Beißen, maunzen, Tapeten zerkratzen...

Diskutiere Beißen, maunzen, Tapeten zerkratzen... im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich habe nirgends gesagt, dass sie ihn im Karton hätte lassen sollen. Sondern, dass man vielleicht wenn man kein Geld hat und die Verwaltung keine...
  • Beißen, maunzen, Tapeten zerkratzen... Beitrag #21
Ich habe nirgends gesagt, dass sie ihn im Karton hätte lassen sollen. Sondern, dass man vielleicht wenn man kein Geld hat und die Verwaltung keine Katzen erlaubt (was locker ein Kündigungsgrund ist) einen anderen Platz für das Tier suchen sollte.

Und ich habe auch nirgends gesagt, dass es nicht auch durchaus Einzelgänger gibt. Man kann die Katzen nicht fragen... aber man erkennt es schon relativ klar, denn was ihr Kater jetzt macht, ist nichts anderes als die Folge von kompletter Langweile und Unterforderung. Und das kann kein Mensch ausgleichen, erst recht nicht mit Bestrafung.
 
  • Beißen, maunzen, Tapeten zerkratzen... Beitrag #22
Meine Meinung ist, dass du sie besser hättest ins Tierheim geben sollen. Dort hätte sie die Chance gehabt zu zweit vermittelt zu werden. Wenn man kein Geld für 2 Katzen hat, sollte man gar keine haben. Du fühlst dich dadurch sicherlich persönlich angegriffen, aber leider verstehen viele nicht wie verzweifelt die Katzen alleine sind und können sich nicht in das Tier hineinversetzen. Ich glaube, dass du deine Katze sehr liebst, das will ich dir nicht absprechen, immerhin suchst du ja Hilfe.

Du kannst nicht wie eine Katze raufen, kannst sie nicht ablecken und so kuscheln wie eine Katze, hast nicht ihren Tages/Nachtrhytmus und überhaupt kannst du dich nicht mit ihr unterhalten. Stell dir mal vor, ein Leben lang stumm zu sein, da dich keiner versteht und du mit niemandem reden kannst. Du würdest vereinsamen und Depressionen bekommen. Das bekommt deine Katze auch. Wenn du arbeiten bist, ist sie zumal auch ganz allein. Stell dir das doch mal umgekehrt vor. Wenn das dein Leben wäre...


Lass die Katze nicht leiden weil du es übers Knie brechen willst.
 
  • Beißen, maunzen, Tapeten zerkratzen... Beitrag #23
Ich hatte genau das gleiche Problem wie du. Allerdings ist mein Kater Freigänger und ich habe gedacht das er die sechs Wochen auch alleine aushalten würde.
Er hat aber schon nach ein paar Wochen angefangen, durchgehend zu maunzen, hat auf den Sofa gepinkelt und mich angegriffen. Manchmal ist er vorbeigelaufen wenn ich auf dem Sofa sass und hat mich einfach so gebissen.
Ich hab dann ziemlich schnell hier um Hilfe gefragt und habe genau die selben Tipps bekommen wie du.
Ich hab ihm einen Kumpel geholt und es hat von einem Tag auf den anderen aufgehört.
Wenn du zwei Kater miteinander spielen siehst, wirst du auch merken das du ihm das Beissen gar nicht abgewöhnen kannst weil Kater eben genau so miteinander spielen.
Die jagen einander, packen sich, beissen einander auch mal in den Nacken und da geht es oft nicht gerade sanft zu und her.
Dein Kater hat keinen Kumpel mit dem er das tun kann, also macht er es bei dir. Willst du ihn wirklich dafür bestrafen oder ihm abgewöhnen einen richtigen Kater zu sein? :-(
Wenn du ihm den richtigen Kumpel holst, ähnliches Alter, ähnlicher Charakter wirst du die Probleme ziemlich sicher nicht mehr haben.
Dein Kater wäre glücklicher, hätte einen Kumpel zum Spielen, kuscheln und putzen, dich würde er nicht mehr beissen und ausserdem hätte auch noch ein zweiter Kater ein gutes zuhause gefunden.
Ich bin mir sicher das dein Kater sich für das Tierheim entscheiden würde, wenn er könnte, Sorry. Für so einen Jungen Kater ist es bloss Quälerei alleine zu leben und damit tust du ihm wirklich keinen Gefallen.

Ich hab hier noch ein paar Fotos von meinen vier. So siehts hier ziemlich oft aus aber eben so oft wird gespielt und ich kann dir auch versprechen das dass manchmal echt lustig ist zuzusehen und du es ganz bestimmt nicht bereuen würdest.

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  • Beißen, maunzen, Tapeten zerkratzen... Beitrag #24
Ich möchte an dieser stelle nochmal darauf hinweisen das die härte des spielens untereinander lediglich von der erziehung der Katzen abhängt.

Katze die von der Mutter erzogen wird (0-12 Woche):

Die Mutter greift beim raufen der kleinen ein wenn es zu dolle wird. Dabei lernen die kleinen miteinander so zu spielen das eine Katze, genau hier liegt der springende punkt, nicht verletzt wird. Katzen haben eine dickere Haut als Menschen und zudem haben sie noch ein dämpfendes Fell. Daher lernt die Katze NICHT das ein Mensch keine Katze ist.

Katze die vom Menschen MIT erzogen wird:

Ich habe meinen Indy mit 8 Wochen bekommen, mit blutigen striemen und Blutergüssen. Verursacht von seiner Mama, da er ihr zu penetrant war hat sie ihn verprügelt. (Ja ich habe das live mitbekommen im Tierheim)
Also war er von der 8en Woche an bei mir. Er ist Stubenrein und ein relativ sparsamer kuschler. Lediglich wenn er fleezt lässt er sich knuddeln oder morgens 2 minuten bevor mein Wecker klingelt liegt er auf mir und kuchelt 15 minuten. ABER!
Da er so früh bei mir war, war ich sein einziger Raufpartner. Meine Hände sahen in der ersten Woche aus wie ein Schlachtfeld, voller Schützengräben. Jedesmal wenn er zu dolle war habe ich laut Aua gesagt die Hand langsam weggenommen und ihn ignoriert.
Das Resultat? Ganz einfach. Mein Indy weiss wie fest er zupacken darf und verletzt mich nicht mehr beim Spielen mit der Hand. Bei seinem Bruder der wegen Komplikationen erst 6 Wochen später eintraf und von seiner mama erzogen wurde ist das ganz anders.

Das der Mensch keinen Katerkumpel ersetzen kann versteht sich wie von selbst.
Ich bin ebenfalls der auffassung das er ein Kumpel braucht. Aber diese Tierheim philosophien hier kann ich nich verstehen. Manche katzen landen im tierheim und verbringen 2 jahre da. Es HÄTTE ihm dort besser gehen können aber es hätte ihm dort auch deutlich schlimmeres widerfahren können.

Also wollen wir uns doch bitte darauf konzentrieren ihr problem zu lösen anstatt ihr zu sagen was hätte besser sein können was wir jetzt eh nicht mehr ändern können.
 
  • Beißen, maunzen, Tapeten zerkratzen... Beitrag #25
Also wollen wir uns doch bitte darauf konzentrieren ihr problem zu lösen anstatt ihr zu sagen was hätte besser sein können was wir jetzt eh nicht mehr ändern können.

Es gibt aber keine andere Lösung als einen kätzischen Raufkumpel, wenn sie das Kerlchen behalten möchte. Und das wurde nun mehrfach gesagt.
 
  • Beißen, maunzen, Tapeten zerkratzen... Beitrag #26
Für mich hört es sich auch eindeutig danach an, dass die Probleme hausgemacht sind durch die Einzelhaltung. Abgesehen davon ist er längst alt genug für die Kastration, aber auch die wird die Probleme nicht beheben, vielleicht wird es etwas besser mehr aber auch nicht und vorallem ist er mitten im Flegelalter und dass bleibt er auch wenn er kastriert ist.

Wegen der Verdauungsprobleme die erwähnt wurden, würde ich gerne mal wissen wie er gefüttert wird, Nass- oder Trockenfutter und welche Marken?
 
  • Beißen, maunzen, Tapeten zerkratzen... Beitrag #27
Aber diese Tierheim philosophien hier kann ich nich verstehen. Manche katzen landen im tierheim und verbringen 2 jahre da. Es HÄTTE ihm dort besser gehen können aber es hätte ihm dort auch deutlich schlimmeres widerfahren können.

Gibts noch was schlimmeres als ein Kitten in Einzelhaltung?

Ich selbst hatte ja auch mal diesen Fehler gemacht, als ich wie die Jungfrau zum Kind zu meinem ersten Kater kam. Den hatte mein Hund beim Spaziergang aufgestöbert und ich habe ihn mit nach Hause geschleppt. Ich hatte NULL Ahnung von Katzen und war damals der Meinung (wie übrigens mein damaliger Tierarzt auch), dass Katzen Einzelgänger seien.

So habe ich das Katerle 3 Jahre lang alleine gehalten und könnte mich heute noch ohrfeigen dafür. Er hat Tapeten zerkratzt, an Möbeln geknabbert, nachts unsere Zehen gejagt, ist mir aufgelauert, um mich in die Waden und Füße zu beissen, beim Schmusen "verhakte" er sich in meine Hand und biss hinein und so weiter..

Erst als nach und nach kätzische Gesellschaft einzog, entwickelte er sich zu einem "normalen" und überaus schmusigen Kater. Das Tapetenkratzen hörte schlagartig auf und auch die Attacken gegen mich.

Dass ihm einfach kätzische Gesellschaft zum Spielen und Toben fehlte, ist mir leider erst nach 3 Jahren klargeworden..

Wegen der Verdauungsprobleme die erwähnt wurden, würde ich gerne mal wissen wie er gefüttert wird, Nass- oder Trockenfutter und welche Marken?

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