Jetzt brauch ich schon wieder euren Rat...
Hallo zusammen,
danke für euren Trost, auch wenn uns momentan nichts so richtig aufmuntern kann... wir wissen, dass die Zeit für uns arbeitet.
Momentan bin ich mit meiner Tochter für ein paar Tage bei Oma und Opa, das lenkt uns ein bisschen ab.
Bei meinem heutigen Telefonat mit meinem Mann kam das Thema: Neue Katze auf.... Hmm, ich bin da sehr zwiegespalten.
Ich will euch noch kurz erzählen, WARUM das Thema aufkam: Gestern erhielt ich von einer Freundin einen Anruf: Bei deren Eltern vor der Haustür wurde ne kleine, schwarze Katze ausgesetzt. Und da waren WIR ihr eingefallen... Ich hab das abgelehnt, weil unsere Geschichte einfach noch zu frisch ist - und ich möchte nichts übers Knie brechen, nur weil sich gerade eine Gelegenheit bietet.... Kam mir aber schon so ein bisschen wie ein Wink mit dem Zaunpfahl vor, so nach der Art: Einer geht, einer kommt...
Klar ist, dass selbstverständlich kein Tier der Welt unseren Satchmo jemals ersetzen kann - das kennen alle Tierbesitzer - aber was mich derzeit mehr beschäftigt, ist die Sorge um unsere Ginger, immerhin ist die ja jetzt erst einmal mit einer neuen Situation konfrontiert. Ich muss sagen, sie benimmt sich ziemlich normal, ist vielleicht etwas verschmuster als vorher aber ansonsten kann man ihr nichts Besonderes anmerken.
Unsere Tochter hätte natürlich liebend gern ein neues, kleines Kätzchen, das sie dann aufwachsen sehen kann.... und mein Mann ist auch nicht abgeneigt.
Ich selbst - naja, ich weiß nicht so recht. Mir geht das alles ein bisschen schnell. Nicht, dass ich mich in meiner Trauer vergraben möchte, aber ich muss das alles erst einmal in Ruhe verarbeiten und mir dann auch in Ruhe überlegen, ob ich das überhaupt noch einmal möchte.
Davon abgesehen kann eine neue Katze sowieso nur ins Haus, wenn wir Ferien - bzw. Urlaub- haben, zwecks Eingewöhung und Umgewöhnung.
So stünde z. B. frühestens Weihnachten oder Fasching oder so als "Termin" an.
Jetzt mal eine Frage: Habt ihr Erfahrung damit, ob das funktionieren kann: Eine 12 Jahre alte Wohnungskatze, die erst damit zurecht kommen muss, dass der Bruder nicht mehr da ist und die dann damit zurecht kommen muss, dass eine neue, kleine Katze da ist? Geht das überhaupt? Oder kann es sein, dass da - aufgrund des Alters- auch "mütterliche Gefühle" entwickelt werden?
Ich würde um keinen Preis der Welt wollen, dass unsere Ginger darunter leidet, das könnte ich nicht ertragen; nicht nach dem, was wir erlebt haben. Da zählt die "alte" Katze einfach mehr, als eine neue.
Was meint ihr denn dazu? Sicherlich hilft eine kleine Miezekatze, den Verlust ein bisschen leichter zu ertragen, aber ist es auch gut für die andere Katze? Haltet ihr Weihnachten für verfrüht?
Ach, wieder mal Fragen über Fragen.
Bis dann, ich freu mich auf eure Meinungen
Schnuppe
(die jetzt nicht mehr den ganzen Tag heulen muss, die es langsam schafft, das anzunehmen....)