Nein, wir hatten doch gerade festgestellt, dass dem nicht so ist. Der eine darf Katzen mit Freigang halten, der andere nicht. Natürlich wird da ungleich behandelt.
Wieso, die Beschränkung (die ich ja ohnehin noch bezweifle) auf 2 Freigänger gleichzeitig pro Garten betrifft doch alle Leute in diesem Haus. Theoretisch gäb's da auch noch die Möglichkeit entsprechende Ausgangszeiten einzuführen.
Na dann liess mal einige Threads in anderen Foren. Da gibt es genügend Beschwerden von Leuten denen das wirklich zu viel wird.
Beschwerden gibt's immer. Aber nenn mir doch mal ein Beispiel von einem Thread in dem es tatsächlich um deutlich mehr als "nur" zwei Katzen pro Garten geht, ich kann mich spontan an keines erinnern...
Und der Ehrlichkeit halber muss man ja wirklich sagen, die allermeisten Katzenhalter machen einfach die Tür auf und fertig. Was draussen passiert interessiert doch die wenigsten.
Ich hab's schon mal geschrieben: Ich finde diese Pauschalisierung von Dir beleidigend für alle Freigängerhalter. Denn so wie Du schreibst ist es ganz sicher nicht, ich habe manchmal das Gefühl dass sich Freigängerhalter sogar weit mehr Gedanken machen als Wohnungskatzenhalter, man kommt ja nicht drumrum, während man bei Wohnungskatzen immer weiss dass sie in Sicherheit sind.
Ja, alles schön und gut wenn Du es in Wohngebieten zu tun hast, wo die Katzen sich alle schon seit vielen Jahren kennen. Hier bei uns sind in einen Nachbarhaus innerhalb einiger Jahren immer wieder neue Leute eingezogen und natürlich immer mit mehreren Katzen die sie einfach raus auf die Strasse setzten.
Erstmal habe ich es nur mit EINEM Wohngebiet zu tun, ich habe keinen Zweitwohnsitz.
Und dann kenne ich natürlich nicht alle Katzen schon seit vielen Jahren - klar kommt da auch mal eine dazu oder eine fällt weg. Aber man kennt sich hier gut genug dass man schnell erfährt wohin die fraglichen Katzen gehören und eigentlich legen alle großen Wert darauf dass die Umgebung entsprechend Bescheid weiss - es ist ja zum Nutzen aller.
Dass es hier nicht so häufig Bewohner-Wechsel gibt ist normal - ich schrieb ja, es handelt sich um eine kleine EFH-Siedlung, da sind eigentlich auch alle Eigentümer der Immobilie und es gibt nur wenige Mieter (in Einliegerwohnungen).
Das ist weder für die neuen Katzen noch für die alteingessesenen lustig.
Also hier klappt das erstaunlich gut. Echten Zoff gibt es hier nur zwischen den beiden "Silberrücken" des Umfelds, die anderen Katzen halten sich da normalerweise raus, da wird vielleicht mal ein bisschen geknurrt, gefaucht oder auch aus dem eigenen Garten gejagt, aber von blutigen Kämpfen habe ich hier noch nichts mitgekriegt.
Und hab da mal einen Kater mit Angstpsychose wie unseren Floyd der die bei Revierstreitigkeiten das ganze Haus markiert. Na schönen Dank kann ich da nur sagen.
Du weisst schon was darauf klassischerweise als Antwort kommt, oder? Nämlich dass Du einen so sensiblen kranken Kater dann doch lieber nicht nach draußen lassen solltest... Nicht falsch verstehen, die Antwort würde ich auch nicht gerne hören, aber das Leben ist halt kein Ponyschlecken, auch nicht für Katzen.
Klar, die Nachbarn werden auch sagen, dass es mit ihren Katzen keine Probleme gibt. Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich unfair.
Was findest Du unfair? Dass Du einen übersensiblen kranken Kater hast? Der im Freigang nicht klarkommt? Ja. Ich finde es auch unfair dass Ella mit ihren gerade mal 3 Jahren schon alle Zähne bis auf einen verloren hat... Ändern kann ich das aber nicht, da hättest du mehr Möglichkeiten Deinem Kater den Stress zu ersparen...
Sorry, aber so easy und einfach, dürfte in vielen Fällen der Freigang eben doch nicht sein.
Ist er auch nicht. Drum finde ich das ja so beleidigend wenn Du es immer so darstellst als würden Freighängerhalter sich nicht bzw. weniger um ihre Katzen kümmern als Halter von Wohnungskatzen.
Das kann man so nicht sagen. In erster Linie kommt es immer auf den jeweiligen Anspruch an. Wo ein Wille da ist, muss ein katzensicherer Zaun absolut nicht teuer sein, im Gegenteil.
Ah ja. Hast Du schon mal einen Zaun gebaut? Unser letzter hat knapp 20.000 Euro gekostet. Ich weiss ja nicht was Du unter "teuer" verstehst, aber mir ist die Kinnlade da schon runtergefallen.
Und das war ein ganz einfacher normal hoher Maschendraht-Zaun, kein Katzenzaun mit Überhöhe und nach innen überkragenden Elementen.
Und bitte bedenke dass es hier um einen Zaun geht, den ein Nicht-Katzenhalter aufstellen soll, weil er sich von den Katzen anderer gestört fühlt. Es geht also noch nicht mal um Sicherheit für die eigenen Katzen, sondern dieser Nicht-Katzenhalter soll gezwungen werden sein Grundstück einzuzäunen. Für viel, viel Geld und mit massiven optischen Einschränkungen.
Auch die Bebauungspläne sind kein Hindernis.
Doch, sind sie - sie sind Vorschrift. Da hast Du absolut keine Chance, selbst wenn Du Dich mit den Nachbarn darauf einigen kannst, kann das Bauamt jederzeit den Rückbau verlangen.
Erstens muss man ja nicht den Aussenzaun komplett erneuern, ...
Du setzt voraus dass jeder schon einen Zaun hat? Wir haben hier keine Zäune.
... man kann auch einen Gehegezaun innerhalb eines Grundstückes bauen, wenn es sein muss auch direkt bis an die äußere Begrenzung. Die meisten Bebauungspläne der Länder sehen dafür genehmigungsfreies Bauen bis 1,8m vor.
Bebauungspläne werden nicht von den Ländern gemacht sondern von den Kommunen.
Und ich behaupte mal dass die Höhe eher bei 1,20m liegt. Höhere Zäune sind in Wohngebieten nur sehr, sehr selten erlaubt.
Sondergenehmigungen gibt's da übrigens keine - wie gesagt, der Bebauungsplan ist Vorschrift für ALLE, da kannste nichts dran rütteln.
Und zweitens reichen mitunter 1m Höhe schon völlig aus.
1m Höhe soll ausreichen um Katzen drin bzw. draußen zu halten? Niemals. Da hüpft selbst unsere spring- und kletterfaule Ella locker drüber.
Wie gesagt, nur wollen muss man.
Nö, das hat nichts mit wollen zu tun - der Bebauungsplan ist kein "Vorschlag" sondern eine VORSCHRIFT an die man sich halten MUSS.
Nein, die Katzenhaltung selbst kann doch eigentlich nur in ganz seltenen Fällen wirklich komlett verboten werden.
Ich dachte ich hätte es schon häufig genug geschrieben, aber ich wiederhol's gerne nochmal: Doch, der Vermieter darf Katzenhaltung nach wie vor verbieten, ausreichende Gründe gibt's zuhauf.
Und Dein Urteil von 1984 an das sich ja angeblich alle halten reicht doch schon völlig um einem zweiten Mieter im gleichen Haus die Katzenhaltung zu verbieten.
Mal ganz abgesehen davon, dass das aufgrund des "neuen" Urteils der Vermieter da eh nichts mehr zu sagen hat, selbst wenn er die Erlaubnis gegeben hat, kann es sein dass er sie zurückziehen muss weil sich ein Nachbar gestört fühlt - das ist doch genau das Miese an diesem Urteil!
Es mag ja schön sein dass man sich jetzt als Nachbar besser wehren kann, aber dass der Vermieter diesbezüglich streng genommen jetzt garnichts mehr selbst entscheiden darf finde ich persönlich nicht richtig. Genauso wenig wie ich's richtig finde dass jetzt jeder böswillige Nachbar dafür sorgen kann dass einem die Katzen verboten werden.
Wenn überhaupt, dann ist die Freiganghaltung das Problem. Und die kann selbstverständlich immer und ohne nennenswerte Gründe vom Vermieter verboten werden, gar keine Frage.
Wie gesagt, das sehe ich anders. Für den Vermieter ist die reine Wohnungshaltung sicherlich ein weit größeres "Problem" als Freigang, denn das Risiko dass die Wohnung leidet ist da deutlich höher.
Jepp, seh ich aus so. Deshalb würde ich mir ehrlich gesagt schon ganz genau überlegen in welche Gegend ich ziehe. Die beste und schönste Wohnung nützt nichts, wenn das Wohnumfeld nicht entsprechend ist.
Das Problem haste aber immer, auch ohne Katzen.
Aber heute kannst Du ja irgendwo hinziehen und Dich dann so lange beschweren bis sämtliche Katzen in der Umgebung verboten wurden...