Meine eMail an Whiskas...

Diskutiere Meine eMail an Whiskas... im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo zusammen, jetzt bin ich völlig von der Rolle.. unsere Sambi bekommt zweimal am Tag Whiskas Nassfutter und sonst das Trockenfutter, für die...
  • Meine eMail an Whiskas... Beitrag #21
Hallo zusammen,

jetzt bin ich völlig von der Rolle.. unsere Sambi bekommt zweimal am Tag Whiskas Nassfutter und sonst das Trockenfutter, für die Kleine haben wir reichlich Junior-Futter hier stehen --- und nun lese ich, Whiskas ist der letzte Müll???

Bitte bitte - auch wenn es vielleicht schon tausendmal irgendwo geschrieben wurde - WAS FÜTTERT IHR???
Sorry, ich hab keine Zeit zum Suchen (Musikunterricht läuft noch).

Wenn Ihr mir sagt, was besser ist als Whiskas, dann schick ich sofort unseren Ältesten los - K+K hat noch gut eine Stunde offen.

Tausend Dank für Eure Hilfe!!!!!
Liebe Grüße,
Michaela
 
  • Meine eMail an Whiskas... Beitrag #22
ich frage mich gerade, wie beim Lux die Farbe ins Futter kommt. Ist da dann auch Karamell drin?

Und weshalb ist Miamor so farblos? und sieht fürs menschliche Auge trotzdem schmackhaft aus.
 
  • Meine eMail an Whiskas... Beitrag #23
HI Michaela,

Supermarktfutter ist im Allgemeinen nicht empfehlenswert, die Ausnahme ist Lux (Aldi Nord) bzw Shah (Aldi Süd), das Zug enthält 60 % Fleisch und ist somit schonmal um LÄNGEN besser als Whiskas und das ganze Zeug (Felix, Kitekat usw. Dazu zählen auch Eigenmarken, einfach alles)

Keine Panik, Du kannst und sollst nicht von heute auf morgen umstellen, das dauert so seine Zeit. Lies Dir ein paar Themen über Futter durch und entscheide dann selber, was Du füttern möchtest; Fragen kannst Du auch immer stellen, keine Sorge.

Ein sehr komplexes Thema, woran viele sich die Zähne ausbeissen- zumindest am Anfang der Beschäftigung damit- aber das kriegst Du hin, ok?

LG,
Steffi
 
  • Meine eMail an Whiskas... Beitrag #24
Hallo Steffi,

ich hab gesehen, daß es eine eigene Rubrik übers Füttern gibt und da so viel gelesen, daß ich letztendlich wieder nicht weiß "Was ist gut?"

Im Nachbarort gibts eine Filiale vom "Freßnapf" - dort war ich aber noch nie. Ich weiß nur, daß die Preise ziemlich heftig sein sollen :?:

Ob die Verkäufer dort auch beraten? Oder wollen sie einem möglichst das Teuerste andrehen? Ob ich mal hinfahre?? Aber nachher gucken die schief, wenn ich mit der Frage komme "Was für Juniorfutter gibts überhaupt?"
Blamieren möcht ich mich ja nun auch nicht grad... aber wir hatten halt noch nie so einen kleinen "Zwerg"...

Danke für Deine Antwort!!!
Ich find es toll, daß Du Dir dafür die Zeit genommen hast.
Liebe Grüße,
Michaela
 
  • Meine eMail an Whiskas... Beitrag #25
Hi Michaela,

danke für das Lob :oops: , aber dafür gibbet ja das Forum- hier werden sie gehilftet! :D

Klar, Premiumfutter sieht auf den ersten Blick sehr teuer aus. Da kosten 100 Gramm schonmal 90 Cent, oder vielleicht sogar mehr. Aber dazu muss man bedenken, dass man von sehr gutem Futter (Beispiel: Felidae Nassfutter) auch nur 100 Gramm am Tag füttern muss! Bei Whiskas sind's schlappe 400 Gramm, und das darf der vertrauensvolle Konsument dann mal ausrechnen. Bei Whiskas kosten 100 Gramm "Beutelfutter" 33 Cent. Eine erwachsene Katze soll am Tag 4 Beutel bekommen- zack, zahlt man am Tag weit über 1 Euro, und die Katze frisst Müll.

Schau Dich doch bei Interesse mal bei zooplus.de um (oder anderen Online- Händlern), da findest Du Marken, welche es zB beim Fressnapf gar nicht gibt. (link zu zooplus unten bei den Bannern, Klick darauf hilft nebenbei auch noch den Forumsfinanzen! :wink: )

Das optimale Futter, so wird hier im Forum oft gesagt, ist wohl am ehesten Felidae (nicht bei zooplus), wird aber von Katzen nicht in jedem Fall angenommen und enthält wohl relativ viel Fett- kein Thema bei aktiven Tigern.

Ich persönlich füttere als Nassfutter im Moment Lux vom Aldi (Sorten ohne deklarierten Zucker) und als Trockenfutter noch diesen Beutel Hill's zuende (fauler Kompromiss, meine beiden mochten Felidae nicht), und danach werde ich voraussichtlich umsteigen, vielleicht auf Nutro oder Almo, so genau weiss ich das auch noch nicht.

Klar, optimalerweise ernährt man seine Katzen mit Rohfleisch, aber das ist eine Wissenschaft für sich. Gib mal "barfen" in die Suche ein, da findest Du zig Beiträge. Ich halte es so, dass meine Mädchen zusätzlich zum Nassfutter an 2, 3 Abenden die Woche noch rohes Fleisch bekommen, zB Hühnerherzen, Rindfleisch usw. Mein Gewissen ist damit einigermassen zufrieden, und die Katzen sind okay. Der Kot stinkt nicht allzu sehr, kein Zahnstein macht sich breit, die Viecher sind ÜBERAUS fit (jaja, Shannon hat heute den Duschvorhang runtergeholt...) und auch sonst scheint mir alles bestens.

Die Fütterung ist ein Buch mit 7 Siegeln, aber das wird schon. Kommt Zeit, kommt Rat!
Ich hab früher, ganz am Anfang, auch ganz begeistert Whiskas verfüttert, weil ich meinem Schätzken Penny ja NUR GUTES tun wollte. An dieser Stelle, wie so oft, ein Hoch auf das Forum.

Viel Glück und vor allem viel Spass beim Stöbern, Lernen und Bessermachen wünscht

Steffi


ach, edit: Vertraue nie uneingeschränkt Zooladen- Verkäufern. Es gibt viele schwarze Schafe, man tut leider gut daran, sich erstmal selber zu informieren. Hab in meiner Eigenschaft als Aquarianer schon viele üble Überraschungen erlebt, wenn man das auch auf das Futterthema ummünzen kann, dann gute Nacht!
 
  • Meine eMail an Whiskas... Beitrag #26
Fütterung ist ein sehr komplexes Thema, wo man sich jahrelang mit beschäftigen kann.

Für uns haben sich folgende Grundregeln als sehr praktikabel herausgestellt:

- Die Reihenfolge der Inhaltsstoffe entspricht in der Regel dem Anteil im Futter. Steht also Getreide an erster Stelle, kann davon ausgegangen werden, dass das Futter einen sehr hohen Getreideanteil hat.

- Fleisch muss Hauptbestandteil sein (ausgepriesen als Fleisch oder Trockenfleisch). Gutes Futter hat einen Fleischanteil von weit über 50%.
Aber Achtung, aufpassen!!
Steht auf der Verpackung z.B. "Fleisch, davon 50% Huhn" sagt das nichts über den effektiven Fleischgehalt aus, sondern nur, dass 50% des Fleisches Huhn sind. Trotzdem kann es sein, dass der gesamte Fleischgehalt nur 4% des Futters ausmacht.

- Getreide sollte nach Möglichkeit gar nicht oder nur in geringen Mengen vorkommen. Das trifft ganz besonders auf Mais zu, der als allergieauslösend gilt. Allgemein belastet Getreide den Organismus der Katze stark, da er nicht auf die Verdauung von Getreide ausgelegt ist. Katzen sind praktisch reine Fleischfresser und sollten auch so ernährt werden.

- Einzige Ausnahme bei Getreide ist gekochter Reis, der in der Regel gut vertragen wird und keine nachweislich schädliche Wirkung auf die Verdauung hat.

- Zusätze wie Nudeln, Käse oder Gelatine sind zwar unnötig, aber unbedenklich wenn es die Katze verträgt (unser Kleiner bekommt von Käse z.B. sehr weichen Kot und bekommt daher keinen Käse)

- Der Phosphatgehalt im Trockenfutter sollte so niedrig wie möglich sein um Harn- und Nierensteinen vorzubeugen. Empfohlen wird ein Anteil unter 1%.

- Konservierungsstoffe im Nassfutter sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
Zugegeben, es ist praktisch wenn das Futter in der Dose 1-2 Jahre haltbar ist. Realisierbar sind solche Halbarkeitszeiten i.d.R. jedoch nur durch die Zugabe von Konservierungsstoffen. Im Gegensatz zum Menschenfutter müssen diese Konservierungsstoffe im Tierfutter nicht detailiert angegeben werden. Man weiss also nie welcher Konservierungsstoff im Einzelnen verwendet wird.
Nassfutter ohne Konservierungsstoffe ist meist daran zu erkennen, dass das Halbarkeitsdatum innerhalb von 3-6 Monaten verstrichen ist. Entsprechend teuer ist es auch. Leider sind am Markt z.Z. noch sehr wenige Futtermittel ohne Konservierungsstoffe erhältlich, weshalb man hier zu Kompromissen gezwungen ist. Nun sollte man Konservierungsstoffe nicht grundsätzlich verteufeln. Es gibt eine ganze Reihe natürlicher Konservierungsstoffe die absolut okay sind. Aber es wäre gut wenn die Hersteller auch angeben würden welchen Konservierungsstoff sie verwenden.

- Die Größe des Trockenfutters sollte zur Größe Katze passen. Es bringt wenig, wenn man einer kleinen Hauskatze Brocken vorsetzt, die eigentlich für das große Gebiss einer Waldkatze gedacht sind. Umgekehrt ist es noch schlimmer. Eine Waldkatze, die in der Natur auch gerne mal einen größeren Vogel im Format eines Fasans oder eines Auerhahns reisst und auch vor Kaninchen nicht zurückschreckt, wird sich sichtlich enttäuscht zeigen, wenn man ihr irgendwelche Minikrümel vor die Nase wirft. Spezielles MaineCoon-Futter hat also durchaus seine Berechtigung.

- Das Futter sollte zum Alter der Katze passen.
Kitten-Futter und Senior-Futter sind besonders energiereich. Im Unterschied zum Menschen benötigt eine alte Katze besonders energiereiche Nahrung. Kitten brauchen die Energie für ihr Wachstum.
Normales Adult-Futter deckt hingegen den normalen Energiebedarf einer ausgewachsenen Katze. Wer zu lange Kitten-Futter, oder zu früh Senior-Futter anbietet, darf sich nicht wundern wenn man es der Katze von weitem ansieht, dass sie sehr gut über einige harte Winter gekommen ist.
Senior-Futter ist kein Diät-Futter!!!

- Milch
Milch ist kein Getränk sondern Nahrung und sollte auch entsprechend gehandhabt werden. Generell sollte laktosereduzierte Milch verfüttert werden, da Laktose bei Katzen häufig zu Durchfall und anderen Magen-/Darmerkrankungen führt. Auf teure, spezielle Katzenmilch kann aber getrost verzichtet werden. Laktosereduzierte Milch aus dem Zweibeinerbedarf hat denselben Effekt.
Wichtig ist nur, dass Milch mit einem möglichst hohen Fettgehalt (gerne auch mal Schlagsahne) gefüttert wird. Der Energiegehalt von Milch sollte nicht unterschätzt werden. Die Milch muss bei wenig aktiven Tieren unbedingt an die tägliche Futtermenge angerechnet werden.
Wer seiner Katze aus Gewichtsgründen 0,3%iges "Abwaschwasser" geben will, sollte aus aus Liebe zum Tier besser eine Schale frisches Leitungswasser hinstellen.






Absolutes No No:

- Tierische Nebenprodukte
Das sind qualitativ minderwertige Fleischabfälle die in einer Katze NICHTS zu suchen haben. Zumeist bestehen diese Abfälle aus Sehnen, Fett und Organabfällen wie Hirn oder Blutgefäßen. Damit kann die Katze nichts anfangen. Katzen holen ihre Energie vorrangig aus dem Muskelfleisch.

- Zuckerzusatz
Sei es als Zucker oder in Form von Farbstoffen (z.B. Karamel) ist absolut tabu. Katzen brauchen keinen Zucker. Sie nehmen genug Kohlenhydrate über das Fleisch auf. Zucker kann zu frühzeitigen Zahnschäden und Diabetes führen. Manche Experten behaupten sogar, dass Katzen gar keine Geschmacksrezeptoren für Süßes haben und alleine schon deshalb der Zusatz von Zucker unnötig ist.

- rohes Schweinefleisch
Absolutes Tabu für Katzen, auch wenn der haarige Freund noch so bettelt.
Durch Schweinefleisch können nicht nur relativ harmlose Würmer, sondern auch schwere Krankheiten übertragen werden. Ein Beispiel dafür ist die Aujeszkysche Krankheit, auch Pseudowut oder Juckseuche genannt.
Ausgelöst wird diese Krankheit durch das Suine Herpesvirus bzw. durch das Pseudorabies-Virus. Die Infektion erfolgt i.d.R. durch Schweinefleisch, oder infizierte Ratten und Mäuse.
Die Symptome ähneln denen der Tollwut sehr stark. Die Krankheit verläuft in jedem Fall tödlich, da sie am lebenden Tier nicht diagnostizierbar ist, die Inkubationszeit nur wenige Tage beträgt und die Krankheit rasend schnell voranschreitet. Wie auch beim Menschen gibt es noch keine wirksame Behandlung gegen Herpesviren.
Ein infiziertes Tier stirbt somit meist 4-6 Wochen nach der Ansteckung.
Wird das Fleisch gekocht oder gebraten besteht keine Ansteckungsgefahr mehr und es kann der Katze bedenkenlos gegeben werden.






Prinzipell kann man schon alleine aus der Fütterungsempfehlung des Herstellers den Energiegehalt des Futters ableiten.

Bei Premiumfutter genügen oft 70-100g/Tag, wohingegen sich die Katze bei schlechtem Futter schon mal 10% und mehr ihres eigenen Körpergewichtes pro Tag einverleiben muss.
Für ein Raubtier in der Natur eine absolut inakzeptable Energiebilanz. Wäre so ein Futterbedarf für Katzen normal wären diese pelzigen Geschöpfe schon vor Jahrmillionen zum Opfer der Evolution geworden.

Auch wichtig zu wissen:
Nassfutter kann unter Umständen vermehrt zu Blähungen führen. Zeigt ein Tier diese Symptome, empfielt es sich die Nahrung zum größten Teil auf Trockenfutter umzustellen.



Zum Abschluss einige bekannte Marken, die durchweg nicht zu empfehlen sind, da wirklich keines der angebotenen Produkte den Anforderungen an gutes Katzenfutter genügt.
Whiskas, Kitekat, Felix, Sheba, Gourmet, Brekkies.
Also das übliche Supermarktfutter. Auch diverse NoName-Produkte der üblichen Diskountermärkte sind meistens inakzeptabel. Einige der wenigen Ausnahmen findet man bei Aldi und Kaufland. Dort muss man aber genau hinsehen, da es zwei verschiedene Produkte gibt und nur nur eine Sorte empfehlenswert ist.


Bei anderen Herstellern (z.B. Animonda, Multifit, etc.) ist im Einzelnen zu differenzieren. Dort gibt es gutes und weniger gutes Futter. Eine genaue Betrachtung der Inhaltsangaben ist daher absolut wichtig.


Sehr empfehlenswert sind u.a. Schmusi (alle Fischsorten), Almo Nature, Miamor und FelinePorta, wobei ich auch hier, wie in den obigen Fällen auch, keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erhebe, da es unendlich viele Futtermarken gibt.
Hier kann man beim Öffnen der Dose sofort erkennen um welches Tier es sich in der Dose handelt. Dort ist Fleisch noch echtes Fleisch und keine gepressten Fleischreste.
So sind z.B. in Schmusi echte Fischfilets drin, die ich mir ohne zu zögern jederzeit selbst auf's Brot packen würde.


Ich empfehle es sowieso, bei Gelegenheit mal das Katzenfutter selbst zu kosten. Für Menschen ist es vielleicht etwas nüchtern, aber so kann man Qualität am schnellsten erkennen.
 
  • Meine eMail an Whiskas... Beitrag #27
Whow... könnte das nicht als Artikel gelten, den man in einer der neuen Rubriken festpinnen kann? :shock: Klasse!

LG,
Steffi
 
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