Hallo Schnuppe,
Was verkraftet ein Kinderherz besser: Das Bewusstsein, dass es den Kater zum letzten Mal sieht, oder eine normale Verabschiedung morgens zur Schulzeit und nachmittags liegt der Kater friedlich eingeschlafen daheim?
ich will dir jetzt keinen Tipp in die eine oder andere Richtung geben, sondern einfach erzählen, wie es mir ergangen ist, als mein Kater an Knochenkrebs starb:
Ich war zu der Zeit etwa 14, also etwas älter als deine Tochter.
Unser Kater Mike war 17, zunächst merkte man ihm gar nichts an, später konnte man in der Rippengegend einen Tumor ertasten und zu der Zeit war es laut
Tierarzt schon zu spät, lauter Metastasen. Der
Tierarzt empfahl, ihn sofort einschläfern zu lassen, was mein Vater aber ablehnte, da Mike immernoch gut fraß und gerne und viel spielte, also sich in unseren Augen wohl fühlte. Ein paar Wochen danach mussten wir dennoch Abschied nehmen, da unser Mike nicht mehr aufstehen konnte (Hinterbeine gelähmt). Ich hatte es seit dem ersten
Tierarzt-Besuch gewusst, dass dieser Tag kommen würde, und habe mich sehr ausführlich von ihm verabschiedet. Das war auch sehr wichtig für mich. Für mich wäre eine Welt zusammengebrochen, wenn er einfach plötzlich tot gewesen wäre.
Nun, deine Tochter ist doch noch etwas jünger, aber ich bin der Meinung, dass man den Tod nur verstehen kann, wenn man sich damit auseinandersetzt, dazu ist sie doch alt genug. Und Kinder fühlen es meist, wenn man sie bei solch wichtigen Dingen anlügt.
Diese Entscheidung musst du aber selbst treffen. Ich hoffe, dass euer Kater noch eine schöne möglichst lange Zeit vor sich hat und dass ihr den richtigen Weg für euch findet um über den Verlust, der euch bevorsteht, hinwegzukommen.
Liebe Grüße,
Evi