Hallo binchen48,
Schonkost ist nicht Huhn mit Reis, wie viele immer denken. Schonkost ist, wie schon drei mal geschrieben wurde, Huhn mit dem Kochwasser, mehr nicht. Auch kein Futter vom Fressnapf wie Pet Balance.
Dass deine Katzen auf Carny mit Durchfall reagieren, ist übrigens nicht ungewöhnlich. Es ist nicht sehr hochwertig, wie du schreibst, sondern allenfalls Mittelklasse.
Bitte lass das Trockenfutter weg, das kann die Babies zusätzlich zum Durchfall austrocknen, liefert evtl Giardien Futter für eine großartige Darmparty und ist einfach nicht zur Fütterung von Katzen geeignet. Zudem kann es den Durchfall maskieren, du denkst es sei alles ausgestanden, dabei wurde nur Wasser so sehr gebunden, dass es keinen Durchfall geben kann (-> Austrocknung).
Ich bin ein großer Fan von kolloidalem Silber. Aber nicht, wenn parallel ein Darmaufbau läuft. Beides ist dann völlig umsonst.
Wie Frigida und _haniball_ schrieben, halte auch ich es für richtig den Darm der kurzen erst mal mit nichts außer gesunden Bakterien zu "belasten" und nochmals zu testen.
Wir hatten auch schon einen Clostridienbefall, den wir schnell mit Amoxiclav im Griff hatten. Kam das bei euch im Antibiogramm raus oder wurde es wie die anderen Mittel nur auf Verdacht gegeben?
Wurde auch auf Viren getestet?
Bist du noch immer bei dem Tierarzt der kranke Kitten (= mit Durchfall) geimpft hat? Wenn ja, rate ich dir dringendst zu einem Tierarztwechsel.
Ich kann Tine hier nur beipflichten.
Du machst einfach viel zu viel. Gleichzeitig drei Präparate zum Darmaufbau. Unterschiedliche Futtermarken. Und dazu nicht besonders gute. Und Trockenfutter. Dazu noch das EIS (kollodiales
Silber).
Das kann nicht gut gehen.
Deine Mäuse sind klein und sie sind krank. Ich weiß, dass es nervt, aber da musst du leider durch.
Das die Darmprobleme chronisch werden, davon ist überhaupt keine Rede. Wie ich schon schrieb, haben viele junge Katzen Darmprobleme, weil sie einfach anfällig sind. Ihr Immunsystem ist einfach noch nicht fit genug.
Und leider können diese Probleme viele Ursachen haben, denen viele Tierärzte nicht auf den Grund gehen. Wie oft ich schon gelesen habe, dass der Tierarzt "Futtermittelallergie" diagnostiziert hat.
Dein Tierarzt scheint auch weit von einer gründlichen Diagnose entfernt.
Man nimmt eine Sammelprobe von 3 Tagen, schickt die ins Labor und lässt ein großes Kotprofil und einen PCR-Test machen. Bei Laboklin hat man damit den allergrößten Teil der Erreger abgedeckt. Kein Schnelltest, wie Tine schon schrieb.
Giardien, TTF, Corona,
Kokzidien, Clostridien, eColi und so weiter... Pilze, Parasiten, Bakterien und Viren... das ist alles enthalten.
Wenn man etwas gefunden hat, das mit AB zu bekämpfen ist, wird gleich ein Antibiogramm gemacht.
Und gibt nicht einfach irgendwas. (Übrigens gibt es statt Metronidazol für Tiere jetzt Metrobactin. Hätte dein Tierarzt wissen können.)
Wichtig ist es für deine Mäuse jetzt, dass ihr Körper zur Ruhe kommen kann. Der funktioniert nun mal nicht mit dem Trial und Error Prinzip. Und du hast jetzt jede Menge reingestopft.
Der Körper muss auch die Chance zur Selbstheilung bekommen.
Normalerweise sollte sich der Output reduzieren, wenn du nur und ausschließlich gekochtes Huhn fütterst.
Meist wird er dann auch zumindest breiig und nicht mehr so flüssig.
Und sollte es wirklich schlimm flüssig sein, kannst du immer noch eine Kohletablette ins Futter geben.
Leg um die Klos jeweils eine große Matte, damit sie dort schon das Schlimmste los werden, wenn sie in ihren Matsch treten. Ja es stinkt, aber dann schnell lüften.
Wie schon gesagt wurde, musst du auch nicht täglich desinfizieren. Nützt jetzt eh nix.
Viele von uns hatten damit bei jungen Katzen Probleme. Ich kann auch ein Liedchen davon singen.
Und ich habe auch 2 Katzen vom Vermehrer. Die irgendwann Durchfall bekamen. Und hatte damals unfähige Tierärztinnen.
Ich habe mich wirklich ausgiebig damit beschäftigt und auch einiges probiert.
Bei uns waren es am Ende Corona-Viren.
Aber
Giardien und
Trichomonaden hatten wir auch schon.
Sobald du mit den Vermehrern über "Geld" reden willst, melden die sich nicht mehr. War bei mir auch so.
Aber auch bei seriösen Züchtern gibt es mal
Giardien oder anderes. Das fängt man sich so schnell ein. Beim Züchter kann vielleicht noch alles okay sein. Aber dann ziehen die Mäuse in ein neues Zuhause, haben Stress und schon geht es los. Damit muss man immer rechnen.
Ich hatte bei der letzten Zusammenführung auch so einiges, musste x mal zum Tierarzt und etwa nach einem halben Jahr war endlich Ruhe.
Also mach dich nicht verrückt. Auch ihr werdet es überstehen.