Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps?

Diskutiere Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo zusammen Ich hätte gerne mal eine Einschätzung von euch Katzenprofis :D Folgende Mäuse wohnen bei uns: Zora, 12, w. Zora lebt bei uns...
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lizinsane

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Hallo zusammen

Ich hätte gerne mal eine Einschätzung von euch Katzenprofis :D

Folgende Mäuse wohnen bei uns:

Zora, 12, w.
Zora lebt bei uns seit sie 5 ist, sie war längere Zeit Einzelkatze, wobei sie sich von früheren Tagen auch Gesellschaft gewohnt war. Zora ist sehr anhänglich, allerdings nicht bei anderen Katzen. Sie ist im Vergleich zu Mila sehr viel kleiner und zierlicher (etwa 2.5kg). Frisst nur wenn sie Hunger hat.

Mila, 4, w.
Mila wohnt seit Januar 2017 bei uns. Wir haben sie aufgenommen da ihr ansonsten das Tierheim gedroht hätte. Bis auf das Alter schien auch der Charakter gut zu passen. Mila ist nicht besonders anhänglich (taut jetzt erst wirklich auf) und ist launisch.
Mila ist etwas grösser/molliger, hat bei uns aber aufgrund der Ernährungsumstellung auf Getreide-frei bereits gut abgenommen (von 5 auf 4kg). Dadurch wurde sie scheinbar noch agiler.

Folgendes ist die Situation:
Der Einzug von Mila hat sehr sehr vorsichtig stattgefunden.
Wir haben mit einer Gittertüre und viel Geduld gearbeitet.
Erst als beide Neugier gezeigt haben wurden sie für die ersten Stunden zusammen gelassen.
Ausserdem haben wir mit Feliway und Duftmarken versucht das Einander Gewöhnen so einfach wie möglich zu gestallten.
Anfangs hat es recht gut ausgesehen. Ich konnte ein paar Nasenstupser mitverfolgen.

Jetzt nach einem halben Jahr ist so langsam der Alltag eingekehrt. Die beiden Katzen harmonieren leider gar nicht. Zora ist sehr ängstlich ihr gegenüber. Eigentlich scheint sie immer etwas angespannt durch die Wohnung zu laufen. Mila geht sie leider immer wieder an. Nie wirklich schlimm. Es scheint als wolle sie spielen. Zora findet das leider überhaupt nicht lustig und reagiert mit Knurren und defensivem Verhalten. Es scheint als verhalte sie sich wie Beute, duckt sich und läuft langsam weg.
Mila scheint total darauf zu reagieren.
Es scheint als wäre sie nicht richtig ausgelastet, obwohl wir viel mit ihr spielen und auch mit ihr Spatzieren gehen etc.
Feliway ist immer noch in Betrieb, macht aber keinen Unterschied wies scheint.
Ausserdem klickern wir mit beiden. Während der Klickerstunde sind alle Feindseligkeiten wie weggeblasen.

Ich überlege mit jetzt, ob wir für Mila eine gleichaltrige Spielgefährtin besorgen wollen.
Allerdings habe ich etwas Bedenken, dass die beiden dann Zora noch mehr angehen als sie jetzt schon angegangen wird.

Wir sind hier eure Erfahrungen? Wer hat mit einer dritten Katze schon Erfolge erzielen können?
Hat jemand sonst noch eine Idee?
Wer von euch Klickerprofis könnte mir Tipps geben wie ich mit Klickern die Zusammenführung nochmals stärken kann (bis jetzt haben wir nur einfache Tricks gelernt wie High-Five, Pfötchen geben etc. was aber sehr gut funktioniert)

Ich danke euch für eure Einschätzung.
Gruss

lizinsane
 
  • Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? Beitrag #2
Hi,
ich muss euch erstmal für das Klickertraining loben, machen viel zu wenig Dosis, sowas finde ich immer super.

Bei eurer Situation würde ich sagen, dass Zora schlicht Angst hat, sobald sich Mila auf sie zubewegt bzw. zum Spielen auffordert. Gibt es davon ein Video?
Wie reagiert ihr denn auf so eine Situation?
Macht ihr dann irgendwas?
 
  • Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? Beitrag #3
Vielen Dank erstmal für das Lob.
Ich finde mit etwas Übung und passender Motivation kann man fast jede Katze zum Klickern bewegen.
Allerdings befinde ich mit im Wissen um das Klickern bei Katzen noch am Anfang und habe bisher ein paar Sachen darüber gelesen. Aber ich bin mir sicher, man könnte auch damit die Zusammenführung optimieren, da man der Katze viel Besser vermitteln kann, was gewünscht ist und was nicht.

Ein Video zu einer Solchen Situation konnten wir bisher nicht filmen.
Wenn wir dabei sind in dieser Situation erkennt man das oft schon dadurch, dass Mila sich bereits auf Distanz auf sie fixiert. Sie geht dann langsam auf sie zu und macht den Katzenbuckel.
Zora geht in die Defensive. Sie duckt sich und drückt den Po in die Höhe und Knurrt, sie knurrt immer lauter wenn Mila sich ihr weiterhin nähert, bis sie wenn sie aufeinander treffen einmal laut auffaucht (weiss nicht ob das korrekt erklärt ist), so laut, dass man im Schlaf erschrickt :D. Meistens ist es Zora, die einen kurzen Pfotenhieb austeilt wenn Mila ihr zu Nahe kommt.
Jedoch ist der Angriff beiderseits nie so stark, dass eine der beiden Verletzungen oder ähnliches davongetragen haben.

Wenn wir dabei sind und die Situation bereits am Anfang mitbekommen können wir Mila meistens bereits mit einem bestimmten, evt. wiederholten "Nein" davon abhalten, dass sie sich ihr weiter nähert. Wir lassen sie damit eigentlich nie durchkommen. Sie wird wenn sie sie angreift des Zimmers verwiesen und für kurze Zeit nicht beachtet.

Leider ist es manchmal so, dass Mila Zora bereits belauert, wenn sie aufs Katzenklo geht, bzw. belauert sie und wartet, bis sie aus dem Klo wieder rauskommt (geschlossene Toilette).
 
  • Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? Beitrag #4
Hi,
hmm, ihr macht schon alles, was ich sonst auch raten würde. :mrgreen:

Eine wichtige Frage ist für mich noch offen: Wie ernst meint Mila Ihre Aktionen?.
Das klingt wenig wie eine Aufforderung zum (weiblichen) Katzenspiel (also "Fang mich, ich renn jetzt weg") sondern eher wie ein katertypisches "Lass uns eine Runde prügeln", wenn es denn überhaupt noch Spiel ist.

Was passiert denn genau, wenn eine "Mila geht sie leider immer wieder an" Aktion von euch nicht unterbrochen wird? Pfotenhiebe? Raufspringen? Beißen? Runterdrücken? Anrempeln? Kreischendes Katzenknäuel?
Oder macht Mila wirklich nichts und bekommt immer nur von Zora eine gelangt, wenn sie zu nahe kommt?
 
  • Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? Beitrag #5
Also ich bin mir ziemlich sicher Mila meint es eher spielerisch. Ausser dass sie sie manchmal angesprungen hat habe ich nie gesehen dass sie sie verletzen wollte. Anfangs haben sie sich sogar gegenseitig etwas gejagt (Mila häufiger als Zora).
Wenn wir nichts unternehmen fängt Zora an zu schreien und Knurren und verscheucht Mila mit ein paar Pfotenhiebe. Manchmal wird sie kurz darauf nochmal angegangen.
Verletzungen gab es nie.

Eine Weile dachten wir, es geht für beide um Rangordnung. Da Zora aber mit geducktem Schwanz durch die Wohnung geht und immer etwas angespannt scheint, kommt mir dass für sie nicht mehr wie ein Spiel vor. Leider hat sie vor Schreck auch schon mal auf mein Kissen gepinkelt ect. (tierärztlich abgeklärt). Das passiert nicht ständig, aber man merkt ihr einfach an dass sie nicht mehr unbeschwert ist weil sie immer mit einem Angriff rechnet.
 
  • Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? Beitrag #6
ich könnte mir vorstellen das eine weiter Katze/Kater die Situation entschärfen kann. Aber genaueres können die anderen Fories erklären. Ich stelle es mir so vor: Der jüngere möchte raufen und spielen, die ältere möchte das nicht mehr. Da könnte ein passender Kumpel die Rauf und Spielkomponente schon lösen. Die ältere kann entspannen und zusehen und brauch keine Angst mehr haben das der jüngere sie überfordert. Hoffe ich sehe das richtig

Wünsche die alles gute und eine baldige Lösung für dein Problem

L.G von
Marina, Loona und Nala
 
  • Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? Beitrag #7
Hi,
das klingt jetzt für mich so, als ob ein alleiniges Regulieren von Mila nicht zum Ziel führt, da Mila für mich gar nicht der Aggressor ist, sondern normales Verhalten zeigt (wenn auch Kater-like)

Mila sucht Kontakt und will wohl auch Raufen.
Zora mag das überhaupt nicht und hat mittlerweile so Panik davor, dass sich Mila nicht mal mehr nähern darf.
Also eigentlich ein typisches Kater/Katze Problem, mit einer Panik-Katze im Stress.

Ich würde jetzt auch bei Zora anfangen, zu versuchen ihr Verhalten zu beeinflussen.
In erster Linie niemals trösten, wenn Mila mal übertreibt. Das ist normal und nichts schlimmes.
Dann immer belohnen, wenn sie Mila man NICHT anfaucht wenn diese sich nähert.
Und auch mal zurechtweisen wenn sie nach Mila haut.
Bei Zora sind das für mich Angst-Aggressionen, also alles machen um die Situation als "normal" zu betrachten und ihr die Angst zu nehmen, in Zweifelsfall einfach mal ignorieren.
Vielleicht hilft bei Zora Zylkene, würde ich mal probieren.

Die Idee mit einer Drittkatze wäre dann auch nicht schlecht. In diesem Fall würde ich einen sanften Kater oder eine rauflustige Katze in Milas Alter empfehlen, da Mila wohl gerne mit Körperkontakt spielt.
 
  • Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? Beitrag #8
Mir kam Sopran auch ein Kater in den Sinn, der gerne etwas raufen möchte, aber auch in der Lage ist, gewünschte Grenzen zu akzeptieren.
Wäre das denn überhaupt eine Option?

Toll, dass ihr schon so fleißig Klickert!
Beim Klickern würde ich jetzt ruhig einen "Gang" zuschalten mit schwierigeren Übungen und etwas Agility mit einbauen.
 
  • Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? Beitrag #9
Vielen Dank für die tollen Antworten. Ihr könntet recht haben. Vielleicht haben wir bisher auch am falschen Ende gesucht.
Ich werde euren Rat beherzigen und mal schauen was sich ergibt.

Einen Kater hatte ich bisher auch nicht in Betracht gezogen, aber es könnte Sinn machen.
Würdet ihr dann trotzdem einen 4 jährigen Kater empfehlen oder würde hier ein ca. 6 jährigen vielleicht auch hinkommen?
Vielleicht gibt es ja ein Kater der beiden einigermassen entsprechen könnte.

Zum Thema klickern:
Mit Agility ist gemeint Slalom, Reifspringen und solche Dinge?
 
  • Meine sturen Mädels, evt. dritte Katze? Klickertipps? Beitrag #11
Tolle Idee. Sowas lässt sich bestimmt auch selber bauen ;)

Bezüglich der Drittkatze: wir werden uns am Wochenende 2 anschauen. Die erste ist eine junge ruhigere Bengalin, der zweite ist ein 5 jähriger Kater, welcher ruhiger ist, jedoch auf alle Katzen eingehen kann. Soll ein richtiges Goldstück sein.

Zur Idee mit der Bengalin kam ich, weil ich festgestellt habe, dass es gar nicht so einfach ist eine Wohnungskatze zu finden, zumindest in der Schweiz.

Liebe Grüsse
 
Thema:

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