Hallo,
ich weiß was du meinst, Differenzialdiagnosen bei Fip. Man kann es gar nicht glauben, plötzlich unheilbar krank, der Tierarzt ohne Rat.
Schlimmer Verdacht, schlimme Krankheit. Heimtückisch und schwer zu diagnostizieren.
Coronaviren haben sehr viele Katzen, weit mehr als die Hälfte. Es gibt kaum Züchten die wirklich nachweislich Corona frei sind und das auch halten können (Neuzugänge, Deckkater, theoretisch auch Besucher mit Katzen zu Hause, Schmierinfektion...)
Bei 1:25 gilt eine Katze als nicht infiziert (?) Oder zur Zucht geeignet. Ab 1:400 Titer scheidet eine Katze auch glaub aktiv Corona Viren aus. Ab 1:800 kann sie aktiv infiziert sein. Auch da gibt es aber auch eine Menge Ausnahmen. Es kann auch nach Neuinfektion sein dass der Titer höher ist oder wenn das Immunsystem gerade aktiv dagegen kämpft, sich wieder damit infiziert oder die Katze, beim Tierarzt zum Beispiel, gerade Stress hat, eine Erkältung oder Darminfekt.
Dass diese "harmlosen" Viren irgendwann mutieren ist sehr selten und einfach nur großes Pech, ob sie denn überhaupt mutieren ist von Katze zu Katze verschieden. Es gibt viele Katzen die Coronaviren in sich tragen und nie an Fip erkranken.
Ich kann nur eine Erfahrung beitragen, kenne diese Symptome von einer Katze im Bekanntenkreis mit (nasser) Fip:
- Fieber sinkt nicht trotz Fiebersenkmittel und Antibiotika (Fieberstöße/tageweise)
- fressen normal, trinken etwas vermehrt
- KEIN Durchfall oder Verstopfung
- allgemein immer schlechterer Gesamteindruck (Fell stumpf, schmaleres Gesicht, Knochen fühlbar)
- schläft sehr viel, allgemein sehr ruhig
- ohne Fieber wieder deutlich aktiver
- augenscheinlich aber keine Schmerzen beim Bewegen, wie immer sehr verschmust und redefreudig
- Bauch etwas aufgebläht (nasse FIP)
Es hat sich schnell entwickelt (nach Ausbruch nur noch 6 bis 8 Wochen Lebenserwartung) und man konnte durch die Flüssigkeit im Bauch am ehesten auf FIP schließen. Der wurde dann immer dicker und es kam die Lunge mit dazu. Die letzten 4 Wochen hat die Katze nur noch geschlafen.
Da meinte der Tierarzt z.B. Blutwerte seien zu ungenau. Organschäden oder angeborene Fehler konnten ausgeschlossen werden.
Ich würde mich an deiner Stelle erst mal sammeln und alle Symptome die sie zeigt notieren. Am besten tageweise und was sie dagegen bekommen hat, Tagebuch, wie viel gefressen, Temparatur morgens, abends, Katzenklo, Verhalten, usw. ob die Medikamente anschlagen. So kannst du auch den richtigen Zeitpunkt einschätzen wenn sie gehen muss.
Damit hat auch dein Tierarzt oder eventuell die Klinik einen genauen Überblick, du kannst dir Notizen machen oder einem anderen Tierarzt zur zweiten Meinung zeigen.
Schlägt das Antibiotika jetzt an war es vielleicht doch nur eine Entzündung. Vielleicht geht das Fieber aber auch wieder von alleine weg und sie fühlt sich plötzlich besser. So denkt man es hat was bewirkt und ein paar Tage beim nächsten Fip Fieberschub wird in die falsche Richtung ermittelt.
Schließlich mag man das alles ja auch gar nicht wahr haben, das ist wohl eine nachvollziehende Angst.
Frage den Tierarzt ganz direkt wie man Fip bei der trockenen Form am besten diagnostizieren kann. Und wenn in welchem Stadium sie sich dann befindet.
So kann sie nämlich mit Immunaufbau Präparate noch eine Weile länger leben, solange sie nicht leidet.
Nur die feuchte Form geht ja so extrem schnell.
Allerdings gewinnt sie auch ohne Schmerzen keine Lebensquallität zurück wenn das Fieber sich nicht in den Griff bekommen lässt, das ist auch das deutlichste Zeichen für Fip glaube ich.
Auf nierenfreundliches Futter umsteigen vielleicht noch, Vitaminpaste geben. Oft gibt es bereits schon eine Immunschwäche durch Magen Darm Erkrankungen oder anderes mit denen der Körper zu kämpfen hat und das das Immunsystem zusätzlich schwächt.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht. Versuche lieber erst mal Fip zu entkräften statt andere passende Diagnosen zu finden.
Und eine Möglichkeit damit umzugehen.