Bin ich zu ängstlich ?

Diskutiere Bin ich zu ängstlich ? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Die Frage sagt eigentlich schon alles . Meine Nerven sind im Moment den ganzen Tag irgendwie angespannt, obwhol eigentlich gar kein Grund dafür...
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Fraukules

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Die Frage sagt eigentlich schon alles .
Meine Nerven sind im Moment den ganzen Tag irgendwie angespannt, obwhol eigentlich gar kein Grund dafür besteht.
Ich beschreibe mal , was ich meine :

Sobald im Haus irgendwo ein ungewohntes Geräusch zu hören ist, lasse ich alles fallen und renne panisch los.
Weil ich sofort denke, das Buddy irgendwo irgend etwas runtergeworfen hat.
Das "runterwerfen" stört mich dabei nicht, darum geht es auch nicht....ich sehe vor meinem inneren Auge wenn das Geräusch zum Beispiel aus der Küche kommt, sofort Buddy in einem Haufen zersprungenem Geschirr, mit lauter Splittern im Auge und blutigen Stellen überall.

Er schläft bei mir, die Zimmertüt habe ich dann zu.
Weil ich Angst habe, dass er in der Nacht mal losmarschiert und etwas wie das oben beschriebene passiert.

Oder dass er etwas frisst , ihm das in die Luftröhre rutscht und ich ihn dann erstickt am Morgen finde.
Natürlich packe ich alles schon gut weg, aber irgend etwas würde er mit Sicherheit finden.

Oder dass er zu hoch klettert, runter fällt und sich mindestens die Rippen bricht, wenn nicht schlimmeres.

Ich bin Meister darin, mir alle möglichen und unmöglichen schrecklichen Szenarien auszumalen.
Die kann ich hier gar nicht alle aufzählen.

Wenn er beim trinken niest, denke ich, dass er Wasser irgendwo hin bekommen hat, wo es ihm schaden könnte oder dass er eine fiese Erkältung bekommt.

Wenn ein Leckerli mir für ihn zu groß erscheint, habe ich Angst, dass er daran erstickt.

Ich renne auch dauernd los um zu kucken, ob nicht irgend jemand aus Versehen die Tür zum Dachboden offen gelassen hat.
Da kann ihm nix weiter passieren, da es sich inzwischen um zwei ausgebaute Zimmer handelt, in denen im Moment nur Kartons stehen.
Aber die Treppe da ist ein bischen glatt, er könnte ausrutschen und sich das Genick brechen.
Wir sind am renovieren, die Treppe wird noch rutschfest gemacht.
Aber bis dahin....
Obwohl er schon vor Wochen sehr gut diese Treppe hoch und runter gegangen ist - mich hätte fast der Schlag getroffen, als ich das gesehen habe.

Oder wenn ich ihn mal nicht sofort finden kann...Großalarm !
Obwohl niemand nach draußen gegangen ist, war ich fest davon überzeugt, dass Buddy irgendwie entwischt sein muss und bin wie eine Irre rufend und mit der Leckerlidose klappernd im Garten herum gerannt.
Sehr zur Freude meiner Nachbarn. ;-)

Wenn er mal etwas weniger frisst oder langsamer als sonst sehe ich mich schon mit ihm beim Tierarzt, denn dann könnte ja etwas mit ihm nicht stimmen.
Für mangelnden Appetit kann es doch 1000 Gründe geben.

Obwohl wie gesagt der Tierarzt sehr zufrieden mit seiner Entwicklung und allem ist.

Die Situation kann man gut mit einer Frau vergleichen, die bei jedem Pieps von ihrem ersten Kind sofort in Alarmbereitschaft ist, auch wenn es nur ein harmloses Glucksen kurz vorm einschlafen ist.
Ich bin so doof, ich will das ja auch gar nicht so, aber irgendwie habe ich immer Angst um ihn.:oops:

Beispiel :
Er würde gerne in seiner Höhle in der Küche schlafen.
Nicht in der Nacht, da WILL er ja zu mir, aber Tagsüber mal.
Das kann er ja auch gerne, dafür habe ich ihm das Kuschelnest - ist nur ne alte Kiste mit einem Fell drin - ja auch hergerichtet.
Aber dann kann ich zum Beispiel nicht mal zehn Minuten ins Wohnzimmer gehen und Fernsehen, denn er könnte ja wach werden....und dann...siehe oben.
Mich macht das im Moment wirklich fertig.

Ab wann kann ich denn einfach die Tür in der Nacht offen lassen, in Ruhe fernsehen oder etwas anders machen, ohne alle fünf Minuten hochzuspringen und nach ihm zu sehen ?

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihm wirklich etas passiert, wenn ich ihn nicht ständig "bewache" ?
Ab wann ist er "erwachsen" genug, um Gefahren einigermaßen gut zu erkennen ?

Am besten geht es mir, wenn der Hund auf ihn "aufpasst."
Der legt sich ja auch mit auf den Kratzbaum
Einer steht neben dem Sofa, der Hund klettert von da aus auf die eine Plattform und Buddy pennt etwas höher in aller Ruhe in dem "Nest".
Oder wenn die beiden toben,obwohl es da oft mehr wie wild zugeht.
Buddy "fällt" Gizmo manchmal beim spielen an, klammert sich richtig an ihm fest, beißt ihn dabei überallhin, wo er rankommen kann.
Oder er lauert ihn auf und springt ihm dann auf den Rücken.
Sieht gut aus, wenn Gizmo mit Buddy auf dem Rücken durchs Wohnzimmer galoppiert....:lol:
Oder sie "catchen", Gizmo läuft ja auch gerne auf den Hinterbeinen, beide rennen dann auf den Hinterbeinen aufeinander los, überkugeln sich, umklammern sich, ich kann dann nicht sehen, wo einer aufhört und der andere anfängt.
Und irgendwann putzt einer den anderen und sie pennen aneinander gekuschelt ein,Energie für die nächsten Runden tanken. :smile:

Bei diesem wüsten Getobe könnte Buddy sich schon eher mal ne Blessur holen - DA habe ich seltsamerweise überhaupt keine Angst.
Höre ich die beiden, wenn sie am herumterrorisieren sind, geht es mir sehr gut.
Obwohl es danach manchmal aussieht wie auf dem Schlachtfeld, Kissen und Decken liegen auf der Erde, Spielsachen sind überall verstreut, denn man kann auch wunderbar um ein Stinkekissen "kämpfen"...
Das Katzenhaus ist dabei schon eingebrochen.
Der Hund steckte am Anfang einmal im Rascheltunnel fest, er wusste nicht so genau, wie er DA wieder rauskommen sollte.
War natürlich klasse für Buddy, denn es gibt nix Besseres als ein wackelndes Hundehinterteil, an das man ungestraft heran kommen kann. :-D

Ich meine, ich kann ihm doch nicht immer hinterher rennen.
Ich will ihn doch auch nicht derartig einschränken, aber meine Angst ist so groß.

Entschuldigt den langen Text, aber mir liegt das echt auf der Seele.
Seit ich Spike einschläfern lassen musste, bin ich so seltsam manchmal.

Was kann ich am besten machen, um eine für alle annehmbare und tragbare Lage zu schaffen ?
Wie kann ich vorgehen, um mal wieder zur Ruhe zu kommen ?
Ich schlafe ja kaum noch.
Denn wenn ich einschlafen sollte, könnte Buddy ja...siehe oben.
Wenn ich einschlafe, wache ich mit einem Ruck wieder auf und greife sofort nach der Taschenlampe, die direkt neben mir liegt,damit ich sofort genug Licht habe, um die Lage erkennen zu können.
Ich leuchte dann sofort alles ab ,nur um zu sehen, dass mein Kleinteil selig pennt.
Und wenn er wach wird, dann kommt er eh bei mir angeschnurrt und will kuscheln, das war von Anfang an so.
Also warum dann diese Panik ?

Mein Satz von oben stimmt wohl - ich bin einfach doof.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #2
Hi,

meine ehrliche Meinung, ich hoffe du kannst damit umgehen.

Ich finde das nicht ängstlich, das hört sich für mich krankhaft panisch an :oops: Sorry.

Ist dir mal irgendwas schlimmes passiert, dass du durch unachstsamkeit jemanden verloren hast?

Alleine schon dass du nicht mal im Wohnzimmer fernsehen kannst wenn er in der Küche schläft, finde ich heftig.

Ganz ehrlich? Wenn du das nicht in den Griff bekommst, dann drehst du irgendwann komplett durch.

Versuch los zu lassen. Deine Katze ist ja nicht dumm und du schaust doch auch drauf dass gefährliche Dinge weggestellt sind. Du kannst ihn doch nicht die ganze Zeit beobachten, das macht auch deine Katze total irre.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #3
Ich finde das auch wirklich heftig und bin hannibals Meinung. Ein bisschen Angst hat man ja schon mal um seine Mietze aber das ist wirklich schon bald krankhaft. Dass Du Dir damit schadest weisst Du sicher selbst. Und Deiner Katze schadet es auch. Du musst loslassen lernen. Ich weiss das ist nicht einfach und sagt sich leicht daher. Im übrigen schließe ich mich hannibals Frage an: ist mal irgend etwas Schlimmes in dieser Hinsicht vorgefallen?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #4
Ich muss _hannibal_ das zustimmen, das klingt echt übertrieben.
Du machst nicht nur dich, sondern auch die Katze verrückt.
Lass ihn machen und vorallem lass ihn in Ruhe schlafen.
Katzen möchten auch mal alleine sein . :wink:

Meine sind auch schon vom Kratzbaum gefallen, haben sich im Schlaf gedreht und es machte plums.
Verdutzt geschaut, kurz geschüttelt, wieder rauf und weiter geschlafen.
Es wurde sich auch mal beim Sprung verschätzt, ein Teller vom Tisch gefegt etc.
Und sie machen auch mal Blödsinn, mittlerweile höre ich am Geräusch ob ich gleich aufstehen sollte oder später erst. :mrgreen:

Meine fressen übrigens rohe Hähnchenflügel und große Stücke Rindfleisch, noch nie was passiert.
Warum auch ?
Wir haben kleine Raubtiere Zuhause, die besser riechen und hören können als wir, gut springen und klettern können und vorallem können sie auch denken. :wink:
Entspann dich und lass ihn machen. :)

Das potentielle Gefahrenquellen beseitigt oder gesichert sein sollten, versteht sich von selbst ....Kippfenster, giftige Pflanzen, Herdplatten, Reinigungsmitteln, Balkon und so weiter.

Und ja, es könnte was passieren, das kann man nicht zu 100% vermeiden, weder bei uns selbst, noch bei unseren Katzen.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #5
Genau- krankhaft panisch ist wirklich der einzig passende Ausdruck, da stimme ich euch absolut zu.
Na klar kann ich damit umgehen, denn ich habe euch ja schließlich um eure Meinung und nach Tipps gefragt.

Potentielle Gefahrenquellen sind natürlich beseitigt, klar, darüber habe ich vor seinem Einzug schon gründlich nachgedacht, auch in Foren nachgelesen, was da am wichtigsten ist.
Was mir gerade gut hilft sind die Aussagen von euch, dass auch eure Katzen mal irgendwo herunter fallen oder sich mal stoßen und auch größere Stücke fressen.

Etwas wirklich schlimmes ist eigentlich noch nicht passiert, nur der Hund wäre fast mal erstickt.
An einem Stück Trockenfleisch, dass ihm, als es ordentlich schlabberig war vom kauen, in den falschen Hals gekommen ist.
Da habe ich gerade noch ein winziges Stück erwischt und konnte es aus seinem Hals ziehen.
Es wurde länger und länger, echt schlimm.
Spike ist damals nur ganz kurz krank gewesen, da ging alles so schnell.
Eine Woche vorher beim Tierarzt war noch alles gut...und dann ging es Hals über Kopf und die Organe versagten.
Und ich weiß nicht, warum.
Auch der Tierarzt konnte sich diese rasante Entwicklung nicht erklären.

Er hat Infusionen und Medikamente bekommen, aber nichts schlug an.
Dann war klar, dass es nur noch einen, höchstens zwei Tage heftiger Qual für ihn sein würden.
Das habe ich dann beendet - und kam mir wie ein Mörder vor.
Ständig war ich am überlegen, ob ich irgend ein Zeichen übersehen habe.
Aber er war bis zu dem Tag, an dem er umfiel, ganz normal für mich.
Hat gefressen, getrunken und auch gespielt.
Nicht mehr so viel wie als junger Hüpfer, aber so wie sonst auch.

Es kann sein, dass ich darum Angst habe.
Denn wenn ein ausgewachsener, an sich gesunder Kater auf einmal so krank wird, was kann dann erst einem Kitten passieren.
Könnte sein, dass dies meine unbewussten Gedankengänge sind.

Denn den Gedanken, dass es meine Schuld war, bin ich trotz der gegenteiligen Beteuerungen des Arztes nie ganz los geworden.
Der Tierarzt war neu in der Praxis, und ich würde nie wieder dort hingehen.
In die Praxis schon, aber jetzt gehe ich zu einer jüngeren Ärztin, mit der man auch reden kann.
Er wusste nicht mal, wie er das Mittel zum einschläfern richtig dosieren sollte.
Weil, wie er sagte, in der Praxis, aus der er kam, etwas anderes benutzt wurde.

Ich habe schon einige Tiere einschläfern lassen müssen, aber so etwas ist mir noch nie vorgekommen.
Nicht nur das mit der Dosierung, er war auch so gefühllos und hat Sachen gesagt, die ich in der Situation nicht besonders gut verkraften konnte.
Dann kam Gott sei Dank eben diese Ärztin, bei der ich jetzt bin , dazu.

Die hat auch, kurz bevor Buddy eingezogen ist, Gizmo operiert.
Und alles richtig gut gemacht.

Kann sein, dass es davon kommt, also von der Sache mit Spike.

Ich werde mir auf alle Fälle jede Mühe geben, meine doofe Art abzustellen.
Denn ich will ja das arme Tier nicht irre machen dazu bin ich viel zu glücklich, dass er da ist. :)

Ich muss mir eine Taktik überlegen.
Vielleicht, erst mal langsam bis zehn zählen und nicht sofort aufspringen, wenn es ein Geräusch gibt.
Und wenn ich mich dazu am Sofa festklammern muss....vielleicht wird es ja besser, wenn es öfter mal "knallt" und ich sehe, dass nichts Großes passiert ist.
Bei den Kindern bin ich doch auch nicht immer auf dem Sprung gewesen.

Sonst fällt mir nichts weiter ein, denn durch Unachtsamkeit habe ich noch kein Tier verloren.
Und ich hatte früher ja auch schon Katzen, weiß also vom Kopf her, dass sie eigentlich recht gut auf sich acht geben können.
Aber früher habe ich auch einiges falsch gemacht, wenn ich da nur an das Futter denke...:oops:...von daher dachte ich vielleicht, dass ich nun auch bei Buddy etwas falsch machen könnte, was ihm schadet.
Aber wenn ich es recht bedenke, wird ihm mein hinterher rennen wohl eher schaden, als wenn er sich mal anstößt.

Ich danke euch fürs zuhören und die netten Antworten.
Und sorry, wenn ich etwas wirr geschrieben habe... :roll:
Es tat ganz gut, die Ängste einfach mal offen aussprechen zu können.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #6
Seit ich Spike einschläfern lassen mußte…,

Das ist wahrlich immer ein furchtbarer Schritt, umso besser will man es bei den nächsten Hausgenossen machen. Aber Du kannst nicht jede Gefahrenquelle ausschalten, Und vergiß nicht, dass Katz clever und geschickt ist.

Wir haben und hatten nur Freigänger. Bislang sind alle nicht ernsthaft verletzt worden. Ich bewundere diese viergängigen Lebenskünstler, vor allem, was die Gefahreinschätzung anbetrifft.

Im Übrigen schließe ich mich den Ausführungen von Hannibal und Nachfolgenden an; Du scheinst in der Hinsicht ein kleines Phobiechen (hat nichts mit "doof" zu tun, entwickelt zu haben, haben wir in irgendeiner Weise alle. Ich kenne niemanden ohne. Nicht weiter schlimm.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #7
Ich finde es gut, dass Du es zur Sprache bringst. Denn das ist der erste Schritt es abzustellen. Vor allen Dingen nimmst Du Ratschläge an. Und Du möchtest dem Kleinen nicht schaden. Und wenn erstmal ein Kumpel eingezogen ist (ja ich kenne auch den anderen Thread ;-)) hast Du gar keine Zeit mehr bei jedem Geräusch aufzuspringen und kannst Dich nicht nur auf ein Tier fixieren :lol:.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #8
Danke schön, das ist lieb von dir.
:)
Im Futter-Thread hat Stulle mich ja schon beruhigt, weil ich mir nicht sicher war, ob er denn zu viel oder zu wenig frisst.
Und nun weiß ich, dass da alles nicht schlecht ist, was ich ausgesucht habe.
Ich werde auch hier im Forum viel lesen, denn eure Erlebnisse zeigen mir, dass ich nicht wegen jedem Pups Panik schieben muss.
Dass deine Freigänger zum Beispiel sich noch nix Ernstes getan haben, finde ich klasse, das freut mich so .
Ich werde versuchen zu lernen, dem Kleinteil mehr zuzutrauen und seinem Sinn für Gefahr auch mehr zutrauen.
Es wird mir nicht ganz leicht fallen und ich werde sicher ab und an mal in alte Muster zurückfallen.
Aber dann mache ich den PC an und werde hier lesen.

Das wird schon werden, und das muss es auch, denn wenn noch ein Kumpel fürs Kleinteil einziehen soll,muss ich denen schließlich Freiraum geben.
Kleinteil soll es bei mir schön haben, und es gefällt ihm sicher nicht, wenn er von allem, was er toll findet, weggeholt wird.
:oops:
Das darf ich ihm nicht zumuten...man kann ein Tier auch quälen, ohne es hungern zu lassen oder zu schlagen.
Uns DAS ist das letzte, was ich will....es liegt an mir, das ist mal klar.
Danke euch nochmal.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #9
Ich muss aber auch sagen dass ich dich eigentlich sehr gut verstehen kann. Ich denke dass es vielen von uns auch schon so ging. Vermutlich eher bei den ersten Katzen, oder bei den besonderen Herzenskatzen.

Ich zb zwing mich jeden Tag dazu ihnen zu vertrauen. Grund aktell ist, dass mein geliebter Hannibal vor 5 Wochen überfahren wurde, er war mein Herzstück. Wir haben aber aktuell noch zwei Freigänger und diese dürfen trotzdem weiter raus, auch wenn es mir gerade besonders schwer fällt. Ich kann aber die zwei deswegen nicht einsperren. Sie sind seit zwei Jahren draußen und das kann ich ihnen nicht antun.

Es gibt Dinge die man dann leider hinnehmen muss. Es tut immer weh, wenn ein geliebtes Tier von uns geht.
Du solltest dir keine Vorwürfe machen was passiert ist. Du hast die Kankheit nicht verursacht und wie wir alle wissen, sind Katzen extrem leidensfähig. Man wird einer Katze nie ansehen dass sie Krank ist. Erst dann wenn es zuspät ist merken wir etwas. Ich denke du musst lernen diese Gedanken loszuwerden, dann kannst du dieses extreme Verhalten langsam abstellen.

Irgendwann ist es vielleicht soweit, dass du wegen ihm dein Haus nicht mehr verlassen kannst und dann wirds richtig schwierig.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #10
Liebe Fraukules,
ich kann dich so gut verstehen, auch ich bin eine absolute Panikdosi. Seit Tailless Tod habe ich jeden Tag zu kämpfen und als mir klar wurde, dass ich es alleine nicht schaffe, bin ich zu einer HP gegangen. Jetzt trinke ich Baldriantee und nehme Gelsemium und Ignazia. Außerdem mache ich Yoga und autogenes Training.
Vielleicht suchst du ja auch mal einen HP auf und läßt dir helfen?
Es gibt Dinge, die können wir nicht alleine bewältigen, da brauchen wir jemand der uns hilft. Dein Hilferuf ist laut und deutlich! Aber leider können wir alle hier dir nur schreiben, dich nicht in den Arm nehmen, dich nicht trösten und nicht wirklich für dich da sein.
Deshalb empfehle ich dir einen HP, keinen Schulmediziner, denn du brauchst kein Beruhigungsmittel. Du brauchst nur ein bißchen Hilfe um wieder zu dir selbst zu finden.
Fühl dich ganz fest gedrückt! Ich schicke dir ein bißchen Kraft und Ruhe!
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #11
Hallo liebe Fraukules,

vielleicht hilft es dir ja, wenn du in kleinen Schritten vorgehst und z. B. erst eine Minute zu warten, dann 2, dann 3 Min. usw.
Deine Panik kann ich nur allzu gut verstehen. Wenn ein gesundes Tier plötzlich und unerwartet an einer Krankheit stirbt, ist das wirklich furchtbar und jeder, der dein Tier wirklich geliebt hat, fragt sich dann, hätte ich vorher etwas merken müssen, hätte ich früher reagieren müssen,...
Das schreibe ich aus eigener Erfahrung, unser Hund ist im Mai dieses Jahres völlig plötzlich nach einem Krampfanfall (sie war kein Epileptiker) gestorben. Danach habe ich das ganze Haus auf links gedreht und nach irgendetwas gesucht, was diesen Anfall evtl. ausgelöst haben könnte - erfolglos.
Bei jedem kleinen "heute frisst XXX aber wenig" bin ich kurz davor zum Tierarzt zu fahren. Ständig suche ich meine Katzen (gesicherter Freigang).
Am Anfang war das totall schlimm, ich kam überhaupt nicht mehr zur Ruhe.
Mir war aber -genauso wie dir- klar, daß das so nicht weiter geht. Dann habe ich mir einen Zettel genommen und Regeln aufgestellt, wie z. B. wenn einer schlecht frisst -> Leckerlie geben. Wird das genommen und gefressen, beobachten. Wird es nicht genommen, anderes Leckerlie. Wird gar nichts gefressen, gibt es "Hausarrest" und wenn dann nichts gefressen wird (innerhalb von 3-4 Stunden -> Tierarzt. Bis jetzt haben alle am nächsten Tag wieder normal gefressen, wahrscheinlich haben sie draussen gefressen und ich habe es nicht gesehen.
Es hat gedauert, bis ich mich damit abfinden konnte, daß meine Bande eben Streuner waren und wahrscheinlich mit allem möglichen so oder so schon infiziert sind. Für mich war es die Lösung, daß ich beschlossen habe, es meiner Bande so angenehm wie möglich zu machen und jeden Tag als Geschenk zu sehen, den wir gesund zusammen verbringen können.
Auch das mit den Geräuschen kenne ich (ich schlafe z. T. mit 5 Katzen). Meine Lösung war, bevor ich ins Bett gehe ALLES zu kontrollieren, daß nichts gefährliches da steht, was die Katzen runter werfen könnten und ihnen gefährlich werden könnte. Trotzdem schrecke ich ab und zu nachts noch hoch, weil sie beim Spielen irgendwo dagegen rennen/rutschen. Solange aber keine schreit, bleibe ich liegen.
Die einzigen Gründe für mich, nachts auf zustehen, sind erbrechen und Gefauche. Manchmal übertreibt es Midnight beim Spielen etwas und findet einfach kein Ende und dann muss ich ihn schnappen, etwas schmusen und dann fährt er runter. Die anderen 3 Kater sind eher kleine Mimosen ;-)
Und tagsüber muß ich alles stehen und liegen lassen, wenn Zwerg um Hilfe schreit. Er klettert gerne überall hoch und weiß dann nicht mehr, wie er runter kommen soll (bestes Beispiel: Bad-Wandregal).
Hoffentlich bekommst du das in den Griff, sonst leidet ihr alle drunter.

LG
Rea
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #12
Ich danke euch für die vielen guten Tipps zu meinem Verhalten, die mir wirklich eine Menge weiterhelfen.
Habe heute leider nicht viel Zeit, aber ich wollte zumindest eine kurze Rückmeldung geben.Es ist nämlich nicht nett, wenn so viele Leute einem helfen wollen und man sich dann nicht mal kurz meldet.
Heute war ich schon mal stolz auf mich - ich hab' ihn in der Küche schlafen lassen und bin NICHT gleich hoch gesprungen, als ich ein Geräusch gehört habe.
War nicht leicht, aber als ich dann ( nach dem langsamen bis zehn zählen ) sah, dass garnix passiert ist, fühlte ich mich richtig gut.
So, muss wieder weiter....bis dann und nochmal "Danke". :)
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #13
Für mich war es die Lösung, daß ich beschlossen habe, es meiner Bande so angenehm wie möglich zu machen und jeden Tag als Geschenk zu sehen, den wir gesund zusammen verbringen können.

Genau DAS muss man sich so lange einbläuen bis es in Mark und Bein übergeht, andernfalls erstickt man in Verlustängsten! Man ist nie davor gefeit, dass etwas passiert (ganz egal in welchem Lebensbereich), deswegen muss man immer das genießen was man hat und was gerade passiert.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #14
Ich kann dich gut verstehen und halte das auch für normal. Natürlich ist so ein Verhalten überzogen, aber das weißt du ja selbst.
Nur, wenn man noch trauert und sich Vorwürfe macht, kann es halt vorkommen, dass man überkompensiert.
Und ich denke, dass tust du gerade. Du versuchst Buddy zu beschützen und schießt dabei über das Ziel hinaus. Du kannst gar nicht anders.

Aber du hast das doch schon erkannt. Und bist damit auf dem besten Weg es abzustellen.
Du weißt, warum du so reagierst. Vielleicht spürst du noch einmal nach, wie es mit deiner Trauer aussieht und ob du dir selbst vergeben kannst. Du musst das Gefühl haben, an dem Tod von Spike nicht schuld zu sein und das du dir auch nichts vorwerfen musst. Ich glaube, dann wird sich dein Problem schnell erledigen.
An der Stelle hakt es bei dir wahrscheinlich ein wenig, es hilft oft nicht vom Kopf zu wissen, nicht schuld zu sein, wenn einem das Gefühl etwas anderes sagt.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #15
An der Stelle hakt es bei dir wahrscheinlich ein wenig, es hilft oft nicht vom Kopf zu wissen, nicht schuld zu sein, wenn einem das Gefühl etwas anderes sagt.

Genau SO ist es.
Ich finde es unglaublich, wie gut ihr mich verstehen könnt, dadurch komme ich mir gerade nicht mehr ganz so "dumm" oder "unnormal" vor.
Vor allem finde ich klasse, dass ihr meine Gedankengänge und Gefühle viel besser in Worte kleiden könnt, wie ich selber es kann.
Dadurch sehe ich klarer, woran ich zuerst arbeiten muss und wie ich eine Lösung finden kann.
Es ist wirklich schön, wenn jemand einfach sagt :
"Ich kann dich verstehen."
Ihr habt ja auch schon viel durch mit euren Katzen, viel erlebt und verarbeitet , dass spricht aus jedem eurer Sätze.
Darum vertraue ich auch so sehr auf euer Urteil und nehme auch an, wenn mir klar gesagt wird, was ich verkehrt mache.
Denn Einsicht ist....tja, ist nun mal so. ;-)
Und ihr gebt eure Ratschläge auch so einfühlsam weiter, das findet man auch nicht überall.
Danke nochmal.

Als ich eben anfing zu schreiben, ist Buddy übrigens nach oben marschiert.
Und ich bin nicht aufgesprungen, sondern tippsel immer noch.
Ist doch schon was... :-D
Und nun kommt er wieder runter und schubbert an mir herum, gleich wird er mich "anschreien", weil er mit Sicherheit nochmal Hunger hat.
Also werde ich nun mal meinen Pflichten nachkommen, denn diese Stimme kann man nicht lange ertragen, wenn er Kohldampf hat. :roll:
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #16
Es ist auch ein schönes Gefühl, wenn man helfen kann.

Gizmo hat Buddy vielleicht gebraucht, aber du warst noch nicht so weit. Für dich ging es vielleicht zu schnell.
Ich weiß nicht, wie man jetzt am besten damit umgeht.
Möglicherweise musst du deine Trauer um Spike zulassen und auch, dass du dir Vorhaltungen machst. Erlaube es dir und nimm es an. Dagegen anzukämpfen könnte für dich der falsche Weg sein. Eventuell kommst du besser damit klar, wenn du es akzeptierst und versuchst, es hinzunehmen.
Horch mal in dich hinein, was du brauchen würdest, damit du besser damit klar kommst.

Gott, ich höre mich an wie eine Psychotante.
Das hat wohl abgefärbt.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #17
Ich finde, du hörst dich ganz normal an....wie hört sich denn eine "Psychotante" an ?
Du formulierst richtig schön, das ist doch gut. :)
Gizmo hat ihn wirklich gebraucht, es war so schön, als er am Tag nach Buddys Einzug wieder gefresssen hat...ich hab' danebengestanden und geheult.
War ja klar.... :roll:
Und er tobt und spielt, es ist eine Freude.
Obwohl mir manchmal die Haare zu Berge stehen, weil die beiden oft soooo wild miteinander sind.
Aber anscheinend gefällt es beiden .
Manchmal muss Gizmo auch erzieherische Maßnahmen ergreifen, das hört sich dann gefährlich an, ist aber nicht schlimm.
ALLES kann er dem Kleinteil ja auch nicht durchgehen lassen, er muss auch wissen, dass es Grenzen gibt.
Er hat auch immer Buddy's Popo kontrolliert, wenn der aus dem Klo kam. :shock:

Dusseliger Hund , aber einen Hau hatte er ja schon, als wir ihn bekommen haben.
Er war zwar noch ganz klein, aber schon total verstört, weil er aus wirklich unschönen Verhältnissen kam.
Manche Ticks hat er nach so vielen Jahren immer noch.

Die Jahre waren übrigens das Argument, mit dem ich meinen Mann jetzt schon ziemlich weichgekocht habe.
Ich habe ihm von den Störungen erzählt, die eine Katze bekommen kann, wenn sie keine andere Katze zur Gesellschaft hat.
Ich Doof dachte ja, ein Hund würde reichen. :oops:
Und habe ihm dann klargemacht, dass Gizmo uns um Jahre eher verlassen wird als Buddy.
Und dass es dann erst richtig schwierig wird, denn jetzt könnten wir noch relativ problemlos einen Katerkumpel dazu holen.
Aber angenommen, Buddy hat sechs Jahre mit einem Hund zusammen gelebt , und der ist dann auf einmal weg.
Dann wird es doch schwieriger, den richtigen Freund zu finden.
Denke ich zumindest. :?:

Meine Sorge dabei war halt, dass sich Buddy nur noch dem Kumpel zuwenden wird und ich mit Gizmo dann wieder DA stehe, wo ich stand, bevor er durch Buddy wieder auflebte.
Dann habe ich ein richtiges Problem, das will ich nicht nochmal erleben,zweimal reicht.

Aber es kann auch genauso sehr gut laufen, man weiß es nicht.

Ich kucke gerade durchs Forum um zu sehen, was die User hier als potentielle Gefahrenquellen einordnen.
Da habe ich dann schon gesehen, dass einiges, was mir gefährlich für mein Kleinteil erschien, andere vollkommen kalt lässt. :-D
Man kann ja auch nicht ALLES wegräumen, hab ich bei den Kindern auch nicht gemacht.

Buddy darf nicht überall drauf rumturnen, ich möchte nicht, dass er in der Küche auf die Arbeitsplatte geht oder sich vor den Fernseher legt.
Oder dahinter springt.
Wenn er davor liegt, kann ich zum einen nicht mehr umschalten, zum andern möchte er dann Mücken und sowas fangen und springt dabei am Bildschirm hoch.
Und ich habe lange genug für das Teil gespart und möchte ihn nicht gleich total zerkratzt haben. :oops:
Wenn er dahinter liegt kann es passieren, dass er sich von hinten am Bildschirm hochzieht.
Also wieder Kratzer, zum anderen könnte er damit auch komplett zusammen nach vorne fallen.

Da, wo ich ihn nicht drauf haben möchte, nehme ich ihn immer wieder runter und sage mit etwas anderer Stimme als normal "Neiiin, runter,nicht DA rauf"

Ich schreie aber nicht oder so...nicht falsch verstehen.

Bei einigen Stellen reagiert er inzwischen gut, springt gar nicht erst rauf oder halt sofort wieder runter, wenn ich das sage.
Um anders Stellen kämpft er , da stellt er sich komplett taub und geht erst runter, wenn ich aufstehe und nur noch ein kleines Stück von ihm weg bin.
Voll lustig, aber da habe ich Geduld und einen langen Atem.

Wenn er nun aber zum Beispiel in der Nacht in der Küche schlafen würde, dann würde er ganz sicher genussvoll auf der Arbeitsplatte herumturnen, schätze ich.

Aber das kann man doch garnicht ständig unter Kontrolle haben , andere Katzen gehen doch sicher auch mal irgendwo rauf, wo sie eigentlich nicht sollen, wenn ihre Dosis nicht da sind ?
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #18
Wenn er nun aber zum Beispiel in der Nacht in der Küche schlafen würde, dann würde er ganz sicher genussvoll auf der Arbeitsplatte herumturnen, schätze ich.

Aber das kann man doch garnicht ständig unter Kontrolle haben , andere Katzen gehen doch sicher auch mal irgendwo rauf, wo sie eigentlich nicht sollen, wenn ihre Dosis nicht da sind ?

dazu sag ich: Ja, er wird es machen. Ich hab hier 5 Pelzgesichter. Happy, Raya und Erbse gehen normal nur auf die Arbeitsfläche und den Tisch, wenn niemand in der Nähe ist. Ich wollte auch nie, dass eine Katze dort rumturnt. Dann kamen Kiwi und Cookie.... Wenn wir essen, turnt Cookie entweder auf der Arbeitsfläche rum (Katz könnte dort ja was finden) oder sie sitzt auf nem Stuhl und hat den Kopf auf dem Tisch:roll:. Kiwi allerdings sitzt auf der inzwischen von uns genannten "Katzenseite" auf dem Tisch. Mich stört es nicht mehr.

Zum "es kann den Katzen was passieren". na ja, ganz vermeiden kann man das nicht. Happy ist 17. Er ist, wie alle anderen, auch schon vom Kratzbaum, vom Fensterbrett oder vom Sofa gefallen. Passiert ist nie was. Oder es rutscht mal einer beim um die Ecke flitzen aus und fällt auf die Seite. da wird dumm geguckt und weiter gerannt. Natürlich versucht man, Gefahren zu beseitigen. Aber ich sag immer, die Bande muß auch eigene Erfahrungen sammeln. Rast einer über den Glastisch, rutscht aus und poltert runter, ist er vielleicht beim nächsten mal vorsichtiger. deshalb kleb ich aber keine Anti-Rutsch-Noppen auf den Tisch. Auch nach dem 5. mal ausrutschen und runter poltern nicht. Wenn ein Kratzbaum beim toben kurz vorm umkippen ist, dann befestige ich den an der Wand. Einfach, weil ich nicht möchte, dass der auf die Katze fällt. Sachen wie Gläser, Messer usw stelle ich weg. Aber hier ist nicht jeder Blumentopf aus Plastik. Wenn einer zerdeppert wird, höre ich das und entferne die Gefahrenquelle in Form vom kaputten Blumentopf.
Wenns irgendwo kracht und poltert höre ich, ob ich besser sofort hin gehe oder obs was harmloses war.
Gut, hinter den Fernseher dürfen meine auch nicht. Aber ob sie sich dran halten, wenn ich nicht da bin? ich denke nicht. Okay, bei dir sind diese Ängste nun extrem. Aber ich denke, mit der Zeit lernst du, diese in den Griff zu kriege. Auch wirst du lernen, die Geräusche richtig zu deuten (sofort hin oder hat das Zeit).Ich kann verstehen, dass man bei so nem Zwerg vorsichtiger und ängstlicher ist. Eben weil sie noch so unbedarft überall rumturnen. Ich habs bei den Tieren und auch bei meinen Kids so gehalten: Wenns nur mal ein kleiner Autsch-Moment ist, macht eure eigenen Erfahrungen. Obs nun die Katze ist, die vom Kratzbaum poltert, oder das Kind, was unterm Tisch vor kommt und sich den Kopf stößt.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #19
Mach dir keine Sorgen, für Buddy ist der Katzenkumpel dann ein Spielpartner mehr.
Das ist hier bisher bei allen Katzen+Hunde Dosis so gewesen. Katzen und Hunde verstehen sich gut. Ich habe noch nie etwas anderes gelesen.
Und deine Argumente sind absolut richtig. Du wirst an dreien so richtig Spaß haben.


Natürlich kann es passieren, dass ein Kater im Haus Schaden erleidet. Weil er eine giftige Pflanze frisst, sich mit einer Schnur stranguliert oder durch die offene Haustür entwischt und überfahren wird.
Aber ich gehe mal aus, dass du diese üblichen potentiellen Gefahren eleminiert hast.
Mein Imi ist, als er klein war, zweimal vom Bücherregal gefallen. Beim zweiten Mal hat er sich den Oberschenkel gebrochen und musste operiert werden. Passiert eben. Danach habe ich keine Bücher mehr lose in den oberen Regalen liegen lassen, die vielleicht wegrutschen könnten, wenn einer klettert, aber das Bücherregal steht noch. ;-)
Der Tierarzt sagte, die Verletzung sei ungewöhnlich. Normalerweise bekommt er Brüche bei Wohnungskatzen sehr selten zu sehen.
Und es war auch nicht so schlimm. Imi musste eine Weile im Kaninchenstall sitzen und läuft heute wieder ganz normal.

Ansonsten springe ich nur noch auf, wenn etwas klirrt. Damit keiner in Scherben tritt oder versehentlich welche frisst.
 
  • Bin ich zu ängstlich ? Beitrag #20
Also im Grunde genommen nicht viel anders als bei kleinen Kindern.
Meinen bin ich ja auch nicht ständig hinterher gerannt, sie sollten sich entfalten und eigene Erfahrungen machen können.
Nur wo tatsächlich Gefahr drohte, hatte ich die Hand drauf.
Mal eine kleine Blessur war für mich nichts Schlimmes, sondern "war halt so".
Also sollte ich das bei Buddy genauso machen.

Katzen und Hunde hatten wir immer zusammen, ich hatte noch keine dabei, die sich nicht verstanden hätten.
Da ging es mir nur darum, dass Gizmo nicht wieder aufhört zu fressen, wenn Buddy wegen einem neuen Kumpel nicht mehr mit ihm spielen sollte.
Aber vielleicht - so denke ich manchmal - wäre er auch froh, ab und an mal etwas Ruhe zu haben,denn er ist ja ne Ecke älter als Buddy.
Und Buddy kann ein ganz schöner Grobian sein.:-D
Ich wusste , dass Gizmo absolut auf Katzen steht, aber dass er sich sooooo viel gefallen lassen würde, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Wenn Buddy sich zum Beispiel sein Hinterbein schnappt, sich mit allen vier Pfoten daran festkrallt und versucht, hinein zu beißen.
Was heißt "versucht"...:roll:
Bis Gizmo ihn da mal zurechtweist, das dauert ewig.
Oder auf Fliesen oder Laminat....Gizmo hat einen schönen buschigen Schwanz.
Und Buddy macht nichts lieber, als sich daran festzuhalten und sich durch die Bude ziehen zu lassen,geht auf glattem Untergrund hervorragend.
Na gut, Lhasas gelten vom Charakter her ja ohnehin als "katzenähnlich".

Meine Pflanzen habe ich vor seinem Einzug durchsortiert, da war nichts weiter giftiges dabei.
Nur meine Kakteensammlung habe ich von der Fensterbank im Wohnzimmer verbannt, da sind Exemplare mit ziemlich fiesen Stacheln dabei.
Ich habe mir schon eine Liste mit Pflanzen gespeichert, die von Katzen angeknabbert werden können, ohne dass etwas passiert.
Wenn die Renovierung durch ist, werde ich mir davon einige holen.

Die Haustür ging manchmal wieder auf, wenn jemand sie nicht richtig fest zugezogen hat.
Man musste immer nochmal dagegen drücken, wenn man dachte, sie wäre schon zu.
Das hat mein Mann abgestellt.

Und ich denke, an ALLES kann man nicht denken.
Auch wenn man glaubt, alles richtig gut abgesichert zu haben, kann immer mal etwas vorkommen, was man nicht im entferntesten auf der Liste hatte.
Das sind dann aber meist Sachen, bei denen ganz selten etwas passiert, darum denkt man auch nicht sofort daran.

Bücherregal, oh ja, da turnt Buddy auch gerne drin herum.
Mehr Sorgen macht mir allerdings der Kaminofen im Wohnzimmer,denn da springt Buddy auch gerne rauf,legt sich hin und pennt.
Jetzt ist der Ofen noch kalt,aber wenn ich anfange, ihn in Betrieb zu nehmen, habe ich ein Problem.

Ich setze Buddy immer sofort wieder runter, er weiß auch genau, dass er nicht da rauf soll....aber wie gesagt, wenn man mal nicht kuckt, machen sie doch das Ein- oder Andere.
Spike und die anderen sind dem Ofen nie zu nahe gekommen, sobald er warm wurde,und die kannten so etwas vorher auch nicht.
Aber Kleinteil muss ja nur mal an die Scheibe kommen oder aufs Ofenrohr springen...da hab ich nun wirklich Angst,weil ich mich auch schon übelst verbrannt habe.
Den Ofen hergeben möchte ich aber auch nicht, denn die Wärme ist angenehmer als die der normalen Heizung.
Die Raumluft bekommt mir dabei viel besser mit meinem ACOS als wenn ich nur mit Gas heize.
Dazu kommt, dass er die Kosten enorm senkt.
Da muss ich mal sehen, was ich da machen kann oder wie weit Buddy sich dem Ofen nähert, wenn ich anfangen will, damit zu heizen.
Kommt Zeit, kommt Rat. :)

Ich muss nun noch den Flur streichen und zwei Schränke lasieren, dann kann ich anfangen, ihm sein "Kletterparadies" zu bauen.
Darauf freue ich mich schon so sehr, es soll richtig gut werden.
 
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