Katzen-WG

Diskutiere Katzen-WG im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Als ich jung war, wurden Katzen ohne Probleme als Einzelkatze abgegeben. Mittlerweile heißt es primär immer zu zweit, denn das wäre Artgerecht...
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sperare

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Als ich jung war, wurden Katzen ohne Probleme als Einzelkatze abgegeben. Mittlerweile heißt es primär immer zu zweit, denn das wäre Artgerecht.

Aber ist das wirklich so?

Oder ist das eine vom Menschen aufgestelltes Dogma?


Momentan lese ich das Buch von Frau Mishelle Nagelschneider, "Tipps von einer Katzenflüsterin:Wie wir unsere Katze besser verstehen und sie dazu bringen, zu tun, was wir wollen"

Und die Frage nach der "erzwungenen" Katzen-WG stellte sich mir beim Durchlesen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich finde dieses Buch klasse und bis auf 2 oder 3 Sachen, die ich anders sehe, habe ich wertvolle Tipps bekommen und ein größeres Verständnis für das Verhalten von Katzen; kurz ich kann das Buch wirklich empfehlen.

Sie schreibt u.a. in Ihrem Buch das ein Kater in einem Haus durschschnittlich ein Rvier von ca. 5,5 Zimmern nehmen würde und eine Katze durchschnittlich 3,5 Zimmer.
Aber wer hat schon eine 9 Zimmer-Wohnung. Naja, zumindest das Problem wo man 3 - 4 Katzenklos unter bekommt wäre hier einfacher. 8)

D.h. für mich im Umkehrschluss, das sich Katzen eher weniger gern begegnen. Welches wiederum auch von einer Doku die ich mal sah belegt wurde. (Leider kenne ich den Titel nicht mehr und von welchem Sender es war. Jedenfalls wurden in einem, ich meine, englichen Dorf alle Katzen "vernetzt". Sie bekamen einen Sender um. Und dann schaute man zu zum einen wohin sie so laufen und zu welcher Urzeit und zum anderen mit wem sie laufen oder wen sie so treffen wollten. Das erstaunliche daran war, dass die Katzen (bis auf 2) darauf bedacht waren sich unterwegs nicht zu begegnen. Dass wenn Revierläufe sich kreuzten, die Tiere zu unterschiedlichen Zeiten liefen.)
Irgendwo hatten die Katzen bestimmt eine Art Terminkalender ausgehängt, wo jede Katze sich eintragen musste. ;-)

Aber anders herum ausgedrückt heißt das für mich, das Katzen eher Einzelgänger sind.


Befreundete Katzen liegen unheimlich gerne zusammen.
Wenn Katzen sich um den besten Platz auf einem Kratzbaum streiten oder sich scheinbar spielerisch runterschubsen hat das eigentlich nichts mit Harmonie zu tun. Das stärke Tier wird definieren wo sein Thron ist.
Ist das dominierende Tier glücklicher weise ein selbstbewusstes Tier, wird es dem Schwächeren den begehrten Platz teilweise überlassen - um der Harmonie willen. Denn Katzen leben ungern im Stress.
Nach dem Motto, wenn wir schon hier zusammen leben müssen, machen wir zumindest das Beste draus.
Ich weiß es ist hart ausgedrückt. Jedoch wenn ich recht überlege, so richtige Katzenfreundschaften, all zu viele habe ich bisher noch nicht gesehen. Also wirklich richtige, wo nicht nur gemeinsam gekuschelt wird sondern auch gegenseitige Fellflege betrieben wird.


Frau Nagelschneider beschreibt in ihrem Buch sehr ausführlich wie man am Besten 2 fremde Katzen aufeinander zuführt um mögliche Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Das umzusetzen ist eine Sache für sich, werde es aber so machen, wenn ich in diese Situation komme. Denn ich sehe es auch so, das es besser ist absehbare Schwierigkeiten im Vorfeld zu lösen, als sie diese im Nachhinein unter größeren Aufwand lösen zu müssen. (Gut, es mag Menschen geben, die dann eine Katze einfach wieder ins Tierheim zurück geben - ist halt der einfachere/ bequemere Weg)

Aber genau hier ist jetzt auch mein Gedankenproblem. Wenn eine Zusammenführung von Katzen so aufwendig ist - erzwinge ich das ganze dann nicht.
Oder anders gefragt, forme ich die Katzen nach meiner Vorstelleng um mit Hilfe einiger Tricks?


Ist der Grundgedanke, wirklich artgerechte Haltung oder nur eine Vermenschlichung der katze; oder um mehr Katzen aus den Tierheimen zu bekommen?

Denn wenn eine Katze z.B. FIV - positiv ist, geben die Tierheime diese Katzen ohne zu zögern in eine Einzelhaltung! Aber es gibt noch mehr Katzen mit FIV - einmal angsteckt hat die Katze die Krankheit, 2x anstecken geht somit nicht.
Wieso ist dann bei FIV-Katzen diese artgerechte Haltung auf einmal zweitrangig?


Es geht mir bei meiner Frage nicht um eine Grundsatzdiskussion ob man 2 oder mehr Katzen halten soll oder nicht. Denn wie gesagt ich finde das Buch gut und denke, das es so auch möglich ist 2 oder mehr Katzen zu Freunden zu machen. Und wenn man viel Platz hat sollte man sich Katzen aus einem Tierheim holen und vorhandene, soweit es nicht schon geschehen ist, kastrieren lassen.

Mich interessiert es aber zu erfahren auf welche Erkenntnisse man sich beruft um zu behaupten das Katzen eigentlich heimliche Rudeltiere sind und nur der Löwe schlau genug war seine Neigungen offen zu zeigen, während alle anderen Katzen dies im Verborgenen machen müssen?
Achtung Ironie!


Diese Katzentreffen die an manchen Orten beobachtet wurden sind für mich kein Beweis. Denn erklären kann sie keiner, warum Kater die sich ansonsten spinnefeind sind auf einmal gemeinsam mit anderen in geselliger Runde sitzen, eine runde "Mäuseskat" spielen und den neusten "Klatsch" verbreiten.
Denn wenn sie wieder in das jeweilige Revier zurück sind, hauen sie sich bei schlecht verlaufenden Begenungen wieder wie die Kesselflicker.
 
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  • Katzen-WG

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  • Katzen-WG Beitrag #2
Ich habe, mit meinen beiden Katzenschwestern, hier echte Freundinnen zu Hause. Also mit allem, zusammen liegen auf engstem Raum, Ohren putzen, spielen.

Trotzdem ist eine der beiden eindeutig die ranghöhere - sie frisst zuerst und sucht sich aus, wo sie schlafen will, wann sie allein sein will, etc.
Das Ding ist, wenn Chefin Scylla mal nicht da ist, oder nicht sofort zu finden ist, wird ihre Schwester Suku unruhig, sucht und mauzt in einer Tour. Obwohl man ja denken könnte "ist doch super, jetzt bist du mal Königin!".

Auch bei Nox, unsrer Findlingsmama, merken wir sehr, dass sie ausgelasteter und zufriedener ist, nun, da sie Anschluss an die anderen beiden gefunden hat und mit ihnen spielen darf.
Schon vor der Geburt ihrer Kitten hat sie uns als Menschen regelmäßig zum Fangen spielen aufgefordert, besonders schlimm war es dann nach dem Auszug der Kitten (die sie ja auch zum Spielen nutzen konnte) und bevor die Beziehung zu Suku dann soweit war, dass man sich da austoben konnte.
Wie gesagt, sie erscheint mir nun glücklicher und ausgeglichener, ohne, dass sie jetzt Fellpflege mit den anderen beiden betreibt.

Ah, und apropos Kitten: ich bin sehr froh, dass die 4 je paarweise vermittelt werden konnten, da diese hier eben auch quasi immer aneinander klebten, sich viel putzten und natürlich spielten.

Es ist ja durchaus bekannt, dass Katzen alleine jagen, und gerade potente Tiere auch blutige Revierkämpfe austragen (vermutlich umso mehr wenn Ressourcen knapp werden), aber man kann bei Katzen eben doch ein Repertoire an zwischenkätzischer Kommunikation erkennen.

Und es wurde ja auch schon des öfteren hier beschrieben, wie die hinterbliebene Katze nach der verstorbenen sucht oder trauert, oder einfach weniger glücklich wirkt, ohne, dass diese jemals auf Art der Orientalen Stapelkatzen waren.
 
  • Katzen-WG Beitrag #3
Schau mal, das Thema hatten wir schon zig mal, es wäre sicher sinnvoll, da einen älteren Thread zu reaktivieren, zumal dein Titel jetzt nicht zwingend auf den Inhalt deines Postings schließen lässt (was das Wiederfinden und Informieren für Neulinge erschwert):wink: (schau auch mal selber in die SuFu zum Thema "Zweit(katze)", da findest du fast 400 Threads), hier mal ein paar, an die ich mich spontan erinnere:
























Keiner sagt, dass JEDE Katze mit JEDER Katze auskommt, man muss schon schauen, dass die Tiere charakterlich zueinander passen.

Und bitte auch beachten, ob es um potente oder kastrierte Tiere geht :wink:.
 
  • Katzen-WG Beitrag #4
Ich frage mich gerade, ob du selber eine Katze hast und falls ja, ob du sie/ihn als Einzeltier hältst.
 
  • Katzen-WG Beitrag #5
Trotzdem ist eine der beiden eindeutig die ranghöhere - sie frisst zuerst und sucht sich aus, wo sie schlafen will, wann sie allein sein will, etc.


Ah, und apropos Kitten: ich bin sehr froh, dass die 4 je paarweise vermittelt werden konnten, da diese hier eben auch quasi immer aneinander klebten, sich viel putzten und natürlich spielten.

Eine Frage rein interessehalber, hast Du einen gemeinsamen Fress- und Trinknapf für die Katzen, oder hat jede Katze ein eigenes Schälchen, die voneinander entfernt stehen.
(Denn mit den Fressnäpfen ist es eingentlich das Gleiche wie mit den Katzenklos.)


Kitten kann man in den meisten Fällen auch problemlos zu zweit oder mehreren abgeben. Denn Sie kennen sich ja schon und haben einen Vertrauten Geruch untereinander der eine Zusammengehörigkeit definiert.

Wie gesagt, das kann auch künstlich mit 2 fremden Katzen erzeugt werden. Oder wenn eine weiter Katze zu schon 2 zusammen lebenden Katzen hinzu kommt. Jedoch der Aufwand ist nicht gerade wenig eben genau diesen Geruch der Vertrautheit herzustellen.

Ich frage mich gerade, ob du selber eine Katze hast und falls ja, ob du sie/ihn als Einzeltier hältst.

Hatte bisher immer Einzelkatzen, muss dazu aber auch sagen, dass sie alle Freigänger waren.

Demnächst nehmen wir eine Katze aus Spanien auf, die nur als Einzelkatze gehalten werden möchte - so die Auskunft der Tierhilfe. Denn auch diese Tierhilfe sieht es so, dass Katzen immer mindestens zu zweit gehalten werden soll.

Aber damit ist meine Frage noch nicht beantwortet.
Es geht mir nicht darum Einzelhaltung zu propangadieren, denn wie gesagt, wenn man die Möglichkeit hat, sprich das richtige Umfeld und Katzen mag, sollte man ruhig mehr als eine aufnehmen. Vorausgesetzt das die Katze nicht von sich aus eine Katzen-WG ausschließt aus welchen Gründen auch immer.

@saurier

Werde mir mal die Links durchlesen und dann melde ich mich wieder zu Wort.

Danke dafür. :-D
 
  • Katzen-WG Beitrag #6
Wir haben 3 Näpfe, und Scylla und Nox gehen zuerst und gucken die Näpfe durch. Dann suchen sie sich aus, woraus sie fressen wollen, den freien Platz nimmt dann Suku ein. Es bleibt allerdings auch immer etwas übrig, also denke ich nicht, dass Suku oder eine der anderen nicht genug abbekommt.
 
  • Katzen-WG Beitrag #7
Bin im Internet darüber gestolpert:




Das lief am 19.03.16 im ARD.
Ab Zeit 5:06 geht es um die Mutterkatze Lilly und Sohn Freddy. Sie bewohnen ein Haus mit Freigang und sehen trotz Verwandschaft 1. Grades den anderen lieber von weiten.

Und zum Fazit der Doku wird gesagt: "...sie (Katzen) sind Einzelgänger und brauchen keinen Spielgefährten."

Die Links lese ich noch... aber so weit ich gekommen bin werden nur persönliche Meinungen gsagt, keine wissenschaftliche Belege.

Meiner Meinung nach kann man eine domestizierte , verwilderte Katze, die sich aus irgendeiner Notwendigkeit, vielleicht auch als Schutz vor verwilderten Hunden zusammentun, nicht als eine Basis hervorholen um zu sagen, das Katzen lieber in Gesellschaft leben.
Denn wenn es so wäre würde doch auch die Europäische Wildkatze in Rudeln leben und genau das macht sie nicht.

In einen weiterführenden Link habe ich Bilder gesehen, wo man ganz klar sehen kann wie entspannt und wohl diese Katzen sich in der Gesellschaft einer oder mehreren andere/n Katze/n fühlen,
Es sind wahrlich schöne Bilder und ich erfreue mich daran und bin auch froh darüber das es diesen Katzen gut geht.
Und ja, natürlich gibt es Katzenfreundschaften, da spricht ja auch nichts dagegen.

Jedoch aufgrund dieser Bilder eine WG-Haltung als generelle Voraussetzung für ein glückliches Katzenleben zu definieren, dass sehe ich bis jetzt noch nicht.
Oder würde jemand auf die Idee kommen zu sagen das Goldhamster in Gesellschaft gehalten werden sollten, nur weil es vielleicht Bilder gibt, wo man das sehen kann, das erwachsene Tiere zusammen leben.


Wichtig, ich versuche niemanden zu überzeugen, seine Katzen sollten getrennt gahalten werden!!!!
Aber ich möchte auch nicht 2 Katzen überzeugen müssen, des es ihnen in einer katzen-WG besser geht, nur weil irgendwelche Menschen dies für sich so erkannt haben wollen.

Wenn es um mich als Mensch geht, der gerne mit anderen zusammen ist würde ich auch sagen, klar, es geht nichts über eine Katzen-WG. Denn als Mensch kann ich einer Katze nie diese Art der zärtlichkeit geben wie eine Katze der anderen auch werde ich sie nicht voller Wonne ablecken. Da ist eine andere Katze auf jedenfall der bessere Part. Und wenn die Katze mal alleine zuhause ist, ist zum Zeitvertreib eine andere Katze auch gut um sich gegenseitig das Plüschmäuschen oder so zuzuschmeißen.

Aber nur weil mein menschliches Empfinden so aufgestellt ist, heißt das noch lange nicht, das es bei der Katze auch so ist. Meiner Meinung nach ist es nicht richtig menschliche Bedürfnisse 1:1 auf die Katze zu übertragen.

Aus diesem Grund will ich es genau wissen
 
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  • Katzen-WG Beitrag #8



Das lief am 19.03.16 im ARD.
Ab Zeit 5:06 geht es um die Mutterkatze Lilly und Sohn Freddy. Sie bewohnen ein Haus mit Freigang und sehen trotz Verwandschaft 1. Grades den anderen lieber von weiten.

Und zum Fazit der Doku wird gesagt: "...sie (Katzen) sind Einzelgänger und brauchen keinen Spielgefährten."

Die Links lese ich noch... aber so weit ich gekommen bin werden nur persönliche Meinungen gsagt, keine wissenschaftliche Belege.


Aus diesem Grund will ich es genau wissen


Weil du es ganz genau wissen willst ;-), dann lies dir doch z.B. ein Interview mit der Biologin Sabrina Streif durch, die diese kleine Studie durchgeführt hat, und schau, ob sie persönlich irgendwas davon sagt, was der TV-Sprecher ihr in den Mund legt, insbesondere die sogenannte Erkenntnis, Katzen seien Einzelgänger, die keinen Gefährten bräuchten.



Mal abgesehen davon, war das eine Ministudie mit nur 25 Katzen, die zudem auch noch vom TV-Team ausgesucht wurden (siehe Acquise). Unter diesen 25 Katzen wurde nur ein Beispiel genannt, Mutter und Sohn, die sich nicht verstehen. Und darauf soll die Erkenntnis basieren, dass Katzen Einzelgänger sind. Erstens kann dir im Forum jeder erzählen, dass die Konstellation Mutter - Sohn meistens nicht funktioniert, obwohl es natürlich auch Ausnahmen gibt. Aber es gehört zum natürlichen Instinkt, dass Katzenmütter die Söhne aus dem eigenen Revier vertreiben, um Inzest zu vermeiden. Zweitens kann man eine irgendwie ausgewählte Gruppe von nur 25 Katzen (was waren die Kriterien für die Auswahl?) doch nicht gegen die Erfahrung von Hunderten oder gar Tausenden in diesem Forum stellen und die guten Erfahrungen als persönliche Meinung wegwischen.

Ich vertraue auch auf wissenschaftliche Erkenntnise, aber die muss man auch kritisch hinterfragen und nicht blind darauf vertrauen, was ein TV-Sprecher sagt.

Ich bin mir sicher, dass es da vertrauenswürdigere Studien und Quellen gibt.
 
  • Katzen-WG Beitrag #9
Weil du es ganz genau wissen willst ;-), dann lies dir doch z.B. ein Interview mit der Biologin Sabrina Streif durch, ...

Erstens kann dir im Forum jeder erzählen, dass die Konstellation Mutter - Sohn meistens nicht funktioniert, obwohl es natürlich auch Ausnahmen gibt.

Ich bin mir sicher, dass es da vertrauenswürdigere Studien und Quellen gibt.

Ich hab es mir 2x durchgelesen, aber das Katzen Rudeltiere sind habe ich da nicht heraus gelesen.
Und das sich Katzen zu Paarungen treffen sehe ich nicht als Kuschelbedürfnis.

Jedoch gibt es da noch einen anderen Link:


Jürgen Perthold aus dem Schwäbischen Aalen wollte es genauer wissen und hat seinem Kater kurzerhand eine Digicam umgehängt.
Was überrascht Sie an Mr. Lee's Fotos am meisten?
Dass er in Begleitung anderer Katzen ist. Ich dachte immer Katzen, und im speziellen Kater, wären ziemlich eigenbrötlerisch und würden ihr Revier gegen andere Katzen abstecken.

Gut, eine Schwalbe macht zwar noch kein Sommer wie das Sprichwort so schön sagt, aber es gibt somit auf jedenfall 1 Ausnahme, und ich kann somit davon ausgehen, das es noch mehr Ausnahmen gibt.
Fazit für mich - Katze im Freien Gelände ist durchaus oft geselliger als ich es bisher so dachte.
Herr Perthold ist kein Wissenschaftler, aber seine Katze entscheidet sich an dem Punkt ohne seinen Einfluss. Also akzeptiere ich die Aussage, auch wenn es kein Bild davon gibt, denn sein Satz spiegelt seine eigene Verwunderung wieder.


Die Problem-Konstellation Mutter-Sohn - gilt das auch bei kastrierten Tieren?
(OK, der Status von Mutter und Sohn, diesbezüglich, wurde im Film nicht definiert)


Ich werde Frau Streif kontaktieren und wenn Sie es erlaubt, ihre Antort auch hier rein kopieren.
 
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  • Katzen-WG Beitrag #10
Meine schlichte Erkenntnis zum Thema:

auch ich kannte bis vor einigen Jahren nur super zufriedene Freigänger-Einzelkatzen. Meine letzte hatte ihr Leben lang mit anderen Katzen gelebt und war nur gemobbt worden. Alleine ist sie dann regelrecht aufgeblüht.

Die Kombi Mutter-Kinder (alle kastriert) hat hier unvorstellbaren Zoff gegeben.

Bruder-Schwester dito.

Zoe wäre als Einzelkatze super glücklich (Freigang!).

Oskar und Joschi wären totunglücklich, wenn sie alleine leben müssten.

Meine Meinung beeinflusst das natürlich. Statistisch verwertbar ist es trotzdem nicht.
 
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  • Katzen-WG Beitrag #11
Da sind z.B. in meinem Thread doch - genau aufgrund der immer wiederkehrenden Fragen - viele wissenschaftliche Studien zusammengefasst, was genau daran bezweifelst du?

Und dass Katzen 'Rudeltiere' sind, hat nie jemand behauptet, daher ist es müßig, danach in Studien zu suchen. Es gibt noch anderes als absoluter Einzelgänger und Rudeltiere - weitere Abstufungen...

Aber das habe ich ja alles schon geschrieben, von daher möchte ich mich nicht unnötig wiederholen.
 
  • Katzen-WG Beitrag #12
Nur kurzes Beispiel zu Mutter-Sohn: das läuft auch hier nicht gut. Die beiden Söhne (erwachsen, kastriert) haben regelmässig etwas Zoff mit ihrer Mama (ebenfalls kastriert). Mit den anderen Katzen: grosses Schmusen und "Rudelknuddeln".
Insofern wäre ich auch der Meinung, dass gerade die Konstellation "Katzenmutter-Katersohn" keine ist, an dem man das Sozialverhalten von Katzen allgemein beurteilen kann.
Will ja auch keiner, dass unser Sozialverhalten am Verhältnis zur SchwieMa gemessen wird, oder?^^


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  • Katzen-WG Beitrag #13
Da sind z.B. in meinem Thread doch - genau aufgrund der immer wiederkehrenden Fragen - viele wissenschaftliche Studien zusammengefasst, was genau daran bezweifelst du?

Und dass Katzen 'Rudeltiere' sind, hat nie jemand behauptet, daher ist es müßig, danach in Studien zu suchen. Es gibt noch anderes als absoluter Einzelgänger und Rudeltiere - weitere Abstufungen...

Aber das habe ich ja alles schon geschrieben, von daher möchte ich mich nicht unnötig wiederholen.


Weil z.B. der Kater Aldo, den wir bekommen sollten und noch verstarb :cry: ehe er bei uns war.
Es gab Videos von dem Kater, wo man sicht das er scheu und ängstlich versucht anderen Tieren im Tierheim aus dem Weg zu gehen. Von dem einstigen stolzen Kater war dort nichts mehr zu sehen.

In diesem Zwinger für Katzen gibt es viele Katzen. Nach der Theorie das alle Katzen mindestens einen Artgenossen an Ihrer Seite haben wollen, hätte diese Situation erst gar nicht entstehen können.
Und dennoch ist sie passiert!

Wenn es heißen würde, das der große Teil der Katzen gerne in einer Katzen-WG lebt, es aber durchaus auch Ausnahmen gibt, wäre das schon eine andere Aussage. Aber diese Ausnahmen wird, so mein Eindruck, nur auf kranke und falsch sozialisierte Tiere beschränkt. Das wiederum finde ich seltsam.

Oder was anderes, gehört jetzt nicht wirklich in dieses Thema, aber nur mal als Verdeutlichung, wie Menschen ihr eigenes Wohl auf ihr Haustier überstülpen und das im Namen des Tierschutzes auch noch als artgerecht verkaufen. Wenn z.B. Veganer hingehen und meinen ihr Hund oder Katze auch Vegan sein müssten und wenn man nur die richtigen Nährstoffe enthalten sind, das es ohne Probleme gehz, sträuben sich bei mir die Haare!
Ich empfinde es als nicht richtig aus Kanivoren veganer zu machen - und dennoch unterstützt eine große Tierschutzorganisation (PETA) diese These.

Und Katzen-WG's die nur deshalb erzeugen weil Menschen das als richtig empfinden ist für mich irgendwie ähnlich - bis jetzt - bin ja auf der Suche nach der Überzeugung.

Kitten zu zweit zu halten, von Anfang an - darüber brauchen wir nicht zu reden. Die kennen sich, die verstehen sich. Und wenn man die Möglichkeit hat, warum nicht direkt 3 Kitten übernehmen? Denn wenn eines Tages eines der Tiere verstirbt ist es für die hinterbliebenen Katzen einfacher.

Es ist auch völlig unsinnig eine harmonisch bestehende Katzen-WG zu zerreißen.

Mir geht es nur darum ob man wirklich zwei oder mehr sich wildfremde Katzen in eine Katzen-WG zu bringen. Und zwar ob sie wollen oder nicht, nur weil der Mensch meint, das es für die Katzen besser ist. Ist das wirklich richtig?
 
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  • Katzen-WG Beitrag #14
Bei Streunerkatzen wurde beobachtet das weibliche Katzen sich bei genügend Resorcen zusammenschließen und zusammen lebem. Teilweise gibt es direkt Freundschaften. Natürlich muss genug Futter und Platz da sein, damit jede ihre Jungen aufziehen kann, sonst suchten einige Katzen ein anderes Revier oder wurden vertrieben. Potente Kater hingegen gehörten meist keiner solchen Gruppe an. Sie durchstreifen ständig einzeln ihre Reviere.

Was nun die Wohnungskatzen angeht, zum Teil hast du recht. In vielen Fällen zwingen wir der Katze einen Sozialpartner auf. Aber ich denke jeder verantwortungsvolle Katzenbesitzer versucht den besten Partner für sein Tier zu finden und richtet auch die Wohnung dementsprechend ein.
Meine beiden haben die gesamte Wohnung zur Verfügung, mit mehreren Katzenbettchen pro Zimmer, Catwalks, Kratzbäumen, so daß sie sich locker aus dem Weg gehen können, wenn sie sich nicht sehen wollen. Es gibt genug Futter und für jede ein inividuelles Beschäftigungsprogramm und Aufmerksamkeit, so daß genug Platz und Resorcen vorhanden sind.

Meine Kuscheln nicht miteinander, aber sie putzen sich und suchen sich und ich bin der Meinung dass das ein Zeichen ist das richtige getan zu haben, obwohl meine Große auch als Einzelkatze zu uns kam.

Bei FIV- Katzen werden meines Wissens versucht auch infizierte Katzen zu finden, sodass ein Partner da ist, aber keine Neuinfektionsgefahr besteht.
 
  • Katzen-WG Beitrag #15
Bei vielen Katzen, die allein gehalten werden, merkt man schon sehr deutlich, dass etwas nicht stimmt und dass ihnen ein Partner fehlt.
Einer schon lange allein lebenden, zufrieden wirkenden Katze würde ich aber keinen Partner aufdrücken. Das kann bös in die Hose gehen. Aber bei vielen merkt man, dass ein kätzischer Partner fehlt, bei Verhaltensstörungen zB, Hyperaktivität etc.
Ich denke, man muss es von der Situation und der Katze abhängig machen.
Katze Kitty lebt bei Freunden ganz allein, geht aber täglich raus und trifft dort eine Menge "Nachbarn" (kätzische). Einen Kumpel zuhause braucht sie nicht. Sie sucht sich draußen ihre Ansprechpartner.
Wenn sie aber nur allein drinnen wäre, wäre sie bestimmt nicht so zufrieden.


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  • Katzen-WG Beitrag #16
Bei Streunerkatzen wurde beobachtet das weibliche Katzen sich bei genügend Resorcen zusammenschließen und zusammen lebem. Teilweise gibt es direkt Freundschaften. Natürlich muss genug Futter und Platz da sein, damit jede ihre Jungen aufziehen kann, sonst suchten einige Katzen ein anderes Revier oder wurden vertrieben. Potente Kater hingegen gehörten meist keiner solchen Gruppe an. Sie durchstreifen ständig einzeln ihre Reviere.


Meine beiden haben die gesamte Wohnung zur Verfügung, mit mehreren Katzenbettchen pro Zimmer, Catwalks, Kratzbäumen, so daß sie sich locker aus dem Weg gehen können, wenn sie sich nicht sehen wollen. Es gibt genug Futter und für jede ein inividuelles Beschäftigungsprogramm und Aufmerksamkeit, so daß genug Platz und Resorcen vorhanden sind.

Stimmt, das wusste ich auch, das es bei streunenden weiblichen Katzen Zweckgemeinschaften gibt in denen es durchaus aber auch befreundete Katzen gibt. Komisch, das ich daran nicht dachte. Besonders die Aufzucht von Kitten war interessant, da diese Zweckgemeinschaften auch Kitten gemeinsam aufzogen, diese Aufgabe also nicht nur der Mutter alleine überließen.
Ergo Katzen haben eine Tendenz gemeinsam zu leben.

Wie ist es aber bei Katern? Geschwister von Geparden oder Gepardenbrüder, jagen in der ersten Zeit nach verlassen der Mutter oft noch zusammen, einfach weil der Erfolg auf Beute da größer ist.
Wurde so etwas auch schon bei domestizierten Katzen beobachtet?


Ja, Catwalk und Co haben schon was für sich. Wir haben außerdem einen Teppich an der Wand befestigt - so eine Art Katzen-Kletter-Wand.
Das Schlafzimmer wollen wir allerdings nur am Abend der Katze zugänglich machen. Habe gelesen, das es für eine Katze spannender ist, wenn sie nicht jederzeit die ganze Wohnung zur Verfügung hat.
 
  • Katzen-WG Beitrag #17
Die Situation im Zwinger oder Tierheim finde ich jetzt kein nützliches Beispiel. Wenn ich die Wahl hab mit 100 fremden Menschen auf einem Haufen zu sein oder mir ein ruhiges Eck zu suchen nehm ich auch das ruhige Eck. Deswegen hasse ich aber nicht alle Menschen :mrgreen:

Ich hatte hier drei Kitten + Mutter. Und hab den Fehler begangen einen Bruder zu vermitteln. Danach war nur noch Zoff unter den Verbliebenen. Die Katzenmama verschwand irgendwann, die verbliebenen Bruder und Schwester haben nur gezofft.
Da mein Kater auch sonst seit sein Bruder weg war massive Verhaltensauffälligkeiten gezeigt hat habe ich irgendwann allen Mut zusammen genommen und einen super sozialen Kater dazu genommen. Von vornherein mit der klaren Option ihn zurückzugeben, wenn es nicht passen würde.
Aber es passt. Die zwei hängen nicht den ganzen Tag zusammen, kuscheln auch fast nicht. Dennoch bin ich sicher, dass keiner mehr ohne den anderen könnte. Sie putzen sich, suchen und rufen sich oft. Und es sind Freigänger. Sie "müssten" gar nix.
 
  • Katzen-WG Beitrag #18
Was mich ja mal interessieren würde, ist die Selbstwahrnehmung oder wie auch immer man so etwas bei Tieren beschreiben will von allein lebenden Wohnungskatzen.
Das Katzen zwischen Menschen und Katzen unterscheiden können ist denke ich gegeben, zudem auch, dass sich Katzen, die mit beiden Gruppen Kontakt haben eben den Katzen zuordnen.

Wie aber, fühlt sich ein Tier, in diesem Fall eine Katze, die ihr Leben lang alleine unter Menschen lebt? Ich mein, dass Katzen sich keine philosophischen Fragen über ihre Existenz stellen ist mir schon klar, aber es wird ja auch durchaus beobachtet, dass Katzen, die lange alleine waren, bestimmte "kätzische" Verhaltensweisen verlernen und im Kontakt mit Artgenossen überfordert sind.
 
  • Katzen-WG Beitrag #19
[...] Wie aber, fühlt sich ein Tier, in diesem Fall eine Katze, die ihr Leben lang alleine unter Menschen lebt? Ich mein, dass Katzen sich keine philosophischen Fragen über ihre Existenz stellen ist mir schon klar, aber es wird ja auch durchaus beobachtet, dass Katzen, die lange alleine waren, bestimmte "kätzische" Verhaltensweisen verlernen und im Kontakt mit Artgenossen überfordert sind.

Wie typisch oder untypisch diese Geschichte ist, kann ich nicht sagen, aber vielleicht ein interessantes Beispiel, das ich selber miterlebt habe:



 
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  • Katzen-WG Beitrag #20
ich kann, glaube ich, eine kleinigkeit beitragen.

katzen bilden keine rudel, sondern kolonien.

bei wildlebenden bzw. teilweise wildlebenden katzen verläßt die mutter den erwachsenen wurf,
die kinders bleiben.

my 5 cent,
werner

kleiner ot-edit: zu Peta wirste hier nicht viele freunde finden.
 
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