Vogelmord

Diskutiere Vogelmord im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hunde sind meiner Meinung nach leichter händelbar und erziehbar als Katzen. Und Hunde jagen ganz andere Tiere. Als Hundehalter hat man in meinen...
  • Vogelmord Beitrag #41
Hunde sind meiner Meinung nach leichter händelbar und erziehbar als Katzen. Und Hunde jagen ganz andere Tiere.

Als Hundehalter hat man in meinen Augen eine ganz andere Aufsichtspflicht in der Öffentlichkeit als als Katzenhalter.
 
  • Vogelmord

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  • Vogelmord Beitrag #42
Leichter händelbar kommt ganz auf die Rasse an. Aber im Großen und Ganzem stimmt das natürlich. Trotzdem haben die meisten Hunde genauso wie die Katze den Trieb zu jagen. Der Katze erlaube ich es, dem Hund nicht. Mit welchem Recht?

Und warum ist die Aufsichtspflicht beim Hund eine andere, als bei der Katze?
Von den wenigstens Hunden (ja, andere Fälle gibt es natürlich auch) geht die Gefahr eines Angriffs auf den Menschen aus. Sondern eher ein Unfallrisiko zwecks vor das Auto laufen oder Artgenossenunverträglichkeit. Genau das gleiche Risiko existiert auch bei der Katze. Trotzdem dürfen die Katzen überall querbeet durch die Gegend tigern und Hunde dürfen eigentlich nichts und nach Möglichkeit auch bitte noch dauerhaft an der Leine. Doppelmoral?
 
  • Vogelmord Beitrag #43
Grundsätzlich ist der Mensch das Problem und nicht das Tier. Will heißen, wir haben uns diesen Planeten völlig absurd zu eigen gemacht. Aber das nur am Rande.

Hier laufen fast alle Hunde frei. Solange die Tiere gut erzogen sind bzw. die Leute sie einschätzen können stört das niemanden. Zweimal im Jahr hängen dann wieder Plakate von Hunden, die meist nicht mehr lebend wieder gefunden werden.

Eine jagende Katz kommt deswegen trotzdem wieder nach Hause. Hunde oft nicht mehr.
Ein Hund richtet unglaublichen Schaden im Wald an (völlig verschreckte, teils verletzte Rehe und Co).
Die Katze übernimmt im wesentlichen das, was der Mensch sonst mit Gift "erledigen" würde. Ohne die Katzen würden wir hier in Mäusen und Ratten ersticken.

Und nein, optimal oder gar "gerecht" ist das alles nicht. Aber was nu? Alle Katzen einsperren? Alle Hunde jagen lassen?
 
  • Vogelmord Beitrag #44
@Patentante

Deinem ersten Absatz stimme ich auf jeden Fall zu.

Klar richten sie im Jagdfall "Schaden" im Wald an. Die Katze aber genauso. Nur nicht im Wald, sondern eben in umliegenden Vögel- und Eichhörnchennestern.
Was mir sauer aufstößt ist die Gleichgültigkeit, mit der hier einige Katzenhalter sagen "Jo, ist ein Raubtier, also tut es das". Wenn jetzt Hundehalter das genauso täten...ich will mir gar nicht vorstellen, was dann los wäre.

Und nein, ich will nicht das plötzlich alle ihre Hunde unkontrolliert jagen lassen ;-) Aber auch das Freigänger-Katzenhalter mal etwas Rücksicht nehmen. Die Katzen stehen während ihres Freigangs schon nicht im geringsten Einflussbereich ihres Halters (kacken fremde Gärten voll, jagen auch "Haustierkaninchen", dringen in fremde Schuppen ein, zerkratzen Autos usw.), dann kann ich doch aber wenigstens etwas Verständnis und Empathie für meine Umwelt haben. Ich kenne nicht wenige, die ihre Freigänger nur im eigenen Garten laufen lassen. Ohne den Garten als Fort Knox zu sichern. Da muss ich doch auch irgendwie Erziehungsarbeit leisten können?! Oder eben "nur" Freilaufgehege usw...
 
  • Vogelmord Beitrag #45
Ich kann mit dem Vergleich Hund gegen Katze nichts anfangen. Hunde haben ein komplett anderes Wesen und legen ein ganz anderes Verhalten an den Tag als Katzen. Nur weil beide Tierarten einen Jagdtrieb besitzen kann man sie nicht gleich behandeln oder ihre Art zu leben vergleichen. Der Hund gilt als Familientier, treuer Begleiter. Das ist eine Katze in meinen Augen eigentlich nicht. Ausnahmen nicht eingeschlossen.
 
  • Vogelmord Beitrag #46
Ich schaffe mir keine Jäger an und heule dann, weil diese jagen!

Dann muss ich mir Kaninchen holen, oder Meerschweinchen

Und diese Doppelmoral, dass Katzen das, was wir Menschen als Schädlinge bezeichnen: Ratten, Mäuse, Kaninchen jagen SOLLEN und bei Vögeln fängt dann die große Heulerei an, kann ich nicht verstehen.

Wie bereits öfter gesagt: den Luxus und die Dekadenz, unsere Nahrungsmittel in süß und Knuddelig= nicht essbar und essbar unterteilen zu können, können nur wir Menschen, die wir momentan an der Spitze der Nahrungskette stehen, leisten.

Und ja, meine Katzen haben nur ein Gehege, keinen ungesicherten Freigang.
Und ja, in den frühen Morgenstunden lasse ich sie drin
und ja, ich nehme ihnen natürlich auch die Beute ab, die evtl. noch überleben könnte
 
  • Vogelmord Beitrag #47
Als erstes möchte ich mal an Fuzzy die Frage stellen woher er den Blödsinn hat, dass Amseleltern ihre Jungen aus dem Nest tragen.

Dann zum Thema Erziehung. Zu solchen Methoden wie Schuhe nachschmeissen ect. habe ich vorher noch nie gegriffen. Unser Hund 11 Jahre alt hat in seinem ganzen Leben niemals einen Klapps bekommen obwohl er wirklich schwierig ist und aus schlechter Haltung kommt.
Micki war extrem eifersüchtig als Lilli mit ihren Jungen bei uns einzog, sie hat aus Protest mehrmals in unser Bett gemacht. Wir haben sie nie geschimpft und danach besonders hofiert und als Prinzessin behandelt. Sie hat sich dann auch wieder beruhigt.
Meine Erziehungsmethode bei Vogelmord wird sich nicht ändern, zumindest werde ich den Miezen klarmachen, dass so ein Verhalten nicht gewünscht wird. Katzen werden doch als extrem intelligent bezeichnet, also sollten sie es irgendwann kapieren.
Als Veganerin fällt mir das Dosen füttern extrem schwer, laut Peta können Hunde und Katzen ja auch vegetarisch ernährt werden. Unser Tierarzt ist anderer Meinung und deshalb bekommen Hund und Katzen bei uns Fleisch.
 
  • Vogelmord Beitrag #48
Liebe Leute,

bestimmt war meine Reaktion zu heftig und ich musste jetzt mit viel Streicheleinheiten und Leckerlies meine Lilli
wieder zurückerobern. Sie war schwer beleidigt :(
Nach einigen Posts schreibst Du erst, dass Deine Reaktion zu heftig war......
Meine Erziehungsmethode bei Vogelmord wird sich nicht ändern, zumindest werde ich den Miezen klarmachen, dass so ein Verhalten nicht gewünscht wird. Katzen werden doch als extrem intelligent bezeichnet, also sollten sie es irgendwann kapieren.

Um ein paar Seiten weiter zu schreiben, dass Du Deine Erziehungsmethode nicht ändern wirst.

Was soll man dazu noch sagen/schreiben?
Arme Katzen :-(.
 
  • Vogelmord Beitrag #49
Katzen haben (meist) Besitzer, freilebende Vögel (meist) nicht.

Wenn also ein Hund eine Katze verletzt oder tötet, wird der "Besitz" eines Menschen verletzt oder getötet. Dasselbe gilt, wenn ein Hund einen anderen Hund verletzt oder tötet.

Das ist schon rechtlich nicht hinnehmbar.
Wenn ein Hund so unerzogen ist, dass er jagd und dann nicht abrufbar ist, ist der Besitzer verantwortlich und darf den Hund nicht von der Leine lassen.
 
  • Vogelmord Beitrag #50
Ich meine mit Erziehungsmethode nicht Schuhe nachwerfen! Ich denke man kann einer Katze auch durch lauteres schimpfen oder durch ignorieren zeigen, dass etwas schief gelaufen ist.
Unsere Katzen sind ganz bestimmt nicht arm!
 
  • Vogelmord Beitrag #51
Eine meiner Katzen hat heute zum wiederholten male einen Singvogel (Rotschwänzchen) ermordet.
Für mich ist diese vermenschlichende Sichtweise einer instinktiven und nicht zu unterdrückenden Handlung eines Tieres das Problem.

Vom Mord zu reden erinnert mich an frühere Jahrhunderte, wo Tiere wegen angeblicher Verbrechen nach Menschengesetzen verurteilt und bestraft wurden (für Diebstahl etc.)...

Kennst du den Spruch "Die Katze lässt das Mausen nicht." ? -> "Erziehung" wird hier nicht klappen.

Wenn du tote Vögel so weit wie möglich verhindern willst, darfst du deine Katze entweder gar nicht mehr oder nur noch unter Aufsicht (Gehege, katzensicherer Zaun, Leine o. ä.) rauslassen, damit du schnell einschreiten kannst, aber auch da wird sie leider manchmal schneller sein als du die Beute retten kannst.

Ich rede aus Erfahrung. Ich habe meine Katzen "erzogen", meine zwei Tauben in Ruhe zu lassen, so was geht schon, aber andere Vögel werden weiterhin gejagt, die gehören nicht zur Familie.
 
  • Vogelmord Beitrag #52
Ich verstehe eure Gedankengänge und mit Schuhen nach der Katze zu werfen geht natürlich auch gar nicht. Aber was würdet ihr machen, wenn nun alle Hundehalter fleißig eure Katzen durch Hunde jagen und eventuell töten lassen würden? Auch Hunde sind Jäger und sie folgen ihrem Instinkt. Gäbe es da nicht einen riesen Aufschrei?

Definitiv würde ich nicht den Hund dafür bestrafen, dass er seinem Instinkt folgt. Wie auch immer man dieses Thema betrachtet, die Verantwortung trägt der Halter und nicht das Tier.

Meine Katzen sind Wohnungskatzen mit Freigehege. Alleine dadurch ist Jagd kaum möglich und wenn sich mal ein Tierchen ins Freigehege verirrt, dann versuchen wir es schon zu retten, weil dieses eine spezielle Tier mir dann schon leid tut. Neulich war ein Vögelchen im Freigehege, da habe ich die Katzen auch aus dem Gehege geschickt und die Tür geschlossen, bis der Vogel wieder draußen war. Heute Mittag hat Gismo eine Raupe ins Haus geschleppt. Die habe ich dann wieder in die Wiese gesetzt und gehofft, dass sie wirklich so unverletzt ist, wie sie auf mich gewirkt hat, und ihr viel Glück gewünscht, dass sie nicht der nächste Vogel holt (vielleicht genau der, den wir ein paar Tage vorher vor den Katzen beschützt haben). Aber genauso, wie ich nicht den Vogel dafür verurteile, wenn er sich ein Tierchen krallt, genauso wenig verurteile ich meine Katzen dafür, wenn sie ihrem Jagdtrieb folgen und sie werden dafür ganz sicher nicht ausgeschimpft.
 
  • Vogelmord Beitrag #53
Katzen haben (meist) Besitzer, freilebende Vögel (meist) nicht.

Wenn also ein Hund eine Katze verletzt oder tötet, wird der "Besitz" eines Menschen verletzt oder getötet. Dasselbe gilt, wenn ein Hund einen anderen Hund verletzt oder tötet.

Das ist schon rechtlich nicht hinnehmbar.
Wenn ein Hund so unerzogen ist, dass er jagd und dann nicht abrufbar ist, ist der Besitzer verantwortlich und darf den Hund nicht von der Leine lassen.

Gut dann nehmen wir den Hund der Wild hetzt...

Genauso gut kann man sagen, wenn die Katze so unerzogen ist und sich nicht verbal vom Jagen abhalten lässt, darf sie nicht in den Freigang.

Warum wird es ganz normal angesehen den Hunden bei seinen Freiheiten einzugrenzen, aber es gibt immer einen riesen Aufschrei, wenn gleiches von Katzen erwartet wird?
 
  • Vogelmord Beitrag #54
Gut dann nehmen wir den Hund der Wild hetzt...

Genauso gut kann man sagen, wenn die Katze so unerzogen ist und sich nicht verbal vom Jagen abhalten lässt, darf sie nicht in den Freigang.

Warum wird es ganz normal angesehen den Hunden bei seinen Freiheiten einzugrenzen, aber es gibt immer einen riesen Aufschrei, wenn gleiches von Katzen erwartet wird?

Weil ein Hund ein ganz anderes Wesen besitzt. Entweder Hund ist anführer (was in einer Familie sehr schlecht wäre) oder Hund ist kein Anführer und ordnet sich instinktiv unter und gehorcht. Das ist auch in natürlichen Rudeln normal.

Katze ist Katze. Da gibts keinen Rudelchef. Jede Katze hat ihren eigenen Kopf und wird sich bestimmt nicht das Jagen verbieten lassen.

Ein Jägerhund wird ja meist dazu erzogen Beute zu stellen aber nicht anzugreifen und nicht zu töten. Versuch das doch mal einer Katze beizubringen.

Man kann doch nicht Tiere mit extrem unterschiedlichen Verhalten vergleichen.
 
  • Vogelmord Beitrag #55
Gut dann nehmen wir den Hund der Wild hetzt...

Genauso gut kann man sagen, wenn die Katze so unerzogen ist und sich nicht verbal vom Jagen abhalten lässt, darf sie nicht in den Freigang.

Warum wird es ganz normal angesehen den Hunden bei seinen Freiheiten einzugrenzen, aber es gibt immer einen riesen Aufschrei, wenn gleiches von Katzen erwartet wird?

Hat das Wild einen Besitzer?

Alles andere hat _hannibal_ bereits geschrieben.
 
  • Vogelmord Beitrag #56
Weil ein Hund ein ganz anderes Wesen besitzt. Entweder Hund ist anführer (was in einer Familie sehr schlecht wäre) oder Hund ist kein Anführer und ordnet sich instinktiv unter und gehorcht. Das ist auch in natürlichen Rudeln normal.

Katze ist Katze. Da gibts keinen Rudelchef. Jede Katze hat ihren eigenen Kopf und wird sich bestimmt nicht das Jagen verbieten lassen.

Ein Jägerhund wird ja meist dazu erzogen Beute zu stellen aber nicht anzugreifen und nicht zu töten. Versuch das doch mal einer Katze beizubringen.

Man kann doch nicht Tiere mit extrem unterschiedlichen Verhalten vergleichen.

Das ist totaler Blödsinn! Das kann nur jemand schreiben, der sich noch nie tiefer gehend mit Hunden, verschiedenen Rassen, dem Zusammenleben mit einem Hund und deren Bedürfnisse auseinander gesetzt hat. Erwarte ich in einem Katzenforum auch keinesfalls. Aber dann äußere ich mich zu solchen Themen nicht.

Natürlich haben Hund und Katze andere Verhaltensweisen. Aber in manchen Trieben und Instinkten unterscheiden sie sich eben nicht.


Hat das Wild einen Besitzer?

Alles andere hat _hannibal_ bereits geschrieben.

Nein das Wild hat keinen Besitzer. Und trotzdem soll (aus meiner Sicht völlig zurecht) der Hund das Wild nicht hetzen/reißen. Aber die Katze darf natürlich alles, weil hat ja ein anderes Verhalten ;-)
 
  • Vogelmord Beitrag #57
Dann mach doch einen Vorschlag, wie man es ändern kann. Weiter im Kreis drehen bringt doch nix, außer aufgeheizte Stimmung.

LG von Tine mit den WohnungsUndBalkonKatzen
 
  • Vogelmord Beitrag #58
Über diesen Eingangsthread hatte ich mich eben so richtig erschrocken! die Katze deswegen so zu bestrafen..
Für mich ist es pure Natur, reines Instinktverhalten von Katzen.
Als mein Kater damals ein gerade geschlüpftes Vögelchen in seinen Pfoten hielt, konnte ich ihm glücklicherweise die Pfoten auseinanderziehen, der kleine Vogel überlebte.
Ich bin auch immer ganz traurig, wenn er einen gekillt hat :-( aber das kam bislang nur ganz selten vor. Ich gebe täglich Vogelfutter raus.
Mein Vorschlag wäre, die Katze nicht zu den Fütterungszeiten der Vögel, also hauptsächlich morgens, rauszulassen.


.. Ich habe meine Katzen "erzogen", meine zwei Tauben in Ruhe zu lassen, so was geht schon, aber andere Vögel werden weiterhin gejagt, die gehören nicht zur Familie.

Das ist mir sehr sympathisch :-D auch bei mir kommt täglich ein Taubenpärchen.
 
  • Vogelmord Beitrag #59
Das ist totaler Blödsinn! Das kann nur jemand schreiben, der sich noch nie tiefer gehend mit Hunden, verschiedenen Rassen, dem Zusammenleben mit einem Hund und deren Bedürfnisse auseinander gesetzt hat. Erwarte ich in einem Katzenforum auch keinesfalls. Aber dann äußere ich mich zu solchen Themen nicht.

Natürlich haben Hund und Katze andere Verhaltensweisen. Aber in manchen Trieben und Instinkten unterscheiden sie sich eben nicht.




Nein das Wild hat keinen Besitzer. Und trotzdem soll (aus meiner Sicht völlig zurecht) der Hund das Wild nicht hetzen/reißen. Aber die Katze darf natürlich alles, weil hat ja ein anderes Verhalten ;-)

Nun ja, es ist aber nun mal so, dass ausgebildete Jagdhunde NICHT zubeißen dürfen!
Apportieren heißt nicht zubeißen und bringen sondern sanft tragen. Gut ausgebildete Jagdhunde machen genau das. Und ich erwarte das ehrlich gesagt von jedem Hund bzw. von jedem Hundebesitzer, das er das übt und dem Hund von klein auf beibringt!
Denn ich höre das Argument, dass sie Nichts gegen die Hetzjagd der Hunde unternehmen können und die eben Jäger sind, von Hundebesitzern.
Wenn man sich mit den Bedürfnissen seines Hundes auseinandergesetzt hat, weiß man ja auch, wie man den Hund mit Ersatzbefriedigungstraining beschäftigt, sodass ihm Nichts fehlt. ;-)

Und Hunde und Katzen sind einfach komplett unterschiedlich, tut mir leid.

Ich kann einem Hund beibringen, nicht an das Futter vor ihm zu gehen. Gehe ich aber aus dem Raum und lasse den Hund mit dem Fressen alleine - was macht er dann? Fressen.
Weil die Führung weg ist und er dann auf Alleingang schaltet. Selbiges beim Jagen. Die Katze kannst du vielleicht physisch beeinflussen, aber niemals psychisch, wenn es um Instinkte geht. Die Katze wird niemals etwas für dich unterlassen, das sie möchte, nur um dir zu gefallen.

Auch, wenn ich gleich "die Böse" bin: Die Jagd hat übrigens auch einen Sinn, das heißt die Jäger schießen nicht wahllos auf Tiere, sondern sind grundsätzlich (Ausnahmen gibt es, jaja ich weiß) zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts da.
Ein Hund sieht dieses Ziel wohl eher nicht als wichtig an. Er würde alles jagen.
Obwohl Wild an sich keinen Besitzer hat - wenn ich als Jäger oder Jagdgemeinschaft ein Revier besitze bzw. dieses als Jagdausübungsberechtigter leite und verwalte, wäre ich stinkesauer, wenn mir regelmäßig Hunde die starken Kitze oder tragende Rehe reißen, die niemals geschossen worden wären.
Die Hetzjagd mit Katze und Maus zu vergleichen, finde ich also nicht angebracht.
 
  • Vogelmord Beitrag #60
Dann mach doch einen Vorschlag, wie man es ändern kann. Weiter im Kreis drehen bringt doch nix, außer aufgeheizte Stimmung.

LG von Tine mit den WohnungsUndBalkonKatzen

Ich habe bereits die Seite davor etwas dazu geschrieben. Ist natürlich noch lang nicht alles, es gibt viele Möglichkeiten.

Was mir sauer aufstößt ist die Gleichgültigkeit, mit der hier einige Katzenhalter sagen "Jo, ist ein Raubtier, also tut es das". Wenn jetzt Hundehalter das genauso täten...ich will mir gar nicht vorstellen, was dann los wäre.

Und nein, ich will nicht das plötzlich alle ihre Hunde unkontrolliert jagen lassen ;-) Aber auch das Freigänger-Katzenhalter mal etwas Rücksicht nehmen. Die Katzen stehen während ihres Freigangs schon nicht im geringsten Einflussbereich ihres Halters (kacken fremde Gärten voll, jagen auch "Haustierkaninchen", dringen in fremde Schuppen ein, zerkratzen Autos usw.), dann kann ich doch aber wenigstens etwas Verständnis und Empathie für meine Umwelt haben. Ich kenne nicht wenige, die ihre Freigänger nur im eigenen Garten laufen lassen. Ohne den Garten als Fort Knox zu sichern. Da muss ich doch auch irgendwie Erziehungsarbeit leisten können?! Oder eben "nur" Freilaufgehege usw...



Nun ja, es ist aber nun mal so, dass ausgebildete Jagdhunde NICHT zubeißen dürfen!
Apportieren heißt nicht zubeißen und bringen sondern sanft tragen. Gut ausgebildete Jagdhunde machen genau das. Und ich erwarte das ehrlich gesagt von jedem Hund bzw. von jedem Hundebesitzer, das er das übt und dem Hund von klein auf beibringt!
Denn ich höre das Argument, dass sie Nichts gegen die Hetzjagd der Hunde unternehmen können und die eben Jäger sind, von Hundebesitzern.
Wenn man sich mit den Bedürfnissen seines Hundes auseinandergesetzt hat, weiß man ja auch, wie man den Hund mit Ersatzbefriedigungstraining beschäftigt, sodass ihm Nichts fehlt. ;-)

Und Hunde und Katzen sind einfach komplett unterschiedlich, tut mir leid.

Ich kann einem Hund beibringen, nicht an das Futter vor ihm zu gehen. Gehe ich aber aus dem Raum und lasse den Hund mit dem Fressen alleine - was macht er dann? Fressen.
Weil die Führung weg ist und er dann auf Alleingang schaltet. Selbiges beim Jagen. Die Katze kannst du vielleicht physisch beeinflussen, aber niemals psychisch, wenn es um Instinkte geht. Die Katze wird niemals etwas für dich unterlassen, das sie möchte, nur um dir zu gefallen.

Auch, wenn ich gleich "die Böse" bin: Die Jagd hat übrigens auch einen Sinn, das heißt die Jäger schießen nicht wahllos auf Tiere, sondern sind grundsätzlich (Ausnahmen gibt es, jaja ich weiß) zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts da.
Ein Hund sieht dieses Ziel wohl eher nicht als wichtig an. Er würde alles jagen.
Obwohl Wild an sich keinen Besitzer hat - wenn ich als Jäger oder Jagdgemeinschaft ein Revier besitze bzw. dieses als Jagdausübungsberechtigter leite und verwalte, wäre ich stinkesauer, wenn mir regelmäßig Hunde die starken Kitze oder tragende Rehe reißen, die niemals geschossen worden wären.
Die Hetzjagd mit Katze und Maus zu vergleichen, finde ich also nicht angebracht.

Nun gibt es aber nicht nur Apportierjagdhunde (da würde deine Anmerkung passen). Es gibt viele verschiedene Arten von Jagdhunden und jede haben andere "Aufgaben". Bei etlichen Hunderassen wurde der Instinkt Jagen auch nur auf bestimmte Sequenzen hingezüchtet. Hütehunde jagen zB ebenfalls, das Zusammentrieben ist nichts anderes wie das Anschleichen an Beute. Aber der Abschluss fehlt. Dann gibt es wieder etliche "Packer". Die sind wirklich dafür da, nur das Tier fest zu halten, bis der Mensch da ist. Und das muss auch festgehalten werden, wenn das Tier um seinen Leben strampelt und tritt. Dabei entstehen Bisse, die das Tier stark verletzten oder sogar töten. Andere Rassen wie zB Herdenschutzhunde wurden sogar darauf gezüchtet sich mit Wölfen und Bären anzulegen. Erste Wahl ist hier natürlich immer durch Präsenz, wenn es sein muss greifen sie diese Tiere aber auch gezielt an. Und dann selbstverständlich mit Verletzungs-/Tötungsabsicht. Viele Terrierarten kann man sogar mit Katzen vergleichen. Sie sind oftmals auch gezielt für die Jagd auf Schädlinge wie Raten gezüchtet worden, sind extrem eigensinnig und schwer erziehbar. Aber auch das geht, genau wie bei der Katze. Erfordert nur viel Zeit, Geduld und Training. Nur Katzenhalter stellen sich immer hin und sagen eine Katze ist nicht erziehbar, dann muss ich es auch gar nicht erst versuchen. Was natürlich völliger Blödsinn ist.
Wie du richtig sagst, muss ich einem Hund Ersatz bieten damit er sein Wesen als Raubtier nicht auslebt und sich als reines Familienmitglied nicht langweilt. Das Gleiche gilt jedoch auch bei der Katze. Eine Katze muss nicht raus um ein artgerechtes Leben führen zu können. Aber eine Katze im Haus/in der Wohnung (diese muss schon mal genug Platz haben) bedeutet bei artgerechter Haltung deutlich mehr Arbeit, was viele schlicht weg nicht wollen.

Auch das Argument mit dem Futter und der Führung ist Blödsinn. Alles eine Frage der Erziehung und des Individuums.
Es gibt schlicht weg Hunde die darauf gezüchtet worden sind, nahezu alles was sie tun, nur auf Befehl zu tun. Diese Hunde gelten meist als besonders leicht zu erziehen, weil sie eben nahezu nach jedem Kommando geifern. Wenn sie vom Menschen keine Aufgabe bekommen, wissen sie oft nichts mit sich anzufangen und werden dann wiederum sehr schwierig. Und dann gibt es Hunde die gezielt darauf gezüchtet worden sind, völlig eigenständig zu handeln. Vom Laien, gelten sie schnell als unerzogen, weil sie erst beim dritten Mal hören. Aber diese Tiere wägen genau ab, ob es sich "lohnt" auf den Menschen zu hören. Sie können nämlich auch gut ohne ihn und seine "Führung". Diese Hund so weit zu bekommen, dass sie die Eigenständigkeit ein Stück weit ablegen und den Menschen vielen Situationen entscheiden lassen, ist kein Kinderspielt. Dauert Jahre und bedeutet ebenfalls viel Zeit, Geduld und Training.

Instinkte lassen sich weder bei der Katze, noch vom Hund wegerziehen. Zum einen kommt es darauf an, wie stark sind sie beim Individuum ausgeprägt und zum anderen was biete ich für eine Ersatzbeschäftigung und welche Motivation hat das Tier sich lieber auf mich zu verlassen und auf mich zu hören, als sein eigenes Ding zu machen. Da ist zwischen Hund und Katze im Allgemeinen kein Unterschied.
 
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