Du hast leider die Fragen nicht wirklich beantwortet, daher kann ich nur sehr vage Empfehlungen geben:
Eine gute Sozialisierung bekommen Katzen wenn sie als Kitten mindestens 12 Wochen, besser noch 13-16 Wochen bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufgewachsen sind und anschließend auch weiter in Katzengesellschaft gelebt haben. Weißt du wie alt deine Katze war, als sie von den Geschwistern getrennt wurde? Was meinst du mit moppen? Wie viel Katzen waren dort auf welchem Raum zusammen?
Bei schlechter Sozialisierung dauert eine Zusammenführung deutlich länger, weil es meist schon an der Katzensprache und dem richtigen Umgang miteinander hapert.
Je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sollte es die andere sein.
Eine Zusammenführung ist vor allem davon abhängig, wie passend man die Zweitkatze gewählt hat, passt sie im Wesen, Charakter und Temperament zur vorhandenen Katze? Wie gut sind die Tiere sozialisiert? Passen sie vom Alter zueinander? und und und
Je nachdem dauert eine Zusammenführung nur wenige Stunden, manchmal auch Tage, Wochen oder Monate, vor allem wenn eines der Tiere schlecht sozialisiert ist und/oder längere Zeit allein gelebt hat, dann kann es schon dauern. Auf keinen Fall kann man schon nach wenigen Tagen sagen, ob es klappt oder nicht.
Bei schlechter Sozialisierung klappt eine langsame Zusammenführung meist besser. Aber immer wieder trennen und zusammenlassen ist kontraproduktiv, daher entweder erstmal getrennt lassen über mehrere Tage, dann eine Gittertür anbringen und erst wenn die auf beiden Seiten der Gittertür ruhig und gelassen bleiben auch in Anwesenheit der anderen , dann wieder zusammen lassen. Oder du lässt sie konsequent zusammen, solange da keine ernsten Kämpfe sind und kein Blut fließt bitte nicht wieder trennen, die müssen dass unter sich ausmachen.
Auf jeden Fall gehört sehr viel Ruhe und Geduld zu einer Zusammenführung, du selbst solltest auch schauen, dass du so ruhig wie möglich bleibst, damit sich deine Anspannung nicht auf die Tiere überträgt.
Eine Zusammenführung mit Freigängern ist von Haus aus kniffliger und zieht sich meist länger hin. Auch muss ich dir sagen, dass eine Freigängerkatze meist keine adäquate und ausreichende Gesellschaft für ein Kitten ist. Die meisten Freigängerkatzen leben sich draußen aus, die toben, spielen und powern sich meist unterwegs aus und wollen daheim dann eher ihre Ruhe haben und die meiste Zeit schlafen. Aber ein Kitten will den ganzen Tag immer wieder ausgiebig spielen, nicht nur mal 5 Min wenn die andere Katze heimkommt bevor sie sich zurückzieht und ihre Ruhe will. Freigängerkatzen sind da meist eher genervt, als dass sie Lust sich noch stundenlang mit einem Kitten abzugeben und mit ihm zu spielen, daher ist die Kombination auch nicht ganz so glücklich.
Also hier ist viel Geduld und Ausdauer gefragt, dass wird sich sicher noch ziehen, bitte nicht gleich die Flinte ins Korn schmeißen. Nur wäre hier eine 1-3 jährige Katze bereits kastriert, die dann nach 4-6 Wochen dann auch raus darf die bessere Wahl gewesen oder man hätte gleich zwei Kitten genommen, die dann einander haben und die erwachsene Katze dann auch in Ruhe lassen, wenn sie es will.
Versuch möglichst viel positive Erlebnisse in Gegenwart des Kittens für deine erste Katze zu schaffen, gemeinsames Spielen, Leckerlis, Streicheleinheiten, damit sie positive Verknüpfungen mit der Kleinen bekommt.