Hallo ihr lieben,
in letzter Zeit mache ich mir immer wieder Gedanken wegen meiner Seniorenkatze Luzie. Sie wird im Mai 18 Jahre alt und leider merkt man ihr das Alter inzwischen auch an. Nun frage ich mich, wann der Zeitpunkt kommt sie zu erlösen, sprich einschäfern zu lassen. Das ist keine leichte Entscheidung für mich, ich habe Luzie bekommen, als sie ein Baby war und ich 3 Jahre alt. Seit ich denken kann, gibt es Luzie in meinem Leben. Ich habe eine sehr enge Bindung zu ihr und sie ist auch (für eine Katze) verhältnismäßig stark auf mich fixiert. Ich möchte ihr aber auch jedes unnötige Leiden ersparen, diese Entscheidung aber auch nicht leichtfertig treffen...
Also zu Luzies Zustand:
Sie ist wie gesagt fast 18 Jahre alt, hat ein bisschen abgenommen aber ist noch nicht bedenklich dünn, schwerhörig und sieht glaube ich nicht mehr gut
in letzter Zeit hat sie Probleme bekommen zu laufen, evtl. Schmerzen in der Hüfte/Hinterbeine (Artrose?) aber stampft weiterhin munter und neugierig wie immer durch den Garten (und verteidigt ihn gegen vorbeilaufende Hunde ;-))
sie ist Nummer 1 in der Rangordnung vor unseren beiden Katern (5 Jahre ca) und frisst weitesgehend normal, trinkt aber recht viel im Vergleich zu den anderen Katzen (schwache Nieren?)
Ihr könnt von mir denken was ihr wollt, ich war in den letzten 3 Jahren NICHT mit ihr beim Tierarzt... Die Besuche beim Tierarzt sind schon immer sehr stressig gewesen für sie und sie war nach jedem Besuch regelrecht traumatisiert (hat sich verkrochen, kaum gefressen, vor jedem kleinen Geräusch erschreckt...) das wollte ich ihr irgendwann nicht mehr zumuten...
Außerdem habe ich mit den Tierärzten in unserem Ort fast nur schlechte Erfahrungen gemacht. Wir hatten schon viele Katzen und ich habe auch schon viele davon sterben sehen und sie dabei begleitet... Eine Katze wurde nachdem sie angefahren wurde nicht erlöst sondern insgesamt 3 mal operiert, bevor sie doch für immer einschlafen durfte. Unsere andere Seniorenkatze wurde im Alter von 17 Jahren wegen Nierenproblemen behandelt, lebte noch ein halbes Jahr unter ständigem Stress (Tierarztbesuche, Medikamentengabe etc) und musste dann doch erlöst werden. Das war der Moment, in dem ich beschlossen habe, dass ich das im Fall der Fälle meiner Luzie nicht antun möchte... Sie wird wenn nötig Schmerzmittel bekommen oder friedlich einschlafen, aber wenn ihre Nieren zb versagen, werde ich sie deswegen nicht behandeln lassen.
Ich hoffe ihr könnt nachvollziehen wie ich denke... Ich möchte Luzie nicht unnötig leiden lassen, aber die Entscheidung nicht leichtfertig treffen...
Ich habe ja schon mehrere Katzen und auch andere Tiere (Meerschweinchen, ein Pferd,...) sterben sehen und glaube inzwischen ein Gefühl zu haben, wenn ein Tier sich selber aufgegeben hat, und das ist bei Luzie noch nicht der Fall, aber der Punkt wird kommen, darüber bin ich mir im Klaren.
Habt ihr einen Rat für mich? Oder selber ein Tier gehabt, das so alt geworden ist?