Guten Abend!
Nachdem ich gestern wieder mit Mina beim Tierarzt war - und wieder die Analdrüsen habe ausdrücken lassen - brauche ich mal ein wenig Hilfe:
*-99++++++++++*----------- <- der Patient schreibt mit
Die Katze:
Mina ist am 07.06.13 geboren, damit also gute 2 Jahre alt. Sie wiegt aktuell 4 kg.
Madam ist reine Wohnungskatze und wohnt hier mit ihrer Schwester.
Voerkrankungen liegen keine vor. Kommentar des
Tierarzt gestern: "schöne Katze in super Zustand".
Gefressen wird mittel- bis hochwertiges Nassfutter. Dazu zählen u.a. Animonda Carny, Bozita, Cachet, Feringa, Christopherus, CFF, MACs, Granata Pet, ...
Ein- bis zweimal die Woche gibt es Frischfleisch zur Zahnreinigung. An Leckerlies füttere ich entweder hochwertiges, getreidefreies
Trockenfutter oder aber Trockenfleisch wechselnder Marken.
Ihr Kot unterscheidet sich in Farbe, Form und Konsistenz nicht von dem ihrer Schwester. Bei beiden habe ich schöne, lange und feste Würste im KaKlo liegen. Der Kotabsatz erfolgt täglich: In Minas Fall morgens bzw. im Laufe des Vormittags.
Einzige Beobachtung: Sockes Kot riecht etwas mehr. Ich führe das darauf zurück, dass Socke auch keine Probleme mit den Analdrüsen hat? (
Tierarzt abgeklärt ist, dass Socke nichts fehlt. Parasiten, etc kann man da also ausschließen...)
Die Situation:
- Im September 2014 fing Mina eines Abends an Schlitten zu fahren. Auch leckte sie sich vermehrt das Hinterteil. Wir sind zum
Tierarzt, dieser drückte die Analdrüsen aus und unser Problem hatte sich erledigt.
- März 2015 dann dasselbe Spiel: Schlitten fahren, Hintern lecken, "Eau de Pups" und schlechte Laune. Ab zum Tierarzt. Wieder die Analdrüsen...
- Letzten Sonntag das Gleiche wieder. Gestern
Tierarzt. Daraufhin Analdrüsen ausgedrückt.
- Bei allen drei Besuchen war reichlich Sekret in den Drüsen enthalten. Es waren weder Blut noch Eiter dabei. Dafür kleine Bröckchen. Der
Tierarzt erklärte dazu, dass das Sekret wohl nicht flüssig genug sei, um richtig abzufließen. Die Drüsen waren also verstopft aber nicht entzündet.
-> Der
Tierarzt geht bei Mina von einer Veranlagung zu diesem Problem aus.
Weitere Behandlung:
- Von Seiten des
Tierarzt wurde zu einer weiteren Beobachtung der Katze geraten. Geplant ist also, dass ich zum
Tierarzt renne, sobald ich Unstimmigkeiten bemerke.
- Operative Möglichkeiten wurden ebenfalls angesprochen, sollte das Problem bleiben.
Das Fragezeichen in meinem Kopf:
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist folgendes der Fall:
- Die Drüsen verstopfen, weshalb sie manuell durch den
Tierarzt geleert werden müssen.
- Ist die Drüse leer, so wird die Neuproduktion von Sekret angeregt - das in beschleunigtem Tempo
- Je öfter ich also ausdrücken lasse, desto schneller sind die Drüsen wieder voll
-> Führe ich damit meine Katze durch die stetige Behandlung nicht selbst immer tiefer in einen Teufelskreis, aus dem schlecht herauszukommen ist? Oder wo ist der Denkfehler?
Mein Problem:
- Mina hat von Besuch zu Besuch beim
Tierarzt immer mehr Angst. Gestern hat sie sich das erste Mal selbst eingenässt.
- Ich befürchte, dass sich das weiter verschlimmern wird.
-> Bei Bedarf zum
Tierarzt zu rennen wäre wirklich nicht das Problem - weder finanziell, noch zeitlich noch sonst irgendwie. Nur habe ich Angst um meine Katze. Ich will sie nicht komplett verstören. Auch weiß ich nicht, ob ich das Problem immer sofort bemerke. Die Frage ist also: Leidet sie eventuell einige Tage BEVOR ich ihr helfen lassen kann?
Operative Möglichkeiten:
Nach meiner Recherche scheiden sowohl ein Veröden der Drüsen als auch eine Entfernung für mich eigentlich aus. Die Risiken (Inkortinenz durch Beschädigung des Schließmuskels) erscheinen mir unverhältnismäßig groß.
-> Oder übersehe ich da etwas?
Pflanzliche Möglichkeiten / Naturheilkunde:
Bei meinen Recherchen bin ich immer wieder auf Naturheilkunde und ähnliches gestoßen.
U.a. diesen Link:
http://www.naturheilkunde-bei-tieren.de/analdruesen.html (Danke auch nochmal an Fuzzy, die mich ebenfalls darauf aufmerksam gemacht hat!)
-> Hat jemand Erfahrung mit diesen Mitteln oder anderen pflanzlichen Wirkstoffen mit gleicher Wirkweise?
-> Um das Problem auch von einer anderen Seite anzugehen: Gibt es pflanzliche, sanfte Beruhigungsmittel, die ich vor einem Gang zum
Tierarzt geben kann?
-> Kann jemand einen Tierheilpraktiker im Großraum Mannheim / Heidelberg (gerne auch mobil...) empfehlen? (PN bitte...)
Was ich weiter vorhabe:
- Ich beobachte die Katze genau. Sobald Madam über einen längeren Zeitraum schlechte Laune hat oder beginnt zu müffeln/Schlitten zu fahren/sich oft den Hintern zu putzen werden ich zum Tierarzt fahren.
- Animonda und Bozita werden öfters im Zusammenhang mit Weichpups genannt. Beide Marken sind ab sofort vom Futterplan gestrichen.
- Ich werde die nächsten Tage den Kot beider Katzen besser angucken und vergleichen. Eventuell fällt mir doch noch was auf.
- Panik schieben.
-> Habe ich was übersehen?
-> Macht eventuell die Untersuchung des Kots Sinn, um Parasiten und ähnliches erneut auszuschließen?
->
Hat sich schonmal einer von euch vom Tierarzt zeigen lassen, wie man die Drüsen selbst ausdrücken kann? Ich habe davon öfter gelesen, würde es aber nur bei entsprechend positivem Feedback wirklich machen wollen.
Ich mache wahrscheinlich aus einer Mücke einen Elefanten. Nur habe ich leider das Gefühl, meinem Tier nicht wirklich helfen zu können. Es mangelt hier weder an guter Ernährung, noch an Beschäftigung, Gesellschaft oder irgendetwas...trotzdem kann ich nicht ausschließen, dass sie vielleicht tagelang leidet, bevor ich reagieren kann.
Keine schönen Gedanken...
EDIT: Ich seh grad den Tippi im Titel...Kann ich das noch irgendwie ändern??