• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung

Diskutiere Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung im Kastration und Sterilisation Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo, ich mache hierfür einen neuen Thread auf, auch wenn es schon dutzende Threads zu dem Thema gibt. Es ist dabei halt die Frage, ob es dann...
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #1
Rhiannon1307

Rhiannon1307

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Hallo,

ich mache hierfür einen neuen Thread auf, auch wenn es schon dutzende Threads zu dem Thema gibt. Es ist dabei halt die Frage, ob es dann gelesen wird. Ich hoffe das ist okay.

Ich habe mich gerade mit der Frau unterhalten, die aus Deutschland die Vermittlung von Katzen aus Bulgarien organisiert (wo ich meinen Lino herhabe). Ich fragte nach, ob einer der Katzenjungs, die sie dort noch hat, schon kastriert sei. Er ist jetzt knapp 5 Monate alt.

Slyvia sagte mir hierzu folgendes, das ich nach Nachfrage in Gänze zitieren darf.

Wir machen keine frühkastrationen. Es sind schon kitten danach gestorben...ich alleine weis von vier einer anderen orga...

Es wird im vertrag festgehalten dass er mit 7-8 mon kastriert werden muss... [gemeint ist der Schutzvertrag bei den Bulgarischen Vermittlungskatzen]

Ich züchte maine coons seit 1995 und selbst bei dieser kräftigen rasse gab es schon todesfälle. Ich kenne eine zucht in der babies während und nach der kastra gestorben sind - die davon nichts auf der hp preis geben - da sind die kitten eben schon verkauft.. :-(..ich bin da strikt dagegen und besagte orga macht es jetzt auch von gewicht abhängig..
Selbst mein tierarzt macht das nicht

Leider steht im netz mehr positives als negatives - das geben viel eben nicht bekannt und verschweigen es.
Ich bin auch der mei nung dass es bei hauskatzen keinen grund dazu gibt. Bei rassekatzen wird das argument geführt so unerlaubten zuchteinsatz zu verhindern :-(

Ich finde es sehr wichtig, angesichts der vielen befürwortenden Meinungen hier im Forum, auch mal die Gegenseite zu hören.

Ich weiß, es wird wahrscheinlich viele hier geben, die weiterhin davon überzeugt sind, dass es das richtige ist. Dennoch wollte ich diese Meinung teilen.

Ich habe dazu gerade noch einen englischen Text gelesen, wo eine Studie zu diesem Thema gemacht wurde. Dort ging alles gut. Allerdings wird auch erwähnt, dass in jungem Alter bei Operationen höhere Risiken bezüglich der richtigen Anästhesie bestehen sowie Unterkühlung während der OP. Hier wird vermutlich auch der Hase begraben liegen, da es komplizierter ist.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #2
Vielleicht sollte man bedenken, dass der Begriff "Frühkastration" sehr schwammig verwendet wird. Eigentlich bedeutet er lediglich, dass vor dem Einsetzen der Geschlechtsreife kastriert wird - wie früh, ist dabei offen. Also ist eine Kastra bei einem noch nicht potenten Tier mit sechs, sieben oder acht Monaten (wobei viele Tiere eben in der heutigen Zeit, genau wie Menschen, immer früher geschlechtsreif werden) definitionstechnisch auch noch eine Frühkastra...

Da ich mich lange mit dem Thema auseinandergesetzt, mich mit vielen Züchtern, im Tierschutz Arbeitenden und Tierärzten darüber unterhalten und auch nach Studien geschaut habe, schreckt mich eine Gegenmeinung da wenig. Es kommt immer auf den "Kopf" der Orga an. Ist das jemand, der dagegen ist, ist die Orga idR dagegen. Wenn man sich aber mal den Durchschnitt anschaut, dann ist der klar pro früherer Kastration - in allen Bereichen und auch mit den entsprechenden Erfolgserlebnissen. Und dass die Kitten nachweislich an der Kastration gestorben sind, müsste ja per Obduktion geklärt worden sein, um das als relevanten statistischen Wert ins Feld zu führen - ist dem so?

Daher kann ich nur immer wieder dafür plädieren, nicht zu lange zu warten. Wer eine Kastra mit 14-16 Wochen ablehnt, sollte aber spätestens bei 20 anfangen, nach einem Termin zu suchen, wenn man das Tier nicht sowieso schon kastriert übernimmt.

Vielleicht könnte man das Thema einem der bereits vorhandenen angliedern, damit nicht schon wieder ein neuer Thread zum selben Thema entsteht:

























 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #3
Ja wie gesagt ich weiß dass es da unterschiedliche Meinungen und auch Expertenmeinungen gibt. Ich finds nur wichtig, mehrere Seiten zu hören. Letztendlich muss das jeder selbst entscheiden.

Was ich in dem Englischen Text jetzt gelesen hab, ist wie gesagt der etwas höhere Anspruch bei Kleinkind OPs. Wenn ein Arzt erfahren ist in der optimalen Versorgung eines Kleinteils während eines operativen Eingriffs, ist die Gefahr vermutlich minimal und auch nicht größer, als bei einem älteren Tier. Aber wenn ein Arzt nicht darauf spezialisiert ist, kann viel mehr bei Anästhesie und Versorgung während des Eingriffs schief gehen.
Dass sie an der Kastration selbst gestorben sind, glaube ich auch weniger als einfach an Operation als Risikofaktor.
Trotzdem sind die dieser Frau bekannten Fälle ja nicht einfach "so" gestorben sondern eben in diesem kausalen Zusammenhang von einem operativen Eingriff.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #4
[...] Trotzdem sind die dieser Frau bekannten Fälle ja nicht einfach "so" gestorben sondern eben in diesem kausalen Zusammenhang von einem operativen Eingriff.
Ohne Obduktion sind das alles Spekulationen - die Kitten könnten auch an einer zuvor unerkannten Krankheit gelitten haben.

Gerade, dass weniger Narkosemittel verwendet werden muss, dass die Schnitte kleiner sind, dass das Bauchfett noch nicht so dick ist, dass die Operationen kürzer sind, die Kitten wieder in den Familienverband zurückkommen und dort 'aufgefangen' werden usw. sind einfach Aspekte, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Und ein Tierarzt, der Mäuse und Ratten kastrieren kann, kann das auch bei kleinen Katzen - geht man zu einem, der sonst nur Kühe und Schweine behandelt, kann das natürlich ein Problem sein.

Aber ja, JEDE OP IST ein RISKO, das muss einem - unabhängig von Alter - auch klar sein.

Edit:
Aber selbstverständlich haben Gegenmeinungen ihre Berechtigung - sofern sie gut begründet und belegt sind. Nur, wenn es auch Menschen gibt, die Dinge immer wieder kritisch hinterfragen, kommt man weiter, daher finde ich es immer gut, wenn es auch kritische Stimmen gibt.
Solange sie aber in meinen Augen keine besseren Argumente ins Feld führen können, werde ich nicht "umschwenken". :wink:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #5
Da werden andere Gründe mitgespielt haben.

Sind die Tiere obduziert worden ?

Denn gerade bei Fundies weiß man ja nichts über die Gruppengeschichte.
Häufiges Welpensterben, Grunderkrankungen usw. Es sei du hast eine
bekannte Katzengruppe die man schon lange betreut und beobachtet.

Es ist immer traurig wenn Tiere nach einer Narkose nicht mehr
aufwachen oder der Körper sich nicht erholt.

Ich kann die Ängste verstehen und mir tut jedes Tier leid was verstirbt....
Doch ich finde gerade beim Auslandstierschutz sollte neben der wichtigen Inpfungen,
Papieren auch die Tiere kastriert nach Deutschland überführt werden. Davon werde ich nicht abrücken.

Wir haben hier genug unkastrierte Tiere. es werden immer mehr.......

Weiterhin der Orga ein gutes Händchen, dennoch werde ich weiterhin die Frühkastration
befürworten.

lg
Verena
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #6
Es gibt Studien, die aufzeigen, dass eine Kastration vor Eintritt der Geschlechstreife keine negativen Auswirkungen hat und dass das OP-Risiko identisch ist.

Wo sind die Studien, die Nachteile darlegen? Nirgends, gibt es nicht.

Das Zitat im Eingangsbeitrag ist eine simple Behauptung , die nicht belegt wird. Kann stimmen, kann komplett gelogen sein.
Ein wenig genauer betrachtet ist das für mich eine plumpe Meinungsbeeinflussung, da mit Phantasiefakten eine Stimmung gegen die Frühkastration aufgebaut und die Züchterin/Orgatante nur ihr bisheriges Vorgehen verteidigt.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #7
Das Zitat im Eingangsbeitrag ist eine simple Behauptung , die nicht belegt wird. Kann stimmen, kann komplett gelogen sein.
Ein wenig genauer betrachtet ist das für mich eine plumpe Meinungsbeeinflussung, da mit Phantasiefakten eine Stimmung gegen die Frühkastration aufgebaut und die Züchterin/Orgatante nur ihr bisheriges Vorgehen verteidigt.

Das find ich jetzt ein bisschen krass ausgedrückt von dir ;-) Die Frau hat sich viel mit Themen rund um Katzenhaltung und medizinische Versorgung auseinander gesetzt. Und das ist keine, die einfach was erfindet. Sie hat lediglich Erfahrungswerte gesammelt und aufgrund dieser ihre Meinung gebildet.

Ich persönlich sage ja auch nicht, dass Frühkastration grundsätzlich falsch ist. Aber es kann einiges schief gehen, wenn der Arzt sich nicht mit chirurgischen Eingriffen bei Kleinkindern auskennt. Und es gibt sehr viele Ärzte, die es ja auch einfach nicht machen.

Vielleicht wächst mit neusten Erkenntnissen bald eine neue Generation Tierärzte heran, die schon im Studium alle wichtigen Grundlagen für frühe Kastration erlernen, und in 20 Jahren wird es gang und gäbe sein und auch nichts mehr dabei schief gehen, aber so lange viele Ärzte noch über 60 sind find ich es durchaus berechtigt, daran zu zweifeln bzw. vorsichtig zu sein. Und dass so Erlebnisse und Erzählungen von Mitstreitern dann nicht spurlos an einem und der Meinungsbildung vorbei gehen, ist ja nur menschlich.

Die andere Frage die sich mir stellt ist aber, ist es wirklich NÖTIG früh zu kastrieren? Reicht es nicht weiterhin mit 7 Monaten, wie bislang weit verbreitet? In der Studie, die ich vorhin auf englisch gelesen habe, hieß es auch, dass in beiden Probandengruppe (7 Wochen und 7 Monate) die Unterschiede völlig marginal waren, was Erholung und Entwicklung im Nachhinein anging.
Also einen wirklichen medizinisch notwendigen Grund scheint es nicht zu geben. Wenn einer aus Angst dann lieber warten will, ist das meiner Meinung nach okay.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #8
Daher kann ich nur immer wieder dafür plädieren, nicht zu lange zu warten. Wer eine Kastra mit 14-16 Wochen ablehnt, sollte aber spätestens bei 20 anfangen, nach einem Termin zu suchen, wenn man das Tier nicht sowieso schon kastriert übernimmt.
Das ist mal eine Aussage, die ich als Faustregel gelten lassen würde: Ab 20 Wochen wird es Zeit.
Es muss ja nicht immer das Extreme sein (ist ja eh mein Motto..) weder muss man drei Monate alte Winzlinge kastrieren (wenn man Bedenken hat) noch sollte man damit bis zum Eintritt der Geschlechtsreife warten.

Und ein Tierarzt, der Mäuse und Ratten kastrieren kann, kann das auch bei kleinen Katzen - geht man zu einem, der sonst nur Kühe und Schweine behandelt, kann das natürlich ein Problem sein.
Dann sollte man dem Tierarzt, der hauptsächlich Kühe und Schweine behandelt aber auch zugestehen, dass er ein bestimmtes Alter oder Gewicht bei ungewohnt filigranen Patienten haben möchte, bevor er sich rantraut sie zu kastrieren. ;-)
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #9
Was hast du davon, dass du wartest und wartest und das Tier dann schon tragend ist?! :shock: Wozu also sinnfrei so lange warten?

Und ich kenne Studien, die eben genau das Gegenteil besagen: Aber das habe ich ja oben schon angeführt, werde mich daher nicht wiederholen.

Klar, es gibt IMMER Risikofaktoren, das darf man nicht von der Hand weisen, aber eine Aussage ist eine Aussage ist eine Aussage - und ohne entsprechende Belege ...

Und mal ganz ehrlich, wer geht denn zu einem Tierarzt, der es ablehnt, eine kleine Katze zu kastrieren, weil er es nicht kann und sagt, er solle es trotzdem machen?

Natürlich gehe ich zu einem Tierarzt, der das kann, befürwortet und auch erlernt hat.

[...] Dann sollte man dem Tierarzt, der hauptsächlich Kühe und Schweine behandelt aber auch zugestehen, dass er ein bestimmtes Alter oder Gewicht bei ungewohnt filigranen Patienten haben möchte, bevor er sich rantraut sie zu kastrieren. ;-)
Selbstverständlich - nicht umsonst sage ich zu Leuten, die berichten, ihr Tierarzt kastriere erst ab xy, sie sollen sich einen anderen suchen, wenn sie die Katze früher kastriert haben wollen.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #10
Die andere Frage die sich mir stellt ist aber, ist es wirklich NÖTIG früh zu kastrieren? Reicht es nicht weiterhin mit 7 Monaten, wie bislang weit verbreitet? In der Studie, die ich vorhin auf englisch gelesen habe, hieß es auch, dass in beiden Probandengruppe (7 Wochen und 7 Monate) die Unterschiede völlig marginal waren, was Erholung und Entwicklung im Nachhinein anging.
Also einen wirklichen medizinisch notwendigen Grund scheint es nicht zu geben. Wenn einer aus Angst dann lieber warten will, ist das meiner Meinung nach okay.

Aus Tierschutzgründen ist es NÖTIG, ja! Denn nur so können langfristig Vermehrungen eingedämmt werden. Es gibt so viele Orgas, die ihre Tiere raushauen ohne entsprechende Vorsorge, also auch unkastriert. Dann landen diese Tiere u.U. bei Leuten, die "nur einmal das Wunder der Natur" erleben wollen. Und schwupps hast du wieder 5 Kitten auf dem eh schon total übersättigten Markt.

Gerade bei Tieren aus südlichen Ländern, die oftmals nach Rassekatze aussehen, verstehe ich so ein Vorgehen noch weniger. Da ist die Gefahr, dass jemand weiter vermehrt ja nochmal größer, weil das Tier ein spezielles Aussehen hat und dann als "Siamkatze" verkauft wird. :evil:

In den USA werden Frühkastrationen übrigens soweit ich weiß schon seit Jahren durchgeführt, und da ist mir keine größere Kittensterberate bekannt...
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #11
Also die Problematik trächtige Katze stellt sich ja erst gar nicht, wenn die Tiere in reine Wohnungshaltung vermittelt werden. Wer oben noch mal nachliest, sagt Sylvia genau das.

Und Tierheime vermitteln kitten auch unkastriert. Zumindest weiß ich es z.B. Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Die spätere Kastra ist Bestandteil des Vertrags. In manchen Tierheimen ist eine Praxis angegliedert, wohin du deine Tiere bringen musst. Wenn du nicht kommst, wird nachgehakt und zur Not schlägt man bei dir zu Hause auf.

Von daher muss ich dieser medizinischen Notwendigkeit widersprechen, WENN man sich die Leute genau anguckt, an die vermittelt wird.
Bei Freigängern ist das dann was anderes, aber auch da würde eben 5 oder 6 Monate reichen und es muss nicht schon mit 12 Wochen passieren.
Was jetzt nicht heißt, dass ich finde, es DARF nicht - ich wiederhole mich - aber auch hier führen viele Wege nach Rom. Hauptsache man macht es, schließt die Möglichkeit einer schwangerschaft aus und wartet nicht bis Kater alles markiert hat und Katze x mal rollig war und sich gequält hat.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #12
Also die Problematik trächtige Katze stellt sich ja erst gar nicht, wenn die Tiere in reine Wohnungshaltung vermittelt werden. Wer oben noch mal nachliest, sagt Sylvia genau das. [...]
In reiner Wohnungshaltung können also bei einem potenten Kater und einer potenten Katze keine Kitten entstehen? Aha...
Ich lese davon auch nichts in deinem Zitat oder wo meinst du, solle man nachschauen?

[...] Und Tierheime vermitteln kitten auch unkastriert. Zumindest weiß ich es z.B. Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Die spätere Kastra ist Bestandteil des Vertrags. In manchen Tierheimen ist eine Praxis angegliedert, wohin du deine Tiere bringen musst. Wenn du nicht kommst, wird nachgehakt und zur Not schlägt man bei dir zu Hause auf. [...]
Es gibt auch Züchter, die das tun, deshalb muss es aber doch noch lange nicht "gut" sein (auch nicht "schlecht"), es sagt einfach im Grunde gar nichts aus.

[...] Von daher muss ich dieser medizinischen Notwendigkeit widersprechen, WENN man sich die Leute genau anguckt, an die vermittelt wird.
Bei Freigängern ist das dann was anderes, aber auch da würde eben 5 oder 6 Monate reichen und es muss nicht schon mit 12 Wochen passieren.
Was jetzt nicht heißt, dass ich finde, es DARF nicht - ich wiederhole mich - aber auch hier führen viele Wege nach Rom. Hauptsache man macht es, schließt die Möglichkeit einer schwangerschaft aus und wartet nicht bis Kater alles markiert hat und Katze x mal rollig war und sich gequält hat.
Wie gesagt, eine Kastra mit 5 Monaten IST, wenn das Tier noch nicht potent ist, eine FRÜHKASTRA...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #13
Mein Tierarzt kastriert ausschliesslich vor dem Eintritt der Geschlechtsreife (also, er plant das so - wenn ältere Katzen kommen, kastriert er die natürlich auch).
Er nennt das aber nicht Frühkastra, sondern "Normalkastra". Weil es der richtige Zeitpunkt ist, um die beste medizinische Wirkung zu haben (bzgl Karzinome).
Von "Frühkastra" spricht er bei Kastrationen von Kätzchen mit 8-12 Wochen. Und die macht er nicht.
Ist also auch Definitionsfrage, wie oben schon geschrieben.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #14
Also die Problematik trächtige Katze stellt sich ja erst gar nicht, wenn die Tiere in reine Wohnungshaltung vermittelt werden. Wer oben noch mal nachliest, sagt Sylvia genau das.

Davon lese ich jetzt aber auch nichts.

Und Tierheime vermitteln kitten auch unkastriert. Zumindest weiß ich es z.B. Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Die spätere Kastra ist Bestandteil des Vertrags. In manchen Tierheimen ist eine Praxis angegliedert, wohin du deine Tiere bringen musst. Wenn du nicht kommst, wird nachgehakt und zur Not schlägt man bei dir zu Hause auf.

Das mag in der Theorie so sein, in der Praxis funktioniert das leider meist nicht so. Erstens kann man Menschen nur bis vor den Kopf gucken und nicht dahinter, und zweitens sind Tierschutzvereine / Tierheime / private Vermittler so ausgelastet, dass die meisten gar keine Zeit für effiziente Nachkontrollen haben.

Und wenn die potente Katze dann schon schwanger ist, dann ist das Kind eh schon in den Brunnen gefallen. :-(


Sollte deine Quelle nachweisbare Gründe aufzeigen, die definitiv beweisen, dass die Kitten wegen der "frühen" Kastration gestorben sind (Obduktion), dann wäre das sicherlich interessant. So wiederholen sich hier nur die Meinungen, die schon in allen anderen Threads xmal diskutiert worden. Daher bin ich erstmal raus. Ich finde es nach wie vor unverantwortlich, junge Katzen nicht kastriert abzugeben.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #15
Das find ich jetzt ein bisschen krass ausgedrückt von dir ;-) Die Frau hat sich viel mit Themen rund um Katzenhaltung und medizinische Versorgung auseinander gesetzt. Und das ist keine, die einfach was erfindet. Sie hat lediglich Erfahrungswerte gesammelt und aufgrund dieser ihre Meinung gebildet.

Kleiner Tipp: Schlag mal "cognitive dissonance" und "confimation bias" nach, im Zitat kann man beides finden.
Auf "confimation bias" hat auch WinstonvonWensin aufmerksam gemacht.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #16
Hätte ich ein 12 oder 14 Wochen altes Kitten, würde ich es niemals so früh kastrieren lassen, auch wenn hier viele dafür sind und irgendwo las ich von einer Frühkastration mit 4 Wochen (man kann es auch übertreiben).

Aber 7-8 Monate wäre mir definitiv zu spät. 4-5 Monate finde ich im Rahmen.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #17
Meine Meinung - ich habe meine Katzen immer nach dem Zahnwechsel, also etwa mit 8/9 Monaten kastrieren lassen und würde dies' auch immer wieder so machen.
Der Zahnwechsel ist recht belastend, die Kastration auch, insbesondere bei weiblichen Tieren.
Lediglich wenn ich zwei oder mehrere unkastrierte Jungtiere gleichzeitig hätte, würde ich zur Sicherheit eher kastrieren lassen.
Ansonsten fällt mir kein vernünftiger Grund ein schon Baby- oder Jungkatzen kastrieren zu lassen.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #18
Krebsvorsorge - um mal ein Beispiel von vielen zu nennen ...

Und noch mal, auch hier geht es nicht um Meinungen, sondern um medizinisch belegbare Fakten.
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #19
Krebsvorsorge - um mal ein Beispiel von vielen zu nennen ...

Ich weiß - das klingt jetzt provokant, aber sollte man sich vielleicht auch das Gehirn entfernen lassen um Hirntumoren vorzubeugen?
 
  • Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung Beitrag #20
Na ja ... Ansichtssache... ohne Gebärmutter kann katz ganz gut bzw besser als mit leben.
Ohne Gehirn... hmm. obwohl - manche schaffen das...
 
Thema:

Frühe Kastration - eine kritische Gegenmeinung

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