Ich möchte erst noch sagen, dass ich diese Diskussion sehr spannend finde.

Also Anka, danke dafür.
Ich habe ja mal so eine ähnliche Diskussion gestartet und auch dort kamen interessante Meinungen und Ansichten zusammen.

Hier soll es ja jetzt darum gehen, woran wir erkennen wollen, dass unsere Tiere "glücklich" sind und/oder ob wir nicht zu sehr vermenschlichen.
Richtig?
Dazu eine Anekdote. Der Bruder unserer ersten Hündin, lebensfrohe durchgeknallte immer fröhliche und energiegeladene Golden Retriever deren Lebensinhalt ihr Will-to-please und apportieren ist, war das krasse Gegenteil von ihr. Ruhig, besonnen, langsamer. Er war kerngesund. Wurde artgerecht gearbeitet. Nur Spass hat es ihm nicht wirklich gemacht. Er hat es halt aus Gehorsam gemacht. Er war trotzdem ein glücklicher Hund, er hatte lediglich ein anderes Wesen und andere Ansprüche. Jemand, der ihn und seine Familie und deren Beschäftigung mit ihm nicht kennt würde schnell schlussfolgern, dass er sich nicht natürlich, retrievertypisch Verhält.
Mit Hunden kenne ich mich zwar nicht sonderlich gut aus, aber klar, lässt sich das auch auf unsere Katzen übertragen.
Meine drei Kater sind auch alle unterschiedlich. Der Eine etwas (zum Beispiel) aktiver, schlauer, als der Andere.
Also darüber müssen wir nicht reden, dass sie alle unterschiedliche Vorlieben und Wesenszüge haben.
Aber wie wäre es dem Hund ergangen, wenn er in seinem Leben niemals hätte eine Pfote vor die Tür setzen dürfen?
Wenn ihm nie ermöglicht worden wäre, seine bemerkenswerte Nase mal in die Welt zu halten?
Zu deinem ersten Absatz, es ist absolut in Ordnung, die Worte zu benutzen. Du hast recht, sie sind halt Teil unserer Möglichkeit uns auszudrücken. Nur sollte man sie dann eben auch mal "definieren" und nicht davon ausgehen, dass schon jeder wisse, was damit gemeint ist. So wie ja jeder der seine Katze kennt auch sieht, ob es ihr gut geht .... auch diese Aussage finde ich schwierig bis gefährlich, weil eben da immer die subjektive eigene Erwartungshaltung mit reinspielt.
Klar, sollten wir auch mal definieren.
Das machen wir ja jetzt hier.
