So, nach intensiver Katzenbetreuung, die mich so vereinnahmt hat, dass ich gar nicht mehr daran gedacht habe, hier zu schreiben, machen wir nach einer Krankheitszeit von inzwischen einem Monat langsam wieder Fortschritte in Richtung Gesundheit.
Nach ihrem Klinikaufenthalt mit Ernährung über Nasensonde und Infusionen stellte sich leider immer noch keine dauerhafte Besserung ein. Es gab Tage, da hat Gina super gegessen und am nächsten Tag hat sie gewürgt, wenn sie das Essen auch nur angeschaut hat. Bei Untersuchungen konnten Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sowie anderer Organe aber ausgeschlossen werden.
Inzwischen hat sie seit einer Woche einmal täglich eine Cortison-Tablette bekommen, um die Leberwerte wieder zu verbessern.
Am Freitag waren wir erneut beim Tierarzt zur Nachkontrolle, am Samstag fraß sie ganz normal und dann ging das mit dem Übergeben wieder los. Bereits am Sonntag hatte sie die Nahrungsaufnahme wieder auf ein bis zwei Bissen reduziert, Montag morgen ist dann gar nichts mehr drin geblieben, sogar die Cortison-Tablette kam wieder raus.
Also die Katze wieder eingepackt und ab zur Klinik. Hier wurde nochmals das Blut untersucht. Nun sind die Leberwerte wieder okay, dafür haben jetzt wohl die Nieren einen leichten Knacks, jedoch noch im überschaubaren Bereich (was so viel heißt wie weiter Beobachten). Da konnte also der Grund für das Übergeben nicht liegen.
Abends dann noch eine Ultraschall-Untersuchung, bei der ich inzwischen mit allem gerechnet hatte. Aber auch hier alles in Ordnung! Alle Organe sehen super aus.
Katze also wieder mit nach Hause genommen. Ich wollte ihr heute ein bisschen gekochtes Hühnchen geben und sie dann ganz genau nochmal beim Fressen beobachten. Da ist mir dann aufgefallen, dass sie bereits beim Schlucken anfängt zu würgen und nicht erst, wenn das Essen ihren Magen erreicht hat.
Ich habe ihr dann das Hühnchen mit ein wenig warmen Wasser und einem Hauch Speiseöl püriert und siehe da, sie frisst!
Meine Vermutung ist nun, dass sie in Folge des Stresses durch die vielen Tierarztbesuche und Klinikaufenthalte und durch ihr geschwächtes Immunsystem Herpesbläschen oder etwas in der Art im Hals hat. In der Mundhöhle und im Rachen ist jedoch nichts zu sehen. Morgen früh werde ich dann mal meine Tierärztin mal auf diese Theorie ansprechen...
Ich finde es einfach nur Wahnsinn, was für Folgeerscheinungen sich aus so einer ernsten Krankheit wie einer Lungenentzündung entwickeln können. Erst die Unverträglichkeit des Antibiotikums, dann der Leberschaden durch das Nicht-Fressen, nun wahrscheinlich Herpes und Nierenprobleme :-(