Das Terrorhörnchen
Letzte Nacht gegen 3 Uhr wurde ich wach von Gepolter und Gerumpel im Untergeschoss. Im Bett war es kuschelig warm und um das Bett herum kalt und dunkel. "Ich will nicht aufstehen!", dachte ich mir. Das Gepolter und Gerumpel ging weiter. "Es gibt zwei Möglichkeiten", dachte ich mir, "entweder machen die P´s mal wieder Unfug, oder wir werden gerade ausgeraubt!"

O:
Beides keine allzuschönen Aussichten, aber als ich dann übers Ausrauben nachdachte, bekam ich es doch mit der Angst. Nicht, weil wir beraubt werden, sondern weil die Katzen dann vielleicht durch eine offene Tür entwischen könnten. :schock:
Ok, der Gedanke wirkte und ich schälte mich aus dem Bett.
Schlaftrunken öffnete ich die Tür zur Treppe und hörte zwei "PLOPP" "PLOPP", dann Kratzgeräusche auf Laminat und dann knalle Parci auch schon unten gegen die Wand, weil er die Kurve nicht bekommen hatte, während Casso über ihn drüber sprang und zu mir hinaufgerannt kam.
Beide Katzen schnurrten und freuten sich, mich zu sehen. Erleichterung machte sich breit und dann: Was haben die beiden nur da unten getrieben?
Ein paar Schritte weiter bekam ich eine Ahnung:
Es war das kleine Plüscheichhörnchen von Parci (es konnte nur so sein, es lag/saß genau daneben!!). Der Schuhschrank war ausgeräumt worden ... verschiedene Schuhe lagen im Flur. Aus dem Schuh meines Mannes war die Einlage herausgerissen und angeknabbert worden

O:. Die armen Kater hatten bestimmt Angst gehabt.
Ich wagte mich etwas weiter ins Wohnzimmer. Auch hier muss das Terrorhörnchen gewütet haben. Ich bin mir sicher, gestern Abend lagen die Zeitschriften noch auf dem Tisch und nicht wild verteilt drum herum auf dem Boden. :nachdenk: Vielleicht doch ein Orkan?
Parci und Casso trabten die ganze Zeit neben mir her und waren auch entsetzt, wie es dort aussah. Und zu allem Übel hatte das Terrorhörnchen auch das gesamte Katzenfutter gefressen und die Näpfchen waren ratzeputze leer.
Die armen P´s. Natürlich räumte ich alles wieder auf, schließlich sollen die beiden sich ja erholen können und füllte umgehend die leeren Näpfchen. Die Schuhe verschwanden wieder im Schrank, eine schwere Porzellankatze wurde als Sicherung davorgeschoben und ich wandelte zurück in mein inzwischen nicht mehr ganz so warmes Bettchen.