Wenn ich hier falsch bin,bitte verschieben.
Ich wollte mal meine Erfahrungen mit dem Tierschutz mit euch teilen. Hier sind ja selbst einige aktiv Pflegestelle/in der Vermittlung usw.
Vorsicht,längerer Text.
Also wir haben bisher alle unsere Fellhintern aus dem Tierschutz und inzwischen durchwachsene Erfahrungen damit. Leider. Auch meine Hündin die ich als Kind hatte,stammte aus dem Tierheim.
Zunächst waren da Sam und Julchen die heute nicht mehr da sind. Sam hatte ich aus dem Tierheim,er wurde mir -rückblickend- zu jung gegeben (seine Augen waren noch blau,Mutter allerdings nicht mehr vorhanden) als Kätzin gegeben und Einzelkatze. Es wurd zwar gefragt ob ich nicht gleich eine zweite dazu nehmen wolle,aber ich sagte damals "eine reicht mir erst einmal" Gut,ich schloss eine zweite nicht ganz aus,aber ich dachte,das es mehr Arbeit wäre etc.pp Schlecht informiert,nicht richtig mit der Haltung auseinandergesetzt etc. Fehler die wohl einige hier am Anfang auch gemacht haben. Aber er war gesund und munter und auch ich stellte nach zwei Wochen selber fest,es ist kein Mädel *schmunzel*
Ein Jahr später zog Julchen ein. Aus einer Notfallstelle. Da gleich als Zweitkatze angegeben,das Alter passte (sie war etwa 12 Wochen,wenn auch etwas klein .. das blieb sie auch) Sie hatte Milben und Würmer wie ich zu Hause feststellte,worauf sie gleich zum Doc wanderte und behandelt wurde. Lebte sich aber super schnell ein,verstand sich mit Sam ansich zunächst sehr gut. Im Schutzvertrag war festgehalten das/wo sie kastriert werden sollte und die Kosten mit der Schutzgebühr gleich gedeckt.
Das Milben und Würmer im Vorfeld angeblich nicht festgestellt wurden,machte mit erst rückblickend etwas stutzig. Denn ansich machte der kleine Verein einen guten Eindruck.
5 Jahre später holten mein Mann und ich dann zusammen Momo. Da die Beziehung zwischen Sam und Jule etwas ruppig geworden war (von wegen Kater,anderes Spielverhalten) ausserdem mussten wir ihn in der Wohnung halten und er durfte nicht mehr raus. Und wir dachten,wenn wir einen zweiten Kater dazu nehmen,hat Julchen mehr Ruhe und Sam ist besser ausgelastet,vermisst den Freigang auch nicht mehr so. Und so war es auch.
Momo saß in der Nachbarstadt auf einer Pflegestelle vom örtlichen Tierheim. 16 Wochen altes Wus,mit Mama ... Geschwister alle bereits vermittelt. Die Frau machte einen super netten und kompetenten Eindruck,alles sah sauber aus,im Vorfeld sehr netten und informativen Kontakt,alles gut. Wir besuchten in 2-3 Mal bis wir ihn mit nach Hause nehmen durften/konnten und hätten ihn auch wiederbringen können,wenn das mit Sam nicht geklappt hätte. Aber es funktionierte von Sekunde 1 an perfekt. Die zwei Jungs waren wie Topf und Deckel. Trotz des Altersunterschiedes.
Auch da,im Nachgang keine Probleme,gesundheitlichen Schwierigkeiten,keine Milben,Flöhe,Infekte was auch immer. Er wurd mit 5 Monaten kastriert und damit war´s erledigt. Durchgeimpft war er bereits.
Als wir Sam im Dezember 2012 mit gerade mal nicht ganz 12 Jahren an Kieferkrebs plötzlich verloren war Weltuntergang. Sowohl bei uns als auch bei Momo.
Ein halbes Jahr später zog unser Ian ein. Er kam aus dem gleichen Tierheim wo Momo´s Pflegestelle für tätig war. Und damit fing quasie das "Elend" an. Er war krank von Minute eins ... was im Tierheim selbst noch nicht einmal auffiel. Im Schutzvertrag war vermerkt,wenn was sein sollte werden in der Praxis XY die Kosten noch vom Tierheim getragen.
Zu Hause fiel uns halt auf das er Schnupfen hatte,was einem erst einmal nicht verdächtig vorkommt,von wegen Umzugsstress. Da kann es schließlich passieren das plötzlich Infekte oder kleinere Dinge auftreten. Es hieß,er hätte 2 Wochen zuvor Reiniger oder Säure oder irgendwas in die Richtung (ich weiß es jetzt nicht mehr ganz genau) gesoffen. Er wurde behandelt,benötigte aber noch Nachsorge.
Ende vom Lied war,chronisch krank,als Asthmatierchen diagnostiziert,X Infekte,die ersten 3 Jahre NUR beim Tierarzt mit ihm gewesen. Zu Anfang quasie alle 2-3 Wochen. Und am Ende doch letztes Jahr verloren,Lungenfibrose hochgradig,einschläfern -.- Und das mit gerad mal 6 Jahren.
Wir sind uns beide bis heute nicht sicher,was wurde uns vom Tierheim wissendlich verschwiegen oder war es wirklich "unschuldige" Unwissenheit. Es muss doch aufgefallen sein das er Lungenprobleme hatte ?! Oder ob es eine Folge des Reinigersaufens war,die nicht abzusehen war ?! Denn er muss diese Fibrose bereits gehabt haben als wir ihn mit 1 Jahr bekamen. Er hat sie symptomatisch nie verändert,bzw eher verbessert/stabilisert mit der Zeit.
Natürlich,bei der Anzahl an Tieren geht mal etwas unter,das ist völlig logisch. So viel Zeit ist schließlich nicht für jedes einzelne Tier. Aber wenn eine Katze SO auffällig ist,wie Ian war. Das kann
mir niemand erzählen das es nicht aufgefallen ist.
Nun jetzt die beiden Zwerge Rufus und Samu.
Mein Mann wollte keinen Tierschutz mehr,ich nicht von unbekannt privat (von wegen Vermehrer,lassen ihre Katzen nicht kastrieren etc.) Züchter fiel raus,da wir beide nicht zwingend ein Rassetier wollten.
Private Pflegestelle,wie der Zufall es wollte.
Im Vorfeld versuchte ich mich schlau zu machen ob ich irgendwo was negatives über besagte Pflegestelle fand,hatte gleichzeitig regen und engen Kontakt zu der Dame. Alles machte einen sehr guten Eindruck. Sie schien extrem um die Gesundheit ihrer Schützlinge besorgt,was mich beruhigte. Die beiden seien mehrfach ärztlich gecheckt,FIV und FeLv negativ getestet,geimpft und es stand noch der letzte Impftermin aus,nachdem würden sie vermittelt werden.
Was noch sehr sympatisch war,nur gegen Vor/Nachkontrolle. Wer meinen Thread verfolgt hat,hat vllt noch im Kopf das wir mit dem Vorkontrolltermin ein elendes Theater hatten,da uns die Person die uns kontrollieren sollte,auf gut deutsch gesagt,nur verarsch.... hat.
Endlich stand der Abholtermin 02.12. um 14 Uhr. Soweit so gut. Mein Mann fuhr hier um kurz vor eins los,da es etwa eine Stunde brauchte,je nach Verkehrslage. Ich musste noch arbeiten,konnte leider nicht mit. Um 14 Uhr erhielt in eine Nachricht von der Dame,ob wir denn überhaupt unterwegs seien,Rufus wäre schon in der Box und wartete (den wollte sie vorher schon "eintüten" da er nicht handzahm war) Ich antwortete,das mein Mann jeden Moment da sein müsste. Sie drohte uns 10 Minuten später die Katzen nicht mehr zu geben,würde jetzt noch 10 Minuten warten,das wäre es dann Oo Ich dachte "was ist denn bitte jetzt los ?!" Gab ihr die Handynr. von meinem Mann,das sie ggf. da mal durchruft ob er im Stau stehen würde/Baustellen oder what ever.
Halb drei war er allerdings da,sagte mir kurz bescheid und musste sich dann noch da anpampen lassen. Ebenso sollte er das Auto umparken. Er stand auf der gegenüberliegenden Straßenseite und sollte mit den Boxen nicht über die Straße (die Boxen mussten mit Decken abgehängt werden,damit sie sich nix einfangen Oo)
Er rief mich dann völlig aufgelöst von unterwegs aus an,das die Frau ja total gruslig gewesen wäre,er jetzt die Decken von den Boxen nehmen würde,weil die Kater sich nicht mal sehen konnten und und und. Ich versuchte ihn zu beruhigen und meinte das ich nur netten Kontakt bis vor einer Stunde zu ihr gehabt hätte,sie vllt überbesorgt wäre um die zwei (so konnt ich´s mir nur erklären)
Irgendwie machte das meinen so positiven Eindruck den ich wochenlang hatte,gänzlich zunichte. Oben drauf wurd ich relativ schnell skeptisch das mit dem Poop der Zwerge was nicht stimmte. Schob es zunächst noch auf Stress. Den hatten beide definitiv. Ausserdem hatten wir ja den Futterzirkus und ich hab schneller als gewollt anderes Futter gegeben.
Nun wissen wir das sie Giardien mitgebracht haben.
Bei mir heißt es zwar im Zweifel immer für den Angeklagten,aber ich bin der Meinung,der Poop hätte auffallen MÜSSEN. Und den hatten sie definitiv schon BEVOR sie hier eingezogen sind.
Ich benachrichtigte die Frau,die das alles nicht so dramatisch sah,würde sich ja gut behandeln lassen. Ja super ... aber das damit dann auch Momo und Merle reingezogen wurde,was so überhaupt nicht nötig gewesen wäre,wenn sie im Vorfeld da mal drauf geachtet hätte ...
Bin der Meinung,auch wenn man mehrere Katzen hat,wenn da jemand so ein Höllenpoop hat,das fällt auf. Und dann würde zumindest ich,da nachgucken lassen nach spätestens 2 Tagen. Mal ein Stinker,passiert,mal Dünnfiff auch ... aber wenn sich das nach 2-3 Tagen nicht bessert,sitz ich da und hab nen Proberöhrchen/tütchen.
Im Nachgang wurden noch 2 Katzen im Abstand von einer Woche vermittelt. Und ich weiß nicht ob sie die Neubesitzer darüber informiert hat oder ob sie die Katzen behandelt hat. Denn wenn zwei die Biester haben,kann man davon ausgehen das der Rest auch.
Ich dachte wirklich wir hätten auf sämtliches geachtet. Aber nun hab ich den Eindruck das man sich Tierarztrechnungen vorlegen lassen sollte und im Vorfeld noch Sammelkottests (zur Not auf eigene Kosten) verlangen sollte/müsste.
Hätte am liebsten die beiden schnellstens zur Blutabnahme und großem Blutbild zur Tierarzt geschlürt,aber Rufus bekomm ich zur Zeit noch nicht in die Box. Er hat zwar riesen Fortschritte gemacht,in der kurzen Zeit,aber er ist noch nicht so,das ich ihn da reinbekommen würde. Einfach um checken zu lassen ob die zwei noch andere Baustellen haben. Vertrauen ist ganz hin und Misstrauen geweckt.
Andererseits denke ich,wenn man ein/zwei Tier(e) aufnehmen möchte,man spaziert doch nicht zur Pflegestelle/Tierheim oder Züchter und verlangt sofort erst einmal sämtliche Tierarztunterlagen und Kottests Oo
Bislang war ich immer von der Idee des Tierschutzes überzeugt. Gerade bei solchen Vorgeschichten wie sie Ian hatte und jetzt auch Rufus und Samu. Ian war z.B ein Mülleimerwurf. Er wurd mit Geschwistern weggeschmissen auf einem Rastplatz in der Gegend wo wir vorher wohnten. Rufus und Samu wurden neben der vergifteten Mama und Geschwistern in Griechenland gefunden.
Da ist man dankbar das Menschen nicht weggeschaut,sich gekümmert,sie gepäppelt und umsorgt haben und das sie nun da sein dürfen so wie sie sind.
Aber andererseits bin ich geneigt zu sagen,das waren die letzten Tierschutztiere.
Meine Mama sagte schon,warum wir sie überhaupt behalten haben ... also Samu und Rufus. Sie hätte sie wieder zurückgebracht.
Ja super,damit wäre keinem geholfen,am wenigstens den zwei Zwergen ! Die zwei sind angekommen (merkt man insbesondere an Rufus) gerade am auftauen,fühlen sich super wohl hier ... die können letztendlich am wenigsten dafür. Giardien hätten wir jetzt so oder so an der Backe,ob ich da 2 Tieren oder 4ren hinterher mache ist letztendlich egal. Die Schutzgebühren für beide hätten wir nicht mehr wiedergesehen,Tierarzt/Streu/Tabletten/Darmaufbau hätte uns trotzdem keiner bezahlt.
Rufus hat sich super gemacht. Wenn ich daran denke das er erst einmal den Eindruck eines kompletten Wildlings machte. Heute kommt er angegurrt,schmeißt sich an die Beine,gibt Köpfchen und Nase,lässt sich gerne streicheln (zumindest von mir ^^) auch ganz kurz hochnehmen (wir trainieren) verteilt Augenblinzler ohne Ende etc.
Selbst mein Mann sagte die Tage so "gut das ihr zwei jetzt hier seit und nicht mehr bei der komischen Pflegestelle" Und das will was heißen. Er hätte ja beinahe noch spontan den einen Waldkater eingepackt der schnurrrrstracks auf ihn zukam und mit wollte Oo
Entschuldigt bitte den irre langen Text,aber ich musste das jetzt mal loswerden.
Vielleicht tu ich der Pflegestellenfrau auch furchbar unrecht und sie hat´s tatsächlich -warum auch immer- nicht bemerkt. Ich bin immer noch ziemlich verärgert wie das alles gelaufen ist und das wir jetzt statt einer ruhigen Eingewöhnungs/Kennenlernenphase nur Stress und Zeug am Hals haben,was zusätzlich Unruhe reinbringt. Hätte mir eine normale Zusammenführung der vier gewünscht und nicht zusätzliche Unruhefaktoren.
Da war ich auch noch froh die letzten 2-3 Jahre mit Ian stabil geworden zu sein,das er nicht mehr ständig zu Arzt musste und dann stirbt er uns spontan unter den Händen weg in so jungem Alter,was auch einfach nur dramatisch war. Ansich hat man ja keinen Liebling oder zumindest wir nicht,aber das Pumpkin war irgendwie was besonderes und ganz ganz einzigartig/wunderbar (ja ich weiß,das sagt jeder von seiner Katze *schmunzel*) Und nu ist man wieder nur mit Sorgen und Tierärzten beschäftigt -.-