Auch mein Text wird etwas länger. Und ich bitte dich ihn zu lesen.
Guten Tag, ich bin neu im Forum und brauche dringend Hilfe. Der Text wird relativ lang und ich bitte euch ihn zu lesen, es geht um meine kranke Katze ....Danke dass ihr diesen Text gelesen habt und bitte helft mir. LG
Alle, die sich hier geäußert haben, wissen, wie schwer es ist ein geliebtes tierisches Familienmitglid gehen zu lassen. Wir alle wissen wie schwer es ist die richtige Entscheidung zu treffen. Jeder sagt sich immer mal wieder, "sie hat ja heute nach langer Zeit endlich mal wieder was gefressen", "sie kam heute nach langer Zeit endlich mal wieder zum kuscheln", .....
Wir alle suchen nach Ausreden um unsere Lieblinge noch lange bei uns zu behalten.
Aber wir wissen, dass sich eine Katze ihre Schmerzen nicht anmerken lässt. Außer, es ist so schlimm, dass sie gar nicht mehr anderst reagieren kann:
Sie hat mich heute zum ersten Mal richtig gebissen, das weil ich ihren Kopf gestreichelt habe und sie dabei Schmerzen bekam. Sie ließ erst auch nicht mehr ab und ich hatte ein Loch in der Hand. Sie faucht auch oft ohne erkennbaren Grund oder schon dann wenn sie mit ihrer Hinterpfote gegen das Bein meines Partners läuft. Heute lag sie bei uns auf dem Sofa und fing plötzlich an zu "kauen". Ihr Kiefer klappte die ganze Zeit auf und zu, als wenn sie Zuckungen hätte. Sie machte auch komische Geräusche dabei. Zudem bekommt sie jetzt Phasen in welchen sie Zuneigung sucht. Sie zieht sich eigentlich durchgehend zurück, aber manchmal kommt sie an und legt sich plötzlich zu uns und bleibt dort dann auch Stunden liegen. So war das damals nicht, damals war es eine akzeptable Mitte aber jetzt gibt es nurnoch diese zwei Extreme.
Wie kann man solch einen Hilferuf eines Tieres ignorieren?
Dein Tier kann nicht mit Dir sprechen. Dein Liebling muss sich dir anderst mitteilen wenn es Schmerzen hat und leidet.
Wenn dein Tier irgendwas will, teilt es dir das mit. Wenn es hunger hat, macht es auf sich aufmerksam. Wenn es plötzlich Nähe sucht, obwohl es dies zuvor noch nie so getan hat, will es damit etwas mitteilen.
Was ist für Dich Liebe zu einem Familienmitglied? Zusehen wenn es leidet?
Ich habe vor wenigen Tagen meinen Kater einschläfern lassen. Und ich habe es aus Liebe getan.
Er hatte einen Herzfehler und ich habe mir immer gewünscht, dass er in meinen Armen einfach friedlich einschläft. Aber so funktioniert das Leben nun mal leider nicht.
Er ist nicht wegen dem Herzfehler gestorben, sondern weil plöztlich zusätzlichliche Proleme hinzukamen, wie ein großes Blutbild ergab.
Er hat dann auch nichts mehr gefressen, seine Medikamente habe ich nicht mehr in ihn hineinbekommen, und er torkelte nur noch vom Wassernapf zum Schlafplatz. Auch zum KaKlo musste ich ihn tragen.
Er lag jede Nacht bei mir im Bett und wollte immer schmusen und kuscheln. Er war eine Art Seelsorger wenn es mir schlecht ging.
Nun meine Frage an Dich, uniliha. Hätte ich ihm beim schmerzvollen sterben zusehen sollen? Hätte ich einem Freund, der mir soviel bedeutet, einfach sagen sollen: "Ist mir egal ob du unendlich furchtbare Schmerzen hast. Du leidest solange, bis dein Körper von alleine aufgibt!"
Ich habe ihn gehen lassen, WEIL ich ihn so sehr liebe.
Er ist friedlich eingeschlafen während ich mit ihm geredet habe.
Ich habe ihn einäschern lassen, und werde ihm eine schönes Grab im Garten bereiten.
Glaubst Du tatsächlich, all das ist mir leicht gefallen?
Wenn Du denkst, dass dein Liebling noch eine Chance hat und sich eine andre Diagnose ergeben könnte die ihn rettet, dann suche dir einen andren
Tierarzt.
Wenn nicht, dann kann ich dir nur noch eines mit auf den Weg geben, in der Hoffnung, du verstehst was damit gemeint ist:
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Der letzte Weg
Bin ich einst gebrechlich und unendlich schwach,
und qäulende Pein hält mich dann noch wach.
Was Du dann vielleicht tun musst - tu´s für mich allein,
denn diese letzte Schlacht wird dann verloren sein.
Dass Du sehr trauig bist, versthe ich wohl,
aber vor Kummer Dein Herz nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals zuvor geschehen,
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.
Wir lebten in Jahren voller Vertrauen und Glück,
drum gibt es dann auch für Dich kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei,
drum gib mich bitte - wenn die Zeit kommt - frei!
Begleite mich dahin, wo ich hingehen muss,
und bleib bitte bei mir - bis ganz zum Schluss.
Dann halt mich ganz fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.
Ich fühle mit der Zeit wirst Du dann auch wissen,
die größte Liebe hast Du mir an diesem Tage erwiesen.
Ein vertrauendes atemen - ein letztes Mal,
dann bin ich befreit von Schmerzen und Qual,
Und gräme Dich nicht, weil Du es bist,
der Richter dieser schweren Entscheidung ist,
Wir waren doch beide so innig vereint,
es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.
Irgendwann wirst auch Du einmal über diese Brücke geh´n,
ich werd auf dich warten -wir werden uns wiedersehe´n!
(Autor unbekannt)
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