Meine wurde zumindest ganz sicher kastriert, ich denke, die meiner Schwester auch. Bei meiner Katze war das so, daß sie erst mit 13 Jahren kastriert wurde. Damals wußten wir das noch nicht besser, und sie war eine reine Wohnungskatze, die wenige Male im Jahr rollig wurde, was aber problemlos ablief. Dann kam sie irgendwann in die Wechseljahre und wurde nicht mehr rollig, und nach einigen Jahren plötzlich wieder. Ursache war ein Eierstocktumor - ich weiß, den hätte sie nicht bekommen, wäre sie in der Jugend kastriert worden.
Jedenfalls, nach der Kastration war sie völlig verändert. Ich dachte vorher immer, das könnte ja noch irgendwie mit dem Tumor, der längeren Rolligkeit vor der OP oder sonstigen Problemen zusammenhängen, aber nachdem die kleine Katze meiner Schwester jetzt auch aggressiv wird, komme ich da schon ins Grübeln. Und die beiden waren bei verschiedenen Tierärzten, ich glaube da nicht an Fehler.
Jedenfalls hab ich in den Monaten nach der OP total das Vertrauen in meine Katze verloren. Das war wie bei Jekyll und Hyde! Ich hab mich wochenlang abends in meinem Schlafzimmer verbarrikadiert (hatte nur eine Schiebetür, die die Katze aufbekam), damit ich nicht nachts mit einem Riesenschreck aufwachte, weil die Katze mich mit großen Augen anstarrte und auf eine falsche Bewegung wartete

Irgendwie total traurig, vorher war sie ganz lieb. Danach mußte ich mich immer irgendwie in acht nehmen. Das ist erst nach einigen Monaten etwas besser geworden, aber meine Katze wurde dann auch blind.
Jedenfalls ist meine Schwester jetzt ziemlich traurig, daß ihre Katze ebenso aggressiv geworden ist. Und ich traue mich nicht, später meine neue Katze auch wieder kastrieren zu lassen.
In einem anderen Forum meinte eine, sie hätte aus diesem Grund ihren Katzen die Pille gegeben, statt sie kastrieren zu lassen, aber dafür sind die dann mit 10 Jahren an Gesäugekrebs gestorben. Das ist auch keine Lösung!
