Lebe jeden Tag, als wäre es Dein Letzter, ok macht Sinn, aber hilft mir nicht.
Die Schockdiagnose von Gestern, das Wissen und die Möglichkeit nun lange (wie lange) die verbleibenden Tage zu gestalten, mich auf`s Schlimmste vorzubereiten, wie komme ich damit klar?
Ich versuche mal, etwas Positives zu finden.
Nachdem mein Ciccio heute vormittag seine 10mg Furosemid tatsächlich einfach so geschluckt und nicht wieder ausgespuckt hat, das ist gut!
Ich habe sie in 4 Stücke zerteilt und dann mit etwas Lachs_Stick ummantelt.
Genau wie Jule frisst er eigentlich ausschließlich : Trockenfutter Fisch und Huhn Prescription Diet c/d, eine Sorte Feuchtfutter und eben diese Lachssticks und glaubt es mir, ich habe nacheinander fast alle Sorten im Regal angeboten, und auch Versuche mit leckeren Sachen aus Fisch und Hühnchen, egal ob roh, gedünstet oder gekocht, sie wollten es nicht.
Und das Wiegen vom Montag ergab : 6,4 Kg und im letzten Jahr war er bei knapp 9 Kg. Wieviel davon war Wasser?
Er war ja echt ein Schnellfresser, aber ich fand nicht, daß er übermässig viel gefressen hat, denn es blieb immer auch noch etwas übrig, außer bei diesem leckeren Feuchtfutter, aber da habe ich immer nur ein Schälchen für Beide und das auch nicht jeden Tag serviert.
Am Trockenfutter war er seit gestern solange ich hier bin noch nicht, aber das ist ja vielleicht auch gut, denn danach müsste/sollte er ja auch viel trinken und da es seit Gestern nur Kamillentee gibt...
Er ist etwas wackelig auf den Beinen und ich hoffe, daß er die Situation richtig einschätzen kann und nicht auch noch einen Unfall oder Absturz riskiert. Auf dem Kratzbaum war er jedenfalls noch nicht, aber wenn er dann so von Schrank zu Schrank oder auf den Schreibtisch springt, bin ich schon in Alarmbereitschaft!
Aber es gibt noch etwas Gutes zu berichten : seine Atemfrequenz ist heute schon in dem Bereich um 30 pro Minute und bei <30 dürfen wir das Furosemid reduzieren.
Vielleicht hilft das ja auch dabei eine Verbesserung zu erreichen.
Daß es zu Aortenthrombose oder gar plötzlichem Herztod kommen kann, schiebe ich im Moment mal etwas (mehr oder weniger gut) in den Hintergrund.
Daß so was passieren kann, ist mir klar, aber ich will jetzt nicht dauernd daran denken.
Es wird ein Schock für mich sein und ich denke, daß es keine Möglichkeit gibt mich darauf vorzubereiten.
Und wenn er jetzt mal wieder in meinem Kräuterbeet liegen will, wo ich ihn sonst vertrieben hätte, so soll er doch! Kräuter kann ich auf dem Markt kaufen. Hauptsache er fühlt sich wohl!
Und wenn die Schnecken im Moment die Gunst der Stunde nutzen, ist mir das auch egal.
Ganz wichtig ist, daß ich selbst wieder in die Spur finde, ich muss für mich sorgen, mehr essen, trinken und darf meine eigenen Probleme nicht noch vermehren. Muss schließlich auch schauen, daß die Rechnungen bezahlt werden.