• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Wie sag ichs meinem Kinde...?

Diskutiere Wie sag ichs meinem Kinde...? im Erkrankungen des Verdauungstraktes Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Ich wünsche dem Kater auf jeden Fall alles gute! Sicher, es ist schwierig vorzustellen, mit einem Drittel des Magens zu leben. Der Magen aber ist...
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #21
Ich wünsche dem Kater auf jeden Fall alles gute!

Sicher, es ist schwierig vorzustellen, mit einem Drittel des Magens zu leben. Der Magen aber ist ein dehnungsfähiges Organ (man denke nur mal an die GIGANTISCHEN Mägen wirklich dicker Menschen).

Wenn er die OP übersteht, muss man sicher mit sehr vielen minimalen Häppchen anfangen. Aber WENN alles gut verheilt, dann wird der Magen sich mit den Monaten "vergrössern" und irgendwann wieder die grösse haben, vielleicht 3-4 Mahlzeiten aufzunehmen anstatt sonst 2.

Ich finde das durchaus lebenswert. Ich selbst habe auch schon Entscheidungen getroffen, die man als grenzwertig bezeichnen könnte-
Ares grosse Bauch OP bei der die Chance 1:1000 Stand, das der Darm nicht perforiert war, Odins wochenlange totale Darmlähmung.

Aber heute sind beide Kater wieder völlig gesund, und das, genau das, wünsche ich auch diesem Kater. Die Chance besteht sicher.
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #22
Hallo nochmal,

ich respektiere wirklich jedermanns Meinung zu diesem Thema, nur eins sei dazu von meiner Seite aus noch gesagt:

Wir haben uns sehr lang und ausführlich vorher mit dem Chef der Tierklinik unterhalten. Selbstverständlich ist es eine Grenzentscheidung und der Arzt hat auch ganz klar zum Ausdruck gegeben, dass ER es entscheidet, wenn er sieht, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist.
Er hat uns dann aufgemalt, wie das mit dem Magen aussehen würde und er hat uns erklärt, dass ein Kater mit 1/3 seines ursprünglichen Magenvolumens durchaus eine sehr gute Chance hat, uns bis ins hohe Alter hinein zu begleiten, und zwar bei guter Lebensqualität.
Voraussetzung dafür ist selbstverständlich eine besondere Pflege vor allem, was die Nahrungsaufnahme angeht. Das Fressverhalten wird sich komplett verändern, die Verdauung jedoch nicht, denn der Darm ist ja komplett erhalten worden. D. h. der Kater bekommt einfach mehrfach über den Tag verteilt immer kleine Häppchen zu fressen, deshalb heißt es auch NICHT, dass er abmagert oder so.
Voraussetzung hierfür ist natürlich auch, dass der Arzt den Tumor komplett erwischt hat - aber das werden wir erst zu einem späteren Zeitpunkt wissen.

Glaubt mir, wenn ich nicht davon überzeugt gewesen wäre, dass er eine reelle Chance hat, dann hätten wir den Eingriff nicht vornehmen lassen. Wir bezeichnen uns sehr wohl als tierlieb, auch wenn das für den einen oder anderen hier anders aussehen mag. Wir würden den Kater nicht unseretwegen oder wegen unserer Tochter unnötig leiden lassen. Da könnt ihr sicher sein.

Im übrigen komme ich gerade aus der Klinik: Die Blutwerte sind stabil, also nicht mehr kritisch, und heute wird der Kater mehrmals geröngt (er hat schon Kontrastmittel bekommen), damit man sehen kann, ob die inneren Nähte in Ordnung sind.
Als wir heute kamen, saß er in Brustlage, hat miaut und uns den Kopf entgegen gestreckt. Natürlich ist er immer noch sehr schlapp und schwach, aber zumindest ist sein Zustand momentan stabil.
Es bleibt abzuwarten, wie es sich verhält, wenn er das erste Mal etwas zu fressen bekommt. Danach kann man nämlich erst feststellen, ob die Funktionalitäten des Magens auch wirklich wieder so sind, wie sie sein müssen. Ich denke, morgen spätestens übermorgen wird das soweit sein.

Nochmals vielen Dank für Eure Meinungen, und auch nochmals ganz deutlich: Ich würde es mir nicht anmaßen, es jemandem übel zu nehmen, dass er unsere Entscheidung nicht nachvollziehen kann. Ich denke, das bleibt jedem selbst überlassen. Wir haben es jetzt so gemacht und ich hoffe, wir haben das Richtige gemacht. Ich wünsche es wirklich niemandem, vor so eine Entscheidung gestellt zu werden.

Liebe Grüße
Schnuppe
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #23
Hallo schnuppe67

Egal wie die Meinungen im Forum sind, denke ich , das die Entscheidung für oder gegen eine solche Behandlung immer nur der Besitzer des Tieres in der jeweiligen Situation treffen kann. Ihr habt für das Tier entschieden und ihm eine Chance gegeben. Ich hoffe ganz doll, das er es schafft und ihr mit ihm gemeinsam noch viele schöne Jahre habt.

Bitte berichtet weiter wie es ihm geht.

Viele liebe Grüße Simone + Rasselbande
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #24
Hallo Schnuppe,

auch von mir genesungswünsche für euren kater. was du schreibst, klingt erstmal sehr gut, er wird von tag zu tag stärker.

natürlich ist es immer eine grenzentscheidung, doch shee ich das wie du...wer nicht kämpft, hat gleich verloren. für mich ist die einschläferung der allerletzte ausweg und wäre wohl für euch der einfachere gewesen, weil ihr dann hättet abschließen können, doch so seid ihr gewaltigem stress ausgesetzt, jeden tag das bangen und hoffen. das ihr das auf euch nehmt, finde ich sehr bewundernswert und richtig. ich hätte genauso entschieden, schließlich hat er eine gute chance. ich bin der meinung, daß immer vergessen wird, daß wir menschen auch nicht einfach eingeschläfert werden können und oft auf grausame weise zugrunde gehen, das können wir unseren tieren ersparen, doch sollte man diese entscheidung nicht voreilig treffen.auch wenn er es vielleicht nicht schafft, so habt ihr alles versucht. natürlich fragt man sich dann, ob das alles sein musste, aber es kann (und wird hoffentlich) auch gut gehen und dann wisst ihr, daß es die richtige entscheidung war.

ich glaube, daß tiere genau so einen starken lebenswillen haben, wie wir menschen und tun wir nicht alles, wenn wir an krebs erkrankt sind um die chance auf heilung zu nutzen...die chemo ist auch quälerei, doch fast jeder nimmt diesen strohhalm, weil er leben will...mal wird er wieder gesund, oft nicht, doch versuchen tun es alle.

ich finde, wenn man sich nicht ganz sicher ist, daß ein tier sterben will, sollte man alles versuchen...der tod kommt noch früh genug.

alles gute, sylvie
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #25
Wieder mal ein Zwischenbericht

Hallo,

also seit gestern abend sieht es leider nicht so gut aus. Satchmo ist nach wie vor sehr, sehr schlapp, kann sich zwar hin- und her legen, hat auch mal ein bisschen den Kopf gehoben und in Brustlage gelegen, aber meistens auf der Seite.

Momentan nässt die Wunde, was wohl aber nicht so das Problem ist. Viel schlechter ist, dass der Magen derzeit keine Funktion zeigt. Man hat ihm Kontrastmittel gespritzt und mehrfach geröngt, um zu sehen, ob das Mittel weiter transportiert wird. Das ist derzeit nicht der Fall. Absolut keine Tätigkeit zu sehen (was aber zu Beginn der Genesungszeit wohl auch nicht soo ganz ungewöhnlich ist...)
Der Chefarzt hat nun entschieden, dass man heute abend über eine Sonde ein wenig Nahrung zuführt. Und ab morgen soll dann mit Brei begonnen werden. Fakt ist, dass er Nahrung braucht, sonst verhungert er buchstäblich. Allein mit der Elektrolytlösung oder mit der Traubenzuckerlösung kann er nicht überleben. Er MUSS jetzt die Nahrung verarbeiten können, d. h. der Magen muss angeschubst werden...
Das möchten sie heute abend probieren. Gerade eben haben sie nochmal ein Röntgenbild gemacht, das Ergebnis weiß ich aber noch nicht, mein Mann ist noch in der Klinik.
Heute abend ab 20 Uhr ist wieder eine ganz besonders nette Ärztin da, die hat sich gestern so viel Zeit genommen und meinem Mann alles genau erklärt, jede Frage beantwortet... einfach toll. Derzeit hat ein junger Arzt Notdienst, der geht nicht so sehr an uns, weil er eine ziemlich arrogante Art an sich hat. Man muss sich mal vorstellen: Ich war geschlagene 2 Std. mit meiner Tochter dort vor dem Wägelchen gesessen und er hat es nicht für nötig gehalten, uns mal ganz kurz - das dauert wirklich nur 1-2 Minuten- den Visitenbericht mitzuteilen. Und wenn man dann mal höflich fragt, bekommt man eine blöde Antwort. Mensch, wir sind ja nicht wegen einer popeligen Impfung dort, Satchmo ist ein Risikopatient und die Chancen stehen derzeit mal wieder nicht so gut. Der Chefarzt ruft dreimal am Tag an und will einen Bericht haben.... Aber gut, was solls, wir sind derzeit auf diesen Arzt angewiesen, da will ich keinen Wirbel machen.
Hauptsache er versorgt unseren Kater gut.
Ab morgen ist der Chef wieder selber da, zu dem haben wir einfach 100%iges Vertrauen. Ich hoffe nur, der Kater hält durch...

Ich melde mich bald wieder. Bis dahin liebe Grüße an euch alle
Schnuppe
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #26
Huhu Schnuppe
Ich drück euch die Daumen. Es wird schon werden. Bitte lasst den Kopf nicht hängen.
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #27
ärgere dich nicht über den Tierarzt, manche tas können mit menschen nicht so gut umgehen, dafür aber mit den tieren, ich hoffe, daß das bei euch der fall ist.

ich drücke euch auch ganz fest die daumen, daß es dem kleinen bald besser geht!

bitte berichte weiter.
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #28
Hallo,

auch wir drücken alle Daumen und alle 12 Pfoten,

liebe Grüße,

Claus
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #29
Es hat leider nicht sein sollen...

Hallo,

ich muss euch eine trauriche Mitteilung machen: Unser Satchmo hat es leider nicht geschafft....
Heute morgen um 8 Uhr bekam ich den Anruf von der Ärztin, es ginge zu Ende. Als ich fragte, ob wir es noch rechtzeitig schaffen würden, verneinte sie es, da sie es keine 2 Sektunden mehr länger mit ansehen konnte und das Tier nur noch erlösen wollte. Natürlich habe ich sofort zugestimmt.

Als meine Tochter, mein Mann und ich dann in der Klinik angekommen waren, hatten sie unseren lieben, süßen Kater in ein kleines Zimmer gelegt und zwar so in sich zusammengekringelt, so wie er immer am liebsten dagelegen ist. Dann hat sie uns allein gelassen und gesagt, wir sollen sie rufen, wenn wir soweit sind.

Später hat sie uns erklärt, dass er über Nacht etwas mehr Bauchschmerzen hatte und deshalb auch ein Schmerzmittel bekommen hatte. Danach hat Satchmo mit ihr geschmust und ist dann eingeschlafen. Heute morgen bei der Morgenuntersuchung hat er wohl einen Kreislaufzusammenbruch erlitten und somit war die Entscheidung klar. Zumal wir gestern schon erfahren hatten, dass die Verdauung viel zu langsam vonstatten geht und dass man nicht 100%ig sicher ist, ob die inneren Nähte dicht halten. Man konnte das auf dem Röntgenbild nicht eindeutig erkennen. Als wenn ich es da schon geahnt hätte.....

Es war furchtbar schwer für uns alle, wirklich - ich kann es kaum beschreiben.... Ich weiß nicht, ob ihr das nachvollziehen könnt, aber irgendwie bin ich froh, dass es uns erspart geblieben ist, ihn in den letzten Minuten so leiden zu sehen - vielleicht ist das feige, aber ich glaube, mir wäre das Herz gebrochen. Es tut gut, zu wissen, dass er in guten, lieben Händen war, er war NICHT allein und ich bin sicher, er hat das gespürt. Jedenfalls sah er so aus, als würde er schlafen, mit dem einzigen - für mich schrecklichen Unterschied- dass sich der Bauch nicht gehoben und gesenkt hat....

Wir haben Satchmo dann mit nach Hause genommen und dort auf seinen Lieblingsplatz gelegt. Dann hat Celina einen Karton bemalt und beschriftet, einfach wunderschön...
Und um 10 Uhr etwa haben wir ihn in unserem Garten an einem schönen Fleckchen beerdigt.

Mir fehlen einfach die Worte, um zu beschreiben, wie es in uns aussieht. Ich denke, ihr seid alles Katzenliebhaber und könnt es euch sicherlich vorstellen.
Unsere Tochter verarbeitet das Ganze hervorragend. Natürlich hat sie furchtbar geweint, aber dazwischen kann sie sich wunderbar ablenken - geade eben malt sie und hört Musik. Zwischendurch kommt sie immer mal wieder zu mir, lässt sich ein bisschen trösten, und dann geht es wieder. Ich danke Gott dafür, dass Kinderseelen so sind. Das macht es mir etwas leichter.

So, nun kann ich fürs erste nicht mehr. Ich drück euch alle, denn es hat mir so viel geholfen, hier alles niederschreiben zu können...

Liebe Grüße an euch und eure Tierchen
Schnuppe
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #30
Hallo,

ich schreibe diese Zeile gerade mit Tränen in den Augen, euer Satchmo hat so tapfer gekämpft, es tut mir so leid. Jetzt ist er an einem besseren Ort und ich bin mir sicher, er wird an der Regenbogenbrücke auf euch warten...

Fühlt euch mal ganz lieb gedrückt, alles liebe,

Claus
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #31
Es tut mir sehr leid für euch...

Ihr habt alles für euren Kleinen getan, aber leider hat er es nicht mehr geschafft.

Er war nicht allein als er gestorben ist, und sicher hat er das noch gespürt, wie hart das ist, kann ich mir gut vorstellen, da wir unseren Ares im Juli um ein Haar an eine nicht ganz unähnliche Sache verloren hätten.

Nun hat er es hinter sich, hat keine Schmerzen mehr und wird für immer in eurem Herzen bleiben...
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #32
mir tut es auch sehr leid, das schicksal meint es manchmal so hart mit einem. sei trotzdem froh, daß ihr ihn operieren ließt, anderenfalls hättet ihr euch immer gefragt, ob er es nicht vielleicht doch geschafft hätte. ihr habt alles gegeben, leider verloren...euer kater hatte ein wunderschönes leben bei euch, eine familie, die um ihn trauert, das bedeutet, eine familie, die ihn geliebt hat, ich sage immer, wenn jemand stirbt und niemand trauert, daß derjenige umsonst gelebt...was kann sinnvoller sein auf dieser welt? er hat es in euer herz geschafft und ihr hattet viele tolle jahre miteinander,. leider zu wenige...doch wenn es etwas nach dem tod gibt, dann sicher für alle und ihr werdet ihn wiedersehen.

eure tochter wird das sicher gut schaffen, ich glaube, für euch ist es schlimmer...aber auch bei euch wird die zeit die wunde vernarben lassen...nach viel, viel zeit...

fühlt euch gedrückt und seid jetzt stark. ich hätte alles genauso gemacht wie ihr, auch wenn euch das jetzt gar nichts nützt...

liebe grüße, sylvie
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #33
Oh man, nun heul ich doch. Hatte so gehofft das er es schafft. Es tut mir so leid für euch. Aber ihr habt alles versucht. Kann so gut verstehen wie es im Moment in euch aussieht. Haben unseren Blacky ja auch erst vor knapp drei Wochen verloren. Die erste Zeit ist super schwer. Aber mir hilft der Gedanke, das er nun nicht mehr leiden muss. Gut das eure Tochter die Möglichkeit hatte Abschied zu nehmen und ihr ihn Beerdigen konntet.
Wünsche euch alles Gute.

Simone + Rasselbande
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #34
Oh, ich mir gleitet ein kalter Schauer über den Rücken. Ich kann euch ganz gut nahfühlen. Sei froh, dass eure Tochter das so hervorragend damit umgehen kann.
Ich fühl ganz toll mit euch und ihr seid nicht alleine. Wir helfen euch gerne, auch wenn wir nur zuhören können.
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #35
Jetzt brauch ich schon wieder euren Rat...

Hallo zusammen,

danke für euren Trost, auch wenn uns momentan nichts so richtig aufmuntern kann... wir wissen, dass die Zeit für uns arbeitet.
Momentan bin ich mit meiner Tochter für ein paar Tage bei Oma und Opa, das lenkt uns ein bisschen ab.

Bei meinem heutigen Telefonat mit meinem Mann kam das Thema: Neue Katze auf.... Hmm, ich bin da sehr zwiegespalten.

Ich will euch noch kurz erzählen, WARUM das Thema aufkam: Gestern erhielt ich von einer Freundin einen Anruf: Bei deren Eltern vor der Haustür wurde ne kleine, schwarze Katze ausgesetzt. Und da waren WIR ihr eingefallen... Ich hab das abgelehnt, weil unsere Geschichte einfach noch zu frisch ist - und ich möchte nichts übers Knie brechen, nur weil sich gerade eine Gelegenheit bietet.... Kam mir aber schon so ein bisschen wie ein Wink mit dem Zaunpfahl vor, so nach der Art: Einer geht, einer kommt...

Klar ist, dass selbstverständlich kein Tier der Welt unseren Satchmo jemals ersetzen kann - das kennen alle Tierbesitzer - aber was mich derzeit mehr beschäftigt, ist die Sorge um unsere Ginger, immerhin ist die ja jetzt erst einmal mit einer neuen Situation konfrontiert. Ich muss sagen, sie benimmt sich ziemlich normal, ist vielleicht etwas verschmuster als vorher aber ansonsten kann man ihr nichts Besonderes anmerken.
Unsere Tochter hätte natürlich liebend gern ein neues, kleines Kätzchen, das sie dann aufwachsen sehen kann.... und mein Mann ist auch nicht abgeneigt.

Ich selbst - naja, ich weiß nicht so recht. Mir geht das alles ein bisschen schnell. Nicht, dass ich mich in meiner Trauer vergraben möchte, aber ich muss das alles erst einmal in Ruhe verarbeiten und mir dann auch in Ruhe überlegen, ob ich das überhaupt noch einmal möchte.
Davon abgesehen kann eine neue Katze sowieso nur ins Haus, wenn wir Ferien - bzw. Urlaub- haben, zwecks Eingewöhung und Umgewöhnung.
So stünde z. B. frühestens Weihnachten oder Fasching oder so als "Termin" an.

Jetzt mal eine Frage: Habt ihr Erfahrung damit, ob das funktionieren kann: Eine 12 Jahre alte Wohnungskatze, die erst damit zurecht kommen muss, dass der Bruder nicht mehr da ist und die dann damit zurecht kommen muss, dass eine neue, kleine Katze da ist? Geht das überhaupt? Oder kann es sein, dass da - aufgrund des Alters- auch "mütterliche Gefühle" entwickelt werden?
Ich würde um keinen Preis der Welt wollen, dass unsere Ginger darunter leidet, das könnte ich nicht ertragen; nicht nach dem, was wir erlebt haben. Da zählt die "alte" Katze einfach mehr, als eine neue.

Was meint ihr denn dazu? Sicherlich hilft eine kleine Miezekatze, den Verlust ein bisschen leichter zu ertragen, aber ist es auch gut für die andere Katze? Haltet ihr Weihnachten für verfrüht?
Ach, wieder mal Fragen über Fragen.

Bis dann, ich freu mich auf eure Meinungen
Schnuppe
(die jetzt nicht mehr den ganzen Tag heulen muss, die es langsam schafft, das anzunehmen....)
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #36
ich denke, der Wunsch des Menschen sollte da an zweiter Stelle stehen und die Katze sollte entscheiden, ob sie einen neuen Partner haben möchte oder nicht. Wenn das Kätzchen jetzt eh heimatlos ist, könnte man versuchen, ob die Zusammenführung klappt oder nicht. Wenn nicht muss die Kleine dann wo anders hin, aber man hat es versucht.

Die "alte" Katze wird euch schon zeigen, ob sie ein Kind haben will oder ob sie ihre Ruhe mit euch alleine genießt und für sie macht es da sicherlich keinen Unterschied ob jetzt oder später. Vielleicht ist jetzt sogar besser, weil sie noch nicht der wirkliche Mittelpunkt geworden ist und sich schneller an einen neuen Hausgenossen gewöhnt, weil sie jetzt noch einen gewohnt ist.

Der Mensch macht aus allem ein Drama ... nicht das Tier.
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #37
Ich habe und hatte auch immer das starke Bedüfnis, mindestens wenige Monate zu warten, bevor ich Gedanken an ein neues Tier zulassen konnte.... Einfach um es zu verarbeiten und nicht das Gefühl zu haben, es zu "ersetzen".

Aber mir legte auch niemand genau in diesem Moment quasi einen Notfall vor die Tür.

Vielleicht ist es ein Zeichen für euch und wer weiss, vielleicht wäre es ja doch gar nicht so schlecht in eurer Situation?

Das Kleine wird niemals ein Ersatz sein und das soll es auch gar nicht, aber ich bin mir sicher euer Kater hätte nichts dagegen, wenn sein freier Platz jetzt wirklich sinnvoll genutzt wird- für einen Notfall...

Natürlich kann sich die Zusammenführung zwischen einer "jungen Seniorin" und einem Kitten sehr schwieruig gestalten- Andererseits wäre es auch möglich, das sie es "adoptiert"...
Einerseits könnte der grosse Altersunterschied die Katze natürlich belasten, andererseits...
wenn sie ejtzt stark trauert, könnte es auch eine Wunderbare möglichkeit sein, sie von ihrer Trauer abzulenken.

Ganz so locker wie Muna sehe ich das nicht-
Man sollte nicht "einfach mal" ne neue Katze ausprobieren und halt schauen ob es funktioniert.
Je genauer man sich Gedanken darüber macht, desto grösser sind die Chancen, das es auch gut klappt.
Tiere sind keine Spielzeuge, die man nach gutdünken ausprobieren kann, sie nehmen schnell schweren seelischen Schaden, wenn sie in eine fpr sie völlig verkehrte Situation kommen.

Und wenn ihr das Gefühl haben solltet, das eure Mietz erst jetzt, ohne ihn so richtig aufblüht, würde ich es wohl eher lassen.
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #38
Ganz so locker wie Muna sehe ich das nicht-
Man sollte nicht "einfach mal" ne neue Katze ausprobieren und halt schauen ob es funktioniert.

Das ging ja auch nicht um "einfach mal eine", sondern jetzt um diese spezielle, deren Zukunft eh ungewiss ist. Und ich finde es allemal immer noch besser eine kurze Katzenzusammenführung über ein oder zwei Wochen zu versuchen, als den Tieren ein halbes Jahr oder länger den Stress zuzumuten und eine richtige Freundschaft wird es dann doch nicht, weil die Tiere nicht zusammen passen und nur vom Menschen durch Medikament oder sonstwie passend gemacht werden sollen.

Soll jeder machen, was er für richtig hält. Arme Tierchen.

the End
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #39
Hallo,

danke für eure Meinungen. Also ich hab nochmal mit meiner Freundin telefoniert: Das kleine Kätzchen findet in jedem Fall ein Zuhause. Es gibt da noch 2 Anwärter, die es gern nehmen würden. Insofern sehe ich mich auch nicht so sehr im Zugzwang.

Prinzipiell stimme ich Muna schon dahingehend zu, dass ich eine neue Babykatze sicherlich auch unter der Prämisse aus dem Tierheim mitnehmen würde, dass ich sie -notfalls- wieder zurück bringen kann; was ich selbstverständlich auch nicht erst nach einem halben Jahr machen würde.
Ich hoffe halt sehr, dass wir schnell erkennen würden, ob die zwei sich vertragen. Klar, wenn die Fetzen fliegen, dann ist das leicht zu sehen; wenn aber Ginger sich einfach nur nicht wohl fühlt, dann weiß ich nicht, wie und wann wir so etwas sehen würden; ich nehme an, das würde dann schon etwas länger dauern. DAS ist auch der Grund, warum wir eine neue Katze ausschließlich zur Ferienzeit ins Haus holen würden, weil da eben rund um die Uhr jemand da ist, um diese Zusammenführung zu beobachten.

Wie gesagt, derzeit haben wir nicht das Gefühl, dass Ginger sich in totaler Trauer verliert, aber das kann ja auch noch kommen.

Eigentlich würde ich ja auch sehr gern unsere Blutspender-Katze aus dem Tierheim zu uns holen. Sie hat unserem Satchmo -sicherlich nicht freiwillig- Blut gegeben, was ihm auch geholfen hat. Insofern könnten wir der Katze ein Zuhause geben, etwas Gutes zurückgeben sozusagen. Nur - auch hier gilt es, sich erst mal im Tierheim zu erkundigen, was das denn für eine Katze ist. Ich befürchte, dass eine Zusammenführung zweier erwachsener Katzen problematischer ist, als wenn eine kleine dazu kommt.

Und aus all diesen Gründen werden wir es uns wirklich genau überlegen, WAS wir WANN machen. Der Gedanke an eine 2. Katze kam uns ja nicht nur wegen UNS, damit wir unsere Trauerarbeit besser in den Griff bekommen, sondern auch wegen Ginger: Immerhin hat sie 12 Jahre lang mit einer zweiten Katze zusammengelebt und würde jetzt - für sie ungewohnt- allein sein. Bei Wohnungskatzen finde ich das halt nicht so geschickt.

Naja, schauen wir mal die nächsten Wochen, wie das so weiter geht. Ich werde mal allein ins Tierheim fahren und mich dort mit den Leutchen unterhalten (natürlich kann ich unsere Tochter da nicht mit hin nehmen, sonst kommen wir mit 5 Katzen und 3 Hunden wieder nach Hause...)

Auch hierüber halte ich euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße
Schnuppe
 
  • Wie sag ichs meinem Kinde...? Beitrag #40
Ich persönlich halte es für wesentlich erfolgversprechender, ein ähnlich altes Tier mit ähnlichem Charakter aus dem Tierheim zu holen.

Kitten und 12 Jahre alte Katze-
Das ist als ob man ein 5 Jahre altes Kind mit einer 65 jährigen Oma in einen Raum steckt.

Kann funktioniern- aber es werden immer die Gemeinsamkeiten fehlen.
Das Jungtier wird immer aktiver und verspielter sein, das Alttier ruhigere und hat andere Interessen.

Sicherkann man sich akzeptieren, aber eine echte Liebe wird so etwas sehr selten.

Eine Zusammenführung zweier ältere Katzen dauert mit Sicherheit länger, weil man eingefahren ist. Aber sie hat gute chancen, optimaler zu enden.
Die Tiere haben ähnliche Vorlieben und Interessen und können darauf eben aufbauen.
Nur einige Monate muss man da schon locker einrechnen- das ist normal.
 
Thema:

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