Auch nur aus Neugier gefragt, wie ist das dann genau. Gibt der tierschutzverein einen bestimmten Tierarzt vor wo man hin muss? Weil bei uns zumindest die tierheime ja alle einen bestimmten Tierarzt haben, quasi immer denselben, wo ich auch innerhalb der ersten 14 Tage hin müsste, wenn ich da ein Tier hole und es krank ist. Gehe ich in dieser Zeit zu diesem Tierarzt übernimmt das Tierheim die Kosten.
Nächste Frage, als Pflegestelle, wie viel Entscheidungsgewalt habe ich über die Behandlungen, oder entscheidet zum Schluß der Tierschutzverein über z.B. eine Op, oder bestimmte Behandlungen?
lg Juli
Das kommt ganz auf den Verein an, und da gibt es eben gute und schlechte, mit verschiedenen Regelungen... ich war fast ein Jahr Pflegestelle für den TSV Hilfe für Samtpfoten und Co. in Not e.V. bevor wir Lucky ein paar Wochen vor seinem Tod schließlich doch übernommen haben, und ich hab nur gute Erfahrungen gemacht. Tierarzt konnte ich unseren Stamm-Tierarzt nehmen, ich sehr weit weg von den Stamm-Tierärzten des Vereins wohne, aber auch die Zusammenarbeit mit dem alten Tierarzt hat gut geklappt. Zuerst habe ich das Geld vorgestreckt, später hat die Kostenübernahme dann direkt funktioniert. Und es wurde alles übernommen, was wir mit Lucky gemacht haben, der nächtliche Trip in die Tierklinik (Katze hechelte und lief nicht richtig, bis zur Tierklinik war aber wieder alles okay mit ihm - im Nachhinein weiß ich jetzt, woran es lag... :-?), die Zahn-OP, die Kontroll-Blutbilder wegen seiner Leber und seiner Nieren, die Auffrischungsimpfung etc. Kleinkram wie sein Bactisel, seine Mariendistel-Tabletten oder den Phosphatbinder habe ich selbst übernommen, genauso wie die Nierendiät, die er sich brüderlich mit meinem Sirius geteilt hat. Streu, anderes Futter, Leckerlis, Ausstattung (der Natural Paradise war eigentlich nur für ihn :lol

und Spielgedöns genauso.
Der Tierschutzverein entscheidet logischerweise, welche Behandlungen gemacht werden, die zahlen ja auch, aber immer in Absprache auch mit mir und mit den Tierärzten, und im Endeffekt fand ich es eher eine Erleichterung, dass da katzenerfahrene Leute im Hintergrund saßen, die mir auch ein bisschen das Händchen gehalten haben ("Lucky niest! Oh mein Gott, ist das Katzenschnupfen!?! Soll ich zum Tierarzt?" - "Warte erst einmal ein paar Tage ab, dann geht es ihm sicher wieder besser, mit seiner platten Nase ist der anfällig für Erkältungen."). Da war auch keine Entscheidung dabei, mit der ich nicht einverstanden gewesen wäre.
Ich denke allerdings, das kommt auch auf den Verein an - aber man kann ja auch vorher einen Blick auf den Pflegestellen-Vertrag werfen, den man dann unterzeichnet, da steht das normalerweise alles drin.
Wenn man allerdings Pflegestelle für eine Privatperson ist anstatt für einen Verein (so wie ich gerade, bin Dauerpflegestelle für das Jasminchen, weil ihre Besitzerin sie nicht mehr halten kann), kann es natürlich ganz anders aussehen.
Was Patentante gesagt hat, kann ich also aus persönlicher Erfahrung nicht bestätigen - andere aus dem Forum hier können das allerdings sehr wohl :? Deswegen: Augen auf bei der Vereinswahl, falls du wirklich Pflegestelle werden möchtest.