Also .... gut finde ich ja, dass dein
Tierarzt zugibt, dass er maximal in der Theorie Ahnung von "normalen" Geburten hat. Die meisten TAs wissen, wie ein Kaiserschnitt funktioniert, haben darüber hinaus aber nur relativ wenig Ahnung von Reproduktionsmedizin.
Ultraschall vor der Geburt ist ziemlich unsinnig - da das immer relativ unsicher ist. Ein Röntgenbild ist da genauer, aber im Grunde auch überflüssig, wenn der
Tierarzt bereit ist zu kommen und zu tasten, ob noch was drin ist.
Seltsam finde ich, dass er den Geburtstermin so konkret festlegen kann. Das kann man weder am Bauchumfang noch durch Tasten feststellen ... darauf würde ich mich keinesfalls verlassen. Bei den "Wurfkisten" stört mich der Plural :mrgreen: ... ich empfehle ja immer EINE Kiste, in einem Raum, in dem sonst nichts anderes gibt, was attraktiv sein könnte (also z.B. Schlafzimmer, ohne weiteren Kratzbaum, Höhlen usw.). Geht es tagsüber los, schnappt man sich die Katze und schließt sich mir ihr in dem Raum ein ... früher oder später nimmt sie die Kiste. Nachts gehört die Katze sowieso mit in das geschlossene Schlafzimmer, weil nur so hast du eine Chance mitzubekommen, wenn es losgeht.
Wichtig ist, dass sie hier auch die ersten Tage Ruhe hat und keinen anderen Katzenbesuch - das kann man nach ein paar Tagen unter Aufsicht machen und schauen, wie sie reagiert. Wenn sie nicht gestresst ist, ist es ok ... andernfalls: Tür zu!
Mir macht allerdings eine andere Sache Sorgen: der
Tierarzt hat dir ja eine Abtreibung angeboten, die du abgelehnt hast - ok ... aber wenn ich mir durchlese, was die Katze alles "mitgemacht" hat, seit sie bei dir ist (Entwurmung, Flohmittel usw.) ... dann ist das sehr bedenklich. Denn das ist alles Zeug, was defintiv nicht in eine trächtige Katze gehört und zu Missbildungen führen kann.
Auch kommt es bei Perserkatzen häufiger zu Geburtsproblemen (wegen der Schädelform).
Genaue Anzeichen kann man nur schwer definieren, da jede Geburt anders ist. Ich selbst habe schon 19 Geburten hinter mir und lasse ich mich immer noch von den Katzen "vernatzen" (ICH denke, es geht jeden Moment los .... und dann dauert es doch noch mal ein, zwei Tage :mrgreen
Wichtig ist, dass du alle notwendigen Utensilien bereit hast. Wenn es erst mal wirklich los geht, ist keine Zeit mehr, etwas zu suchen oder zu holen. Bei mir neben der Wurfkiste liegt immer:
- ein Müllbeutel
- eine Digitalwaage, die gramm-genau wiegt
- Stift und Papier (alle Vorkommnisse - wan platzt die Fruchtblase? - wann fangen die Wehen an? - wie lange dauern sie? - Geburtstermine usw. notieren)
- Desinfizierte Schere und Klemmeschere zum Abnabeln
- eine Rolle Küchenpapier (zum Babys trockenrubbeln, Einpacken der Plazenta, wenn die Katze sie nicht frisst)
Und dann gilt es einfach, die Nerven zu bewahren. Schwierig ist es, ohne Erfahrung zu erkennen, was noch normal ist - und wann der
Tierarzt dringend gebraucht wird.
Falls du noch konkrete Fragen hast, kannst du mich aber auch gerne mal anrufen (über mein Banner unten kommst du auf meine HP - da findest du meine Telefon-Nr. unter Kontakt).
Grüße,
Nic
Ach ja - und besorge dir auf jeden Fall Aufzuchtsmilch, Einwegspritzen und Sauger für den Notfall !!
Viele Züchter schwören auf
www.zimic.de - wenn man sie nicht braucht, nimmt die Mama sie auch gerne.