Vielen Dank, für all eure lieben Worte. Es war eine gute Idee hier zu schreiben, denn hier sind Menschen, die genauso sehr an ihren Tieren hängen und ähnliches durchmachen mussten. Andere Leute verstehen oft nicht, wie man "wegen einem Tier so einen Aufstand machen kann". Grausam!!
Der Arzt in der Klinik, der seinen Tod bestätigt hat, sagte auch, dass man mit dem Vorwissen, dass er
HCM hatte, davon ausgehen kann, dass es daran lag. Er hat ihn abgetastet und meinte, er spürt keine Brüche, sieht auch nichts von Quetschungen oder ähnlichem. Natürlich wollte ich auf keinen Fall eine Obduktion machen lassen, daher kann man nur spekulieren. Ich habe mich nun noch mal schlau gelesen und diese Seite gefunden:
http://www.tierklinik-haar.de/hypertrophe-kardiomyopathie-hcm.html
Vielleicht ist die Seite auch für andere interessant. Unter "Notfälle" wird "Aortenthrombose" beschrieben. Zwar ist die Rede davon, dass eher die Hinterbeinchen lahm werden und mir ist es eher an den Vorderbeinchen aufgefallen, aber das muss nichts heißen. Es ging zu schnell, um sicher sagen zu können, wie seine Hinterbeinchen sich verhalten haben. Ich habe mich auch noch einmal mit einer befreundeten Arzthelferin unterhalten (Zwar nicht Tierarzt aber ist in dem Fall ja doch recht ähnlich) und sie meinte, diese Lähmungserscheinungen klingen sehr stark nach einem Schlaganfall. Auch wenn es im Prinzip vielleicht egal ist - mir persönlich ist es sehr sehr wichtig zu wissen, woran er gestorben ist. Es schmerzt mich sehr, zu lesen, dass diese Form der
Thrombose laut Artikel schmerzhaft für das Tier ist. Die Laute, die er von sich gegeben haben, taten mir im Herzen genauso weh. Aber ich bin dankbar, dass es verhältnismäßig schnell vorüber war. Es ist besser, als wenn die Krankheit schleichend schlimmer geworden wäre und ihm Schmerzen bereitet hätte.
Es war heute ein schlimmer Tag für mich, da ich auch noch mal in meine alte Wohnung fahren musste, um sauber zu machen. Dort musste ich B-chans Fellflusen wegmachen (ich hab sie in eine Tüte eingesammelt und einfach mitgenommen), seine Dreckstapser von den Fensterbänken wischen... es ist mir sehr sehr schwer gefallen. Aber ich hab es jetzt nach rund 40 Stunden immerhin geschafft ein Brot zu essen. Ich kralle mir jeden den ich finden kann für ein Stundenlanges Telefonat oder Treffen. Im Moment kann ich nicht verarbeiten, sondern nur verdrängen. Aber ich gebe mir Mühe.
Hilfe holen würde ich mir gerne, auch wegen meiner allgemeinen Situation, aber es ist schwer. Ich hatte bereits in der Vergangenheit Therapieerfahrungen (schlimmer Autounfall, danach panische Angst in irgendwas Fahrbares zu steigen), und weiß daher traurigerweise wie schwer es ist, wirklich ein Gespräch zu bekommen. Für jemanden, der eine 40 Stunden Woche hat, nahezu unmöglich. Aber ich bin froh und dankbar, dass hier einige Menschen sind, die mir zuhören. Vielen Dank!
PS:
@Advokati87: Ich weiß, es ist eine sehr unverschämte Frage, daher, wenn ich dir zu nahe trete, habe ich vollstes Verständnis dafür, wenn du nicht antwortest. Aber du hast geschrieben, bei deiner Lucy war es ähnlich. Hatte sie auch solche Symptome wie mein B-chan? Ich weiß nicht genau woran man einen Schlaganfall erkennt, aber ich denke das könnte es wirklich gewesen sein.