Hallo ihr Lieben,
erst einmal ein frohes neues Jahr für alle.

Ich lese schon länger in dem Forum und habe mich jetzt mal registriert, weil ich euren Rat brauche.
Unser Kater Luke wurde gestern mit 9 Monaten kastriert,
weil er anfing unseren zweiten Kater
Amber sprichwörtlich zu "rammeln". Luke ist ein Waldkater mit Perseranteil.
Ich bin extra in unsere grösste und modernste Tierarztpraxis, weil ich sichergehen wollte dass alles gut geht. Um 10 Uhr habe ich ihn hingebracht und um 16 Uhr wieder abgeholt. Er war auch schon wieder erstaunlich fit.
Während der Narkose wurde auch sein Kiefer untersucht, da er eine leichte Fehlstellung hat. Dabei wurde festgestellt, dass Luke ein beginnendes
eosinophiles Granulom hat und auch gleich eine Gewebeprobe genommen. Ich dachte immer seine Lippen wären wegen der Zähne geschwollen.
Als Medikament wurde mir Atopica mitgegeben.
Als wir zu Hause waren hat er erstmal getrunken als gäbe es kein Morgen und war zweimal zur Toilette. Leider musste ich mit ihm noch mal zum Tierarzt fahren, weil er nicht aufgehört hat sich zu lecken und sie vergessen hatten mir so einen Trichter mitzugeben. Da war er schon völlig fertig.
Zu Hause angekommen ging es aber wieder. Im Eifer des Gefechts ist er natürlich gestern erstmal auf den Kratzbaum gesprungen, in den 5 Sekunden in denen ich mich mal kurz um die andere Katze gekümmert habe. :roll:
Fressen wollte er aber immer noch nichts.
Den Kragen hatten wir ihm wieder abgenommen und er auch nicht mehr viel geleckt.
Als ich ihn dann abends ganz vorsichtig anheben wollte, weil er auf dem eiskalten Boden lag, hat er wie am Spieß geschrien. Also gleich runter und in Ruhe gelassen. Da dachte ich mir schon, dass das Schmerzmittel nachgelassen hat. Da unser anderer Kater auch noch der Meinung war spielen zu wollen, hat Luke sich endgültig in den Schrank verzogen und bis morgens dort verharrt.. dann kam er kurz raus. Fressen wollte er aber immer noch nicht und trinken jetzt auch nicht mehr.
Jedes Mal wenn ich ihm was zu fressen geben wollte, hat er nicht mal dran gerochen. Dann kam der Dicke und hat es ihm weggefuttert. Deshalb trennen wir die beiden jetzt auch erstmal.
Als er Mittags immer noch nicht gegessen und getrunken hat habe ich beim Tierarzt angerufen. Sie meinte nur es sei ja noch keine 24 Stunden her und "wenn sie sich dann besser fühlen können Sie aber herkommen." Gerade als ich ihn einpacken wollte, hat er ein Leckerchen genommen und wollte unbedingt am Fenster nach Vögeln gucken (das liebt er und macht er jeden tag). Also habe ich noch gewartet. Im Ernstfall haben wir hier auch eine tolle tierklinik. Sie meinte nur am Telefon dass es sein kann dass er halt besonders sensibel reagiert und man deshalb noch keine Angst haben soll.
Jetzt macht er aber eigentlich die ganze Zeit nichts anderes als schlafen. Er hat vorhin gezittert beim ausatmen, das ging aber weg als ich ihn zugedeckt habe.
Er ist aber nicht mehr zurückgezogen und hat auch noch zwei Leckerchen genommen. Außerdem sah es vorhin so aus als hätte er ein ganz bisschen getrunken.
Seine Haut zwischen den Schultern geht sofort zurück wenn man leicht dran zieht.
Wir machen uns aber sorgen dass es einfach zu wenig ist. Zumal das Atopica am Anfang auch noch für Magenprobleme sorgen kann. Ich habe ihm was ins Maul gegeben und er fand es ganz furchtbar.. aber: die Schwellung am Maul ging nach 2 Stunden zurück. Wenigstens das scheint erst mal zu helfen.
Was würdet ihr tun? Gibt es das, dass ein Kater einfach besonders empfindlich ist? Was kann es für Probleme geben?
Seine Wunde sieht übrigens soweit gut aus. Keine Blutungen oder Eiter.