Du hast entschieden, dass Marie nicht leiden darf. Das beinhaltet Mut und auch Verzicht für den eigenen Wunsch „ bleib bitte bei mir“.
Du hast gespürt, dass das was du willst, nicht das ist was Marie wollte und hast das einzig richtige gemacht.
Quäle dich nicht mit Gedanken und suche nicht nach Ursachen, die erleichtern deine Trauer nicht.
Am Anfang ist es ein so großer Schmerz, doch irgendwann wirst du froh sein, denn die Erinnerungen werden dir immer wieder, ein Lächeln schenken.
Verena
Das stimmt, wenn es danach ginge, hätte ich es wahrscheinlich auch noch mit Cortison hinauszögern können. Aber da sie leider nicht mit uns reden können und sagen können "Mama, lass los!" habe ich mir gedacht, dass das nur schwachsinnig ist.
Im Endeffekt ist es wieder nur der Mensch, der nicht loslassen kann.
Der Tierarzt war auch auf unserer Seite und meinte sofort, dass er es auf jeden Fall genau so gemacht hätte und es auch nicht mit Cortison hinaus gezögert hätte.
Es ist mir z.B. auch nie ums Geld gegangen. Ich hätte noch tausende von Euros ausgeben können, WENN es ihr geholfen hätte.
Auch wenn ich mich natürlich oft genug frage, ob es der richtige Zeitpunkt war, merke ich doch immer wieder, dass er es war.
Ich komme natürlich nicht davon los, mir Bilder und Videos anzuschauen.
Aber wenn ich sie mir anschaue, habe ich ganz wenig Fotos, die mit "schlechten" Erinnerungen verbunden sind, weil es die letzten Tage von ihr sind.
Ich habe auch Gott sei Dank nicht all zu viele Erinnerungen von den letzten zwei Wochen behalten. Vielleicht eine unterbewusste Schutzfunktion?
Ich denke lieber an solche lustigen Momente:
... oder an solche. ♥
