ANDROSREISE OKTOBER 2021 - Kapitel 3: Katzen, Katzen, nochmals Katzen - Fotosafari mit H. & I.
Am Sonntag ruht wie überall auch auf Andros das öffentliche Leben, die Tierärztin arbeitet an diesem Tag natürlich ebenfalls nicht. Eine gute Gelegenheit also, Besuche abzustatten.
Nachdem Miriquidius im Sommer schon bei unseren rührigen Freundinnen H. & I. vorbeischaute, aber aufgrund der Hitze nur wenige Katzen zu Gesicht bekam, versprachen ihm die beiden, "dass im Herbst bessere Gelegenheit sein wird, ein paar mehr eurer Katzen zu sehen".
Das allerdings war eine schamlose Untertreibung dessen, was Miriquidius an diesem Tag geboten bekam…
Doch zunächst wurde Schiko wieder an der Futterstelle 3 freigelassen.
Einigermaßen verdutzt bekam er zunächst gar nicht mit, dass die Boxentür schon ein paar Sekunden offen stand:
Doch auch er machte sich dann doch ziemlich schnell aus dem Staub:
Das war dann auch das Aufbruchssignal für den Reisenden Richtung H. & I.
Sie hatten für diesen Tag schönes Wetter angekündigt. Leise Zweifel an dieser Vorhersage kamen Miriquidius auf dem Weg dahin:
Denn wo ein Regenbogen ist, ist auch Regen. Und das dunkelblaue am Horizont war nicht der wunderbare griechische Sommerhimmel, sondern eine massive Wolkenwand. So kam Miriquidius denn auch im strömenden Regen bei H. & I. an.
Doch Inselkenner auf der ganzen Welt wissen - in solchen Gegenden geht schlechtes Wetter genauso schnell vorbei, wie es kommt.
Also blieben die Gastgeberinnen und ihr Gast entspannt, tranken erst einmal Kaffee und genossen griechische Konditorkunst.
Auch leben ja im und am Haus einige Katzen, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.
Und damit begann eine mehrstündige Fotosafari…
Alina, die im Juni in Athen kastriert wurde, blieb dann noch im Haus zur Beobachtung. Inzwischen fühlt sie sich im dort stehenden offenen Käfig, pudel- äh… katzenwohl.
Grandpa George. Ein schätzungsweise 13 Jahre alter Kater. H. & I. kennen ihn von kleinauf und nannten ihn "Grandpa".
Eine britische Touristin fütterte ihn im September und informierte H. & I., dass er krank geworden sei. H. & I. holten ihn daher zu sich. Dabei erfuhr die Touristin auch von unserem Verein, nahm mit uns Kontakt auf und spendete für die medizinische Behandlung.
Gemeinsam mit H. & I. beschlossen wir, dass die Touristin dem Kater einen richtigen Namen geben darf. Sie entschied sich für George, so dass er von Stund an "Grandpa George" genannt wurde.
Leider erhielten wir am 7. November die traurige Nachricht, dass Grandpa George verstarb. Er hatte keine Krankheitsanzeichen mehr. H. & I. denken, dass er aufgrund seines Alters über die Regenbogenbrücke ging. 13 Jahre sind für eine Streunerkatze enorm, selbst mit regelmäßiger Futterversorgung!
Auch wenn er nicht mit unserer Unterstützung kastriert wurde, gehört er in unseren Herzen doch zu den "Androskatzen". Er bekam deshalb selbstredend seinen Platz bei unseren Sternchen:
www.cats-at-andros.de/tier/grandpa-george/
Die beiden Blindchen Jolanda...
… und Helis. Ihm geht es sehr gut. Die anfängliche Befürchtung, dass er an den Augen operiert werden muss, hat sich bis jetzt zum Glück nicht bestätigt. Da er bei H. & I. im Haus lebt, kann außerdem gegebenenfalls sehr schnell reagiert werden.
Afroditi, Ende September kastriert und schon wieder quietschfidel.
Sandrino
Inzwischen schien bereits wieder die Sonne, so dass die echte Safari starten konnte. Dazu gehört standesgemäß ein größeres Allradfahrzeug, welches H. kühn über die schlechten Pisten scheuchte. Zu den Griechen, an deren unterirdischen Fahr"künsten" Miriquidius bereits mehrfach verzweifelte, gehört H. ganz gewiss nicht!
Der erste Stopp wurde an einem einsamen Anwesen am Hang eingelegt. Dort lebt ein älteres Ehepaar, dass sich fürsorglich um eine Katzengruppe von H. & I. kümmert. (Und auch um die Gäste - mit Pistazien, Nüssen und selbstgebranntem Raki aus den eigenen Weintrauben, die zum Greifen nah an der Terrasse wuchsen, auf der man sich niederließ...)
Von unseren Katzen leben dort:
Artsi
Kimis
Ayoma. Sie wurde im November 2019 kastriert, als eine der ersten Katzen unserer Zusammenarbeit mit H. & I.
Einäuglein Felice
Erinnert Ihr Euch noch? Felice wurde H. & I. im Juni 2020 in einem Karton vor die Tür gestellt und wegen seines schlimmen Auges natürlich sofort versorgt:
Was für ein toller Kater doch aus ihm geworden ist! Das sind die Glücksmomente im Tierschutz, wenn man wieder einem Tier ein Leben in Sicherheit schenken konnte. Und die Momente der Dankbarkeit für die Unterstützung, die wir dafür von Euch bekommen!
Pemati
Portocalis, der rote Kater in der Bildmitte.
Bei dieser Familie leben auch Hermine, Ringo, Donna (@Athos), Nike und Yera. Leider hatten sie keine Lust, sich zu zeigen.
Von da aus ging es weiter in die Hafenstadt. Unterwegs wurde Gaia mit ihrem niedlichen Silberblick kurz begrüßt, die mit ihren Kumpels auf dem Gelände eines Bauhofs lebt.
In der Hafenstadt betreiben H. & I. einige Futterstellen an versteckten Plätzen oder in den hinteren Häuserreihen:
Hier leben beispielsweise:
Melly
Vorn Schmuddelkatz und hinten die bunte Liakáda.
Aber auch an Restaurants sind unsere Katzen zu finden, nämlich dort, wo die Besitzer den Tieren wohlgesonnen sind und darauf achten, dass es ihnen gut geht. Diese Menschen gehören zum Netzwerk "unserer Augen und Ohren", wie sie es nennen, das sich die beiden Griechinnen über die Jahre aufgebaut haben, denn sie können nicht gleichzeitig überall sein.
An einer solchen Taverne leben Ginevra…
… und Angie mit ihrer Gruppe.
"Leben, wo andere Urlaub machen!" - Teil 1
Könnt Ihr Euch vorstellen, dass an diesem paradiesischen Strand eine Futterstelle existiert? Kaum zu glauben, aber wahr!
Von hier beziehungsweise gleich in der Nähe stammen zwei Katzen, die während der Safari kurzerhand eingesammelt wurden. Leere Boxen gehören zur Tourausstattung des Safaribusses, und Miriquidius konnte nicht anders als "ja" antworten auf die Frage: "Sag mal, Du fährst doch eh morgen zur Tierärztin. Kannst Du die zwei da nicht gleich mitnehmen?"
So wurden also diese beiden Katzen Gäste der Fototour:
Eleysia
Melli
Kleiner Vorgriff auf ein paar Tage später: beide sind wohlbehalten an ihre Futterstellen zurückgekehrt.
"Leben, wo andere Urlaub machen!" - Teil 2
Könnt Ihr Euch vorstellen, dass in dieser abgelegenen, ursprünglichen Landschaft eine Futterstelle existiert? Kaum zu glauben, aber wahr!
Hier, nur über eine buckelige Schotterpiste zu erreichen, gibt es einige wenige über die Berge verstreut liegende Anwesen. Eines davon gehört einer Griechin, die sogar der deutschen Sprache mächtig ist und eine große Katzengruppe betreut.
In dieser einsamen Idylle, weitab von jeglichem Verkehr, leben diese von unseren Katzen:
Galany Ble Mati, die Schwester des blinden Katers Helis, den wir anfangs zeigten.
Petit
Sphera
Rhani, schon im April 2020 kastriert und seitdem noch nicht wieder auf einem Foto zu sehen gewesen.
Abraxas in der Bildmitte, dessen sonnenverbranntes rechtes Ohr bei der Kastration in Athen gleich mit entfernt werden musste.
Aphrodite. Manchmal muss man für ein Foto etwas nachhelfen, denn sie wollte sich seit ihrer Kastration im Januar 2020 nicht mehr fotografieren lassen...
Suse hinten und in der Mitte Mýti.
Emilio
Bevor es wieder talwärts ging, noch ein gemütliches Bild mit Pontikaki, einem hübschen Kater, der nicht zur Riege unserer Androskatzen gehört.
Zurück in der Zivilisation wurde als nächstes eine Katzengruppe am Ende der Stadt aufgesucht:
Hier findet man Giasou, ...
... Kaisa, ...
... vorn die vor einem Jahr schon kastrierte Nia, hinten nochmals Kaisa, ...
... Esmeralda, die kurz vor dieser Reise kastriert wurde, ...
... und die zusammen mit Nia kastrierte Nephele.
Eine kurze Pause am Haus von H. & I., bei dem diese Katzen vor die Linse kamen:
Faya
Jinx und hinten noch einmal Faya.
Habt Ihr Euch ausgeruht? Können wir weiter?
OK, auf geht´s! Zu weiteren Restaurants, versteckten Plätzen und Sommerhäusern, deren Eigentümer das Füttern auf ihrem Grundstück gestatten.
Artemis, die Mutter der erst vor einigen Tagen kastrierten Arni.
Frances, wie Esmeralda auch erst kurz vor dieser Reise kastriert.
Zu diesen frisch kastrierten Katzen gehören auch Althea, ...
... Candia...
... und Zuria.
Bereits im Januar 2020 hingegen wurde Sikari kastriert.
Chioni
Melios
Noulis
Im Sommer 2020 schon kastriert wurden Xenia...
... und Naira.
Cara links und Kiarga rechts.
Als letzte Katze der Fotosafari wurde Estelle abgelichtet.
Und immer noch haben wir nicht alle der inzwischen über 150 Katzen gesehen, die inzwischen bei H. & I. dank Eurer Spenden kastriert werden konnten. Das wollten die beiden nicht auf sich sitzen lassen!
Während der Reisenachbereitung und dem Sortieren der vielen Bilder erreichten uns dann noch nachträglich diese Fotos:
Nelli (vorn).
Rose
Drama gleich zweimal.
Milana
Eleanor
Anyanee
Zora
Zendaya
Pompom
Die direkt nach dieser Reise kastrierte Niki.
Primel
Frollein
Delia
Fine
Einige Fotos sandten H. & I. uns noch kurz vor der Reise. Wir schafften es da nicht mehr, sie zu zeigen. Sie runden nun den Bilderreigen dieses Kapitels ab:
Rosi rechts im Bild.
Marpe
Al-Kutba ganz rechts.
Viktor vorn links.
Rina vorn links und Nayla rechts.
Die Anfang September gemeinsam kastrierten Fleur...
… und Liara.
Fili, die Tochter der weiter oben gezeigten Zendaya.
Caroline
Zum Schluss noch einmal Alina, mit der wir die Fototour begannen - einfach, weil es zu schön aussieht.
Wer von Euch bis jetzt durchgehalten hat, kann sich vielleicht andeutungsweise vorstellen, wie beeindruckt und überwältigt von dem, was H. & I. neben ihrem privaten und beruflichen Alltag leisten, Miriquidius nach 6 Stunden über Stock und Stein aus dem Safaribus fiel!
Wir selbst waren immer überrascht, wie gut H. & I. die Katzen auseinanderhalten können. Es haben ja nicht nur unsere Katzen ihre Namen! Aber I. trug die ganze Zeit ihr unersetzliches Notizbuch mit dem Verzeichnis der Futterstellen und der dort lebenden Katzen mit sich herum.
Miriquidius, der unser vereinsinternes "Katzenlexikon" pflegt, gab übrigens H. & I. anschließend den Link zu dieser Datensammlung, damit wir unsere Aufzeichnungen von nun an gegenseitig abgleichen können.
Auf diese Weise konnten wir die Verwechslung bei Kimis, Artsi und Meletis auflösen - Ihr erinnert Euch an das kürzliche "Bäumchen wechsel Dich" der drei.
Ebenso erfuhren wir dadurch leider, dass Rosetta und Rover seit August vermisst werden. Wir hoffen auf ein glückliches Wiedersehen!
H. & I. haben bei ihren Füttertouren aber nicht nur die Katzen im Blick, sondern auch ein Auge für ihre schöne Insel. Und so senden sie uns nicht nur die vielen Katzenfotos, sondern solche stimmungsvollen Impressionen von Andros, mit denen wir dieses Kapitel abschließen: