Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben

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  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #1
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saurier

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Mal eine ganz allgemeine Frage, da ich mich mit frei geborenen Kitten nicht auskenne - ist es nicht schwierig, Kätzchen, die draußen geboren wurden, danach lediglich in einer Wohnung zu halten?
Haben diese nicht den natürlichen Drang nach draußen?
Wären diese Kitten nicht die idealen Freigängerkatzen (haben von klein auf gelernt, in der Natur zurecht zu kommen, haben das Wichtigste von Mama gelernt etc.)?

Ich bin - bekannterweise - kein Fan von ungesichertem Freigang, aber wenn Katzen dafür geeignet sind, dann doch Kitten mit solchen Voraussetzungen (natürlich nach erst nach den Gewöhnung an Haus/Wohnung und Kastration)? Vermissen diese nichts, wenn man sie in reiner Wohnungshaltung hält?

Wie gesagt, ich kenne mich nur mit Kitten vom Züchter aus, da sagt man (in wiefern das wissenschaftlich zu belegen ist, weiß ich nicht, das muss ich zugeben), dass diese den Freigang nicht vermissen, weil sie ihn nie kennen gelernt haben, jedoch sieht man anhand von vielen Beispielen, dass auch diese Kätzchen einen Garten sehr schätzen (wenn man ihn bieten kann).

Im Umkehrschluss schließe ich daraus, dass Kitten, die draußen geboren wurden, eigentlich den Drang haben, auch wieder raus zu wollen. Ist das so oder ist das nicht zu verallgemeinern?
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #2
Woody ist geborener Bauerhofkater. Er wurde mit 10Wochen in Wohnungshaltung (11.Stock) untergebracht wo er bis knapp 2 wohnte. Von dort haben wir ihn geholt mit der Ansage Wohnungskatze.

Nach vier Wochen bei uns im Erdgeschoss mit bodentiefen Fenstern hat den nichts mehr drin gehalten. Ihn einzusperren war keine Option und die dreimonatige Eingewöhnung (weil er sehr ängstlich gegenüber uns war) hat nicht gerade Spaß gemacht.

Mehr als den einen Fall kann och nicht beisteuern. :wink:
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #3
Hängt von der einzelnen Katze ab.

Furia war eine Hardcorefreigängerin. Sie drin zu halten, wäre unmöglich gewesen.


Ich habe Patches bekommen als er ca. 8 Monate war und der sollte auch raus.

Nachdem Patches 6 Wochen bei mir, habe ich für ihn die Tür zum Garten aufgemacht. Er stand vor der Tür und als ich sie öffnete, hat er sich umgedreht und ist abgehauen.
Er hatte Angst davor raus zu gehen. Vielleicht hatte er auch Angst davor nicht mehr rein zukommen.

Beim zweiten Versuch hat er zwei Schritte nach draußen gemacht und war dann sofort wieder drin.

Beim vierten Versuch hat er sich für ein paar Sekunden aufs Nachbargrundstück gewagt, dann war er wieder drinnen.

Seitdem halte ich ihn nur drinnen, wenn der sich draußen nicht wohl fühlt, ist er drinnen besser aufgehoben.


Chilli kam mal raus, weil ich nicht aufpasste. Sie stand draußen und schrie laut und völlig panisch, weil sie nicht mehr da rein kam, wo sie raus ist.
Chilli würde ich nie in den Freigang lassen. Sie hat eine leichte Ataxie und ist extrem schnell panisch. Sie würde blindlings vor ein Auto laufen, wenn sie sich erschreckt und es reicht ein Geräusch um sie zu erschrecken.
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #4
Ich kann auch nur die Erfahrungen von meinen Katzen beitragen..

Holly wurde auf dem Bauernhof draußen geboren, hatte aber von klein auf Menschenkontakt und war in einem an das Haus angrenzenden Raum untergebracht.
Bei mir lebt sie in der Wohnung mit Balkon, ich bin mir aber zu 100% sicher, dass sie eine geborene "Draußen-Katze" wäre. Sie ist aber genügsam und beschwert sich nicht.

Findus wurde in irgendeinem Hochhaus in der Großstadt geboren und hat bis er zu mir kam nicht mal frische Luft geschnuppert.
Nach einer Beratungssitzung mit Frau Christine Hausschild hat sie mir aber erklärt, dass er aufgrund seines Verhaltens mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls ein geborener Freigänger wäre, es aber nicht weiß, weil er es nicht kennt, wodurch "innere Konflikte" entstehen können.

Xaver ist vom Züchter, war nie draußen und benutzt nicht mal den Balkon wirklich häufig.

Ich habe also eine "wild Geborene", die ich gut in der Wohnung halten kann (wobei ich nicht genau weiß, wie sie sich damit fühlt), einen Großstadtknaben, der nicht weiß, dass er rauswill und einen Faulsack, der mit allem zufrieden ist.
Nicht wirklich repräsentativ :mrgreen:
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #5
Ich persönlich halte keine Katze unter einem Jahr geeignet für Freigang.

Vorher sind sie noch so verspielt und unüberlegt, dass sie die Gefahr oft nicht einschätzen können. Und danach kommt es wohl eher nicht auf die Herkunft an. Entscheidend ist dann eher der Freiheitsdrang der Katze und das Wesen der Besitzer, ob es nach draußen geht.

Hier waren bisher lauter Tierschutzkatzen zwischen drei Monaten und einem Jahr bei Einzug. Da hätte beides geklappt. Mogli ist etwas schwierig, aber der macht draußen genauso Ärger wie drin.
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #6
Ich habe Mailo von einer Vermehrerin.
"Draußen" kannte er aber auch nicht.
Trotzdem ist er mir aus dem Fenster gehüpft und war 24 Stunden verschwunden.
Außerdem macht er gern meine Wohnungstür auf und stromert durch den Hausflur.

Ich dachte, toll, nun hast du doch einen Kater mit Freiheitsdrang.
Also habe ich für ihn ein Geschirr gekauft und bin mit ihm raus. Aber da fühlt er sich nicht wirklich wohl. Meistens ist er bei mir und versteckt sich unter meiner Jacke. Er zittert auch.
Wir haben die Ausflüge dann gelassen und er scheint sie auch nicht zu vermissen.
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #7
Mein Muppel war ein frei geborener und auch im elterlichen heim immer mit freigang. Bis zu seinem Tod mit 13 Jahren wollte er immer raus.

Lani ist von Taskali im fortgeschrittenen alter von geschätzt 10 jahreb von draussen aufgenommen worden. Krankheitsbedingt nur noch drinnenhaltung bei mir und sie mag nicht mal den Gesicherten Balkon sonderlich.

Ich denke es kommt neben der Erfahrung der Katze auch zum großen Teil auf den Charakter der Katze an.
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #8
Gizmo (Perser), mein Sternchen, durfte als Wohnungskatze immer mit uns in den Garten. Sobald aber ein etwas lauteres Geräusch kam (z.B. Auto) ging’s flugs ins Haus. Kimba (BLK) hingegen hab ich nur ein Mal mitgenommen. Eine Minute war er sehr klein, und dann fing er an zu laufen. Und dann kennt er auch seinen Namen nicht mehr :wink: Am Balkon fühlt er sich sehr wohl, büxt aber immer wieder durch unsere Lücke zur Pergola aus. Ich lasse ihn da selbstverständlich nicht ohne Aufsicht!
 

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  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #9
gelernt haben sie es erst zwischen 10 und 14 wochen, deshalb nimmt man bauernhofkitten mit, spätestens, 8 wochen.

auch gibt es, gehört nicht zum thema, einen irrtum: nicht die kitten werden vertrieben, die bleiben und warten auf mama, sondern mama sucht sich einen neuen wurfplatz.

insgesamt gibt es es ein prädispositionierung, zumindestens meist.
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #10
Könnt ihr bitte dazu schreiben, ob die Katzen, über die ihr sprecht, von Streunern stammen und "wild" aufgewachsen sind oder ob eure Tiere aus einem Haushalt kommen, in dem sie in der Wohnung lebten, das wird aus einige Beiträgen leider nicht klar.

gelernt haben sie es erst zwischen 10 und 14 wochen, deshalb nimmt man bauernhofkitten mit, spätestens, 8 wochen. [...]
Auch nach mehrmaligem Lesen erschließt sich mir absolut nicht, was du damit meinst. Wer ist "sie"? Wer hat was gelernt? Wer ist man und wieso sollte man Kitten vom Bauernhof eher von ihren Müttern trennen? Gilt für die nicht, dass sie gut sozialisiert werden sollen?

[...] auch gibt es, gehört nicht zum thema, einen irrtum: nicht die kitten werden vertrieben, die bleiben und warten auf mama, sondern mama sucht sich einen neuen wurfplatz. [...]
Das wäre mir neu, kannst du mir da bitte eine Quelle nennen, in allen verhaltensiologischen Büchern habe ich bislang anderes gelesen.

[...] insgesamt gibt es es ein prädispositionierung, zumindestens meist.
Was genau haben Krankheiten mit dem Thema zu tun?
 
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  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #11
Meine Erfahrung: Es kommt sowohl auf den Charakter an, aber durchaus auch auf die gemachten Erfahrungen - aber: die sind bei Streunerkatzen egal welchen Alters nunmal meist nicht positiv.
Für uns sieht es immer so idyllisch aus, wie die Katzen draußen rumsitzen usw. aber das ist romantisiertes Menschendenken. Man darf nicht Freigängerkatzen - also Katzen die ein Zuhause haben und raus gehen können wenn sie wollen - mit Streunerkatzen gleichsetzen. Die Freigängerkatze hat einen sicheren Hafen Zuhause, wo sie sich safe fühlt, wo sie alles kriegt, was sie braucht und dann kann sie draußen Spiel, Spaß, Spannung und Abenteuer erleben und wenn sie genug hat, dann geht sie in ihren sicheren Hafen nach Hause. Nimmt man dieser nun ihren Draußen-Spaß wird sie leiden - egal wie alt sie ist. Die Streunerkatze dagegen erlebt draußen Hunger, Streß, Kälte, Schmerz, Krankheit - und alles ohne sicheren Platz. Holt man sie nun rein und wartet ab, dass sie sich an das Leben drinnen gewöhnt hat, reagieren viele dieser Katzen darauf so, dass sie das draußen gar nicht mehr wollen. Drinnen sind sie safe, haben alles was sie brauchen und das Draußen holt bei ihnen die Erinnerung an Streß und Hunger hoch und nicht an Spaß und Freude. Deshalb sind viele ehemalige Streunerkatzen ohne Probleme in Wohnungshaltung vermittelbar. Es gibt natürlich auch den anderen Fall, den des passionierten Streuners, der sich Draußen gut gefühlt hat und der auch nach einer Menschengewöhnung wieder raus will, aber das merkt man dann sehr schnell wenn man sie reingeholt hat und kann entsprechend vermitteln.
Kitten sind in allen Punkten da nicht anders, aber in verminderter Form. Es hängt da auch sehr davon ab, wie alt die Kitten beim einfangen waren und wo sie gelebt haben. Holt man sie sehr früh rein, war ihr Radius noch nicht sehr groß und somit ist der Erfahrungswert diesbezüglich gen Null.
Holt man sie später rein und sie haben z.B. in einem Industriegebiet gelebt, dann war ihr Erfahrungswert bisher, dass sie bei Gefahr um ihr Leben rennen müßen - womit wir wieder bei dem Safe-Gefühl drinnen wären - lernen sie nun, dass sie nicht mehr ständig Angst haben müßen, sondern frei spielen dürfen ist das eine Erleichterung für sie - und sind da nicht anders zu bewerten als drinnen geborene Katzen, da sie wieder zu unbedarften Tobewutzen werden. Ob sie die Angst vor den Gefahren draußen behalten oder nicht ist dann wieder Charaktersache. Die einen behalten diese Angst - und damit verbunden dann auch die Angst vor draußen, weil da ja die Gefahren lauern - die anderen vergessen komplett was war und reagieren draußen wie unbedarfte Wohnungskitten. Deshalb sehe ich auch bei Draußen geborenen Kitten kein Problem sie in Wohnungshaltung zu vermitteln. Und bisher habe ich auch noch keins meiner Katzen -egal welchen Alters - aus dem Grund aus der Vermittlung wieder zurück bekommen
 
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  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #12
Danke für eure Berichte, sehr, sehr spannend, gerne lese ich noch mehr dazu. Ich hatte mit der Problematik bislang wenig zu tun, daher freue ich mich, Neues zu erfahren.
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #13
die prädispositionierung mag sich auch auf krankheiten erstrecken, hier war aber der drang nach freiheit gemeint.
diese prädispositionierung kann sich aber, möglicherweise, auch erledigen, wenn sie nie raus kommen.

mit sie, sind die kitten gemeint. gut sozialisiert spielt in dem fall eine untergeordnete rolle, für mich inzwischen nicht mehr, kurz: der halter bekommt miez, welches immer heim kommt. sry 4 idiomatie.

quelle für, das muttertier geht: ich, aus dreifacher erfahrung.

edit: dicker like für Taskali
 
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  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #14
die prädispositionierung mag sich auch auf krankheiten erstrecken, hier war aber der drang nach freiheit gemeint.
diese prädispositionierung kann sich aber, möglicherweise, auch erledigen, wenn sie nie raus kommen. [...]
Der Begriff, den ich kenne, heißt Prädisposition und der bedeutet (zumindest nach dem Duden) "ausgeprägte Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten" bzw. "Zustand, der eine Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten wahrscheinlicher macht" , den anderen kenne ich nicht.

[...] mit sie, sind die kitten gemeint. gut sozialisiert spielt in dem fall eine untergeordnete rolle, für mich inzwischen nicht mehr, kurz: der halter bekommt miez, welches immer heim kommt. sry 4 idiomatie. [...]
Du befürwortest also eine Abgabe mit 8 Wochen?

[...] quelle für, das muttertier geht: ich, aus dreifacher erfahrung.
Das solltest du bitte demnächst dazu schreiben. Denn so, wie du es dargestellt hast, erscheint es als Tatsache, die es in der Form wohl nicht sein dürfte.
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #15
ich befürworte keine abgabe mit 8 wochen.

daß, mit dem muttertier, welches einen neuen wurfplatz sucht, kenne ich auch aus erzählungen von vermehrerhöfen.
muttertiere, die genug reißen können, schauen nicht mal zum futterplatz zurück.

edit: im frühjahr bis herbst reden wir hier, auch wenn es auch ein wenig o.t. ist, nicht von mäusen, vögeln, oder kleinen ratten, sondern von jungkanickeln. die kleinen kuscheln mit dem toten tier, bis mutter es in den "bau"/versteck schleppt.
 
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  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #16
Ich persönlich halte keine Katze unter einem Jahr geeignet für Freigang.

Vorher sind sie noch so verspielt und unüberlegt, dass sie die Gefahr oft nicht einschätzen können. Und danach kommt es wohl eher nicht auf die Herkunft an. Entscheidend ist dann eher der Freiheitsdrang der Katze und das Wesen der Besitzer, ob es nach draußen geht.

Hier waren bisher lauter Tierschutzkatzen zwischen drei Monaten und einem Jahr bei Einzug. Da hätte beides geklappt. Mogli ist etwas schwierig, aber der macht draußen genauso Ärger wie drin.
PS: alle sind draußen ohne Besitzer gefunden worden, teils in sehr schlechtem Zustand. Die kleinen haben keine Menschen gekannt, die großen schon und haben wohl auch eher drin gelebt. Sicher kann man das ja nicht sagen.
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #17
Also meine Katzen stammen aus dem Tierschutz, so genau weiß man dann nicht wie sie vorher gelebt bzw. was sie erlebt haben.

Furia war vorher eine griechische Straßenkatze.

Patches eigentlich auch, aber er war deutlich jünger als er zu mir kam. In der Pflegestelle sagte man mir vorher, dass er nicht wirklich daran interessiert ist rauszugehen.

Bei Chilly (stammt aus Russland) weiß ich nicht, wie sie vorher gelebt hat. Da kann ich nur raten. Entweder wurde sie ausgesetzt und gefunden oder sie wurde im Tierschutz abgegeben, weil man sie nicht mehr wollte.
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #18
Also meine Katzen stammen aus dem Tierschutz, so genau weiß man dann nicht wie sie vorher gelebt bzw. was sie erlebt haben.

Furia war vorher eine griechische Straßenkatze.

Patches eigentlich auch, aber er war deutlich jünger als er zu mir kam. In der Pflegestelle sagte man mir vorher, dass er nicht wirklich daran interessiert ist rauszugehen.

Bei Chilly (stammt aus Russland) weiß ich nicht, wie sie vorher gelebt hat. Da kann ich nur raten. Entweder wurde sie ausgesetzt und gefunden oder sie wurde im Tierschutz abgegeben, weil man sie nicht mehr wollte.

Und gehen sie raus? Oder nicht? Steht irgendwie nicht dabei...
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #19
Furia ging raus. Allerdings ist sie 2015 gestorben.

Im Augenblick geht nur Charly raus, alle anderen sind Wohnungskatzen.
Charly stammt aus Spanien.
Er ging kaum raus, bis Furia einzog. Dadurch das sie dauernd raus wollte, hat er sich längeren Freigang gewöhnt, ausserdem meint er sein Revier verteidigen zu müssen.:roll:
 
  • Frage an Vermittler oder User, die ehemalige Streuner(kitten) aufgenommen haben Beitrag #20
Meine Erfahrungen:

Kröte und Edgar sind beides Straßenkater, die auch in der Freiheit geboren worden sind. Edgar wäre sicherlich auch auf der Straße gelassen worden nach seiner Kastration, allerdings ist er Ende 2016 schwer verletzt aufgefunden worden. Seine Behandlung und Heilung haben lange Zeit in Anspruch genommen, so dass er viel Zeit alleine in einer Box beim Tierarzt verbringen musste. Als er zu uns kam zeigte er von Anfang an keinen Freiheitsdrang- ganz im Gegenteil! Die ersten Male auf dem vernetzten Balkon haben ihn überfordert und verängstigt. Mittlerweile geht er gerne auf den Balkon und fordert dies auch alle paar Tage ein wenn ich es mal nicht so regelmäßig schaffe, 1-2 Stunden Frischluft und beobachten reichen ihm dann allerdings.

Kröte war erst wenige Wochen alt als man ihn fand und mehr tot als lebendig. Wahrscheinlich wurde er von seiner Mutter und den anderen Kitten auf Grund seiner Behinderung verstoßen. Auch er geht gerne auf den Balkon wenn er die Möglichkeit hat, fordert dies aber nicht aktiv ein.

Wegen der jeweiligen Behinderungen habe ich beide nur als Wohnungskatze mit gesichertem Freigang vermittelt bekommen.

Mit meinem alten Mann Stinki habe ich früher eher ländlich gelebt. Da meine Mitbewohner ihn nicht leiden konnten haben sie aus ihm einen Freigänger gemacht indem sie ihn immer wieder vor die Tür gesetzt haben. Irgendwann hat Stinki mehr Zeit draußen als drinnen verbracht und als ich umzog in die Großstadt hatte ich Angst, dass er ohne Freigang nicht glücklich werden könne und ich ihn abgeben müsse. Seit meinem Umzug vor 9 Jahren wollte er nicht ein einziges Mal raus! Er ist 12, hat also die ersten 3 Jahre in „Freiheit“ verbracht. Ich denke er wollte nie Freigänger sein, ist nur vor meinen Mitbewohnern und seinen Lebensumständen „geflüchtet“. Ab und zu auf den Balkon zu gehen findet auch er okay, mehr nicht.

Mephisto fand ich damals draußen, da ich nichts über seine Herkunft weiß kann ich nicht sagen, ob er in Freiheit geboren wurde. Er war der geborene Killer obwohl ihm das passende Vorbild fehlte (er war noch zu klein, Stinki war alles andere als ein geschickter Jäger). Bei Mephisto hatte ich zumindest das Gefühl, dass er als Freigänger glücklich hätte sein können, aber er hat nie versucht auszubüchsen oder dergleichen.
 
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