Du solltest brücksichtigen, dass die meisten Katzen nachts werfen - und nicht zwingend dabei Krach machen. Aus diesem Grund war es bei uns immer so, dass ich abends die trächtige Katze mit in Schlafzimmer genommen habe (mit geschlossener Tür). Hier steht auch immer meine Wurfkiste. Die Wurfkiste ist im Schlafzimmer die einzige akzeptable Möglichkeit für die Katze. Alles andere (Höhlen, Kratzbäume, Schränke) sind weg oder zu.
Sonst suchen sie sich nämlich die beklopptesten Plätze. In die Wurfkiste sollte man für die Geburt auf einer weicheren Unterlage (ein oder zwei Bettbezüge - KEINE Handtücher) gleich mehrere Wickelunterlagen aufeinander legen. Dann muss man während der Geburt nur immer die oberste rausziehen und muss nicht eine saubere unter die Katze fummeln. Neben die Wurfkiste gehören alle benötigte Utensilien - wenn es erst mal los geht, hat man meist keine Zeit mehr, alles zusammen zu suchen. Eine Rolle Zewa gehört da auch hin (zum Kitten abrubbeln) und eine Mülltüte (wird gerne vergessen). Natürlich Digitalwaage, Zettel und Stift. Während der Geburt sollte man alle "markanten" Ereignisse (Beginn der Wehen, Geburtszeitpunkt usw.) notieren. Wenn es stressig wird, verlässt einen schon mal das Zeitgefühlt.
Grundsätzlich gilt: die Presswehen sollten nicht länger als zwei Stunden dauern ... das ist der Punkt, wo man den Tierarzt braucht. Die Pausen zwischen den Geburten können unterschiedlich lang sein. "Gute" Zuchtkatzen schaffen auch sechs Babys in anderhaltb bis zwei Stunden ... andere machen nach jedem Baby zwei Stunden Pause oder auch länger. Hier heißt es Geduld haben und die Katze sehr genau beobachten - solang sie den Eindruck macht, dass sie fit ist, sich um die Babys kümmert, die schon da sind und alles normal scheint, ist auch alles ok.
Die meisten Katzen nabeln nicht ordentlich ab - die Nabelschnur sollte ca. zwei Zentimeter lang sein. Ist sie länger, kann das Baby sich verheddern, ein anderes oder die Katze tritt drauf und es kann zu einem Nabelbruch kommen. Deshalb sollte man das immer kontrollieren, wenn die Katze selbst abnabelt und sie ggf. noch kürzen. Nabelt man selbst ab, hält man die Nabelschnur zwischen Daumen und Zeigefinger, dicht am Körper des Kittens und schneidet dann ab. (Also auf einer Seite das Kitten, dann die Finger und dahinter schneiden). Dann hat man eine gute Länge. Sie lässt sich nur schneiden, wenn sie noch feucht ist - als kurz nach der Geburt - und nicht mehr, wenn sie schon trocken ist.
Melde dich, falls du noch Fragen hast.
Grüße,
Nic