Du würdest eine Katze, deren Besitzer Du kennst und von der Du weißt, dass sie gut versorgt wird ins Tierheim bringen!? Nur weil Du in einem Punkt anderer Meinung bist? Das ist ehrlich gesagt Diebstahl und kein Tierschutz.
Was erzählst Du da?
Es geht hier nicht um eine Katze deren Besitzer gute Freunde wären und auch nicht um eine Katze die gut versorgt wird. Es geht um eine Katze, die keiner will und die nicht gut versorgt wird und die offensichtlich stundenlang vor der Haustüre hockt und keinen Einlass bekommt. Natürlich muss man jeden Fall vor Ort überprüfen, ob dies alles auch so stimmt wie die TE es berichtet hat, denn schreiben kann man ja viel, ob es dann stimmt, steht auf einem anderen Blatt. Manches wird auch falsch eingeschätzt.
Es geht ja darum, wenn es so wäre, dass ein Tier es wirklich schlecht hat und keiner sich verantwortlich fühlt.
Generell - wenn es der Katze gut ginge, dann wäre ja alles bestens..Aber um eine Katze, der es an nichts fehlt, geht es hier nicht.
Die Erwähnung mit dem Tierheim war nur für Leute, die selbst überfordert sind mit der Situation oder nicht imstande sind, die Sache selbst zu lösen, erstmal durch Dialog mit den Besitzern und notfalls Hilfe anbieten bzw. Tier selbst aufnehmen oder einen Platz für die Katze suchen.
Wäre ich an der Stelle der TE würde ich eben mal mit den Leuten der Katze in Kontakt treten, dann weiß man gleich woran man ist. Ich würde mir die Katze wenn sie zu mir kommt einfach mal schnappen und bei den "Katzeneltern" klingeln und sagen, die Katze möchte rein und den Leuten sagen, dass die Katze sich immer im ganzen Umkreis durchfuttert und in die Wohnungen rein möchte, weil es ihr kalt ist.
Je nachdem wie die Leute drauf sind, kann man dann ja zB. den Vorschlag machen, ob sie nicht eine Katzenklappe bei sich installieren möchten.
Man merkt ja gleich, ob den Leuten etwas an dem Tier liegt oder ob sie es als Last empfinden und kann dann demenentsprechend das Gespräch lenken und dann handeln.
Zeigen sich die Leute unkooperativ und lassen durchblicken, dass sie die Katze eigentlich garnicht im Haus wollen oä. dann würde ich die Katze eben weiterhin füttern und fortan bei Kälte eben zu mir reinlassen. Katzen suchen sich ihre Plätze ja auch selbst. Ich würde eben nicht zugucken. Wir haben immer wieder Streuner (bei uns im Dorf sind es eben wildgeborene Streuner, die generell keinen Besitzer haben und die auch niemand will) die uns zulaufen und die wir dann fortan vollversorgen und ihnen ein Heim bieten. Darum kann man die Situation nicht vergleichen.
Ausserdem wäre die finanzielle Vorraussetzung bei mir und der TE eine grundverschiedene. Wem es finanziell schon schwer fällt eine einzelne Katze zu ernähren, der sollte wirklich kein Tier halten.
Wir haben immer über 20 Katzen, die täglich mehrfach gefüttert werden, alle kastriert und tierärztlich überwacht werden und sämtliches Equipment und Pflegeprodukte erhalten, die sie benötigen. Darum sind die Voraussetzungen bei mir und der TE völlig andere, die TE kann sich ja offensichtlich garkein Tier leisten..
Letztlich kann ich nur sagen, dass ich mir nicht anschaue, wenn ein Tier im Winter tagein tagaus stundenlang vor einer Haustür auf dem Vorleger oder nackten Boden sitzt oder auf den Fensterbänken und die Besitzer sich nicht zuständig fühlen. Das hat nichts mit Katzenhaltung zu tun.
Und bevor eine Katze sich krank friert im Winter, ja, dann sollte die TE lieber das Tier ins Tierheim bringen, wenn sie es selbst nicht tragen kann. Ich bezweifle, dass Tierbesitzer, die ihrem Tier absichtlich keinen Einlass ins Haus gewähren, überhaupt nach ihrer Katze suchen würden und wenn doch, könnten sie sie ja im Tierheim abholen. Das wäre wenigstens mal ein Denkzettel, dass man so nicht mit einem lebendigen, fühlenden Wesen, für welches man die Verantwortung übernommen hat, umzugehen hat.
Wer ein Tier zu sich holt, hat die Verantwortung für dieses Tier übernommen. Leider scheinen viele Tierbesitzer dies immer wieder zu vergessen.