fast drei Wochen hinterm Sofa :-(

Diskutiere fast drei Wochen hinterm Sofa :-( im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo ihr lieben Foris, ich bin neu hier und wende mich jetzt mal an euch, weil ich mir nun doch sehr unsicher bin, das Richtige getan zu haben...
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #1
J

Jorinde

Beiträge
14
Reaktionspunkte
0
Hallo ihr lieben Foris, ich bin neu hier und wende mich jetzt mal an euch, weil ich mir nun doch sehr unsicher bin, das Richtige getan zu haben.

Vor knapp 3 Wochen habe ich zwei Katzen (Kater,10 Jahre und Katze unbekanntes Alter) aus dem Tierheim geholt. Ich wollte ausdrücklich zwei Kandidaten, die wenig Aussicht auf Vermittlung haben, d.h. keine die dem Besucher sofort um die Beine streicht, evtl. auch schon älter und schon länger dort im Tierheim ist.

Die Wahl ist auf Rosi gefallen, der dort die üblichen Höhlen als Versteck nicht ausreichten, sie brauchte die dunkle Sicherheit eines Schrankes, zu dem es ein kleines Schlupfloch gab. Sie war seit Nov 17 dort und wurde als Fundkatze von einem anderen Tierheim übernommen. Über sie ist wenig bekannt.

Und auf Garfield, ein roter Kater, dessen Besitzer verstorben ist und der seit Mai 17 im Tierheim ist. Er ist 10 Jahre alt, wollte keinen Kontakt zu den Pflegern und wurde immer nur auf dem höchsten Schrank sitzend angetroffen. Er hatte mal einen guten Kontakt zu einer anderen Katze, die aber vermittelt wurde.

Die beiden haben sich im Tierheim nicht kennen gelernt (unterschiedliche Räume). Bei mir sind sie jetzt erstmal im Wohn-Esszimmerbereich. Garfield am hinteren Ende des Wohnzimmers hinter der Couch mit Fressnapf und Toilette, Rosi hat ihre Einrichtung am anderen Ende im Esszimmerbereich. Ihr Versteck dort hinter dem Schrank hat sie inzwischen verlassen und den sessel als Lieblingsplatz eingenommen.
Sie fing nach einer knappen Woche an aufzutauen, sie hat sich inzwischen zur wahren Kampfkuschlerin entwickelt, um sie mache ich mir gar keine Sorgen mehr.

Bei dem Kater passiert aber null Entwicklung. Ich sehe nur an Toilette und Fressnapf, dass da noch jemand wohnt. Ich lasse ihn komplett in Ruhe. Nur wenn ich Futter bringe, rede ich sanft mit ihm, der Napf steht so, dass er sehen kann, wer ihn voll macht. Ich blinzel und säusel ihn kurz an und lass ihn dann wieder in Ruhe. Er hat noch nie zurück geblinzelt und die Augen wirken noch immer ängstlich und groß. Deshalb denke ich auch, dass es für Katzenlockspielzeug noch zu früh ist, ich glaube es würde ihn verschrecken.

Ach so, so nen Feliway Stecker hab ich von Anfang an in Betrieb, scheint bei ihm nix zu bewirken.
Ich mache mir jetzt doch Sorgen um ihn. Hätte ich ihn besser im Tierheim lassen sollen, auf dem Schrank war er jedenfalls glücklicher als hinter meinem Sofa?

Was kann ich noch für ihn tun? 3 Wochen ist doch schon wirklich lange, der Arme tut mir so leid! Gibt es Tiere, die ihr Versteck nie in Anwesenheit des Dosis verlassen? Er weiß ja gar nicht, was für ein schönes Katzenleben hier auf ihn wartet: Freigänger mit Katzenklappe und Natur pur hinterm Haus, inklusive vieler Mäuse :)
Die Rosi wäre jetzt schon bald so weit, dass ich sie mal Freiluft schnuppern lassen könnte. Da die beiden sich aneinander gewöhnen sollen, muss das aber warten.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir vielleicht was raten könntet oder einfach nur Erfahrungen mit ähnlich schwierigen/langen Eingewöhnungen habt.

Liebe Grüße
Jorinde
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #2
Hallo Jorinde und Willkommen im Forum,

also ich finde Du machst das komplett richtig. Was ich vielleicht noch versuchen würde, ist nicht nur beim Füttern mit Garfield sanft zu reden sondern auch öfter mal zwischendurch.
Einfach dass er sich an Dich gewöhnt und erkennt, dass nichts Böses von Dir droht.
Natürlich so, dass er sich nicht bedrängt fühlt. Drei Wochen sind jetzt nicht sooo lange und Du schriebst ja, dass er sich auch im Tierheim sehr zurück gezogen hat.

Nur Geduld, das wird schon.
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #3
Hallo und herzlich Willkommen!

Er ist erst drei Wochen bei dir. Mitunter hat ein Tier große Schwierigkeiten sich an eine neue Situation zu gewöhnen und da dauert es etwas länger. Ich persönlich lasse dem Tier die Zeit die es eben braucht und akzeptiere auch sein Versteck... es sei es ist ein sehr ungünstiges, da würde ich auch eingreifen.

Es ist ein guter Tipp mehr reden...

Du blinzelst ihn an .... wenn er unter/ hinter dem Sofa liegt? Schaust du von oben auf ihn runter oder unter das Sofa?

lg
Verena
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #4
Vielen Dank für eure Antworten :)

Ihr schreibt beide er ist erst 3 Wochen da, ich denke immer, er ist doch schon 3 Wochen da. Geduld habe ich ja und ich akzeptiere auch seinen Zufluchtsort. Ich habe jetzt nur irgendwie Angst, das könnte für immer so bleiben, dass er nur raus kommt, wenn kein Mensch anwesend ist. Gibt es solche Fälle?

Also er liegt hinter dem Sofa, welches mit 50cm Abstand zur Wand steht. Über ihm ist ein Brett angebracht und zwischen Sofaende und seinem Platz steht ein kleiner Servierwagen, der gibt ihm Schutz von der Seite, aber ich kann ihn trotzdem sehen. Ich habe leider einmal den Fehler gemacht und von oben geschaut. Das ist natürlich bedrohlich für ihn und er hat gefaucht und ich habe mich geschämt :oops: Ich gucke und rede immer von der Seite, vom Sofaende aus, dort steht auch sein Fressteller.

Ihr meint also, mehr reden... ich schwanke zwischen 2 Taktiken: Mehr reden und anwesend sein, das bedeutet aber, dass er in seinem Versteck bleibt und die Gewöhnung an Umgebung und Rosi darunter leidet und ich denke er leidet dann auch mehr.

Die zweite Taktik wäre, möglichst oft abwesend sein und der Gewöhnung der beiden Katzen untereinander und der Gewöhnung an die Wohnung als sicherer Ort den Vorrang zu geben. Denn dann ist er schon draußen, das sehe ich auch an einigen haarigen Plätzen. Besonders haarig ist ein Platz auf der Fensterbank, das scheint ihm dort zu gefallen.

Ich habe auch schon zweimal am vergangenen Wochenende auf dem Sofa geschlafen, auch Mittagsschläfchen :mrgreen:

Welcher Gewöhnung soll ich denn nun den Vorzug geben? Abwesend bin ich ja durch die Berufstätigkeit regelmäßig bis mittags. Die vier freien Tage müssen aber dann ziemlich schwer für ihn sein.... ach menno, er tut mir da hinten halt so leid :?
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #5
[...]Ihr meint also, mehr reden... ich schwanke zwischen 2 Taktiken: Mehr reden und anwesend sein, das bedeutet aber, dass er in seinem Versteck bleibt und die Gewöhnung an Umgebung und Rosi darunter leidet und ich denke er leidet dann auch mehr.

Die zweite Taktik wäre, möglichst oft abwesend sein und der Gewöhnung der beiden Katzen untereinander und der Gewöhnung an die Wohnung als sicherer Ort den Vorrang zu geben. Denn dann ist er schon draußen, das sehe ich auch an einigen haarigen Plätzen. Besonders haarig ist ein Platz auf der Fensterbank, das scheint ihm dort zu gefallen.[...]

Hmm, also ich sehe schon eine gute Chance, dass er sich eher an Dich gewöhnt, wenn er einfach merkt dass Du nur das Beste für ihn willst und er sollte schon Vertrauen zu einer Bezugsperson aufbauen.
Da wäre Deine öftere Abwesenheit eher abträglich.
Die Gewöhnung an die Situation, die Wohnung und die andere Katze findet ja sowieso während Deiner normalen Abwesenheit statt.
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #6
ich sage nur: du brauchst einen federwedel :mrgreen:

grüße,
werner
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #7
Hallo Jorinde,

ich möchte mich den anderen anschließen. Drei Wochen ist noch nicht so lange. Du brauchst viel Geduld und einen langen Atem, vielleicht doch einen Federwedel.:mrgreen:
Ich würde es auf jeden Fall einmal ausprobieren.

Wir haben auch schon so ein Exemplar aus dem Tierheim aufgenommen. Rocky war zwar nicht scheu, aber so beissfreudig, dass man uns sogar die Rückgabefrist verlängert hat. Anfangs durfte man ihn nur am Kopf anfassen. Alles andere war tabu. Er hat fast 1 Jahr gebraucht um richtig anzukommen.

Ich finde es total toll, dass Du den Beiden eine Chance gibst.:-D

Du musst immer bedenken, dass Garfield eine unglaubliche Umstellung zu verkraften hat:
Sein Besitzer war verstorben (Man weiß nicht wie er mit Garfield umgegangen ist),
Er war seit Mai 2017 im Tierheim
Die Katzen mit denen er sich angefreundet hat wurden vermittelt.
Garfield ist 10 Jahre alt und hat schon einige negative Erfahrungen in seinem Leben gemacht.
Er muss sich an eine neuen Umgebung, Menschen, Geräuschen, Gerüchen und an eine fremde Katze gewöhnen.;-)

Gib ihm Zeit, hab Geduld. Vielleicht kannst Du Dir in dem Zimmer eine ruhige Ecke suchen, Dir ein Buch nehmen und einfach vorlesen. (Das wird hier im Tierheim mit Erfolg praktiziert).
Du hast bisher alles richtig gemacht.
Ich habe hier eine Geschichte für Dich, die Dir vielleicht weiter hilft (Achtung lang):


.... Manchmal braucht es viel Geduld

Ich mag keine Hände

Ich mag keine Hände – sie machen mir Angst – und sie sind gefährlich. Das habe ich schon sehr früh gelernt – Hände sind gefährlich! – sie haben meine Mutter und meine Geschwister genommen – und haben sie in einen Sack gesteckt – nur mich nicht – ich hatte mich versteckt.

Hände riechen nach Blut und Tod – wie kann ich ihnen da nur vertrauen. Sie sind derb – schlagen nach mir – oder greifen mir grob ins Genick um mich fort zu scheuchen. Sie nehmen Steine auf um sie nach mir zu werfen – oder halten knallende Objekte in der Hand – aus denen kommt nach dem Knall was raus – und wenn diese Dinger einen Treffen tut es schrecklich weh – auch wenn diese Schrot nur sehr klein ist – es tut wirklich schrecklich weh.

Hände tun nur Schlechtes – niemals würde ich mich freiwillig von ihnen berühren lassen – denn sie wollen mir immer nur wehtun – immer!

Wieder waren es Hände die mich gegriffen haben – nicht ganz so brutal wie manch andere Hand – aber sie haben mich festgehalten – und in eine Kiste gesteckt – nun sitzt ich hier – kann nicht weg – alles ist laut und fremd – ich habe Angst – und alles riecht so komisch. Die nächste Hand die nach mir greift werde ich zerfetzten – Hände sind schrecklich!

Ich hab die furchtbare Hand gebissen – so doll wie ich nur konnte – es hat aber nichts geholfen – sie hat einfach nicht los gelassen – ich bin noch so Klein und habe nicht genügend Kraft – und die Hand ist so groß! Eine andere Hand hat mich mit einer Nadel gestochen – ich wusste jetzt ist alles vorbei – noch einmal hab ich versucht zu beißen – aber ich konnte nicht mehr – alles wurde schwarz – Hände sind der Tod!

Ich glaube ich bin doch nicht Tod – mir tut nur schrecklich der Bauch weh – und mir ist schlecht – und irgendwas ist auf meinem Bauch was furchtbar stinkt und silbern ist. Ich liege wieder in der Box – aber es ist schön warm – ich fühl mich so müde das ich noch nicht mal mehr Angst habe.

Mir ist nicht mehr schlecht – aber der Bauch tut noch ein wenig weh – gerade als ich mich ein klein wenig sicher fühlte kamen schon wieder Hände – und sie haben mich wieder gepackt und in einen Kiste gesetzt. Irgendetwas war aber an den Händen anders – sie waren nicht derb – sie waren sanft, und vorsichtig – ich habe trotzdem nach ihnen gebissen – ich weiß genau – Hände sind gefährlich!

Hier ist es schön – alles ist gemütlich – und es gibt zu essen – so viel wie ich will – und hier sind andere Katzen – mit denen kann ich spielen – hier ist es wirklich schön – aber hier gibt es auch Hände – ich hasse Hände – auch wenn die hier nicht ganz so schlimm sind. Sie stellen Futter hin – sie werfen kleine Bällchen – mit den ich spielen kann – sie halten Angeln mit Federn unten dran – mit den zu spielen macht mir besonders viel Spaß.

Ich habe an einer Hand geschnüffelt – ich kann es nicht fassen – ich habe wirklich an einer Hand – ganz freiwillig geschnüffelt – und es ist nichts passiert – wirklich gar nichts passiert!

Hände sind gefährlich – ich muss mir das merken – so leichtsinnig darf ich nie wieder sein – an einer HAND zu schnüffeln – was da alles hätte passieren können!

Ich lebe gerne hier – ich fühle mich hier wirklich sicher – keiner ist böse zu mir – nur die alte Tiger Dame, die haut mir immer mal eine runter – aber das ist schon in Ordnung – meistens hab ich sie vorher ja auch ein wenig geärgert.

Jetzt bin ich schon sehr lange hier – und mir gefällt es immer noch – die alte Tiger Dame ist nicht mehr da - ich glaub sie ist zu meiner Mutter und meinen Geschwistern gegangen – ich fand das sehr traurig – sie war zwar eine grummelnde Alte – aber ich habe sie trotzdem gern gehabt. Ich glaub die Hände waren auch traurig – sie haben immer wieder durchs Gesicht des Menschen gewischt und danach waren sie ganz nass. Ich hätte nie gedacht, dass Hände etwas empfinden können und so traurig sein können.

Es ist etwas unglaubliches passiert – die Hände haben mich angefasst – und ich habe nicht gebissen – ich habe nicht gekratzt – ich bin nicht geflüchtet – ich bin einfach auf der Fensterbank liegen geblieben. Die Hände waren erst ganz vorsichtig – haben mir über den Rücken gestreichelt – das war gar nicht schlecht – und dann haben sie mir den Kopf gestreichelt – das war toll!

Plötzlich waren die Hände wieder traurig – sie sind wieder durchs Gesicht gewischt – und waren wieder ganz nass – wie damals als die alte Tiger Dame gestorben ist – aber irgendetwas war anders als damals – der Mensch sah glücklich aus - was der Mensch gesagt hat, habe ich nicht verstanden – aber irgendetwas wird es schon bedeuten „… nun bist du schon drei Jahre bei mir – und heute darf ich dich das erste Mal streicheln – du glaubst gar nicht wie glücklich du mich damit machst …“

Ich weiß immer noch – Hände sind gefährlich – aber „meine“ Hände – die sind gut – sie streicheln, sie sind geduldig und sie werden mir nichts antun – das haben sie bewiesen.


Gib die Hoffnung nicht auf, Garfield wird schon irgendwann auftauen.
LG
Tina
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #8
Die Gewöhnung kann sehr lange dauern, Jorinde. Wenn ich von unserem Mimus als Maßstab ausgehe, Monate. Und als Hardcorfreigänger ist er auch noch nach Jahren misstrauisch, abhängig witzigerweise von der Tageszeit.

Taskali hier im Forum hat große Erfahrung mit Scheuchen. Schreib sie doch mal an.

Ich finde es total toll, dass Du den Beiden eine Chance gibst.:-D

Dito, gehört viel Mut dazu!!!!!
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #9
Der Kater ist in dem Sinne kein Scheuchen.... er ist traumatisiert. Er hat sein Herrchen verloren und kam dann Mai 2017 ins Tierheim..... das ist eine verdammt lange Zeit für ein Tier, dass lange eine feste Umgebung gewohnt war.

Ich würde ihn auch nicht mit einem Federwedel belästigen. Er braucht einfach seine Zeit.... du kann ihn aber locken... mit tollen Leckereien.... das ist legitim... Da musst du probieren.

Ich würde auf dem Sofa sitzen und laut lesen oder ihm sagen dass er wirklich hier nun sein zu Hause hat.... oder was auch immer.

Stellst in sicherer Entfernung das Schälchen mit was auch immer hin... bei mir war bei meinem Wildling Watson geräucherte Markrele und Rindfleisch der Kontaktöffner... Manchmal saß ich dekoriert mit diesen Sachen im Zimmer und habe gelesen... ok der Fisch war immer auf einem Teller lach.


Er wird auftauen und selbst wenn er kein großer Schmuser wird.... fühlt er sich irgendwann angekommen.

lg
Verena
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #10
Hallo,

meine erste eigene Katze war eine schwer traumatisierte Katze aus der Nachbarschaft. Die ersten Tage hat sie komplett in einem Karton verbracht, bis die Augen auch nur kurzzeitig auf normale Pupille gingen hat es viele Wochen gedauert (ich wundere mich bis heute, dass das keinen Augenschaden zur Folge hatte). Die erste Person, die sie dann irgendwann anfassen durfte war eine Besucherin (Mann, war ich sauer :mrgreen:). Irgendwann kamen wir dann in die Phase, dass sie offensichtlich gerne gestreichelt worden wäre, aber beim zweiten Anfassen fürchterlich gekratzt hat und dann weggesprungen ist als würde sie Schläge erwarten. Diese Phase hat dann nochmal ungefähr ein halbes Jahr gedauert. Dann hatte ich die anhänglichste, wunderbarste Katze, die sich denken lässt. Vorausgesetzt, dass ich sie nicht in die Box packen oder ihr sonstwas "antun" wollte. Auch sonst blieb sie natürlich traumatisiert. War aber einfach unglaublich "dankbar" und kam draußen sofort, wenn ich sie gerufen hab, hat abends auf mich gewartet.

Ich seh es genauso: warum für "eine Methode" entscheiden? Verbring Zeit in seiner Nähe als sei es das Normalste der Welt (natürlich schon mit Abstand). Alleine ist er ja oft genug, um sich dann den anderen Dingen zu widmen.
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #11
Guten Morgen an Alle und Dankeschön für den Zuspruch und die Tipps, das beruhigt doch sehr.

Danke Tina für die rührende, aufrüttelnde Geschichte, aber menno, in meinem Alter ist das gefährlich, weil die zarte Augenhaut nicht mehr so elastisch ist und dann ernsthafte Rückbildungsprobleme hat ;-)

Selbstverständlich habe ich einen Federwedel, lieber Werner! Da bin ich aber ganz Verenas Meinung: In dem momentanen Stadium würde ich ihn damit belästigen. Auch Leckerlies, Thunfisch, Salami lassen ihn unbeeindruckt (Er frisst es aber später heimlich und vom Fisch gab's Flitzekacke :shock:)
Dafür habe ich ihm gestern fleißig Forenbeiträge vorgelesen. Er weiß nun auch, dass er sich wegen seiner Ängstlichkeit nicht zu schämen braucht und andere Katzen ähnliche Probleme haben.

Puh... hab grd Herzklopfen! Wie ich hier so sitze und euch schreibe, sehe ich aus den Augewinkeln, wie er sich vortraut und zu fressen beginnt, da wird Rosi muter und scheucht ihn zurück, dann ist sie auf die Sofalehne, hat von oben runter geguckt und wie eine Furie mit den Hinterbeinen am Sofa "gescharrt"! Ich hab mich so erschrocken, dachte, gleich will sie ihn fressen :shock:

Also habe ich hier wohl ein Mobbing Problem. Oje, was nun? Sie ist jetzt erstmal mit samt ihrem Equipment in die andere Hälfte der Wohnung gezogen und Türen zu. Sie hat ohnehin schon alles erkundet und in meinem Schlafzimmer auch schon ein gemütliches Plätzchen gefunden, das wird kein größeres Problem für sie sein.

Aber das kann natürlich kein Dauerzustand sein. Ich würde es aber jetzt erstmal einige Tage so belassen. Was meint ihr, ist das okay oder muss der Kater da durch nach dem Motto "friss oder stirb"?

Wenn alle Stricke reißen und gar nix geht, kann eine der Miezen zu meiner Mutter in die Einliegerwohnung. Das war sowieso schon immer so, wir hatten immer mehrere Katzen, Freigänger, und die haben sich dann mal hier mal da nieder gelassen. Aber ich wollte ja schon gerne erreichen, dass die beiden sich wenigstens tolerieren.

Oje, bin noch ganz erschrocken über die kleine Wilde, der ist ihr Mut wohl zu Kopf gestiegen!
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #12
Das wäre natürlich auch eine Erklärung, dass das Mädel ihn nicht lässt. Gar nicht so einfach.
Aber ich finde, du hast schon richtig reagiert und einen Plan B gibt es auch schon. Einfach spitze.
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #13
Guten Morgen an Alle und Dankeschön für den Zuspruch.

Puh... hab grd Herzklopfen! Wie ich hier so sitze und euch schreibe, sehe ich aus den Augewinkeln, wie er sich vortraut und zu fressen beginnt, da wird Rosi muter und scheucht ihn zurück, dann ist sie auf die Sofalehne, hat von oben runter geguckt und wie eine Furie mit den Hinterbeinen am Sofa "gescharrt"! Ich hab mich so erschrocken, dachte, gleich will sie ihn fressen :shock:

Also habe ich hier wohl ein Mobbing Problem. Oje, was nun? Sie ist jetzt erstmal mit samt ihrem Equipment in die andere Hälfte der Wohnung gezogen und Türen zu. Sie hat ohnehin schon alles erkundet und in meinem Schlafzimmer auch schon ein gemütliches Plätzchen gefunden, das wird kein größeres Problem für sie sein.

Aber das kann natürlich kein Dauerzustand sein. Ich würde es aber jetzt erstmal einige Tage so belassen. Was meint ihr, ist das okay oder muss der Kater da durch nach dem Motto "friss oder stirb“

Oje, bin noch ganz erschrocken über die kleine Wilde, der ist ihr Mut wohl zu Kopf gestiegen!


Ich glaube eher du bestätigst ihn ein bisschen in der Schiesserrolle. Solange kein Blut fließt würde ich die beiden machen lassen.... und scharren bedeutet nicht immer etwas negatives. Das macht unsere Vroni auch wenn sie jemand der anderen zum Spiel auffordert.

Er ist eben etwas unsicher.... ich würde auch nicht so kontrollieren...

Du brauchst einfach ein Beruhigungstee und wenn es nicht klappen sollte.... hast du ja einen tollen Plan B.

lg
Verena
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #14
Verena, ich weiß jetzt gar nicht, was du meinst mit bestätigen oder kontrollieren... Ich habe es heute zufällig mitbekommen, ansonsten hat er sein Versteck ja nur während meiner Abwesenheit verlassen. Ich kann ja gar nicht beurteilen, wie es sonst so läuft. Ich sehe ihn nicht mal ausreichend, um zu merken, wenn er eine Verletzung hätte.
Beunruhigend war heute früh allerdings, dass kein großes Geschäft in seiner Toilette war, das gab es noch nie. Das bestätigt mich natürlich in der Annahme, dass es sich um Mobbing handelt. Selbst wenn sie nur spielen will, was ich ja eigentlich auch glaube, dann ist doch eine Grenze erreicht, sobald ein Tier nicht mehr genügend frisst.
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #15
Das bestätigt mich natürlich in der Annahme, dass es sich um Mobbing handelt.

Jorinde, das sind zwei Katzen die sich aneinander gewöhnen müssen, und natürlich kann es sein, dass dabei eine dominanter ist. Aber Mobbing ist dafür doch ein zu starkes Wort.
Auch wenn ich gut verstehen kann, dass Du dich sorgst, aber die müssen beide mal schauen wie sie mit der Situation klar kommen. Ich würde den beiden einfach noch Zeit geben und Du hast ja einen Plan B.
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #16
Ja, ich weiß, das ist falsch ausgedrückt. Er fühlt sich aber wohl gemobbt durch ihre Annäherungsversuche. Sie ist aber auch eine süße Wildschmuserin geworden und ganz schön temperamentvoll beim Spielen. Anfangs war es für ihn leichter, da sie ja selber noch ihr Versteck brauchte.

Ist es okay, ihr "Nein" anzusagen, wenn sie sich an seinem Teller zu schaffen machen will? Sie hat ja selber einen! Oder schüre ich damit womöglich Eifersucht und mache den Teller erst recht interessant? Für mich ist es jetzt schwierig geworden, zu beurteilen, wer was gefressen hat. Womöglich haut sich die kleine Rosi alles rein und ich denke, der Kater hat gut gefressen. Ich werde sie mit Lieblingsfutter mästen, bis sie dick und träge wird und nicht mehr auf dumme Gedanken kommt ;-) (bitte nicht ernst nehmen, gelle)
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #17
Ich hätte eigentlich auch nicht getrennt. Aber nun ist es ja schon so, wenn es Dir damit besser geht schadet es vielleicht auch eine kurze Zeit nicht.

Nein, ich würde nicht eingreifen. Weder beim Teller (hab ich hier längst aufgegeben, das Futter auf dem anderen Teller ist IMMER viel spannender. Außer ich sehe direkt, dass jemand meine Kleine vom Napf vertreibt) noch bei Spielaufforderungen. Sollte es auf Dauer so bleiben, dass er bei ihrem Spielen nicht mithalten kann wäre eine Abgabe vielleicht die Lösung. Aber bis dahin ist noch lange Zeit. Ihr ist halt langweilig. Und ne wilde Hummel ist sie scheinbar auch. Aber solange sie nicht 3 kg mehr wiegt als er würde ich die beiden machen lassen.
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #18
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #19
Vor knapp 3 Wochen habe ich zwei Katzen (Kater,10 Jahre und Katze unbekanntes Alter) aus dem Tierheim geholt. Ich wollte ausdrücklich zwei Kandidaten, die wenig Aussicht auf Vermittlung haben, d.h. keine die dem Besucher sofort um die Beine streicht, evtl. auch schon älter und schon länger dort im Tierheim ist.

Das verwundert mich jetzt ein wenig Moni, Katzen die seit 3 Wochen dort daheim sind, können kaum ein ausreichendes Vertrauen gefasst haben.
 
  • fast drei Wochen hinterm Sofa :-( Beitrag #20
Also, für die drei Wochen, die sie jetzt hier sind, hat Rosi schon erstaunlich viel Vertrauen, sie ist sogar schon unter meine Bettdecke zu mir gekrochen :d034: Aber oft genug tritt sie mir auch noch unsicher gegenüber und wägt erstmal ab, ob sie kommen soll oder lieber weglaufen. Ständig stressen wegen des Tellers möchte ich ehrlich gesagt nicht.

Mir war jetzt ganz wichtig, zu checken, ob der Kater überhaupt genug frisst und das geht nur, wenn die vorwitzige Dame ausgesperrt ist. Er hat noch nicht viel gefressen seit gestern und in der Toilette war nur ein kleines Häufchen. Der Arme, er war ein richtig properer Kerl, da hinter dem Sofa hat er bestimmt schon abgespeckt.

Für mein Gefühl und Gewissen hat jetzt erstmal Priorität, dass für ihn ein Stressfaktor wegfällt, und das ist die kleine wilde Hummel.
Wie es weiter geht, wird sich zeigen. Ich habe sogar schon überlegt, ob ich der Rosi eine Spielpartnerin suchen sollte....
Dass sie so ein Temperamt hat, war im Tierheim nicht ersichtlich. Dem 10jährigen Senior wird das wohl generell zu stürmisch sein.
 
Thema:

fast drei Wochen hinterm Sofa :-(

fast drei Wochen hinterm Sofa :-( - Ähnliche Themen

Ältere Tierheim-Katzen kommen nicht raus: Hallo liebe Katzenbesitzer, wir haben vor knapp 4 Wochen ein älteres Katzengeschwisterpaar (Scotish Fold Mix) aus dem Tierheim adoptiert. Die...
Vergesellschaftungen schief gelaufen ? Territoriales Verhalten: Hallo meine Lieben! Ich bin neu hier und wende mich mit einem unschönen Thema an euch mit dem Gedanken Hilfe zu bekommen. Wir haben einen 3...
Wie machen wir jetzt weiter?: Liebe Community, Ich versuche mal kurz und knapp zusammen zu fassen, was bei uns los ist gerade... Anfang des Jahres ist unser geliebter Rufus...
Vergesellschaftung - die neue wird verjagt: Hallo zusammen, ich habe ein größeres Problem bei der Vergesellschaftung von 3 Katzen-Ladys. Lexi und Luna lebe hier seit gut einem Jahr, sie...
Zusammenführung nur Probleme: Hallo zusammen, Ich brauche Rat. Unsere Zusammenführung macht nur Probleme. Katze Tapsy: - 9 Monate alt, weiblich, kastriert - Leider zu früh...
Oben Unten