Nach den Kurzmeldungen während der Reise wird es nun Zeit für die ausführlichen Berichte!
ANDROSREISE OKTOBER 2021 - Kapitel 1: Nachtfahrt, Nebel, nasse Katzen.
Unsere Vereinsvorständin wäre dieses Jahr auch sehr gern nach Andros gefahren. Pandemische Reisebeschränkungen zum Jahresanfang und erfreuliche familiäre Ereignisse im Sommer verhinderten dies jedoch. Da wir aber gern noch einmal vor dem Winter nach unseren Katzen schauen wollen, übernahm Miriquidius die diesjährige Herbstreise.
Keine Andros-Reise ohne Andros-Koffer! Hier also die obligatorischen Fotos vor jeder Fahrt. Diesmal ein etwas größerer Koffer, denn für den Rückflug war kein Kabinenplatz für Katzen mehr frei, so dass dreimal Frachtraum gebucht wurde und somit drei stabile Boxen mitgenommen werden mussten.
Abflug vom BER - ohne Probleme, einen Tag vor dem nachfolgenden großen Reisechaos.
Geplant war wieder einmal, direkt nach dem Flug die Fähre zu nehmen, um nicht erst am nächsten Morgen nach Andros überzusetzen. Bei einer für nur eine Woche geplanten Reise zählt jede Stunde, die wir den Katzen widmen können!
Diesmal hat das auch bestens funktioniert, der Flug war pünktlich, das Gepäck schnell und vollständig ausgeladen, und am Mietwagenschalter stand niemand. Bei der Fährgesellschaft gibt es eine Neuerung, die zusätzlich hilft, Zeit zu sparen: man muss sein Ticket nicht mehr in einem Reisebüro am Hafen abholen, sondern kann sich dieses bereits zu Hause ausdrucken.
Also blieb genügend Zeit für den ebenfalls schon traditionellen Lidl-Einkauf. Merkwürdigerweise hat der Supermarkt seit zwei, drei Reisen nicht mehr so viel Vorräte. Gut, dass beim Landhandel auf Andros erneut vorab schon Futter reserviert wurde.
Die Fähre war ebenfalls auf die Minute im Zeitplan, so dass Miriquidius abends wie geplant in Gavrio anlandete.
Die Nachtfahrt über die Insel zum Quartier war spannend!
Das war der Tag, an dem sich bereits die Unwetter der Folgewoche ankündigten. Über Andros ging ein nächtliches Gewitter mit Starkregen nieder, dem die insulanische Stromversorgung mit Freileitungen und an den Masten hängenden Transformatoren nicht so recht gewachsen war.
An den Isolatoren der hoch oben angebrachten Elektrik lief das Wasser nur so herab und produzierte einen imposant anzuschauenden, weithin sprühenden Funkenregen. Nicht minder beeindruckend, wenn schlagartig für einige Sekunden auf einer kompletten Insel das Licht ausgeht und der Reisende sich plötzlich in tiefster, donnergrollender Finsternis wiederfindet und versucht, hinter hektisch wedelnden Scheibenwischern die kurvige Fahrbahn zu erahnen, denn der Regen dämpft auch noch das wenige Licht der Scheinwerfer.
Für Technikinteressierte: so sieht die südländische Stromversorgung aus.
Aber auch diese Fahrt ging irgendwann ohne Zwischenfälle zu Ende. Bei Einfahrt in den Ort brach das Inselstromnetz noch einmal kurz zusammen, dann hörte der Regen auf und friedliche Stille breitete sich über das Land.
Miriquidius wurde von der Vermieterin, die wie schon während der letzten Reise anwesend war, willkommen geheißen. Die Ferienwohnung ist ihm seit seiner ersten Reise vertraut, und so fiel die Anspannung des Reisetages schnell ab und der Reisende bald darauf ins Bett, dem ersten Wiedersehen mit unseren Katzen entgegenträumend...
Nach einem erneuten nächtlichen Gewitter brach der erste Reisemorgen auf Andros an. Schnell die Futterstellen besuchen!
Futterstelle 1
Auf der Sommerreise nicht gesehen und heute die erste, die den Reisenden erwartet: Marie.
Ein noch unbekannter Kater.
Die im Sommer erstmalig gesichteten Kitten haben der Futterstelle die Treue gehalten und stehen recht gut im Futter. Leider sind sie immer noch zu klein für eine Kastration. Betreut wird die Kleinteil-Gruppe durch Medea und Dimitri.
Melina zeigte sich ebenfalls gleich beim ersten Besuch. Zwar nicht an der Futterstelle, sondern auf dem Grundstück daneben, aber sie ging natürlich sofort frühstücken, nachdem Miriquidius sie fotografieren durfte.
Futterstelle 2
An dieser Futterstelle wird der Reisende schon erwartet. Wie zu Reisebeginn üblich durch eine etwas kleinere Gruppe, die aber über die Tage anwachsen wird, da ist Miriquidius sich sicher.
Vorn ist Tiffy zu sehen, dahinter üben sich Liane und Neela im Paarlauf. Ganz hinten sind Eva, Amy II und Zora zu sehen.
Noch einmal säuberlich im Kreis sortiert - bei "zwei Uhr" beginnend Liane, Zora, Amy II, Eva, Neela und Tiffy.
Und in Portraits:
Liane
Eva
Neela
Tiffy
Die Gruppe wurde schon bei der ersten Mahlzeit größer - es gesellten sich inzwischen hinzu:
Amy I
Vaggelio
Nach dem ergiebigen Regen nachts zuvor krochen sie aus allen Winkeln hervor:
Futterstelle 3
An Futterstelle 3 trottete als erster Gast eine unbekannte, ziemlich nasse und schmutzige Katze herbei:
Aber Moment mal...
Irgendwie erinnert dieses patschnasse Fellbündel Miriquidius an irgendwen...
Es gibt doch nur einen Kater, der den Reisenden immer als erster begrüßt...
Schaust Du bitte mal her?
Tatsache!
Kalimera, Sokrates!
"Ich mag zwar nass und dreckig sein, aber bin trotzdem der Chef hier! Ich fress´ zuerst!" Sokrates unterstreicht seinen Herrschaftsanspruch und gibt Timos erstmal eins auf die Mütze.
Ja, Sokrates lebt hier schon lange, wahrscheinlich kam er irgendwann in 2018 hier an. Fotos von ihm zeigte Marie zu Anfang 2019.
Versonnen verharrt Miriquidius plötzlich an dieser Stelle. Er erinnert sich an seine allererste Andros-Reise vor genau zwei Jahren im Oktober 2019. Ihm fällt ein: Sokrates gehört zu den ersten Katzen, die vom damaligen Andros-Greenhorn zur Kastration eingefangen wurden.
Nun ist Sokrates der König an dieser Futterstelle und begrüßt den Reisenden auf jeder Reise, vertraut und verschmust vom ersten Augenblick an.
Doch zurück ins Hier und Jetzt...
Von ferne zeigt sich Tiger. Er ist immer recht vorsichtig und lässt sich so gar nicht anfassen. Aber er ist da und sieht gut aus. Das allein zählt!
Sokrates ist ein gütiger Herrscher. Er legt zwar Wert darauf, als Erster zu fressen, doch seine Mitkatzen haben anschließend genügend Zeit und Futter für sich.
Recht nahe und nicht sehr scheu gesellt sich plötzlich ein unbekannter und unkastrierter schwarz-weißer Kater dazu.
Miriquidius fackelt nicht lange und schon sitzt dieser Kater in einer Box. Die Tierärztin bekommt also gleich am ersten Vormittag Besuch und der Kater anschließend den Namen Schiko.
Am Nachmittag besuchte Miriquidius unseren griechischen Freund S. Der Bericht von der dort lebenden Katzentruppe reicht aber für ein eigenes Kapitel aus. Daher nur noch kurz ein Blick am Abend des ersten Tages auf die Futterstelle 3.
Sokrates hat bemerkt, dass sein schmuddeliges Aussehen nicht mit der Würde eines Futterstellenchefs zusammenpasst und den Tag für die Fellpflege genutzt:
Miss Meier sieht ebenfalls aus wie aus dem Ei gepellt. Am Morgen war sie noch nicht da, möglicherweise genierte sie sich, einen nassen Langhaarpelz vorzuführen.
Timos lässt das erste Kapitel satt und zufrieden ausklingen.