Ich habe gefühlt alles, was es gibt, ausprobiert. In die engere Wahl kommen:
- „cat-hairy“, heißt heute „groomy“: Silikon
- ein Kamm mit rotierenden Zähnen (den EHASO Entwirrungskamm finde ich gut)
- ActiVet-Bürste grün (wurde früher über Les Poochs vertrieben): teuer, aber genial und nicht vergleichbar mit ähnlich aussehenden Varianten.
Den „stumpfen“ Coat-King habe ich auch; genial bei massiver Unterwolle, wenn die Katze es zulässt (machen meine nicht)...
Mit Lucky (BLH mit wirklich massiver Unterwolle) gehe ich regelmäßig zum „Friseur“. Dort wird er in erster Linie gekämmt, aber richtig. Was dabei an Unterwolle rauskommt...
Mit einem ganz normalen Katzenkamm. An Bauch, Beinen und Po wird er regelmäßig geschoren, aber „schön“ geschoren und mit der Schere „beigeschnitten“ – also nicht ratzfatz alles ab.
Ich selbst bin mit Lucky überfordert. Er hasst jedwede Berührung mit Kämmen, Bürsten etc. – auch jedwede sanfte Berührung mit diesen Instrumenten... Und mir fehlt einfach die Konsequenz in der Durchführung. Bei der Friseurin kommt er auf den Arbeitstisch (wie beim Tierarzt), ich halte ihn (mit Handschuhen) – und los geht es. 20 Minuten durchaus stressfrei. Dauert es länger, wird er sehr, sehr ungemütlich. Durch die Regelmäßigkeit gibt es aber nur selten Verfilzungen oder Knoten, also tut es auch nicht weh. Das alles hat sich gut eingespielt. Früher bin ich ihm immer hinterher geeilt, um hier und da einen Bürstenstrich zu machen. Der Bauch und die Achseln – und da ist die Verfilzungsneigung besonders intensiv – waren tabu. TABU! – und danach kommt: hauen, kratzen, beißen. Jetzt hat er wunderbares Fell – und wir machen eben alle zwei Monate einen „Ausflug“.
Mit Quincelchen (BLH mit nur manchmal wirklich massiver Unterwolle) gehe ich auch regelmäßig, aber nur 4 X im Jahr. Mit viel Geduld kann ich bei ihm auch selbst tätig werden. Entwirrungskamm und ActiVet-Bürste funktionieren ganz gut. Die Teilschur (Bauch, Beine, Po) überlasse ich aber lieber dem Profi. Bei Quincy muss es beim Friseur schnell gehen. Er wird nie aggressiv, aber die Sache ist ihm unheimlich. Muss aber sein, denn auf diese Weise können wir sehr hautnahe Verfilzungen, zu denen er neigt, vermeiden.
Zwischendurch habe ich mich immer mal wieder gefragt, ob ich eine Fellpflegeversagerin bin, weil ich es selbst nicht hinkriege. Aber letztendlich haben wir den Stress minimiert (ich „suche“ beim Kraulen nicht ständig – bzw. jetzt nie mehr – nach Knötchen etc.) – und dem Fell und der Haut tut das alles auch ganz klar gut. Findet meine Tierärztin auch. :mrgreen:
Bei Langhaarkatzen ohne so massive Unterwolle ist sicherlich manches einfacher... Den Furminator mag hier übrigens niemand...