Erste Trächtigkeitszeichen?

Diskutiere Erste Trächtigkeitszeichen? im Trächtige Katzen Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Ich habe eine 3 1/2 Jahre alte Bengalkatze die nun zum vierten Mal Nachwuchs bekommen soll. Sie wurde rollig und war vom 25. Januar bis 1...
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #1
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bangen

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Ich habe eine 3 1/2 Jahre alte Bengalkatze die nun zum vierten Mal Nachwuchs bekommen soll. Sie wurde rollig und war vom 25. Januar bis 1. Februar bei ihrem Kater von dem auch ihre bisherigen Kinder sind.

Was sind die ersten Trächtigkeitszeichen?
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #2
Was waren denn bei den letzten drei Malen die Anzeichen?

Soweit ich weiß, differiert das von Katze zu Katze, manchen merkt man es erst gar nicht an, anderen schon sehr früh.

Wobei ich etwas irritiert bin, da du doch erst seit einem Jahr züchtest, wie kann dann deine Katze schon drei Würfe gehabt haben?

Zumal sie ja auch erst 3,5 Jahre alt ist - hast du dich da irgendwo verschrieben?!
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #3
Sorry, aber wie kann die Katze bereits zum 4.Mal Nachwuchs bekommen, wenn sie erst 3 1/2 Jahre ist.

Für gewöhnlich sollte man Kätzinnen erst mit einem Jahr das erste Mal decken lassen und mehr als ein Wurf pro Jahr sollte es nicht sein.

Vorallem wenn sie schon 3 mal trächtig gewesen ist, dann habt ihr doch schon Erfahrung oder nicht?

Wenn es euer erster Wurf ist und sie von einem Züchter stammt, sie die bisherigen Würfe dort hatte, dann kann euch doch der Züchter sicher beratend zur Seite stehen, er kennt die Katze am besten und wenn es der gleiche Deckkater ist, der sie auch schon davor gedeckt hat, gehe mal davon aus, dass ihr ja mit dem Einverständnis des Züchters jetzt weiterzüchtet oder nicht?

Soweit ich weiß kann ein erfahrener Tierarzt ab dem 24.Trächtigkeitstag mit dem Ultraschall feststellen, ob die Kätzin tragend ist oder nicht.

Hat die Katze einen Stammbaum? Wie alt war sie bei der ersten Trächtigkeit und wann war ihr letzter Wurf? Wie groß waren ihre bisherigen Würfe?
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #4
[...] Wenn es euer erster Wurf ist und sie von einem Züchter stammt, sie die bisherigen Würfe dort hatte, dann [...]
...ist das ein äußerst fragwürdiges Vorgehen und alles andere als seriös - zumindest in den Augen vieler verantwortungsvoller Züchter - potente Wanderpokale sind extrem verpönt, in meinen Augen völlig zurecht!
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #5
...ist das ein äußerst fragwürdiges Vorgehen und alles andere als seriös - zumindest in den Augen vieler verantwortungsvoller Züchter - potente Wanderpokale sind extrem verpönt, in meinen Augen völlig zurecht!

Da stimme ich dir vollkommen zu, ein verantwortungsvoller Züchter gibt seine ehemaligen Zuchttiere nur kastriert ab und wenn er wirklich ein Zuchttier zur Gründung einer neuen Zucht abgibt, dann steht er danach auch noch mit Rat und Tat zur Seite, weil er ja will, dass es den Tieren gut geht.

Aber wenn sie mit 3 1/2 schon zum 4.Mal gedeckt wurde, kann es leider nicht wirklich seriös und verantwortungsvoll sein.
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #6
Ich stimme Simpat und saurier zu. Warum muss eine 3,5 Jahre alt Katze schon zum vierten Mal Nachwuchs bekommen? Und warum immer vom gleichen Kater? Wie kann man so eine Weiterentwicklung der Linien verwirklichen oder ein Zuchtziel verfolgen? Wurde sie vom bisherigen "Züchter" potent weiterverkauft?
Das hört sich alles leider eher nach Gewinnmaximierung an als nach liebevoller und seriöser Zucht.
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #7
Ich gehe davon aus, dass die vorangegangenen Würfe nicht von dir begleitet worden sind, weil sonst verstehe ich nicht warum du fragst. Hier wird es schwer sein, die für dich notwendigen Informationen zu bekommen.

Gehörst du einem Verein an, oder züchtet du einfach nur so...

Wenn die arme Maus in ihrem kurzen Leben schon drei Würfe hinter sich hat, wie jung war sie denn beim ersten Deckakt, oder musste sie sogar gleich zweimal hintereinander werfen?

lg
Verena
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #8
Falls die Angaben mit dem Alter und der Anzahl der Würfe stimmt,
dann Bange ich, das die arme Maus nicht schon wieder als Gebärmaschine herhalten muss
und sie nicht wieder tragend ist.
Wenn man nach dem dritten Wurf immer noch keine .Anzeichen einer Trächtigkeit erkennt, sollte man überhaupt nicht einen Gedanken an eine Zucht verwenden,
wobei, schon drei Würfe mit 3 einhalb Jahren, und der Vierte evtl. schon in Arbeit, da kann man dann leider nicht mehr von Zucht sprechen.
Bitte geh dringend zu einem Tierarzt und lass die arme Maus schleunigst kastrieren und lass sie dann bitte das sein, als was sie geboren wurde, auf jeden Fall nicht als Gebärmaschine.
Bei so viel Würfen in dieser Kurzen Zeit und dem noch sehr jungen Alter der katze , kann sie sich doch gar nicht erholen. Eine Geburt und Kitten- Aufzucht bedeuten für das Muttertier absolute Schwerstarbeit und nicht umsonst gibt es bei den Vereinen Richtlinien, wo ein Muttertier maximal einen Wurf im Jahr haben sollte.
Stell dir mal vor, du hast dirket hintereinander Vier Geburten, und das mit meistens nur einem Kind?
Wie ausgelaugt würdest du dich fühlen?
Bitte, gehe zum Tierarzt und lass sie schnellstens kastrieren, denke an deine Katze !!
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #9
Wie ich an anderer Stelle lesen konnte, ist es genau so, wie befürchtet: Die Katze ist ein Wanderpokal, wurde potent übernommen und hat nun den zweiten Wurf bei der TE :-:)-:)-(.

Ich verstehe nicht, wieso man, wenn man Katzen züchten möchte, das Ganze nicht verantwortungsvoll, seriös und GUT vorbereitet machen kann :evil: (oder es lässt) - was ist so schwer daran?! Gibt es nicht schon genug Katzen aus verantwortungslosen Haushalten, muss man das immer weiter betreiben? Gibt es denn kein Verantwortungsbewusst sein mehr, sind einem die Tiere einfach nur EGAL?! :-(

Daher mein Tipp: Lass das Tier (und die weiteren potenten) so schnell wie möglich kastrieren und beschäftige dich erst mal ausführlich mit den Zuchtthemen.

Hier mal einen Anregung, was man VOR Beginn einer anständigen Zucht bedenken/lernen sollte:

Zum potentiellen Züchter:

* Zunächst sollte man sich einmal überlegen, warum man züchten möchte -> sich ein Zuchtziel setzen (das sollte meiner Meinung etwas anderes sein, als gesunden Katzen der Rasse, die man züchten will, auf die Welt zu helfen, denn das sollte GRUNDLAGE, nicht Ziel sein).

* Am besten wäre es, wenn man sich einen "Mentor", also einen erfahrenen Züchter, zur Seite holt, der einen und die Katzen unterstützt und im Notfall einspringen/helfen kann.

* Man sollte sich einen seriösen Zuchtverein aussuchen, dessen Mitglieder einem ggf. auch mit Rat und Tat zur Seite stehen können (und das wollen).

* Man sollte mind. ein Genetikseminar besucht und/oder sich mit der einschlägigen Literatur befasst haben (wobei ich sagen muss, dass ich das beim Lesen viel schwerer "reinzubekommen" finde, als es auf einem Seminar zu lernen).

* Durch Gespräche und im Netz sollte man sich schlau machen und sich bei einem Verein anmelden, dessen Statuten einem zusagen.

* Man sollte einen Tierarzt haben, der einem kompetent zur Seite steht und das ist nicht bei jedem Tierarzt so (das soll keine Kritik sein, ich finde, kein Tierarzt kann alles wissen, daher einen suchen, der sich mit Katzenzucht auskennt!). Er muss um den Geburtstermin herum jederzeit abrufbar sein.

* Man sollte einen großen Batzen Kohle auf die hohe Kante legen, denn es kostet erst einmal eine Menge Geld, sich eine Zuchtkatze zuzulegen, die Kitten nach der Geburt (die evtl. durch einen kostenintensiven Kaiserschnitt geschah) gut zu versorgen (futtertechnisch und medizinisch) und wenn sie einem wegsterben, was leider immer einmal passieren kann, bekommt man auch "nichts mehr rein". (Ich weiß, das klingt brutal, aber auch das muss man sich klar machen!).

* Man sollte sich mit der Geburt von Katzen auskennen (abnabeln, absaugen, ggf. Notfallgriffe kennen, ...) und alle Gerätschaften, die man dazu braucht, im Hause haben, ebenso eine Waage, um die Kleinen dann regelmäßig (ein- bis zweimal am Tag) zu wiegen.

* Auch mit dem Zufüttern sollte man sich auskennen und auch hier die entsprechenden Utensilien bereit halten.

* Gut wäre es, wenn es der Beruf zulässt, dass man um den Zeitpunkt der Geburt Urlaub nehmen kann, denn wenn man zufüttern musst, dann alle zwei Stunden rund um die Uhr!

* Weiterhin sollte man sich schlau machen, was eine trächtige und dann säugende Katze an Mineralien etc. zusätzlich zum Futter braucht, was die Kitten brauchen und fressen sollten.

* Auch sollte die Wohnung und Einrichtung kittengerecht sein.

* Es sollte einem nichts ausmachen, wenn der potente Kater oder die rollige Katze in die Wohnung pinkeln.

* Man muss damit leben können, die Tiere herzugeben und ggf. auch gehen zu lassen, für mich mit einer der schwersten Punkte.

* Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Vorbereitungszeit mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann!



Dann zu den Katzen:

* Vor dem Kauf der ersten Zuchtkatzen sollte das Wissen, welches oben erwähnt wurde, schon großteilmäßig vorhanden sein, denn nur dann kann man sich anständige Zuchttiere aussuchen.

* Dann sollte man selbstverständlich eine Zuchterlaubnis von Züchter der Katzen, mit denen man züchten will, haben. Zuvor sollte man noch nachforschen (oder sich bei erfahrenen Leuten erkundigen), was in den Linien der Tiere steckt, damit einen keine (bereits bekannten) bösen Überraschungen einholen.

* Das/die Tier/e sollte/n mind. einmal von einem unabhängigen Richter auf Erfüllung des Standards geprüft werden (hängt aber vom Verein ab, manche verlangen mehrere Bewertungen, das musst man in den Statuten der Vereine nachlesen, für die man sich interessierst) oder sollten wirklich von guten Züchtern stammen, die wissen, was sie tun und ihre Kitten auch entsprechend einschätzen können. Von Käufen bei anderen Jungzüchtern würde ich zu Beginn eher abraten.

* Die Tiere sollten alle gängigen medizinischen Tests durchlaufen und kerngesund sein.

* Da es bei unterschiedlichen Rassen so etwas wie Blutgruppenunverträglichkeiten gibt, musst man auch wissen, welche die eigenen haben.

* Kitten sollten nur grundimunisiert und nicht vor der 12. Woche (besser erst mit 14-16 Wochen) das Haus verlassen (möglichst zu zweit oder zu einer weiteren Katze hinzu).

[...]

Und auch für "nur mal einen Wurf" muss man sich genauso vorbereiten, als wenn man mehrere Würfe machen möchte. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt in meinen Augen. [...]

Zu hoffen bliebe, dass dies ein trolliger Thread ist, da er in mind. drei Foren fast zeitgleich eröffnet wurde, für die Katze wäre das zumindest ein Glücksfall...
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #10
Warum soll ein Züchter keine Zuchtkatze die bei ihm schon geworfen hat nicht als Zuchtkatze weiterverkaufen dürfen? In meinem Fall hatte der Züchter eine andere Zuchtkatze gekauft und er wollte nicht mehr als 3 Zuchtkatzen haben.
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #11
Weil sie schon zu oft für ihr zartes Alter geworfen hat, als jeder verantwortungsvoller Züchter zulassen würde. Damit stünde dann "verkaufen damit sie noch öfter werfen muss" außer Frage.
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #12
Warum soll ein Züchter keine Zuchtkatze die bei ihm schon geworfen hat nicht als Zuchtkatze weiterverkaufen dürfen? In meinem Fall hatte der Züchter eine andere Zuchtkatze gekauft und er wollte nicht mehr als 3 Zuchtkatzen haben.

Na ja, weil verantwortungsvoller Umgang eben anders geht.

Wie bereits geschrieben, zu jung für den vierten Wurf.

In den Händen von jemandem, der (noch) nicht viel Ahnung hat??
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #13
Du bedenkst aber schon, dass nicht nur du dich auch in anderen Foren anmelden und mitlesen können, oder?
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #14
Warum soll ein Züchter keine Zuchtkatze die bei ihm schon geworfen hat nicht als Zuchtkatze weiterverkaufen dürfen? [...]
Allein die Frage zeigt, dass ihr euch leider noch NIE mit verantwortungsvoller Zucht auseinandergesetzt habt. KEIN seriöser Züchter gibt eine Katze mit zwei oder drei Würfen POTENT weiter, damit sie an anderer Stelle weiter wirft und kein seriöser Züchter übernimmt eine solche Katze...

[...] In meinem Fall hatte der Züchter eine andere Zuchtkatze gekauft und er wollte nicht mehr als 3 Zuchtkatzen haben.
Dann kastriert man die Katze, sucht ihr ein gutes Zuhause als Liebchen und verschachert sie nicht an den nächstbesten, der Kater auf Katze setzen möchte.
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #16
Im blauen Forum wurde der gleiche Herr jetzt dem VetAmt gemeldet.
Dort hatte er die gleiche Frage gepostet...
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #17
Gut zu wissen danke!
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #18
Aber die Hintergründe sind haarsträubend.
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #19
Wenn ich schon so einen Kommentar lese ...:-(
[...] Ist auch eine Frage der Kosten. [...] Es muss aber auch erlaubt sein im niedrigeren Bereich zu züchten. [...]


Lieber TE, mal als Tipp:

Ein paar Gedanken zum Thema "RASSEkatzen" und deren Zucht
(hauptsächlich bezogen auf Orientalen)

Man mag meine meine -zugegeben- sehr krasse und "elitäre" Meinung zum Thema 'RASSEkatzenzucht' kritisieren, aber ich sehe das so: Um sich tatsächlich ernsthaft mit der gezielten Zucht eines anderen Lebewesens (und damit meine ich nicht die wahllose Vermehrung, weil "Kater und Katzen zusammen ja soooo schön aussehen") zu befassen, braucht man eine hohe menschliche (soziale und intellektuelle) Intelligenz, Verantwortungsgefühl und Geld.

Wer diese drei Komponenten nicht aufweisen kann, wird zu irgendeinem Zeitpunkt seiner "Zucht" an Grenzen stoßen, durch die das Tier Schaden nehmen wird.

Wer eine RASSEkatze (hier speziell Siam und OKH) haben will, sollte akzeptieren, dass zum Erhalt einer Rasse mehr nötig ist, als einen Kater/eine Katze, der/die so aussieht als könnte er/die mal einen siamesischen Vorfahren gehabt haben, aufeinander zusetzen und - wie schrieb es hier jemand mal so treffend? - "Look-a-like"s zu produzieren.

Und wer eine kauft, hat eine gewisse "Verantwortung" der Rasse gegenüber (dazu unten mehr).

Fundamentale und fundierte Kenntnisse in Genetik, Katzenaufzucht und -ernährung (und damit meine ich nicht Billigfutter-Kitten-Nahrung), medizinische Kenntnisse oder zumindest einen Tierarzt, der ständig (und damit meine ich auch nachts und in dessen Urlaub) ansprechbar ist, sowie das Geld, um auch einmal einen 10er Wurf komplett behandeln zu lassen, ohne sich damit in einen finanziellen Ruin zu stürzen, sind nur einige der grundlegenden Voraussetzungen für einen seriösen und ernsthaften Züchter. Wer das nicht annähernd gewährleisten oder bewerkstelligen kann, ist in der Rassekatzenzucht schlicht und ergreifend FEHL AM PLATZ!

Es geht hier nicht darum, auf einen Trabbi einen Mercedesstern zu pappen oder in ein in China produziertes Shirt ein gefälschtes Marken-Zeichen zu nähen: Es geht darum, das Original zu erhalten.

Ich kann einfach immer nur lachen, wenn darüber diskutiert wird, wie viel Papiere "kosten". Das Papier, auf dem der Stammbaum meiner Katzen steht, ist nicht viel Wert, für mich ist es ebenso unerheblich, was auf dem Stammbaum steht. Aber mir war es wichtig, dass die Katzen einen Stammbaum haben und zwar nicht, damit sie einen haben und ich gar damit angeben kann, sondern nur aufgrund der Tatsache, dass ich dann zu 99% sicher sein kann, dass sie seriös und damit gesund für Mutter UND Kitten gezogen worden sind - mit Sinn und Verstand. Wobei mal auch da genau hinsehen sollte, denn leider gibt es natürlich auch unter den Vereinszüchtern nicht nur seriöse.

Nur (und zwar ausschließlich!!) gute und seriöse Züchter tragen zum Erhalt einer Rasse bei, mag sein, dass auch andere schöne und gesunde Tiere vermehren (das will ich ja gar nicht ausschließen, auch ohne Papiere), aber diejenigen, die der Rasse wegen züchten, die Rasse, ihr Wesen, ihre Farben (z.B. Cinnamon) etc. voranbringen, DIE sollte man unterstützen und nicht solche, die eben nur mal so mit stammbaumlosen Katzen vermehren, weil "sie halt so schön aussehen" und weil man die Katzen danach gut an Liebhaber verkaufen kann (und selbst, wenn es nur der "Selbstkostenpreis" ist.
Trotzdem möchte ich gerne mal von einem Schwarzzüchter vorgerechnet bekommen, wie sie ihre Kitten für z.B. 250 Euro (oder weniger) vollgeimpft, gechipt evtl. frühkastriert und bestens ernährt nach 12 Wochen abegeben können - das müssen wahre Wohltäter der Nation sein, sie legen bei jeden Kitten mind. 100-150 Euro drauf und da darf das Kitten nicht einen Tag krank gewesen sein, erstaunlich!).

Das war das, was ich mit "Verantwortung" gemeint habe. Ich persönlich "brauche" wie gesagt auch keinen Stammbaum, meine Katzen sind alle kastriert, ich züchte nicht, obwohl ich viele lukrative Angebote hatte (gerade wegen der außergewöhnlichen Farben).

Ich liebe sie auch so und kämen sie aus der Mülltonne, aber ich habe mich genau in DIESE Rasse verguckt und wenn ich eine SOLCHE RASSEkatze haben will (und nur darum geht es - um RASSEtiere, die bestimmte Merkmale der Rasse aufweisen sollen), kann es nur den einen anständigen Weg geben:

Ich unterstütze einen Züchter, der in einem Verein ist und sich dessen STRENGEN Zuchtregeln unterwirft (z.B. Kitten nicht, egal, was passiert (!), vor der 12. Lebenswoche abzugeben, Kitten nicht ungeimpft abzugeben, nur genehmigte Verpaarungen innerhalb der Rasse einzugehen undundund), der sich kontrollieren lässt (u.a. vom Gesundheitsamt), dessen Kitten in einem großen Familienverband aufwachsen und voll sozialisiert sind, der seine Kitten rund um die Uhr, auch wenn die Mutterkatze krank ist oder nicht genug Milch hat, versorgt (meine Züchterin hat bei einigen Würfen zufüttern müssen, alle zwei Stunden, Tag und Nacht, tagelang!!)

UND

- und jetzt kommt das Entscheidende, denn theoretisch könnte das ein "stammbaumloser" Vermehrer auch, wenn er es anständig macht -

DER DIE RASSE MIT SEINER ZÜCHTERISCHEN TÄTIGKEIT VORAN BRINGT:

Der nämlich in der Lage ist, seine RASSEtiere anderen Züchtern für deren Zuchtprogramme zur Verfügung zu stellen. Kein stammbaumloser Vermehrer kann das, da seine Tiere aus gutem Grund zur Zucht nicht zugelassen sind. Das heißt, gäbe es nur noch Leute, die bei Vermehrern kauften, gäbe es bald, so in 20-30 Jahren, keine Tiere der Rasse Siam/Orientalen mehr.

Alle Tiere würden anders aussehen, weil sie ja jeder, wie er gerade Lust hat, mit anderen Tieren verpaart hat. Nicht böse sein, aber z.B. eine Verpaarung Thaimix und Balinese oder Maine Coon, wie bei einigen Schwarzzüchtern Gang und Gäbe würde dazu führen, dass aus den Kitten der nächsten und übernächsten Generation wahrscheinlich Katzen werden, die irgendwann alle wie Hauskatzen aussehen, das Maskengen fiele vielleicht irgendwann mal weg, die Halblanghaarigkeit würde vielleicht noch etwas länger mitgeschleppt werden, aber im Grund haben wir in 5-10 Generationen nichts mehr, was noch der Siamkatze/Thaikatze, meinetwegen auch Maine Coon oder Perser entspräche, nur noch ein wildes Kuddelmuddel und buntgescheckte Einheitskatzen mit mal mehr oder weniger langen Ohren, Fell, Schnauzen und Schwänzen. Es mag Menschen geben, die das nicht schlimm finden, ich schon, denn ich liebe die Vielfalt der Rassen - nicht nur bei Katzen!

Daher ist es so wichtig, wenn man sich tatsächlich eine RASSEkatze, WEIL man sie vom Aussehen und Charakter so toll findet, anschaffen will, auch dafür Sorge zu tragen, dass diese Möglichkeit auch anderen Menschen zu teil werden kann (und nicht "nach mir die Sintflut" ) und das geht nur, wenn man anständige Zuchtprogramme bei seriösen Zuchten unterstützt - und ja, so etwas und die Katzen kostet/kosten ein bisschen mehr, als sie "Fritz" um die Ecke anbieten kann, aber warum das so ist, kann jeder, der das will, an verschiedensten Stellen im Internet nachlesen und auch auf Nachfrage bei jedem seriösen Züchter erfragen.

Ich hoffe, es ist klar geworden, dass "einen Stammbaum haben" nichts Schlechtes oder gar Arrogantes ist, sondern, dass darin ein Schatz für den Erhalt einer Rasse liegt und dass jeder, der diese (oder eine) Rasse liebt, mit daran arbeiten sollte, dass diese Rasse erhalten bleibt und sich auch noch Generationen nach uns daran erfreuen können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der, dass sich seriöse Züchter auch mit dem Wesen ihrer Katzen auskennen und sich darum sorgen, wie es nach ihrem Aufenthalt im Züchterhaushalt weitergeht. Aspiranten werden -in der Regel (leider gibt es überall Ausnahmen)- auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie ein Kitten erhalten und das durchaus auch mit zeitlichem und finanziellem Aufwand (Besuche etc.). Man sorgt in der Regel auch dafür, dass kein Kitten in "Einzelhaft" gerät.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Orientalen äußerst soziale Tiere sind und nicht als Einzeltiere gehalten werden sollten, man wird diese Hinweise in sämtlicher Fachliteratur - die man sich als Liebhaber, der sich ein Tier diese Rasse anschafft hoffentlich VOR Anschaffung des Tieres gelesen hat - finden.

Auch das überprüft ein guter und gewissenhafter Züchter normalerweise vorher, ob nämlich der neue Besitzer wirklich über das Wissen verfügt, die Katzen angemessen zu versorgen und aufzuziehen, leider habe ich von sehr vielen Vermehrern gehört, die Kitten (neben der absolut indiskutablen Sachen, sie mitten in der wichtigen Sozialisationsphase (vor der 12. Woche) (klar, nämlich dann, wenn sie anfangen futtermäßig echt Geld zu kosten) abzugeben), die Kitten wahllos Menschen anvertrauen, die kaum Sachverstand und Ahnung und noch weniger eine zweite Katze haben. Auch sorgen verantwortungsvolle Züchter dafür, dass Katzen aus ihrer Zucht, sollten sie tatsächlich im ursprünglichen Haushalt nicht mehr bleiben können, anderweitig unterkommen und eher selten im Tierheim landen. "Rasse"tiere, die man dort findet, sind meist die oben erwähnten "Look-a-like"s, ohne Stammbaum vermehrt und aus-den-Augen-aus-dem-Sinn (aus Sicht des Schwarzzüchters).

Ich könnte ewig so weiter schreiben, aber wer sich bis hierher durchgekämpft hat, der hat sowieso von Natur aus ein gewisses Interesse und dürfte nur zu einem geringen Prozentsatz zu denen gehören, um die es mir hier geht.

Und natürlich ist nicht jeder Vereinszüchter ein wirklich guter und seriöser Züchter (Gründe werden ganz oben genannt, denn nur die Vereinszugehörigkeit macht den Braten auch nicht fett) und nicht jeder, der Katzen ohne Stammbaum vermehrt, ist ein "Geldmacher ohne Verstand".

Man muss im Einzelfall abwägen, wobei für mich, nachdem ich mich VOR der Anschaffung meiner Rassekatzen lange mit dem Thema beschäftig habe, nur ein seriöser Vereinszüchter und die entsprechende auch finanzielle Unterstützung der Rassezucht in Frage kam.

Wer bewusst andere Wege gehen will, muss eben auch mit massiver Kritik derer rechnen, die den seriösen Vereinsweg für richtiger halten!

Danke fürs Zuhören!
 
  • Erste Trächtigkeitszeichen? Beitrag #20
vielleicht regt es den Te ja zum Nachdenken an, dass er in drei verschiedenen Foren, unabhängig, die gleichen Antworten bekommen hat???

Danke für die Links
 
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