazu gepackt, wobei sie ganz dicht bei mir war. Gestreichelt habe ich die Katze allerdings nicht.
Nachdem alle Leckerli nun ausgepackt waren, bin ich aufgestanden und habe meine Runde weiter gemacht. Später musste ich mit meinem Auto genau an der Stelle vorbei. Die Maus lag dort noch, doch keine Leckerli mehr.
Ich glaube ich habe eine neue Freundin oder einen Freund der Nacht. Auch Morgen werde ich wieder meine 30 oder auch mehr Leckerli Stangen dabei haben, Vielleicht ist die Katze ja wieder da.


P.S. Nicht wundern, das ich so großzügig mit den Stangen um gehe. Ich bekomme diese immer von einem sehr guten Freund zugesandt. Meistens sind es dann Pakete die zehn Kilo wiegen. Damit komme ich ungefähr einen Monat aus. Außerdem kosten die mich nichts, da diese Leckerli, da Verpackungsfehler (Riss in der Folie, zusammen gedrückt, falsche Verpackung usw.), sonst in den Müll geschmissen werden. Man muss nur die richtigen Leute kennen.:mrgreen: Nur das Nassfutter von denen möchte ich nicht haben, da im untersten Preissegment. Jedoch habe ich schon einmal nach gefragt, wegen der Unterstützung einer Frau die Streuner versorgt. Vielleicht wird es ja was. Denn besser billiges Futter, als überhaupt nichts zwischen den Zähnen.

P.P.S. Da ich nun seit 8.06.2010 Zeitungen verteile, werde ich mal meinen Gehirncomputer befragen ob da nicht noch irgendwo was in den Schubladen versteckt ist, was hier noch nieder geschrieben werden kann. Da gibt es noch mit Sicherheit einiges, was ich bisher für Nebensächlich empfunden habe.
Au, Au! Leute ihr macht mich noch zum Schriftsteller! :mrgreen:
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #19
einfach wunderschön deine Geschichten... herzerwärmend ... danke dafür :a066:
 
  • Meine Freunde der Nacht Beitrag #20
Heute kam ich etwas später zu der Stelle an der ich gestern die Katze mit Leckerli Stangen versorgt habe. Die Maus lag noch immer im Rinnstein, aber von einer Katze war nichts zu sehen. Trotzdem habe ich 10 Stangen an den Platz gelegt, wohin gestern die Katze zunächst geflüchtet ist. Später als ich wieder an der Stelle mit dem Auto vorbei gekommen bin, habe ich angehalten und geschaut ob die Leckerli Stangen noch da sind. Doch diese waren alle weg, dafür lag nun die tote Maus an der Stelle.
Ich glaube, ich habe wirklich einen neuen Freund/Freundin der Nacht!

Nun gab es für mich aber ein Problem! Die Maus liegen lassen oder mit nehmen. Schließlich, so vermute ich, ist es ein Geschenk der Katze!
Ich habe mich dann für letzteres entschlossen. Im Auto habe ich noch alte Handschuhe liegen, die ich im Pannenfall benutzen will. Diese habe ich angezogen und die Maus dann mit genommen. Aber nur bis zum nächsten Leser, der etwa 250m entfernt wohnt. Dort lege ich die Zeitung, weil er es so will, immer im Häuschen für die Mülltonnen ab. Diesmal kam die Maus dazu. Natürlich in einer Mülltonne.

Mäuse oder andere Tiere in die Mülltonne schmeißen finde ich persönlich nicht richtig! Aber ich kann schlecht in einer Wohngegend in einem fremden Garten ein Loch buddeln und die Maus dort begraben. Außerdem lag die Maus schon seit gestern Tod auf der Straße! Ich weiß nicht, welche Krankheitskeime sich da schon frei gesetzt haben. Darum mein Entschluss das die Maus in die Mülltonne kommt. Schließlich weiß ich auch, das der Müll auf eine Deponie kommt und dort die Maus für immer ihre letzte Ruhe findet. Ich hoffe, das mir dieses irgendwann verziehen wird.



Gruß Helmut
 
Thema:

Meine Freunde der Nacht

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